TEST: Sharp CP-SS30 - kompaktes Master-/SlaveAktivlautsprecherpaar zum Schnäppchenpreis
Klang
Wenden wir uns nun den klanglichen Eigenschaften der Sharp CP-SS30 zu. Aufgrund des Bassreflexrohr auf der Rückseite sollten die Lautsprecher einige Zentimeter von der Wand entfernt aufgestellt werden. Sonst können dröhnenden Störgeräusche die Folge sein. Wir starten unsere Klangtestreihen mit "River Flows In You" von Alex Christensen, The Berlin Orchestra & Gestört aber GeiL. Zunächst testen wir, welche EQ-Klangkurve für diesen Titel am besten geeignet ist. Nach zahlreichen Versuchen haben wir uns für die Erstellung einer eigenen Klangkurve entschieden. Der Titel startet mit einem Klavier, welches in Anbetracht der Preisklasse recht ordentlich abgebildet werden kann. Sehr gut gefällt uns die saubere Stimmwiedergabe, die selbst bei höherer Lautstärke nicht harsch wird. Als der Titel dann an Fahrt aufnimmt und auch harte Basspassagen in den Titel einfließen, sind wir erstaunt, was wir für das schmale Budget hier dargeboten bekommen. Der Bass wirkt fürs kompakte Gehäuse relativ hart und besitzt auch die nötige Portion Präzision. Wichtig ist hier, die richtige Klangkurve auszuwählen. Erwischt man die falsche EQ-Kurve, kann die Wiedergabe dumpf und unstimmig wirken.
Weiter geht es herausfordernd mit "Escapism" von Raye feat. 070 Shake. Schon nach wenigen Sekunden geht es fordernd zur Sache. Der Titel strotzt vor harten Bässen, diese werden gepaart mit Sprechgesang. Somit ist diese akustische Ausprägung des Songs eine Herausforderung für jeden Lautsprecher. Schon gleich ab Beginn werden die Boxen voll gefordert, und auch hier wird die Stimme, in Anbetracht der Preisklasse, ausgezeichnet dargestellt. Die Tiefmitteltöner begeistern mit einem für ein preiswertes Lautsprecherpaar satten Tieftonbereich. Natürlich ist dieser nicht so präzise wie bei einem teuereren aktivenn Regallautsprechern, aber vollends zufriedenstellend, zieht man das Investment mit ins Kalkül.
Wir wechseln das Genre und möchten wissen, ob den Sharp CP-SS30 harte E-Gitarren ebenfalls so gut liegen und starten den Titel "Do Me a Favor" von Stone Sour. Auch hier entschieden wir für unsere eigenen Klangeinstellungen, weil unserer Meinung nach die EQ-Kurve "Rock" sehr dumpf abgestimmt ist und die Gesamtwiedergabe darunter leidet. Ab Sekunde 2 geht der Titel voll ab mit harten Gitarrenriffs, mit welche die Sharp Aktivlautsprecher sehr gut zurecht kommen, solange man den Lautstärkeregler nicht voll aufdreht. Auch die "Schreipassagen" von Corey Taylor werden sehr gut dargestellt sowie der teilweise einsetzende Chorgesang. Im Zusammenspiel mit den zahlreichen Effekte klappt die Differenzierung aber nicht immer perfekt und die Speaker neigen dazu, schnell zu übersteuern.
Neu in unseren Klangtestreihen ist der nächste Titel. Wir spielen den Sharp CP-SS30 "Ghost in my guitar" von der Sängerin Alana Springsteen (die nichts mit dem "Boss" zu tun hat) und dem US-amerikanischen Countrysänger Chris Stapleton zu. Der Titel beginnt mit Gitarrenklängen, die erstaunlich klar sowie natürlich dargestellt werden. Auch mit der durchaus fordernden Stimme von Alana können die Schallwandler tadellos umgehen. Die Vocals wirken stimmig und nie aggressiv. Auch das Zusammenspiel von Vocals, Gitarrenklängen und einen stimmigen Bassbereich klappt gut.
Abschliessen möchten wir unsere Klangtestreihen mit einer Coverversion von "Shape of You" von Fame On Fire. Die zu Beginn des Titels ertönenden Synthesizer Effekte werden stimmig und ausgewogen dargestellt. Auch die daurauffolgenden E-Gitarren wirken lebendig sowie gut ausbalanciert, und die Differenzierung zwischen Synthesizer und Gitarren klappt tadellos. Dann kommt aber das große "Aber", als der Titel dann explosiv zur Sachen geht: Nun wird die Gesamtwiedergabe unsauber und unpräzise, mache Effekte werden förmlich verschluckt. Nimmt man aber den doch sehr günstigen Kaufpreis her, ist dies nicht verwunderlich. Hocheffiziente Technik kostet Geld und ist bei einem Straßenpreis von 95 EUR schlicht nicht möglich.
Konkurrenzvergleich

- Kenwood M-925DAB: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit der Kenwood M-925DAB. Bei dieser handelt es sich um eine kompakte Komplettanlage, die derzeit für rund 220 EUR im Onlinehandel erhältlich ist. Kenwoods Komplettlösung verfügt neben einen herkömmlichen FM-Tuner zusätzlich noch über einen DAB+ Tuner. Damit aber nicht genug, das kleine Multitalent ist auch mit einem klassischen CD-Player ausgestattet und unterstützt Bluetooth Audio Streaming. USB-Inhalte werden zudem ebenfalls wiedergegeben. Die Headunit verfügt über einen integrierten Verstärke mit 2 x 50 Watt. Im Lieferumfang befinden sich zudem 2-Wege-Bassreflex Lautsprecher. In unseren Klangtestreihen überraschte uns die klangliche Performance, in Anbetracht des doch geringen Kaufpreis. So erklangen Stimmen und Instrumente immer natürlich und authentisch, der Bassbereich konnte mit hartem Punch überzeugen, ohne dabei an Struktur zu verlieren.

- Teufel Cinebar One: Weiter geht es mit der Teufel Cinebar One der aktuellen Generation, die sowohl im Wohnzimmer und auch auf dem Schreibtisch ihre Daseinsberechtigung feiert. Diese ist derzeit direkt im Onlineshop des Herstellers für 199 EUR in einer schwarzen oder weißen Variante erhältlich. Die Cinebar One bietet eine Vielzahl von Wiedergabemöglichkeiten. So kann der TV mittels des HDMI CEC mit ARC an die Soundbar angeschlossen werden, um TV Inhalte wiederzugeben. Für weitere Zuspieler stehen zudem ein optischer Digitaleingang sowie ein AUX-In zur Verfügung und dank eines USB-Soundinterface, kann die Cinebar One zudem als PC-Soundsystem genutzt werden. Inhalte vom Smartphone lassen sich dank Bluetooth 5.0 in CD-ähnlicher Qualität auf der Cinebar One wiedergeben. Decodiert werden Dolby Digital und Dolby Pro Logic. Im Lieferumfang befindet sich eine solide Fernbedienung, die aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist. Beim Thema Klang überzeugte die Dynamore Technologie mit einem breiten und weiten Klangbild.

- Q Acoustics M20: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mir den Q Acoustics M20. Mit einem Kaufpreis von 499 EUR sind die Britischen Lautsprecher die teuersten Kandidaten in unseren Konkurrenzvergleich, haben aber auch einiges zu bieten. Die in weißer oder schwarzer Ausführung lieferbaren Sets verfügen über Bluetooth 5.0 mit aptX HD für kabelloses Streaming bis 48 kHz/24-Bit, ein eingebauter USB-DAC (für die direkte Verbindung zu Notebook oder PC, bis 192 kHz//24-Bit), proprietäre P2P (Point-to-Point) Gehäuseverstrebungen für steife Gehäuse ohne störende Geräusche und ein großer 22 mm Hochtöner, komplett entkoppelt, für eine besonders hohe Räumlichkeit im Hochtonbereich. Ergänzt wird die Treiberbestückung von einem 125 mm Tiefmitteltöner. Die Ausgangsleistung der Zweiwege-Bassreflex-Lautsprecher liegt bei 2 x 65 Watt, das ist durchaus als kräftig zu bezeichnen. Saubere Verarbeitung, sinnvolle Ausstattung und ein hervorragender Sound lassen keinen Spielraum für kritische Anmerkungen.
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