XXL-SPECIAL: Ein Jahrzehnt zurück - TV-Modelle von LG, Panasonic, Samsung und Sony, die wir 2012 im Test hatten

Nachdem wir kürzlich bereits drei AV-Receiver, die wir vor zehn Jahren, also im Jahr 2012, getestet haben, vorstellten, sind diesmal TV-Geräte dran. Im Special stellen wir hochwertige TVs in alphabetischer Reihenfolge der Hersteller vor: LG, Panasonic, Samsung sowie Sony. 

LG LM960V in 55 Zoll: Ende 2012 stand der elegant auftretende LG LCD-TV mit Nano Full-LED-Technologie bei uns im Testraum. Ein vollflächiges Backlight hinter dem Panel hatten damals nur absolute Spitzenmodelle.

Sehr gute Verarbeitung

Polarisationsbrillen

Der LG setzte natürlich auch auf die 3D-Wiedergabe, allerdings mittels Polarisationsbrillen und nicht mittels aktiver Shutterbrillen. 3.500 EUR kostet der Fernseher damals, dafür gibt es heute im Ausverkauf 4K OLEDs in 77 Zoll. Wie früher häufiger üblich, fanden sich zwei Fernbedienungen im Lieferumgang.

Fernbedienung im klassischen Layout

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Eine im klassischen Layout gehaltene Remote und ein früher Vorläufer der heutigen Magic Remote, auf sich der kaum Tasten befanden. Von den leichten, bequemen Polarisationsbrillen befanden sich vier Stück im Lieferumfang.

Anschlüsse 1

Anschlüsse 2

Die gut ausgestattete Anschlusssektion beinhaltete unter anderem 4 x HDMI und 3 x USB sowie eine Ethernet-Schnittstelle. Es gab auch damals schon Hilfe beim Prozess der ersten Installation, inklusive Anleitung zur Verwendung der Magic Remote.

Magic Remote
 

Integrierte Anleitung zur korrekten Verwendung

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Zahlreiche vordefinierte Bildfelder inklusive ISF-Modi (Expert 1, Expert 2) sowie ein prima ausgestatteter Video-EQ gehörten ebenfalls zum LM960V.

Smart-Plattform von LG im Jahr 2012

Bildprogramme

Ebenso wie Panasonic lieferte auch LG im Jahre 2012 bereits eine Smart TV Plattform mit. Hier konnte man beispielsweise auf YouTube, Maxdome, die Tagesschau, die Plattform der Berliner Philharmoniker oder auf Eurosport zugreifen, Ebenfalls fand sich ein Webbrowser für den Zugang zum freien Internet. Visuell hat uns der LG sehr gut gefallen, besonders lobten wir die homogene Helligkeitsverteilung. Die 3D-Wiedergabe, fast gänzlich frei von störendem Crosstalk, lief rund und harmonisch ab. Dass nicht dieselbe hohe Auflösung wie beim Prinzip mit aktiven Shutterbrillen gegeben war, machte das angenehme, augenfreundliche Bild wett.

Panasonic TX-P55VT50

Panasonic Plasma TX-P55VT50: Damals, im Juli 2012, stellten die VT50 Plasma-TVs die Speerspitze im Panasonic Portfolio dar und waren in 50, 55 sowie 65 Zoll lieferbar. Hochwertig fiel die Verarbeitung aus, Glas und Metall standen für eine tadellose Materialqualität. Damit Plasma-Bildschirme, die damals weniger hell waren als LCDs (ähnlich wie heute OLED-LCD-basierte Modelle) auch in helleren Umgebungen ein kontrastreiches Bild bereitstellen können, stellte Panasonic in der VT50 Serie den "High Contrast Filter Pro" vor. Zudem gab es bereits damals ISF-Modi.

Aktive Shutterbrille für den 3D-Betrieb

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Die VT50 Plasmas waren natürlich für 3D mit aktiven Shutterbrillen geeignet, dem Trend-Feature damals, und sogar THX-zertifiziert für den 3D-Betrieb. Die VT50 Baureihe verfügte über die "Smart Viera" Plattform und auch ein Webbrowser war an Bord.

Klassische Fernbedienung

Viera Touch Controller 

Die im Lieferumfanfg enthaltenen zwei Fernbedienungen traten einmal im klassischen Layout und einmal als "Viera Touch Pad Controller" an. Schon 2012 gab es vier HDMI-Anschlüsse beim VT50, zudem einen Ethernet-Slot.

Anschlussübersicht

Die Menüs waren im typischen Panasonic-Stil gehalten, der Video-EQ bot umfangreiche Einstellmöglichkeiten.

Bild, Grundeinstellungen

Bild, erweiterte Einstellungen

Über die Smart Viera-Plattform gelang 2021 unter anderem der Zugriff auf YouTube, Maxdome, Facebook oder die Mediatheken diverser deutscher TV-Sender.

Smart-Plattform

Einen App Store, Viera Connect Market genannt, fand sich ebenfalls. Visuell hat uns der VT50 damals voll und ganz überzeugt.

Top-TV mit ausgezeichnetem Bild

Hochwertige Materialqualität

Sehr gutes Bild im 3D-Betrieb, jidderarme 24p-Wiedergabe, tadelloser Schwarzwert. Damals waren Panasonics Plasma stets der Maßstab, wenn es um eine Bildgüte ging, die auch Kino-Liebhaber und Film-Enthuasiasten überzeugen konnte. 

Samsung UE46ES8090

Samsung UE46ES8090: Der besonders dünne Samsung war in 46 Zoll - heute kommt einem das beinahe schon winzig vor - für 2.099 EUR zu haben. Wie Panasonic setzte Samsung hinsichtlich 3D auf aktive Shutterbrillen, zueinander kompatibel waren die Systeme aber nicht.

Aktive Shutterbrille

Gestensteuerung und Gesichtserkennung waren damals schon mit dabei, auch heute sind das noch Features, auf die die meisten gut verzichten können. Der Samsung gehörte zweifellos zu den besonders schönen Flatscreens auf dem deutschen Markt.

Edles Finish

Smart Remote

Klassische Fernbedienung

Tadellose Verarbeitung und sehr gute Materialqualität waren kennzeichnend. Eine sehr edle kompakte Remote, Vorläufer der heutigen Smart Remote, und eine klassische, recht einfach gehaltene Tastenfernbedienung im typischen Samsung Layout legte man dem UE46ES8090 bei.

Anschlüsse und Möglichkeit, zukünftig ein optionales Evolution Kit zu platzieren. Mittels Hardware-Upgrade konnte man neue Funktionen zugänglich machen

Der Samsung hatte lediglich drei HDMI-Slots und 3 x USB sowie einen Ethernet-Anschluss.

Erste Installation

Smart TV Plattform

Ein Assistent half bei der ersten Einrichtung, und die Smart Plattform von 2012 war für die damalige Zeit optisch sehr attraktiv gehalten.

Video-EQ

Weitere Parameter

Der Video-EQ war praxisgerecht und sehr einfach in der Handhabung. Bis auf die leicht inhomogene Helligkeitsverteilung, herrührend von der Edge LED Backlight Technologie, ließ sich der UE46ES8090 wenig vorwerfen. Viel Detailschärfe und eine enorme Plastizität waren schon im 2D-Betrieb Kennzeichen. Klar, dass im 3D-Betrieb mit den sehr leichten und daher angenehm zu tragenden aktiven Shutterbrillen nochmals nachgelegt werden konnte. Selbst die Wandlung von 2D Inhalten in 3D Inhalte gelang dem Samsung überzeugend. 

Sony KDL-46HX755

Sony KDL-46HX755: Ein wahres Schnäppchen zur damaligen Zeit, denn der 46-Zöller von Sony kam auf 1.399 EUR, was ein sehr faires Angebot für einen reichhaltig ausgestattteten LCD-TV mit Edge-Hintergrundbeleuchtung darstellte.

Rahmen

Fernbedienung

Er sah elegant aus mit seinem minimalistischen Design, das bis in den Standfuß konsequent fortgeführt wurde. Eine Fernbedienung im typischen Sony-Design lag bei.

Aktive 3D-Brille

Natürlich beherrschte auch der HX755 die 3D-Wiedergabe, und zwar mittels aktiver Shutterbrillen. Nettes Detail - es gab noch einen echten Scart-Anschluss, den analogen Vorläufer von HDMI.

Anschlüsse

Mit vier HDMI-Eingängen und 2 USB-Eingängen war die Anschlussbestückung ordentlich.

Menüs, das Live TV-Bild konnte man ebenfalls parallel betrachten

Video-EQ

Weitere Optionen

Die Menüs des Sony waren übersichtlich und schick gestaltet. Recht dunkel gehalten, das war ein Markenzeichen. Natürlich gab es Hilfe bei der ersten Inbetriebnahme.

Video Unlimited

Music Unlimited

Unter "Video Unlimited" bot Sony damals einen Cloud-basierten Video On Demand-Streamingdienst. Zudem gab es für Musik auch "Music Unlimited". Im Opera TV Store konnten neue Applikationen heruntergeladen und installiert werden. Der Sony hat einen Video-EQ mit sinnvoller Aufteilung und gutem praktischen Nutzen. Besonders gut gefiel uns damals die Arbeit der "Motionflow XR 400" Frame Interpolation. Das neutrale, angenehme Bild war damals ein Faktor, den wir sehr zu schätzen wussten. Weniger gut gefiel uns die Tatsache, dass der Sony oftmals  mit zu großer zeitlicher Verzögerung auf Eingabebefehle reagiert hat. 

Fazit

Schon 2012 gab es Installationsassistenten, Smart TV Plattformen, bei Samsung gar eine Upgrade-Möglichkeit ("Evo Kit") für neue Hardware, die, untergebracht in einem Kästchen, neue Funktionen ermöglichte. Das Kästchen wurde auf der Rückseite des TVs untergebracht. Sowas gibt es heute bei Samsung nicht mehr (2018 wurde, nach mehrjähriger zwischenzeitlicher Unterbrechung, das letzte Evo Kit angeboten), oft aber kommen per Softwareupdate viel mehr neue Funktionen hinzu als früher. Auch die Preise sind deutlich gesunken im Vergleich zu 2012. Dass es heute keine 3D-TVs mehr gibt, dafür aber praktisch ausschließlich 4K- und selten 8K-Fernseher, das hat sich ebenso geändert wie die ganze Riege an VoD-Dienstleistern: Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV oder Disney+ gab es damals noch nicht. Dass heutige TVs ein deutlich helleres, detailreicheres und farbechteres Bild haben, liegt nicht nur an der gesteigerten Panelauflösung, sondern auch an immer weiter fortschreitenden Display-Technologie. OLED versus Quantum Dot LCD (neuester Schrei - Mini LED), nicht mehr Plasma versus LCD, heißt es heute, mit QD-OLED gibt es sogar schon "Mischtechnologien": Die Bildgüte ist heute auf einem Level angekommen, der vor 10 Jahren noch undenkbar war - gerade auch, was die maximale Helligkeit des Panels angeht. 

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16. März 2021

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