SPECIAL: Yamaha AVENTAGE Vor-/Endstufenkombination CX-A5200 & MX-A5200

Schon seit der IFA 2018 gibt es die Yamaha AV-Vorstufe CX-A5200.

Im Rahmen der High End 2019 haben wir bereits über diese Hightech-Vorstufe und über die ebenfalls neue Endstufe MX-A5200 einen Artikel verfasst. Nun nehmen wir eine weitere Pressemitteilung von Yamaha zum Anlass, für extrem anspruchsvolle AV-Fans nochmals alle Eigenschaften dieser beiden Yamaha Top-AV-Komponenten zusammenzufassen. Zu erwähnen wäre zunächst, dass in der Vorstufe CX-A5200 natürlich auch Yamahas Surround:AI Technologie verbaut ist, die wir beim RX-A2080 ausgiebig testen konnten. Kernstück von Surround:AI ist hier ein auf künstlicher Intelligenz basierender Algorithmus, der das perfekter DSP-Programm und die passenden Parameter zum aktuell laufenden Inhalt heraussucht. Das funktioniert in der Praxis hervorragend, in unseren Testreihen brachte die Surround:AI-Automatik stets einen packenden, lebendigen und raumfüllenden Surround-Sound zustande. 

CX-A5200 

MX-A5200

Natürlich, das bedarf kaum einer Erwähnung, stehen Decoder für Dolby Atmos und DTS:X bereit. Als Yamaha-eigener DSP Prozessor kommt der Cinema DSP HD3 zum Einsatz. Die Vorstufe unterstützt bis zu 11.2 Kanäle und nicht bis zu 13.2 Kanäle wie z.B. Surround-Prozessoren von Marantz. 

Zwei hochwertige und teure ESS SABRE PRO Premier D/A-Wandler (ES9026 PRO) ermöglichen eine außergewöhnlich präzise digital-analoge Wandlung. In der Vorstufe kommt darüber hinaus ein speziell entwickelter Netztrafo zum Einsatz, während die MX-A5200 Endstufe auf einen großen Ringkerntransformator setzt. Für besten Klang sind auch vibrationshemmende Bodenplatten verbaut, im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängern sind diese laut Yamaha doppelt so dick und verhindern beinahe alle Resonanzen, die auftreten könnten.  Zudem minimiert  die komplett symmetrische Signalführung Störungen, des Weiteren sind CX-A5200 und MX-A5200 mit professionellen XLR-Anschlüssen ausgestattet.

Anschlussauswahl an der Vorstufe

Die CX-A5200 bietet 7 HDMI-Eingänge und 3 HDMI-Ausgänge mit HDR10, Dolby Vision™ und Hybrid Log-Gamma-Unterstützung. HDR10+ wird ebenso wie bei Denon und Marantz nicht unterstützt. Die HDMI-Eingangbestückung geht in Ordnung, setzt aber keine Maßstäbe. Denon setzt schon in relativ günstigen Preisklassen auf 8 HGDMI-Eingänge und schon ab der 1.200 EUR-Liga auf 3 HDMI-Ausgänge, die natürlich auch alle neuester Spezifikation (inklusive HDCP 2.3 und eARC) entsprechen.  Was bei Denon & Marantz Heos ist, ist bei Yamaha MusicCast - so ist es selbstverständlich, dass ein MusicCast-Modul in de 11.2 Vorstufe CX-A5200 steckt. 

Wenden wir uns nun der Ausstattung im Detail zu.

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Surround-Sound mit SURROUND:AI & CINEMA DSP HD3

Modernste Yamaha DSP-Chips arbeiten im Inneren der CX-A5200

Die CX-A5200 unterstützt alle gängigen Audioformate inklusive FLAC bis zu 384 kHz/24 Bit, WAV/AIFF bis zu 384 kHz/32 Bit und DSD bis zu 11,2 MHz. Hier ein Unterschied zu zahlreichen Denon & Marantz Modellen, die lediglich DSD 2,8/5,6 MHz, aber kein Quad DSD unterstützen. Decoder f+ür 3D-Audio-Formate Dolby Atmos und DTS:X, für DTS-HD und Dolby t<rueHD sowie für DTS 5.1 und Dolby Digital sind natürlich an Bord.

Die spezielle Yamaha SURROUND:AI Technologie verstärkt die Wirkung von mehrkanaligen Tonspuren: Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird in Echtzeit jede Szene hinsichtlich der Klangbestandteile analysiert, im Anschluss werden die Surround-Parameter präzise angepasst. Wie wir schon erwähnten, funktioniert dies das in der Praxis sowohl bei Filmton als auch bei Mehrkanal-Musik richtig gut. Yamahas schon legendäre DSP-Technologie geht bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends zurück. Anstatt DSP-Programme am Computer zu generieren und sich nachher mit der Tatsache auseinander zu setzen, dass die Parameterauswahl wohl doch nicht zu 100 Prozent passt, entschied sich Yamaha für den Weg, Konzerthallen, Kirchen und Referenz-Kinos weltweit akustisch zu vermessen und die gewonnenen Resultate in einem DSP-Modus umzusetzen. Dies hatte zur Folge, dass, wenn man das zur jeweiligen Betriebsart passende DSP-Programm verwendete, auch ein authentisch optimierter Klang zu vernehmen war. Traditionell lassen sich die einzelnen DSP-Modi - der Umfang unterscheidet sich je nach Programm - nachbearbeiten, um die Klanggüte an den individuellen Geschmack oder an die Gegebenheiten des Hörraums anzupassen. 

Selektierte Hochleistungsbauteile in beiden Komponenten

ESS-DACs

Board für XLR-Terminals

Digitalboard

Natürlich fußt der erstklassige Klang nicht nur auf Yamahas hauseigener DSP-Entwicklung. Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, setzt Yamaha ferner auf ausgewählte Bauteile höchster Qualität. So kommen bei der Vorstufe CX-A5200 zwei der schon weiter oben erwähnten ESS SABRE PRO Premier DACs (ES9026 PRO) zum Einsatz. Um das volle Potential der ESS DACs auszuschöpfen, ist in der CX-A5200 ein größerer, neu entwickelter geschirmter Netztrafo mit verdoppelter Kapazität verbaut. Die verbesserte Stromversorgung resultiert in einem Sound, der gleichermaßen durch Kraft und Räumlichkeit wie auch durch Dynamik und kultivierten Gesamtauftritt gekennzeichnet ist. Der Trafo seinerseits ist auf einer dicken Messingplatte montiert, um die Übertragung unerwünschter Vibrationen zu verhindern.

CX-A5200 innen

MX-A5200 innen

Die Endstufe MX-A5200 nutzt einen großen Ringkerntransformator mit hoher Stromlieferfähigkeit. So ist schon grundsätzlich eine enorme Reserve bei hoher Grundlautstärke gegeben. Kommt es dann im z.B. im Film zu kurzzeitigen massiven Effekten - wie beispielsweise die Explosion eines Gebäudes - so stehen zwei hochkapazitive Ladekondensatoren als zusätzlicher Kurzzeit-Stromspeicher bereit. Die 11 Kanäle leisten 170 Watt (1 kHz, 2 Kanäle an 8 Ohm, 0,9% THD). Um die Leistungsreserven des MX-A5200 noch weiter zu erhöhen, lassen sich per Bridge Tied Loading (BTL) jeweils zwei Front-Kanäle für den Betrieb eines Lautsprechers brücken und so 240 Watt (1 kHz, 2 Kanäle an 8 Ohm, 0,9% THD) erreichen.

Extrem dicke Bodenplatte

Bei der Entwicklung des aktuellen Heimkino-Duos hat Yamaha keine Kompromisse gemacht: die gesamte Konstruktion ist bis ins Detail optimiert, um den bestmöglichen Klang unter praktisch allen Bedingungen zu bieten. So verfügen die soliden Chassis der beiden Komponenten über besonders massive Bodenplatten für maximale Stabilität. Diese sind mit 1,6 mm bei CX-A5200 und 2,0 mm bei MX-A5200 doppelt so dick wie bei den Vorgängermodellen. Die MX-A5200 verfügt des Weiteren über einen schweren Isolator, der Vibrationen von außen blockiert. Um die massiven Kühlkörper und andere Komponenten zu tragen, sind linke und rechte Seite unabhängig ausgeführt und werden von einem soliden Rahmen gestützt. Der untere Rahmen reduziert die Übertragung von Vibrationen des großzügig dimensionierten Netzteils.

MX-A5200 mit hochwertigen Seitenwangen

CX-A5200 in schwarzer Variante

Kommen wir zur symmetrischen Signalführung und verbesserten Masse. Die präzise ausgeführte Signalführung der symmetrisch aufgebauten MX-A5200 und der Aufbau der einzelnen Schaltungen ermöglichen eine exzellente Kanaltrennung zwischen linker und rechter Seite. Das Ergebnis des Schaltungsaufbaus sind ein erstklassiger Rauschabstand und eine besonders weite, zugleich glaubwürdige Klangbühne. Dazu trägt auch die verbesserte Masseführung der Endstufe bei. Sie stellt sicher, dass Rauschen und andere Massepunkte keinen Einfluss haben und sorgt so für noch höhere Kanaltrennung und größeren Rauschabstand. Die Cinch-Verbindungen von CX-A5200 und MX-A5200 nutzen ebenfalls eine spezielle Übertragungsart mit separater Masse und erreichen praktisch eine einfache Symmetrierung. Darüber hinaus sind die Heimkino-Komponenten auch mit XLR-Anschlüssen ausgestattet, um eine komplett symmetrische Signalführung zu ermöglichen. Im Inneren des MX-A5200 setzt Yamaha zudem auf dickere Kabel und verringert so die Impedanz um 30-50%, was laut Hersteller das Ansprechverhalten verbessert.

Einfache Einrichtung und komfortable Bedienung

CX-A5200 mit Mikrofon und Fernbedienung 

Wie gewohnt setzt Yamaha als Lautsprecher-Einmess- und Room EQ-System das hauseigene YPAO mit Reflected Sound Control (R.S.C.) inklusive mitgeliefertem Messmikrofon ein. Natürlich kann eine Mehrpunkt-Einmessung für einen erweiterten Sweet Spot vorgenommen werden. Per R.S.C. (Reflected Sound Control) werden überdies frühe Reflexionen eliminiert, um den Klang klarer und präziser zur Geltung zu bringen. YPAO 3D misst die Raumfrequenzgänge der Lautsprecher inklusive der Winkel (zur Hörposition) und der Höhe der Deckenlautsprecher automatisch und optimiert per parametrischem EQ und Laufzeitkorrektur das  Lautsprechersystem. Ein besonders exakt arbeitender 64-Bit-EQ ermöglicht dabei eine sehr genau Berechnung und Korrektur und ermöglicht so eine außergewöhnlich natürliche Raumakustik.

In der MusicCast-App sind zahlreiche Streamingdienste integriert, und man kann natürlich auch Musik von Home Servern und NAS-Systemen wiedergeben

Die Bedienung der Yamaha Komponenten erfolgt wahlweise über die mitgelieferte Fernbedienung oder über die kostenlose Yamaha AV-App und über die MusicCast App für Android und iOS. Die AV.-App und die MusicCast-App arbeiten "Hand in Hand", nahtlose Übergänge sind möglich.

Darüber hinaus ist die CX-A5200 kompatibel mit den Sprachsteuerungs-Produkten von Amazon (Alexa) und ist kompatibel zu "Actions On Google" (aktuell nur in englischer Sprache). Das aktuelle Trend-Feature Apple AirPlay 2 fehlt bei der CX-A5200 auch nicht, ebensowenig ein Dualband WLAN. Alternativ kann man die Vorstufe natürlich auch kabelbasiert ins Heimnetzwerk einbinden. Überdies lässt sich, wie mittlerweile gewohnt, auch per Bluetoothkabellos Musik von Mobilgeräten abspielen. Mittels MusicCast kann auch die eigene Musikbibliothek von PC, Mac oder NAS ganz einfach wiedergegeben werden. Die integrierten Streamingdienste wie Spotify, Deezer, Tidal und Qobuz eröffnen zudem zeitgemäße Streaming-Möglichkeiten. Überdies besteht seit einem größeren Update im April 2019 die Option, Spotity Connect auch mit einem Spotify Free Account zu betreiben. 

Special: Carsten Rampacher
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 29. Juli 2019

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