TEST: Marantz CINEMA 40 - umfassend ausgestatteter Neunkanal-AV-Verstärker mit überragendem Klang

Marantz hat nicht nur exzellente mehrkanalige Vor-Endstufenkombinationen, sondern ebenfalls hervorragende AV-Verstärker. Schon einige Zeit auf dem Markt ist der Neunkanal-AV-Netzwerkverstärker CINEMA 40, der laut Website nur in schwarzer Variante zu haben ist, wer allerdings im Internet sucht, erfährt, dass auch die Version in Marantz-typischem Silbergold verfügbar ist. Die unverbindliche Preisempfehlung spricht Marantz mit 2.900 EUR aus, allerdings gibt es das edle Gerät im "Modern Musical Luxury"-Design auf dem Markt für rund 2.400 EUR. Kernmerkmale des sorgfältig im Marantz-/Denon-Werk Shirakawa (Japan) gefertigen Mehrkanal-Boliden umfassen ein 9.4-Basislayout, eine Leistung von 125 Watt pro Kanal, sieben 8K-fähige HDMI-Eingänge und 3 HDMI-Ausgänge, Decoder beispielsweise für Dolby Atmos, DTS:X, Auro-3D, 360 Reality Audio, MPEG-H und IMAX Enhanced sowie ein bordinternes HEOS Streaming-/Multiroom-Modul.
Zudem ist das schon etwas ältere Audyssey MultEQ XT32 Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ an Bord. Wer 22,99 EUR übrig hat, kann dieses durch die in den jeweiligen Appstores erhältliche Audyssey MultEQ XT Editor-App ergänzen, die einen Vielzahl an zusätzlichen Einstellmöglichkeiten bietet. Zweite Option ist, dass man gegen Aiufpreis eine Dirac Live-Lizenz kauft und dann mit dem moderneren und sehr effektiv arbeitenden Einmessystem plus Room-EQ arbeitet. Besonderheit des Marantz CINEMA 40 sind auch die vier unabhängig regelbaren Ausgänge zum Anschluss von aktiven Subwoofern. Interessant ist noch, dass die Vorverstärker-Sektion des CINEMA 40 bis zu 11.4 verarbeiten kann. Das heißt, dass man über die rückseitig vorhandenen Pre-Outs noch einen Stereo-Endverstärker anschließen und dann auch noch größere Lautsprecher-Setups am CINEMA 40 betreiben kann.
Wenden wir uns nun den Einzelheiten zu.
Verarbeitung

Im Detail: Seitliche Ansicht, vorderer Bereich

Unterschiedliches Oberflächenfinish

Hier im Detail von rechts - die Verarbeitungsqualität ist auf untadeligem Niveau
Der CINEMA 40 ist präzise verarbeitet und weist die für das Modern Musical Luxury Design typische dreigeteilte Frontblende auf. An beiden Seiten sind Elemente mit strukturierter Kunststoffoberfläche vorhanden, während der größte, mittlere Teil der Frontblende aus Alu besteht und eine matte Oberfläche aufweist.

Gut geführter, ästhetischer Drehregler für die Lautstärke auf der rechten Seite

Hier aus einer anderen Perspektive

Materialübergänge, Produktbezeichnung und Regler für die Eingangswahl im Detail

Display im Bullaugen-Layout

Front, linker Bereich

Front, rechter Bereich
Der CINEMA 40 sieht äußerst "clean" und zeitlos attraktiv aus - nur die beiden Drehregler für Quellwahl und Lautstärke sind auf der Front zu finden, mittig ergänzt durch ein kleines Display, das im für Marantz spezifischen Bullaugen-Layout ausgeführt ist. Wer die Frontblende genauer inspiziert, wird allerdings bemerken, dass sich im unteren Bereich eine Klappe befindet, die solide gelager ist.

Marantz CINEMA 40 mit geöffneter Klappe

Bedienelemente unter der Klappe, rechter Teil

Bedienelemente unter der Klappe, linker Teil
Öffnet man diese, wird der Blick nicht nur auf zahlreiche weitere Bedienelemente inklusive einer kompletten Navigationseinheit frei, sondern auch ein informatives zweizeiliges Punktmatrixdisplay ist nun sichtbar. Die relativ kleinen, unbeleuchteten und gleichförmigen Knöpfe für die direkte Bedienung zahlreicher Funktionen am Gerät würden wir aber nur im Notfall einsetzen. Schließlich liegt dem CINEMA 40 eine hochwertige, beleuchtete Fernbedienung bei, die wir später noch genauer präsentieren werden. Die Rückseite des CINEMA 40 wurde mit Kupferschrauben fixiert, alle Anschlussbuchsen sitzen fest und sind exakt eingepasst.
Aufbau Innen

Gesamtübersicht innen
Marantz setzt beim CINEMA 40 auf einen insgesamt übersichtlichen Aufbau im Inneren. Noch besser würde uns eine strikte Unterteilung in unterschiedliche Sektionen mittels physisch vorhandenen Trennwänden gefallen.

Trafo mit Abschirmblechen
Bei diesem Modell kommt allerdings kein Ringkern-Transformator zum Einsatz. Dafür wurde der Trafo durch entsprechende Wände vom Rest der Komponenten abgeschirmt, damit sich keine Störungen in den empfindlichen Audio-Signalweg mischen können.

Aluminium-Kühlkörper und die neun Endstufen

Layout im Detail

Digitalbord mit sauberem Aufbau
Marantz verwendet einen vertrauenserweckend wirkenden Aluminium-Kühlkörper, an dem die neun Endstufen unter exakt identischen Bedingungen angebracht sind. Auch beim CINEMA 40 setzen die Japaner auf ihre selbst entwickelten Hyper Dynamic Amplifier Module (HDAM) für einen klaren, dynamischen und facettenreichen Klang. Der Marantz CINEMA 40 ist mit konventionellen analogen Class AB-Endstufen ausgestattet - im Gegensatz zu anderen Marantz-Modellen aus dem Mehrkanal- und Stereobereich: So setzen die Mehrkanal-Endstufen AMP10, AMP 20 und AMP 30 auf digitale Endstufeneinheiten, ebenso die hochklassigen Stereoverstärker MODEL 10 und MODEL 30.
Geben wir einen Überblick über die Performance der Endstufe unter verschiedenen Rahmenbedingungen. An 8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 0,05 Prozent Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteuert verfügt der Marantz über 125 Watt pro Kanal. Bei 6 Ohm, 1 kHz, 0,7 Prozent Klirrfaktor sowie der Aussteuerung von 2 Kanälen stehen 165 Watt/Kanal bereit. Und bei lediglich einem ausgesteuerten Kanal an 6 Ohm, 10 Prozent Klirrfaktor, 1 kHz, sprechen wir über 235 Watt pro Kanal - das ist aber eher hypothetisch und nicht relevant für die Praxis.
Fernbedienung

Fernbedienung in der Gesamtübersicht
Eben haben wir sie bereits kurz angesprochen: Marantz legt eine schicke Fernbedienung bei, die seitlich auch einen Knopf für die Aktivierung der Hintergrundbeleuchtung aufweist. Betätigt man den Knopf, leuchten für einen Zeitraum von circa 5 Sekunden die Bedienelemente auf. Dadurch ist der Marantz CINEMA 40 auch im abgedunkelten Raum problemlos zu handhaben.

Oberer Bereich
Ganz oben befinden sich die Tasten für die Auswahl der gewünschten Hörzone und der Standby-Button. Gehen wir von oben nach unten vor, stoßen wir im Anschluss auf die direkten Wahltasten für die einzelnen Eingänge. Wipptasten für Channel/Page sowie für die Lautstärke sind als nächstes dran. Zwischen den beiden Bedienelemente befindeen sich noch die ECO-Taste sowie die Mute-Taste.

Zentrale Navigationseinheit
Auf unserem weiteren Weg machen wir nun Bekanntschaft mit dem ergonomisch tadellosen Navigationskreuz, die von vier Knöpfen umgeben ist, und zwar "Info", "Option", "Back" und "Setup". Wie man schon erahnen kann, kommt man durch Druck auf die Setup-Taste ins Einstellmenü, das auf dem zweizeiligen Display des Gerätes und als On Screen Display auf dem angeschlossenen TV oder Beamer angezeigt wird. Darunter angeordnet sind Tasten für den elementaren Spielbetrieb, gefolgt von den Knöpfen für HDMI Out und den Einschlaf-Timer.

Unterer Bereich
Jetzt sind wir bei den letzten Bedienelementen angekommen, und diese umfassen die vier Smart-Select-Macrofunktionstasten und die Knöpfe für die Wahl des Klangmodus (Movie, Music, Game, Pure). Die sehr gut verarbeitete Fernbedienung weist eine gute Reichweite sowie einen praxisgerechten Arbeitswinkel auf.
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Tags: AV-Verstärker • Marantz • Mehrkanal-Verstärker







