TEST: Lamax Sounder2 Play - kann der preisgünstige Bluetooth-Lautsprecher in der Praxis überzeugen?

Klang

Kommen wir nun zu den klanglichen Eigenschaften des Lamax Sounder2 Play. Da der preisgünstige Bluetooth-Lautsprecher über eine Freisprecheinrichtung verfügt, möchten wir diese zuerst checken. Nach mehreren Telefonaten müssen wir feststellen, dass das Mikrofon des BT-Speaker eine sehr gute Gesprächsqualität garantiert. Der Angerufene versteht uns sehr gut und ohne Hall. Wir verstehen den Angerufenen ebenfalls sehr gut, wenn auch die Stimme leicht verfälscht wirkt. Wichtig ist, dass der Speaker richtig positioniert ist. Im Mittelteil der Bedienelemente sitzt das Mikrofon, für die Freisprecheinrichtung.

Nun möchten wir wissen, wie der Lamax Sounder2 Play sich bei der Musikwiedergabe schlägt. Unser erstes Klangbeispiel ist "Daylight" von David Kushner. Dieser Titel startet mit einem Klavier, welches der preisgünstige Bluetooth Speaker sehr realistisch und facettenreich darbieten kann. Auch als David mit seiner sehr prägnanten Stimme einsetzt, klappt die Differenzierung zwischen Gesang und Klavier für diese Liga richtig gut. Sehr gut gefällt uns auch, die Auslegung von Davids Stimme. Die sehr spezielle Stimmfarbe bietet einiges an Rauchig- und Rauigkeit und der Lamax Speaker kann dies fast perfekt umsetzen. Als die Facetten in Form von Gesang, Klavier und Chorgesang zunehmen, klappt logischerweise die klare Differenzierung nicht mehr, für den günstigen Kaufpreis ist das Gebotene aber vollends ok.

Auch unser nächster Titel beginnt mit einem Klavier, welches einen harmonischen, wenn auch nicht sonderlich detailreichen Eindruck auf uns macht. Wir haben den Titel "Kryptonit" von Nino de Angelo gestartet. Sehr gut gefällt uns die Stimmauslegung von Ninos Stimmfarbe, die auch eine gewisse Rauigkeit und Rauchigkeit besitzt. So liefert hier der Lamax Sounder2 Play eine solide Performance. Als der Titel dann an Fahrt aufnimmt, müssen wir leider feststellen, dass der Bassbereich sehr flach und insgesamt eher schwach dargestellt wird. Hier würden wir uns eine Power-Boost Funktion wünschen, wobei wir befürchten, dass dann der kleine Hub der Chassis umgehend am Limit wäre. Wir haben bei diesen Titel etwas experimentiert und wird der Speaker auf die Seite gelegt, wird der Bassbereich etwas besser.

Weiter gehen unsere Klangtestreihen mit "Unclosed Desires" von Muse. Die Synthesizer zu Beginn des Titels erklingt harmonisch, ebenso wie die darauffolgenden Effekte. Die Stimmwiedergabe erweist sich als erstaunlich facettenreich und glaubwürdig, sie wird nie unpassend harsch. Auch der Bassbereich wird bei diesem Titel bei mittleren Pegeln ordentlich wiedergegeben. Natürlich dürfen wir bei einem Kaufpreis von 50 EUR kein "Pegelmonster" erwarten, aber für eine passende Beschallung im Schwimmbad ode am Badesee geht die Performance in Ordnung.

Als nächsten Titel haben wir uns "Girls Like Us" von Zoe Wees ausgesucht. Auch bei diesem Titel nehmen wir die Stimmwiedergabe als überraschend gelungen wahr. Natürlich kommt die facettenreiche Stimme von Zoe nichts ganz so rüber, wie wir es von teuereren Konkurrenten aus BT-Speaker-Bereich oder gar von HiFi-Boxen her kennen, aber für die Preisklasse ist die dargebotene Leistung sehr anständig. Bei mittleren Pegel liefert der Sounder2 Play noch einen akzeptablen Tieftonbereich, bei höheren Lautstärken eskaliert dieser aber und übersteuert hörbar.

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Wir wechseln das Genre und möchten nun wissen, ob der Bluetooth-Speaker auch mit harten E-Gitarren zurecht kommt. Dafür starten wir die Wiedergabe von "Times Like These" von Five Finger Death Punch. Die Stimme von Ivan Moody wird vom günstigen BT-Speaker sehr gut dargestellt. Auch die dynamischen Basseinlagen meistert der Sounder2 Play bei mittlerer Lautstärke akzeptabel. Die E-Gitarren sind selbst bei schnelleren Passagen klar ortbar.

Konkurrenzvergleich

Hama Shine 2.0 Front Seitlich2

  • HAMA Shine 2.0: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit dem HAMA Shine 2.0. Der HAMA Speaker ist im Onlinehandel derzeit für rund 60 EUR erhältlich. Mit seinen Abmessungen von 19,5 cm Höhe, rund 9,6 cm Tiefe und einer Breite von rund 9,6 cm lässt sich der Shine 2.0 problemlos im Rucksack verstauen. Durch eine integrierte Trageschlaufe auf der Rückseite ist es ebenso möglich, den Speaker an einem Wandrucksack zu befestigen. Wem der Sound von einem Shine 2.0 nicht ausreicht, der kann zwei Shine 2.0 zu einer True-Wireless-Stereo Verbindung koppeln. Damit mit der Bluetooth Speaker auch effektiv vor Umwelteinflüssen geschützt ist, präsentiert er sich als spritzwassergeschützt nach IPX4. Im oberen Teil des BT-Speaker befinden sich ebenfalls ein Stimmungslicht. Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 2.000 mAh und liefert Wiedergabezeiten von bis zu 12 Stunden, ein guter, aber kein überdurchschnittlicher Wert. Bei den Klangtestreihen konnte der Shine 2.0 mit einer erstklassigen Stimmwiedergabe punkten und die X-tra Bass Funktion konnte uns gerade bei langsameren Titeln absolut überzeugen und bildetet einen guten Mittel-/Tieftonbereich. Nicht ganz so überzeugt hat uns die Freisprecheinrichtung.

Teufel Boomster Go Front Seitlich2

  • Teufel Boomster Go: Mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist der Teufel Boomster Go. Derzeit ist der kleinste Bluetooth-Speaker aus dem Hause Teufel für 79,99 EUR in verschiednen Farben direkt im Onlineshop des Herstellers erhältlich. Der Boomster Go verzichtet bewusst auf Beleuchtungsoptionen und setzt gekonnt Akzente im Bereich Klang. In unseren Klangtestreihen punktete der BT-Speaker mit einer guten Dynamik und einem ordentlichen Bassbereich, gepaart mit einer sehr guten Räumlichkeit. Sehr gute Noten vergeben wir auch der Freisprecheinrichtung des Boomster Go. Unsere Telefonate erklangen glasklar und nur teilweise mit leichtem Hall. Die robuste Verarbeitung spricht ebenfalls für den Boomster Go. Gut gefällt uns auch, dass der Boomster Go wasserfest ist und dass sich zwei Boomster Go zu einem Stereo-Paar koppeln lassen. Einziger Wermutstropfen: Die mit 10 Stunden zwar ordentliche, aber nicht sensationelle Akkulaufzeit. 

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