TEST: Aperion Audio Novus C6 LCR - universell einsetzbarer, flacher 2-Wege Lautsprecher
Klangwertung

AVM Evolution AS 3.3 Streaming-Vollverstärker
Nun möchten wir auf die klangliche Auslegung der Novus C6 LCR genauer eingehen. Für die Zuspielung unserer Klangbeispiele haben wir den AVM Evolution AS 3.3 Streaming-Vollverstärker ausgewählt. Wir starten unsere Klangwertung mit mit "Never Going Home Tonight" von David Guetta, Alesso und Madison Love. Das zu Beginn des Tracks erklingende E-Piano wird detailreich und homogen präsentiert. Als dann nach wenigen Momenten die amerikanische Songwriterin Madison Love mit ihrer feinfühligen, zarten Stimme in den Titel einsteigt, wird die Stimmfarbe tadellos getroffen und auch mit zahlreichen kleinen Details präsentiert. Als der Song dann deutlich an Geschwindigkeit und Bassvolumen zulegt, können die Novus C6 LCR eine komplexe und detailreiche Gesamtwiedergabe generieren. Der Bassbereich wird im Rahmen der Möglichkeiten sehr gut von beiden Tiefmitteltöner umgesetzt, für größere Räume empfiehlt sich aber die Verwendung von einem externen Subwoofer.
Weiter geht es mit den brandneuen Track "Silent Divide" von Alter Bridge. Der Titel beginnt mit hart gespielten E-Gitarren und darauf folgen Drums. Die E-Gitarren werden kraftvoll und dennoch sehr kultiviert sowie mit zahlreichen Details von den kompakten Wandlautsprechern präsentiert. Das Zusammenspiel von den beiden Facetten klappt ausgezeichnet. Die Stimmcharakteristik von Myles Kennedy wird prima getroffen und überraschend vielschichtig präsentiert. Als im weiteren Verlauf der Titel einen deutlichen Dynamiksprung erlebt, gelingt weiterhin eine tadellose Differenzierung der musikalischen Elemente.
Gefühlvoll wird es beim nächsten Klangbeispiel. Hierfür haben wir uns "Lose Control" von Teddy Swims ausgesucht. Das zu Beginn des Titels einsetzende Keyboard sowie der vermutlich verwendete Schellenring werden mit viel Fingerspitzengefühl und klarer Struktur in Szene gesetzt. Richtig gut gefällt uns, dass sich die Effekte sehr gut von den Lautsprechern lösen und ein hervorragendes Stereo-Panorama aufbauen können. Als dann Teddy Swims mit seiner unverwechselbaren und "soullastigen" Stimmfarbe einsteigt, liefern die Novus C6 LCR von Aperion Audio ein lebendiges und zugleich feinfühliges Hörerlebnis.
Weiter geht es mit der australischen Musikerin, Komponistin und Sängerin Lisa Gerrard. Lisa hat unter anderem bei der Blu-ray "Hans Zimmer: Live in Prague" mitgewirkt. Darauf ist auch unser Klangbeispiel gefallen. Wir haben uns für "Now We Are Free" aus dem Blockbuster "Gladiator" entschieden. Das klassische Orchester, welches Lisa begleitet, wird ordentlich gegliedert und wieder detailreich von den Novus C6 LCR umgesetzt. Als dann Lisa mit ihrem gefühlvollen Gesang in den Titel einsteigt, können die Aperion Audio Speaker das Gefühl im Song gut transportieren. Lisa singt keine verständliche menschliche Sprache, sondern nennt diese selbst, die "Sprache des Herzens". Auch bei diesem nicht gerade einfachen Titel möchten wir die nachvollziehbare Loslösung des Klangs erwähnen. Schließt man die Augen, entsteht eine weitläufige und luftige Stereo-Bühne.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Daylight" von David Kushner. Das zu Beginn des Titels erklingende Klavier wird von den Aperion Audio Novus C6 LCR klar und mit korrekter Temperatur präsentiert. Selbst Nebengeräusche wie beispielsweise das Quietschen eines Holzbodens werden klar und deutlich von den Schallwandlern dargeboten. Als David dann mit seiner charakteristischen Stimmfarbe einsteigt, sind wir von der Darstellung sehr angetan. Die sehr raue und teilweise kratzig wirkende Stimme wird von den kompakten Lautsprecher glaubwürdig und mit klaren Konturen umgesetzt. Der Chorgesang, der David begleitet, wird ebenfalls mit einer klaren Struktur in den Hörraum transportiert.
Konkurrenzvergleich

- KEF Q4 Meta: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit den KEF Q4 Meta. Die britischen Wandlautsprecher sind in den Farben Satin Black (Schwarz), Satin White (Weiß) und Walnut (Walnuss) für einen Paarpreis von 798 EUR im Handel erhältlich. Die Q-Serie ist mit KEFs exklusiver Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT) ausgestattet. Das innovative und von KEF patentierte Feature wird bereits in den hochpreisigen Modellen von KEF erfolgreich verwendet und sorgt nachweislich für höhere Präzision und Klarheit bei der Hochtonwiedergabe. Die Performance des Uni-Q-Treibers der 12. Generation wird damit weiter angehoben - das merken wir auch bei der Q4 Meta. die ist vielseitig einsetzbares Lautsprechermodel ist. Die Box eignet sich hervorragend für den Surround-Bereich, kann aber dank seiner hohen akustischen Leistungsfähigkeit auch sehr gut als LCR-Lautsprecher (Left, Center, Right) oder wie in unserem Fall, als Stereo-Set verwendet werden. Durch die sehr kompakten Abmessungen von 400 mm Höhe, einer Tiefe von 142 mm sowie einer Breite von 250 mm wirken die Q4 Meta, montiert an der Wand, ausgesprochen harmonisch. Die Verarbeitung unserer Testkandidaten konnten wir als sehr gut einstufen und die Kantenbereiche waren sehr sauber ausgeführt. Der Uni-Q Treiber ist akkurat in die Schallwand eingelassen und sitzt fast plan mit dem Gehäuse. Die Treibereinheit wird von einer Lautsprecherabdeckung, deren Rahmen aus Kunststoff besteht, geschützt. Das aufgebrachte Akustikgewebe sitzt fest auf der Abdeckung und hinterlässt einen modernen Eindruck. Erfreulicherweise sind, ebenso wie bei den hier getesteten Aperion Audio-Lautsprechern, die Abdeckungen magisch haftend und unschöne Haltelöcher sind in der Schallwand nicht vorhanden. Der Frequenzgang (+- 3dB) ist mit 65 Hz bis 20 kHz angegeben, die Empfindlichkeit liegt bei 86 dB und die Nennimpedanz bei 4 Ohm. Der maximale Schalldruck kommt auf 108 dB und die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut KEF zwischen 10 bis 150 Watt. Im Inneren der KEF Q4 Meta arbeitet eine Hochleistungsfrequqenzweiche, welche, so führt KEF aus, mithilfe einer Vielzahl von Messungen deutlich verbessert wurde. Sie spricht spürbar empfindlicher an und gewährt eine nahtlose Integration aller Lautsprecherkomponenten. In unserer Klangwertung überzeugenden die On-Wall-Lautsprecher mit einem sehr feinfühligen und detaillierten Klang. So wurden die unterschiedlichen Stimmcharaktere zu keiner Zeit verfälscht oder zu spitz dargestellt. Selbst ein überzeugendes, präzises Bassfundament konnten die 2-Wege-Lautsprecher erzeugen.

- Dali Oberon On-Wall: Abschließen möchten wir unseren Vergleich des Konkurrenzumfelds mit den Dali Oberon On-Wall. Die Dali Schallwandler sind die kompaktesten Speaker in unserem Vergleich, aber auch die preisgünstigsten mit 598 EUR/Paarpreis. Die Dali Oberon On-Wall sind in den Farben Eiche hell, Schwarz, Weiß sowie Walnuss dunkel im Handel erhältlich. Der On-Wall ist mit einem 29 mm messenden Kalottenhochtöner und einem 130 mm Tiefmitteltöner bestückt. Der Hochtöner verfügt über eine verhältnismäßig große Membran und dadurch schaffte diese einen höheren Schalldruck bei kleinerer Ausrenkung, was der Präzision bei hohem Pegel zuträglich ist. Die Membran selbst ist aus einem besonders leichten Gewebe gefertigt. Auch einer hohen Belastbarkeit kommt die Kühlung des Hochtöners mit Ferrofluid zugute. Der Hochtöner wird von Dali selbst gefertigt und ist überdies für eine größere Bandbreite in unteren Arbeitsbereich optimiert. Das hat einen praktisch nicht spürbaren und somit nahtlosen Übergang zum Tiefmitteltöner als Folge. Typisch ist zudem die von Dali entwickelte, nach unten abstrahlende Bassreflexöffnung. Durch konstruktive Kniffe sowie anspruchsvolle Technik verfolgte Dali bei der Entwicklung der Oberon On-Wall das Ziel, dass die Box deutlich "größer" klingen soll, als sie tatsächlich ist. Ebenfalls on Board ist die patentierte SMC-Technologie. Das Polstück der in den Oberon Tiefmitteltönern eingesetzten Magnetsystem ist aus einer Kombination aus Eisen und dem patentierten SMC-Magnetmaterial gefertigt. Aufgrund der dadurch reduzierten Verzerrungen dritter Ordnung stellen die Oberon-Lautsprecher gerade bei mehrstündigen Hörsessions ein besonders entspanntes, klares Hörerlebnis mit sauber integrierten, nicht überspitzten Mitten und einem für die Preisliga hervorragenden Detailreichtum zur Verfügung. Für die Preisliga ist die Verarbeitung wirklich ordentlich, nirgendwo scheinen echte Schwächen durch. Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästen MDF-Platten, die Folierung wird mittels hochwertigen Vinylfolien bewerkstelligt. Die Chassis sind präzise eingepasst, die Folierung ist ohne erkennbare Fehler aufgetragen und typisch für Dali kann man auch die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals kaum kritisieren. Zum fairen Kaufpreis erhält der Nutzer ein kultiviertes Lautsprecher-Set.
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