TEST: Teufel Master-/Slave-Set ULTIMA 40 AKTIV 3 - klanglich beeindruckende "Aktivisten" in moderner Optik
Klangwertung
Nachdem wir die technischen und optischen Vorzüge der Teufel Ultima 40 Aktiv 3 genauer durchleuchtet haben, möchten wir in diesem Abschnitt unseres Reviews auf die klanglichen Eigenschaften der Berliner Schallwandler eingehen. Da die Ultima 40 Aktiv über ein HDMI-Terminal sowie Dolby Digital Decoder verfügen, möchten wir zunächst die Wiedergabe von Filmton checken. Hierfür haben wir uns für "The Expandables 3:A Man's Job" entschieden. Sehr gerne verwenden wir bei diesem Movie das Kapitel Nummer 10, als sich das Expandables-Team aus dem Hochhaus befreien möchten und unter massiven Beschuss von zahlreichen Maschinengewehren und Panzern steht. Die vokalen Elemente des Expandables Teams sowie die Kampfszenen werden erstaunlich klar und facettenreich präsentiert. Bei der Verwendung der Schrottflinte liefern die aktiven Lautsprecher ein glaubwürdiges, weiil präzises und nachdrückliches Bassfundament. Auch als eine Handgranate zum Einsatz kommt, wird die Explosion mit soliden Strukturen und mit der nötigen Portion Dynamik umgesetzt. Nachdem die Panzer zum Einsatz kommen, liefern die Ultima 40 Aktiv 3 einen erstaunlich harten Tieftonbereich ab. Das Einschlagen der Kugeln in die Hausfassade aus den automatischen Waffen wird für ein aktives Lautsprecher-Set dieser Preisklasse detailreich präsentiert. Die Aktivlautsprecher punkten ebenfalls mit einer sauber aufgebauten und weitläufigen Räumlichkeit.
Wir starten nun unsere Klangwertung mit klassischer Musik und haben uns für den Titel "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion entschieden. Der Titel beginnt mit einer Querflöten, die mit natürlicher Ausprägung und guter Grunddetaillierung vom Ultima 40 AKTIV 3-Ensemble umgesetzt werden kann. Als sich nach wenigen Momenten Streicher aus dem Orchester in den Titel mit einbringen, gelingt in Anbetracht der Preisklasse eine ausgezeichnete Tiefenstaffelung der unterschiedlichen akustischen Elemente. Als kurze Zeit später der mehrstimmige Gesang startet, sind wir begeistert, mit welcher Aussagekraft und mit welchem Facettenreichtum die Stimmdarstellung präsentiert wird. Als Celine mit ihrer unverkennbaren Stimme einsteigt, gelingt weiterhin eine erstklassige Inszenierung der vokalen Strukturen. Célines Stimme mit ihrem unverkennbar hohen dynamischen Umfang wird überdies nie harsch oder aggressiv. Die sämtliche tieffrequenten Elemente des Titels werden von den 165 mm großen Tieftönern mit Glasfasermembrane sehr stimmig untermalt.
Weiter geht es mit "Darker Still" von Parkway Drive, die wir in diesem Jahr noch "Live und in Farbe" bewundern dürfen. Am Anfang des Titels vernehmen wir ein Pfeifen sowie Gitarrenklänge, beides meistern die Ultima 40 Aktiv 3 mit einer klaren Konturierung und einer tadellos getroffener Klangfarbe. Als Winston McCall, Frontband der Band, mit seinem sehr tiefen und außergewöhnlichen Gesang in den Titel einsteigt, können wir die Stimmfarbe so wahrnehmen, wie wir diese ansonsten nur von deutlich kostspieligeren Lautsprechern kennen. Das Zusammenspiel aus harten E-Gitarren, sehr fordernden Gesang und harten Drums gelingt auch bei diesem Titel wieder hervorragend. Als im weiteren Verlauf der Titel dann an Fahrt aufnimmt, liefern die Teufel Ultima 40 Aktiv 3 ein sehr sattes, aber auch punktgenaues Bassfundament. Die teilweise aggressiv gespielten E-Gitarren werden zu kleinster Zeit zu schrill oder zu harsch, und als McCall förmlich ins Mikrofon brüllt, bleiben die Schallwandler aus der Hauptstadt Berlin unbeeindruckt, selbst bei höheren Lautstärkepegeln.
Als nächsten Titel haben wir uns für "Through Glass" von Stone Sour entschieden, in dem Corey Taylor unter Beweis stellt, dass er nicht nur das harte Genre von Slipknot grandios beherrscht. Der Titel beginnt mit einer gefühlvollen Gesangseinlage von Corey sowie einer Akustikgitarre, und beide Facetten werden von den Teufel Ultima 40 Aktiv 3 sehr homogen sowie akkurat gegliedert präsentiert. Auch die Darstellung von Corey Taylor Stimmfarbe kann uns überzeugen, denn die leichte Rauigkeit in der Stimme bleibt gut hörbar erhalten. Als dann der Titel deutlich an Dynamik und Geschwindigkeit gewinnt, liefern die Schallwandler nach wie vor eine überzeugende Performance ab. Die verschiedenen Instrumente bleiben klar und deutlich differenzierbar und auch Coreys Stimmfarbe wird immer noch auf einem beachtlichen Level wiedergegeben.
Wir wechseln das Genre und spielen den Teufel Ultima 40 Aktiv 3 den Techno-Mix von Bennett des Klassikers "Vois sur ton chemin" zu, da dieser Titel Lautsprechern und auch Elektronikkomponenten nahezu alles abverlangt, was Dynamik und Basskraft angeht. Der mit harten Kickbässen versehene Titel startet mit einem mehrstimmigen Chorgesang, der mit sauberer Staffelung zur Geltung kommt. Auch bei Maximalpegel bleibt der Chorgesang klar und klanglich sauber abgestimmt. Als dann bereits nach wenigen Momenten das Bassfeuerwerk startet, geben sich die Aktivlautsprecher erneut keine Blöße und liefern ein sattes und präzises tieffrequentes Profil. Die sehr schnellen Kickbässe wirken präzise und kraftvoll, ohne es zu übertreiben. Das Zusammenspiel aus den vielschichtigen Synthesizer-Elementen und den kräftigen, schnellen Bässen wird mit einer ausgezeichneten Differenzierung umsetzt.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit „Ratchets“ von Hedegaard. Auch dieser Track geizt nicht mit massiven Bässen und bewusst aggressiven Synthesizer-Klängen. Ab der ersten Sekunde starten harte, satte tiefe Frequenzen, und nach wenigen Momenten kommt eine elektronisch erzeugte Stimme hinzu. Auch hier gelingt eine hervorragendes Zusammenspiel aus den sehr nachdrücklichen Basselementen und dem akustischen Rest. Das Bassfundament erweist sich dabei als trocken, präzise und voluminös. Die Synthesizer-Effekte werden homogen sowie mit hoher Klarheit wiedergegeben.
Konkurrenzvergleich

- Elac Debut Connex DCB41 Adsum: Die Elac Debut ConneX Adsum präsentieren sich in edler Optik und mit beinahe ausnahmslos hochwertiger Verarbeitung. Durch die kompakten Abmessungen finden sie nahezu überall Platz, so zum Beispiel auf dem TV-Lowboard ebenso wie höher positioniert in einem Wohnzimmerregal. Dank der umfangreichen Anschlussbestückung nehmen die Debut ConneX Adsum mit vielen anderen Geräten Kontakt auf. Aufgrund der HDMI-ARC-Buchse ist die Kombination mit einem Smart-TV schnell sowie komfortabel zu lösen. Und mit Hilfe des per Kippschalter anzupassenden Cinch-Anschlusses zeigt sich Elacs Komplettlösung auch einem Plattenspieler gegenüber offen. Als schade empfanden wir die Tatsache, dass kein Display zum Einsatz kommt, und man sich eine der unterschiedlichen LED-Farbgebung orientieren muss, wenn man sehen möchte, welcher Eingang gerade aktiv ist. Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung entspricht dem Niveau der Preisklasse. Apropos Preisklasse, die Elac Debut ConneX Adsum sind für einen Paarpreis von 649 EUR, und ausschließlich in der von uns getesteten weißen Farbvariante, im Handel erhältlich. Klanglich erfreuten uns die Debut ConneX Adsum mit einer sauberen Stimmdarstellung, einer tadellosen Räumlichkeit und mit einem kräftigen Bassbereich - gerade, wenn man die kompakten Abmessungen und das daraus resultierende kleine Gehäuse-Innenvolumen mit ins Kalkül zieht.

- Klipsch "The Nines": Zu Markpreisen von 1.700 EUR/Paar sind die Klipsch The Nines in Echtholzfurnier Walnuss oder Esche Schwarz im Handel erhältlich. Die Aktivlautsprecher unterstützen Bluetooth 5.0 für eine komfortable Verbindung zum Smartdevice. Dank eines HDMI-Terminals mit ARC auf der Rückseite, können Signale vom TV auf den Aktivlautsprechern wiedergegeben werden. Leider bieten die The Nines keine Netzwerkfunktionen und können somit auch nicht in einem Multiroom-Verbund eingesetzt werden. Die Klipsch The Nines sind als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert, dies bedeutet, dass der Hauptlautsprecher mit der Verstärkertechnik, dem DSP sowie allen relavanten Anschlüssen ausgestattet ist. Der passive Slavelautsprecher wird, mittels Kabelverbindung, vom Masterlautsprecher mit den entsprechenden Signalen versorgt. Die MDF-Gehäuse der großen Regallautsprecher bestehen aus furniertem MDF. Das verwendete Echtholz-Furnier ist solide aufgebracht, sitzt aber nicht überall perfekt. Bei unseren Testkandidaten waren teilweise leichte Spaltmaße bei den Übergangen sichtbar. Die Kantenbereiche sind leicht abgerundet und scharfe Kanten sucht man vergebens. Bei den Klangtestreihen konnten die Klipsch-Speaker uns mit einer detaillierten und feinfühligen Gesamtwiedergabe überzeugen. Verblüfft waren wir von dem sehr präsenten, kräftigen und zugleich auf den Punkt gebrachten Bassbereich. Für das Genre Rock und Heavy Metal sind die Klipsch Lautsprecher der perfekte Partner. Bei anderen Genres fühlten sich die Speaker aber ebenfalls wohl. Nur bei "Secret Garden" von Molly Pardon & Tony Anderson empfanden wir den Bassbereich, trotz -8 dB Absenkung, immer noch zu überladen.
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