TEST: Laufwerk clearaudio concept Signature mit Tonarm Satisfy Kardan Signature und Tonabnehmer concept MC Signature
Klang

AVM Evolution AS 3.3
Wir haben den clearaudio Concept zunächst an unseren AVM Evolution 3.3 Streaming-Verstärker angeschlossen, der über eine sehr hochwertige Phonovorstufe für MM- und auch für MC-Systeme verfügt.

Wir wählen via RC X App "MC" aus
Das Besondere hierbei ist, dass sich die Einstellungen der Phonovorstufe sogar mittels der AVM RC X App vornehmen lassen. Das erweist sich als äußerst praktisch.

Wharfedale Elysian 3
Als Lautsprecher greifen wir auf den Wharfedale Elysian 3 zurück, der mit ihrem enormen Auflösungsvermögen und dem klaren, homogenen Klang sehr gut gerade für die Zusammenarbeit mit Plattenspielern geeignet ist.
Wir starten unsere Klangwertung mit dem dänischen Songwriter Jacob Dinesen und "Ordinary Guy". Die zu beginn des Titels erklingende Akustikgitarre wird mit einer Klarheit und Natürlichkeit präsentiert, die uns sofort überzeugt hat - die Performance gibt schon einen Hinweis darauf, dass der concept mit äußerst hochwertigen Komponenten (Tonarm und Tonabnehmer) aufgerüstet wurde. Kurz darauf nehmen wir Jacos Stimme wahr, die auf den Punkt vom clearaudio Concept getroffen wird - mit vielen Feinheiten und Nunacen, die Jacobs Stimmfarbe prägen. Das leicht Rauchige und Kratzige wird grandios präsentiert, sodass praktisch keine Distanz vom Song zum Hörer aufgebaut wird - man erlebt alles sozusagen "ungefiltert und direkt". Die Drum-Elemente, die dem Track ebenfalls sehr viel Aussagekraft geben, bleiben immer vollumfänglich erhalten hinsichtlich ihrer Struktur und Gewichtung. Die dynamischen Passagen kann unsere AVM/clearaudio-Kombi mit viel Fingerspitzengefühl und akustischer Raffinesse umsetzen. Das gebotene Bassfundament ist voluminös, kraftvoll und präzise zugleich. Ebenfalls möchten wir erwähnen, dass wir keinerlei Geräuscheinflüsse vom Concept wahrnehmen können, wie es z.B. bei günstigen Plattenspieler sehr oft der Fall ist.
Weiter geht es mit "The Look of Love" von Diana Krall. Das Piano zu Beginn des Titels wird äußert dynamisch und klar in Szene gesetzt - die Temperatur stimmt, und die Tastenanschläge werden sauber herausgearbeitet. Begeisterungsstürme löst die Umsetzung von Dianas Stimme aus. Hier bringt unser Testaufbau sehr klare Konturen zustande, und selbst kleine Einzelheiten werden bei der Wiedergabe exakt berücksichtigt. Die klassischen Instrumente, die Diana begleiten, kommen vielschichtig und mit akkurat austarierter klanglicher Balance zur Geltung. Besonders die Streicher entfalten eine brillante, zugleich homogene Wirkung. Als das Klavier im weiteren Verlauf des Titels diesmal als Hauptakteur in Form eines Solos im Erscheinung tritt, gelingt eine überragende Inszenierung. Gerade dann, wenn wir die Augen schließen, bindet uns der Testaufbau förmlich ins Geschehen mit ein und wir könnten denken, dass wir uns gerade in einem Jazzclub befinden und der Musik "live und in Farbe" lauschen.
Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns für Musik des legendären Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer entschieden. Vom Vinyl-Album "The Classic" haben wir den Titel "Time" vom Blockbuster "Inception" ausgewählt. Die Anfangssequenz beginnt sehr zurückhaltend, und das Orchester agiert zunächst sozusagen "aus dem Hintergrund". Die unterschiedlichen Facetten meistert der concept Signature erneut fantastisch und beeindruckt mit seiner sensiblen Darstellung. Als sich nach wenigen Momenten ein Streichinstrument im akustischen Vordergrund ertönt, klappt auch diese exakte Nivellierung bei dieser Passage schlichtweg hervorragend. Nun folgen im weiteren Verlauf immer mehr Instrumente aus dem Orchester, und auch hier gelingt eine offene, weitläufige, zugleich lebendige Darstellung mit viel Feingefühl und Detailreichtum.
Weiter geht es in unserer Klangwertung mit The Dali LP und dem Track "Ain't No Sunshine" von Eva Cassidy. Der gefühlvolle Titel startet mit mit einer Akustikgitarre, die mit sehr präziser, auf den Punkt kommender Darstellung herausgearbeitet wird. Als dann die bereits seit geraumer Zeit verstorbene US-amerikanische Sängerin und Gitarristin mit ihrer "souligen" Stimme einsteigt, sind wir zum wiederholten Mal ergriffen, mit wieviel Gefühl und sorgfältiger Detailarbeit sich der Concept ans Werk macht. Anschließend fügen sich weitere Instrumente, wie z.B. ein Klavier, hinzu, und auch diese werden mit exakt passender Gewichtung und klar definierten Konturen eingebunden - das Auflösungsvermögen bereitet uns pure Freude, und wir hören Einzelheiten, die oft gar nicht zur Geltung kamen. Daher lautet unser Fazit hier: Selten haben wir in unserem Testalltag diese Feinheit und Leichtigkeit erlebt, mit der unser clearaudio concept Signature auftritt.
Als nächsten Titel haben wir uns für "West End Girls" vom Album "Please" der Pet Shop Boys entschieden. Die zu Beginn des Titels erklingenden Schritte sowie die Synthesizer-Passagen Klänge werden mit äußerst realistischer Ausprägung und mit sehr sauberer Struktur vom clearaudio Concept Signature präsentiert. Als dann nach wenigen Momenten Neil Tennant mit seiner charakteristischen Stimme einsteigt, hören wir eine sauber gegliederte, in sich zu jedem Zeitpunkt schlüssige Gesamtwiedergabe. Der Stimmcharakter wird dabei so dargestellt, wie es sich gehört: Natürlich, homogen und facettenreich. Die dynamischen Passagen werden mit ordentlich Nachdruck umgesetzt - und zugleich mit hoher Präzision auch bei kleinen Einzelheiten.
Abschließen möchten wir diesen Teil der Klangwertung mit einem Stück von der "Nevermind" LP von Nirvana. Als Track haben wir "Come As You Are" ausgewählt. Die Grunge-Song beginnt mit E-Gitarren, die authentisch und klar dargestellt werden - nie zu harsch oder metallisch. Natürlich ist hier schon ordentlich Dynamik und auch ein Hauch Aggressivität vorhanden, ohne diesen würde der ganzen Veranstaltung die Würze fehlen. Der concept Signature geht daher auch vorbildlich ans Werk und holt genau diesen Schuss dynamischer Aggressivität aus den E-Gitarren - aber auch bei hohem Pegel bleibt alles ausgezeichnet durchhörbar. Als sich nach wenigen Momenten harte Drums in den Titel einfügen, wird ein sattes und äußerst präzises Bassfundament aufgefahren, das auch im weiteren Verlauf nie überzogen wirkt oder mit mangelnder Sorgfalt umgesetzt wird. Als Kurt Cobain dann mit seiner unverwechselbaren Stimme loslegt, beweist unser Testkandidat ein weiteres Mal seine Kompetenz bei der Darstellung vokaler Elemente: Eine ausgezeichnete und bis ins Detail natürliche Präsentation der nicht einfachen Stimmfarbe findet unsere volle Zustimmung. Selbst die typischen Grunge-Elemente wie beispielsweise stark verzerrte Gitarren, bewusst dröhnende Bässe und eine wechselnde dynamische Struktur meistert unser Testaufbau mit Bravour.
Im zweiten Teil der Testreihen haben wir den cleaudio Concept Signature in einer anderen Kette zum Einsatz gebracht. Die Lautsprecher bleiben identisch, aber die restliche Elektronik ist anders:

Galion Audio TS P75 und NAD C298

clearaudio smart phono V2
- Galion Audio TS P 75 Vorstufe
- NAD C298 Zweikanal-Endstufe
- clearaudio smart phono V2 Vorverstärker (800 EUR, Test folgt)
Hier haben wir also auf eine Kette mit separatem, äußerst kompakten Phono-Vorverstärker gesetzt. Der kleine Experte von clearaudio besitzt ein hochwertiges Aluminiumgehäuse und weist für den MM- und den MC-Betrieb zwei separate Schaltungsdesigns auf. Mittels eines Schiebeschalters unter dem Gehäuse kann man die jeweilige Betriebsart festlegen.
Wir starten hier mit der LP von Margriet Sjoerdsma "A Tribute To Eva Cassidy" und hören uns die beiden Titel "In The Early Morning Rain" (Gordon Lightfoot) und "Fields Of Gold" (Sting) an. Beide Coverversionen werden von Margriets ausdrucksvoller Stimme, aber auch von schönen instrumentalen Soli beherrscht. Beim ersten Titel sind wir wieder begeistert, wie sensible der concept Signature die Stimme der Künstlerin trifft, aber auch der Einsatz der Violine und der klare, satte und präzise Bassbereich erfreuen unser Ohr. Die enorme Räumlichkeit, die aber immer echt und sauber gestaffelt auftritt und nie künstlich "aufgeblasen" wirkt, ist ein weiterer Pluspunkt. Durch diese gefühlvolle, sauber ausgeformte Wiedergabe animiert der Erlangener Plattenspieler förmlich dazu, sich tief in den Song zu versetzen. Gern auch mit höherem Pegel, so kann man die Musik genießen und sämtliche anderen Gesdanken abschalten. Bei "Fields Of Gold" beeindruckt uns schon der äußerst plastisch vorgetragene Beginn. Man schließt die Augen, und befindet sich inmitten eines Live-Auftritts von Margriet im eigenen Hörraum. Wer hier bei einem Plattenspieler noch mehr Gefühl und noch mehr Sensibilität bei kleinen Einzelheiten erwarten möchte, der muss deutlich mehr Geld investieren. Für seine Liga nämlich agiert der clearaudio sehr gediegen, sehr vollmundig (ohne zu übertreiben) und enorm facettenreich.
Wir setzen fort mit "Speak To Me" vom Pink Floyd-Album "The Dark Side Of The Moon". Auch hier liefert der concept Signature wieder eine überragende Leistung ab, die besonders von der enormen Plastizität und der herausragenden Räumlichkeit getragen wird. Der gesamte Dynamikumfang wird stets präzise analysiert und dann authentisch zur Geltung gebracht. Es ist wieder dieses Gefühl, den Titel nicht nur zu hören, sondern tatsächlich dabei zu sein, das die Faszination am besten beschreibt. Die einzelnen akustischen Ebenen werden sehr gut voneinander getrennt, zugleich wird ein stimmiges, in sich schlüssiges Ganzes offeriert.
Weiter geht es mit zwei Titeln von der DALI LP. Hier lauschen wir zuerst "Did Trouble Me" von Tom Jones - und die Stimme von Tom scheint präzise fokussiert mitten im Raum zu stehen. Die Instrumente werden zugleich mit enorm feiner Kontur und mit einer erneut dreidimensionalen Wirkung präsentiert. Der Rhythmus kommt mit enormer Impulstreue und hoher Klarheit heraus. Dynamische Unterschiede nimmt der Hörer unmittelbar wahr, was den Reiz der Wiedergabe zusätzlich steigert. Toms Stimme besitzt genau das Charisma, das der anspruchsvolle Hörer genießen möchte - ausdrucksstark und vielschichtig.
Wenden wir uns nun "Misa Criolla" von Musica Temprana zu. Schafft es der concept Signature hier erneut, ein grandioses akustisches Aroma im Hörraum zu verbreiten? Bereits nach wenigen Sekunden sind wir begeistert, wie dicht der Klangteppich sich schon über den Hörraum legt, obwohl die vokalen Passagen noch gar nicht begonnen haben. Als der sehr spezielle mehrstimmige Gesang hinzukommt, besitzt er eine in Weite und Tiefe fein abgestimmte Charakteristik mit einer enorm sauberen Herausarbeitung des dynamischen Umfangs der fesselnden vokalen Präsenz. Der Hörraum wird ein weiteres Mal zur Live-Konzertbühne, und die Lebendigkeit, auch in kleinen Details, ist über alle Maßen überzeugend.
Fazit

Wir haben zwar noch nicht viele Plattenspieler getestet, aber schon durchaus viele gehört, und zwar in zahlreichen unterschiedlichen Preisregionen. Der clearaudio concept Signature hat ein akustisches Profil, das für die Preisklasse wirklich rundherum exzellent ist. Natürlich - gerade in der Konfiguration, die wir testen durften, mit dem Satisfy Kardan Signature-Tonarm und dem concept Signature MC-Tonabnehmer, ist der Plattenspieler kein preiswertes Vergnügen - aber dafür ein lang anhaltendes, und die Performance ist wirklich jeden Cent wert. Der edel auftretende und exzellent verarbeitete Vinyl-Spezialist aus der fränkischen Analog-Manufaktur kümmert sich mit enormer Präzision und feinnerviger Dynamik sowie einer authentischen Räumlichkeit um alle Platten, die wir ihm anvertraut haben. Ein nachhaltiges, weil durchdachtes und langzeitstabiles Produkt hat hier den Weg in unsere Redaktion gefunden, und eines, das so gut ist, dass auch richtig teure Elektronikketten und Lautsprecher optimal kombiniert werden können.
Edler, exzellent verarbeiteter Plattenspieler, der in unserer getesteten Konfiguration mit superbem Klang begeistert

Plattenspieler Oberklasse
Test 25. Februar 2026
Informationen direkt bei clearaudio: Hier zum Concept Signature Laufwerk, hier zum Satisfy Kardan Tonarm und hier zum concept MC Signature Tonabnehmer
Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 25. Februar 2026
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Tags: Clearaudio • Plattenspieler






