SPECIAL: Aktivlautsprecher für den Stereo-Betrieb - eine Übersicht über wichtige Merkmale

Aktive Lautsprecher erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Generell bedeutet "aktiver Lautsprecher" zunächst, dass sich die Endstufen, die die Kraft an die einzelnen Chassis liefern, direkt im Lautsprecher verbaut sind. Beim klassischen aktiven Lautsprecher benötigt man zum Betrieb der Box noch einen Vorverstärker. Über diesen wird dann z.B. der Lautstärkepegel geregelt, zudem werden Quellgeräte wie CD-Player oder Tuner an den Vorverstärker angeschlossen. Die heutigen aktiven Lautsprecher verstehen sich in den meisten Fällen eher als "All-In-One-Konzept". Also sind Vor- und Endverstärker, plus Anschlüsse für Quellgeräte, alle in den Lautsprechern oder in dem Lautsprecher untergebracht.

Zu unterscheiden sind verschiedene Konzepte bei aktiven Lautsprechern. In diesem Special, das geben wir zu bedenken, beschränken wir uns auf Stereo-Konfigurationen. Hier eine Übersicht über verschiedene Modelle und Konzepte:

Nubert nuBox A-125 "Sound-Paar",hier eine der beiden kleinen, aber tadellos aufspielenden Schallwandler für einen Setpreis von 385 EUR

Teufel Ultima 40 Aktiv NG mit sehr guter Ausstattung inklusive HDMI und Dolby Digital/DTS-Decoding für aktuell knapp 800 EUR - Master-/Slave-Paar

Elektronik in der Master-Box

  • Bei preisgünstigeren Modellen, meist liegt der Paarpreis unter 1.000 EUR, ist die gesamte Elektronik inklusive der Verstärkertechnik in der Master-Box untergebracht. Die zweite Slave-Box ist passiv und wird mittels Lautsprecherkabel mit der Masterbox verbunden.
  • Ferner besteht die Möglichkeit, dass Elektronik und Anschlüsse in der Masterbox untergebracht wird, die Slave-Box, die per Kabel verbunden wird, hat aber eine eigene Endstufeneinheit. Das steigert die Belastbarkeit/Pegelfestigkeit. Nicht besonders üblich derzeit.

Nubert nuPro A-600, derzeit für schlanke 777 EUR pro Stück

  • Es gibt zwei völlig identische Masterboxen (Nubert nuPro A-Serie), die per Kabel miteinander zu einem paar verbunden werden. Bei der Konfiguration wird dann festgelegt, welche Box nun im Stereobetrieb die Rolle der Masterbox übernehmen soll.

Canton Smart Vento 3: 350 Watt pro Box, Luxus-Finish, kompakte Abmessungen, aber erstaunlicher Nachdruck und intensive Räumlichkeit

Canton Smart A25 .Nur online zu haben für einen Komplettpreis von fairen 2.400 EUR, inklusive kräftiger Verstärker

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  • Zwei Lautsprecher, beide mit Endstufen versehen, kommunizieren drahtlos miteinander. Meist geht diese drahtlose Übertragung bis 96 kHz/24-Bit. Die weitere Elektronik, wie etwaige Decoder für Dolby oder DTS, sitzen nur in einer Box, ebenso gewisse Anschlüsse: Beispiel: Canton Smart Lautsprecher. Hier haben beide Boxen ein Anschlussfeld, USB-B und Bluetooth sind nur beim Master vorhanden, zudem sitzen auch die Decoder für DTS/Dolby im Master. 

Nubert nuPro X-6000 - schlanke Standsäulen mit einem erstaunlich satten Bass und hochwertiger Verarbeitung, inklusive Traversen-Fuß

Nubert nuPro X-3000. Die kleinste nuPro X-Box ist sehr kompakt, spielt aber richtig groß auf. Stückpreis: 585 EUR, günstig für die Leistung

  • Zwei Lautsprecher, beide mit Anschlussmodulen, beide vollaktiv, werden drahtlos miteinander verbunden (nuPro X-Serie z.B)
  • Zwei Lautsprecher werden drahtlos miteinander verbunden, als "Mittler" fungiert aber ein separater Hub. Dieser bietet oft zudem die Möglichkeit, noch mehr per Funkübertragung steuerbare Lautsprecher zu bedienen (Dali Callisto, Buchardt Audio, Piega). Dieser Hub muss optional erworben werden, die Preise für diesen Hub bewegen sich meist zwischen 500 und 700 EUR. Hier einige Modelle:

Dali Callisto 2c mit Hub

Callisto mit sehr guten akustischen Eigenschaften

Buchardt Audio kommt mit der A400 (Paarpreis ab 3.500 EUR) im Juni, unten das Bild des Hubs. Es gibt spezielle Vorbesteller-Rabatte, die den Preis drücken

Exzellent ausgestatteter Hub für 500 EUR mit WiSa-Standard für die Funkübertragung

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Natürlich gibt es Bundles mit dem Hub

Darüber hinaus gibt es noch ein von den Funktionen her erweitertes Konzept:

  • Integriert in eine der aktiven Boxen beziehungsweise in die Master-Box bei Master/Slave-Konzepten ist noch ein Streaming-Modul. Beispiele: Teufel Stereo M, Yamaha NSN-500, Quadral Aurum Gamma Aktiv. Dann hat man Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass man keinen separaten Streamer braucht - zunächst. Wenn sich aber Streaming-Dienste weiter entwickeln, Hi-Res-Wiedergabe z.B. oder ganz neue Dienste hinzu kommen, kann man das eingebaute Streaming-Modul abschreiben (sofern nicht updatebar) und muss zusätzlich einen Streamer kaufen. 

Hier einige Modelle:

Yamaha NX-N500 mit MusicCast Modul, Marktpreis derzeit knapp 700 EUR. Inklusive Bluetooth, USB-DAC, Master-/Slave-Prinzip (Kabelgebunden)

Teufel Stereo M mit Raumfeld Streaming-Technologie - knapp 800 EUR, mit Bauhaus-Optik, reichlich Endstufen-Leistung, Master-Slave mit Kabel

KEF LS50 wireless - kompakt, aber "oho". Die aktiven Boxen sehen hervorragend aus, überzeugen mit dem Uni-Q-Chassis und haben zudem ein Streaming-Modul

Mit Uni-Q-Koaxialtreiber. Komplettpreis: Knapp 2.300 EUR

Quadral Aurum Gamma mit 12.000 EUR Paarpreis kein Schnäppchen, aber genial. Dirac Einmesssystem, brillante Verarbeitung, sehr nachdrückliche Endstufen 

Was gibt es meist an Anschlüssen?

Ultima 40 Aktiv NG von Teufel mit HDMI

Nubert nuPro X-Serie: Anschlussfeld

Canton Smart-Lautsprecher - Anschlussfeld 

Dali Callisto Sound Hub mit Einschub für BluOS Streming-Modul (rechts im Bild)

  • Bluetooth (ab 3.0, mittlerweile bei neuen Entwicklungen 5.0) ist Standard. Oft mit aptX, (noch) seltener mit aptX HD.
  • Cinch-Stereo und XLR finden sich des Öfteren
  • Optische/koaxiale Digitalanschlüsse
  • 3,5 mm Miniklinke Stereo-Analog
  • Pre-Out für den kabelgebundenen Anschluss eines aktiven Subwoofers
  • HDMI-Slot für die Einfache Verbindung mit dem TV (HDMI-ARC)
  • USB-B-Eingang für die direkte Verbindung mit dem PC/Mac/Notebook)
Fazit

Insgesamt bieten aktive Lautsprecher eine sehr gute Möglichkeit, ohne ein großes Aufgebot an Komponenten eine vollwertige Stereo-Performance zu erzielen. Besonders bequem ist die Zuspielung mittels Bluetooth, die praktisch jedes Konzept mit an Bord hat. Zahlreiche Aktivlautsprecher haben überdies ein Streaming-Modul an Bord. Hier sollte man aber überprüfen, welche Streaming-Services unterstützt werden, wenn man es einsetzen möchte. Immer besteht die Option, sich einen separater Streamer zu kaufen und diesen analog oder digitale mit der Aktivbox zu verbinden.

Special: Carsten Rampacher
Datum: 03. März 2020

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