TEST: Samsung The Premiere 5 - Interaktiver Lifestyle-Projektor für Alltag und Entertainment

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Klipsch Onkyo Odyssee

Inbetriebnahme und Praxisbetrieb mit dem Touch-Stand

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Parkett 2

Bodenprojektion auf Mosaikparkett

Mit zwei einfachen Handgriffen werden Vorder- und Rückseite des Touch-Stands am The Premiere 5 angebracht. Hinten muss man kaum Druck ausüben, die Magnet-Steckverbindung fügt sich beinahe ohne Zutun zusammen. Vorne muss man etwas mehr schieben, aber auch die Front ist schnell und ohne Probleme montiert. Jetzt ist der Samsung Projektor bereit für die Boden- oder Tischprojektion. Beachten sollte man noch, dass der Projektor auf ebener Fläche und in identischer Höhe wie die Projektionsfläche steht. Weder sollte der Projektor erhöht platziert sein noch sollte die Projektionsfläche höher liegen als der The Premiere 5. Der Abstand lässt sich somit also nicht mehr frei definieren. Das bedeutet, dass die Bildgröße festgelegt ist. Der The Premiere 5 realisiert im Touch-Stand eine Bildgröße von etwa 40 Zoll, ausreichend für größere Tische. Was man natürlich tun kann, wie wir bereits in den Einstellungen festgestellt haben, ist die Bildgröße zu verkleinern. Das kann sinnvoll sein, wenn man z.B. sein Kochrezept auf die Arbeitsfläche in der Küche projizieren möchte.

Wir stellen das Gerät zunächst auf den Boden und schalten ihn ein. Der Projektor führt dann wiederum eine automatische Anpassung und Korrektur durch und stellt dann ein scharfes Menübild dar. Auch der Schritt der Erstellung des IR-Bereichs für die Touch-Interaktion kann man direkt nachverfolgen. Nach dem Einschalten ist der Samsung The Premiere 5 auch in Kombination mit dem Touch-Stand und der Boden- bzw. Tischprojektion in wenigen Sekunden betriebsbereit. Jetzt kann man das Bild im Bedarfsfall noch verkleinern. Die automatische Ausrichtung und der Autofokus funktionierten während des Testbetriebs bei uns in der Redaktion auch bei der Bodenprojektion wieder sehr gut und ohne Probleme. Platziert man den Samsung The Premiere 5 vor einer Projektionsfläche, die kleiner als die genannten 40 Zoll sind, passt der Projektor die Bildgröße zudem, ebenfalls sehr praktisch, automatisch auf einen kleineren Bereich an. Das funktionierte auf unserer Küchenoberfläche z.B. problemlos und direkt beim ersten Anlauf. Der Hinweis, der in diesem Fall erscheint, deutet allerdings darauf hin, dass dies nur in einem Bereich zwischen 50 und 100 Prozent der Bildgröße möglich ist.

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Parkett

Home-Screen auf Parkett

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Parkett 3

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Die Beschaffenheit der Projektionsfläche nimmt Einfluss auf die visuelle Darstellung

Grundsätzlich ändert sich die visuelle Darstellung natürlich auch nicht im Vergleich zur Wandprojektion im Tower-Modus. In der Praxis wird man aber schon häufig eine Veränderung erkennen. Logisch: Wenn man nicht gerade einen weißen Tisch hat, auf dem projiziert wird, nimmt die Farbe und Beschaffenheit des Untergrundes doch erheblichen Einfluss auf die Abbildung. Das hat unter anderem Veränderungen bei der Farbgebung, beim Schwarzwert und beim Kontrast zur Folge. Bei unserem Parkettboden oder auch unserem Holztisch lässt sich zwar alles noch problemlos erkennen, die Farben sind aber schon mit einem wärmeren Einschlag versehen und auch die Bildplastizität ist weniger ausgeprägt als bei einem weißen Untergrund. Das ist natürlich nicht optimal bei der Wiedergabe von Serien und Videos, etc. Bei den meisten Spielen aber z.B. oder auch bei Home Office-Projektionen oder beim Kochen verschmerzbar.

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Linoleum

Projektion auf graues Linoleum

Was hervorragend funktionierte, ist die Touch-Steuerung. Hier kann man wirklich den Hut ziehen, denn was wir zunächst als Gimmick abtaten, hat im Test wirklich sehr gut geklappt. Der Projektor reagiert zuverlässig und schnell auf die Touch-Eingabebefehle. Sehr präzise und sauber kann man auf selbst kleine Bereiche, wie z.B. die Netflix-Kachel in der App-Leiste auf dem Homescreen, klicken. Das gelingt über den gesamten Bildbereich und nicht mittig oder am Randbereich schlechter - wir konnten hier keinen Unterschied anhand der Position im Bild feststellen. Auch das Scrollen nach unten oder oben oder in der App-Leiste seitlich funktioniert tadellos. Man muss nur aufpassen, dass man mit nur einem Finger den Boden oder Tisch berührt. Berühren zwei Finger, sei es von einer oder von mehreren Personen, den Untergrund, wird kein Befehl mehr erfasst. Hinzu kommt, dass Apps die Touch-Bedienung keinesfalls in jedem Fall unterstützen. Wenn man z.B. aus dem Home-Screen heraus einen Inhalt aus z.B. der ZDF-Mediathek auswählt, weist das Betriebssystem darauf hin, dass die App die Touch-Bedienung nicht unterstützt. Dann muss man die Fernbedienung zu Hilfe nehmen.

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Kueche 2

Schwierige Bedingungen für den The Premiere 5 - Bodenprojektion auf einer Küchenarbeitsfläche aus schwarzem Schiefer und Lichteinfall von hinten

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Kueche 1

Das Menü bleibt erkennbar

Samsung The Premiere 5 Touch Stand Kueche 3

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Bewegtbild-Projektion aus einer Mediathek auf der schwarzen Küchenarbeitsfläche

Um z.B. ein Rezept auf dem Projektor anzuzeigen, kann man den in Tizen integrierten Browser unter Apps verwenden. Alternativ aber kann man auch vom Smartphone aus die Inhalte streamen. Gerade beim Kochen hat uns der Samsung-Projektor gut gefallen, da man das Rezept problemlos durchscrollen kann, selbst wenn man dreckige Finger hat. Allerdings haben wir in der Küche eine beinahe schwarze, eher raue Steinoberfläche, was dem The Premiere 5 die Darstellung dann doch erheblich erschwert. Erkennbar bleibt das meiste und auch die Steuerung auf dem Home-Screen ist möglich. Wir haben den The Premiere 5 auf Mosaikparkett, einem Eichentisch, auf grauem Linoleum und auf anthrazitgrauem Stein ausprobiert. Je nach Beschaffenheit ändert sich die Farb-, Helligkeits- und Kontrastdarstellung sowie der Eindruck der Bildschärfe. An der Zuverlässigkeit und Reaktion der Touch-Bedienung hat sich aber bei allen Oberflächen nichts geändert.

Kreative Anwender werden hier zahlreiche Ideen und Konzepte entwickeln, wie man die Boden-/Tischprojektion sinnvoll und spaßbringend nutzen kann. Samsung hat mit guter visueller Darstellung und der wirklich sehr gut funktionierenden Touch-Erkennung hier eine ausgezeichnete Grundlage dafür geschaffen. 

Bild & Ton

Wir rufen Samsung TV Plus auf und werden direkt von Spongebob Schwammkopf und seinem Freund Patrick empfangen. Wenn man keine Leinwand verwendet, sind natürlich Unebenheiten der Wand beim Betrachten sichtbar. Das Bild an sich ist hier bei der Live-TV-Wiedergabe aber durchaus ansprechend. Mit kräftigen Farben und einer hohen Kantenschärfe wird die Comic-Sendung wiedergegeben. Das Bild ist, hier mit Zwischenbildberechnung in der Einstellung "Auto" auch angenehm stabil und ruhig, allerdings nicht vollständig ruckelfrei und das ein oder andere Artefakt ist dann bei genauer Betrachtung schon nachvollziehbar. Erwartungsgemäß bei bewegten Objekten im Bild oder Kamerafahrten wird das empfindlichen Zuschauern schon auffallen. Insgesamt macht die Frame-Interpolation aber hier einen soliden Job und sorgt für ein cleanes Bild.

Die durchaus detaillierte und scharfe Darstellung gelingt nicht nur bei Spongebob Schwammkopf, sondern auch bei typischen Sendungen mit echten Schauspielern. Allerdings ist es natürlich so, dass bei größerer Bilddiagonale die Schärfe schon abnimmt. Projiziert man auf rund 60 Zoll fällt das, gerade hier bei HD-Material in 720p, kaum auf. Wählt man einen höheren Abstand zur Wand und reizt das 100-Zoll-Limit aus, wirkt das Bild natürlich weicher und nicht ganz so knackig scharf. Außerdem merkt man dem Gerät dann auch bei der Helligkeitsleistung seine Größe an und die Farbgebung ist nicht mehr ganz so knackig dynamisch. Bei moderaten Bildgrößen liefert der The Premiere 5 erfreulicherweise ein wirklich erstaunlich helles Bild mit guten Kontrastwerten und intensiven, aber nicht überzogenen Farben. Und auch wenn die Zwischenbildberechnung Vorteile bietet, empfehlen wir diese auszuschalten oder zumindest in ihrer Intensität zu justieren, da bei Action-Sendungen und Drama-Serien mit schnellen Bewegungen die Artefakte doch ausgeprägter in Erscheinung treten.

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Dass der Samsung The Premiere 5 eine mehr als solide Helligkeitsleistung bietet, ist unserer Meinung nach auch elementar wichtig. Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten prädestinieren das Gerät eben eher nicht als stationären Heimkino-Projektor in einer kontrollierten Umgebung, sondern überall da, wo es Spaß macht. Meistens ist das eben schon in Umgebungen, die zumindest nicht vollständig abgedunkelt sind. Bei direkter Sonneneinstrahlung oder sehr hell erleuchteten Räumen sind die negativen Auswirkungen natürlich auch so spürbar. Belässt man es bei nicht allzu riesigen Diagonalen wird man aber in typisch hellen Räumen ein gutes bis sehr gutes Ergebnis erzielen. In sehr hellen Bereichen kann man dann auch mal auf den Vision Booster setzen, wenngleich die Farben dann nicht mehr so stimmig und auch weniger dynamisch sind wie im Modus "Film".

1080p Filmwiedergabe

Natürlich haben wir uns auch hochwertiges UltraHD-Material angesehen, das der The Premiere 5 in seiner nativen 1080p-Auflösung darstellt. Für den Filmbetrieb haben wir uns aber für eine kontrollierte Umgebung mit lediglich geringem Umgebungslicht entschieden. Bei einer Projektionsfläche zwischen 60 und 70 Zoll gibt der Ultrakurzdistanzprojektor in dieser Disziplin nochmal alles und stellt ein erstaunlich detailliertes, scharfes Bild mit sehr guter Plastizität dar. Die Kanten- und Detailschärfe begeistert gleichermaßen und auch der Schwarzwert kann sich sehen lassen. Insgesamt ist für ein derart kompaktes Gerät die Differenzierung und gestaffelte Tiefe ausgezeichnet. Eine Leinwand hilft dabei und natürlich auch allen anderen Bildparametern ungemein. Aber auch direkt auf die Wand wird ein klares, und gut detailliertes Bild geboten, solange der Untergrund nicht extrem rau und von Unebenheiten gekennzeichnet ist. Hervorragend ist die Farbdarstellung. Im Modus "Film" zeigt der The Premiere 5 bei Knives Out (2019) eine wirklich hervorragende, passend dezente Farbwiedergabe mit feiner Nuancierung. Auch Hauttöne gelingen außerordentlich gut. An manchen Stellen kann man eine leichte Unruhe im Bild feststellen, ein Merkmal der Laserprojektionstechnologie im kompakten Ultrakurzdistanzprojektor. Allerdings muss man hier im Bewegtbildbetrieb schon sehr genau hinsehen und aufpassen, wenn man dies bemerken möchte. Störend ist es im Alltag nicht. Die Bewegungswiedergabe gelingt ebenfalls sauber, lediglich bei sehr schnellen Bewegungen und Kameraschwenks wirkt das Bild nicht immer absolut stabil. Ein sehr guter Kompromiss ist die Verwendung der Zwischenbildberechnung im Modus Benutzerdefiniert mit geringer Intensität (z.B. Judder-Minderung Wert "3"). Das Bild wirkt dann noch etwas geschmeidiger und sauberer, der Film-Look bleibt erhalten und die Artefaktebildung hält sich sehr in Grenzen. Im Modus "Auto" greift uns die Frame-Interpolation etwas zu stark ein. Das Bild wirkt weniger kino-gerecht und es zeigen sich stärker Nachzieh-Effekte im Bild. Film-Enthusiasten werden die Schwächen des Projektors schon erkennen. Für seine enorm kompakte Größe und der Flexibilität, die das Gerät mitbringt, wird hier aber eine erstaunlich überzeugende Film- und Seriendarstellung mit exzellenter Farbwiedergabe, guter Schärfe und Detaillierung geboten.

Klang

Positiv überrascht sind wir auch vom integrierten Audiosystem. Natürlich darf man hier nicht zuviel erwarten und gerade bei Action-Spektakeln eine immersive Soundsphäre mit enormer Räumlichkeit und sattem Fundament erwarten. Der Samsung Ultrakurzdistanzprojektor überzeugt aber mit einer erstaunlich klaren Kulisse und einer guten Loslösung des Klanggeschehens vom Tower. Tadellos ist die Sprachverständlichkeit bei Serien und auch der Stimmcharakter wird sehr gut erfasst. Dabei liefert der The Premiere 5 auch einen überraschend hohen Maximalpegel. Das ist auch durchaus wichtig, da bei einer Projektion bis zu 100" Diagonale ein gewisser Sitzabstand unumgänglich ist. Der The Premiere 5 beschallt hier auch etwas größere Wohnzimmer, ohne von seiner angenehmen, harmonischen Tonalität zu verlieren und schlägt auch bei der maximalen Lautstärkeeinstellung von 100 nicht an oder verzerrt. Dolby Atmos haben wir aktiviert und das kann man auch ruhig so belassen, eine ausgeprägte Surround-Kulisse mit Druck im Tieftonbereich wird man hier eher nicht erreichen. Allerdings müssen wir festhalten, dass wir durch die enormen räumlichen Beschränkungen eine solche akustische Performance gar nicht erwartet hätten. Mit hoher Transparenz, Klarheit, sehr gutem Stimmcharakter, gesamtharmonischer Auslegung und Pegelfestigkeit. Wer möchte, kann den Samsung UKD-Projektor sogar als Bluetooth-Lautsprecher nutzen.

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Fazit

Samsung The Premiere 5 Mit Staender Schraeg Vorne

Samsung positioniert mit dem The Premiere 5 einen vielseitigen Lifestyle-Projektor mit klarer Ausrichtung auf flexible Anwendungsszenarien und umfassenden Allround-Qualitäten. Der wirklich sehr kompakte Ultrakurzdistanzprojektor mit Triple-Lasertechnologie überzeugt durch seine besonders einfache Inbetriebnahme, die in jedem Fall zuverlässige automatische Kalibrierung und ein Handling, das praktisch in jeder Situation problemlos gelingt. Trotz seiner geringen Abmessungen liefert der The Premiere 5 eine erfreulich gute Bildqualität mit ausgezeichneter Farbgebung, guter Schärfe und Detaillierung sowie hoher Helligkeitsleistung in typischen Umgebungen.

Besonders hervorheben möchten wir die exzellent umgesetzte Touch-Interaktion in Verbindung mit dem Touch-Stand. Letzterer ist sehr einfach anzubringen und ermöglicht dem Projektor eine ganze Reihe kreativer Verwendungsoptionen. Die Berührungssteuerung arbeitet präzise, schnell und über die gesamte Projektionsfläche hinweg zuverlässig. Ob beim Kochen, bei Gaming-Szenarien bis hin zu Lern- und Fitnessanwendungen sind hier zahlreiche Einsatzmöglichkeiten denkbar. Bild-Enthusiasten mit Fokus auf hohe visuelle Perfektion adressiert das Gerät nicht, wenngleich er hier solide Leistungen abliefert. Stattdessen stehen Vielseitigkeit, Portabilität und eine unkomplizierte Nutzung im Vordergrund. Genau hier spielt der Samsung The Premiere 5 seine Stärken souverän aus.

Vielseitiger Lifestyle-Projektor mit starker Touch-Steuerung, einfacher Handhabung und überraschend guter visueller und akustischer Performance
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23.12.2025

 

Test: Philipp Kind
Datum: 23.12.2025

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