SPECIAL: Erste Klangeindrücke vom Yamaha Soundbar-System True X Surround 90 A mit Auro-3D und Auro-Matic

Bei einem Yamaha-Event haben wir gerade aktuell die Möglichkeit, erste Eindrücke der 2.499 EUR kostenden Yamaha Hightech-Soundbar True X Surround 90A zu sammeln, der weltweit ersten Soundbar, die neben Dolby Atmos und DTS:X auch Auro-3D decodieren kann und über Auro-Matic verfügt. Das Soundbar-System, zu dessen Lieferumfang neben der Soundbar an sich auch ein Wireless-Aktivlautsprecher und zwei drahtlose Rearlautsprecher gehören, lässt die große Tradition der Yamaha Soundprojektoren in Form von 2 Beam-Lautsprecher-Arrays wieder aufleben. State-Of-The-Art-DSP-Technik und ein sehr aufwändiges Lautsprecher-Layout gehören hier zum "guten Ton".

Beam-Lautsprecher-Arrays oben, sechs Lautsprecher links...

...und sechs Beam-Lautsprecher rechts

Hier die Beam-Lautsprecher rechts aus seitlicher Sicht
Es finden sich 12 nach oben gerichtete Beam-Lautsprecher (sechs links, sechs rechts), hinzu kommen drei Hochtöner sowie vier spezielll entwickelte "Eye-Shaped"-Chassis auf der Front. Die Beam-Lautsprecher sind in der Lage, mittels genau definierter Deckenreflexionen ein intensives und authentisches räumliches Klangbild zu erzeugen. Weiteres Ausstattungsmerkmal ist Yamahas innovative SURROUND AI-Technologie. Durch künstliche Intelligenz wählt die Soundbar das optimal zum aktuellen Quellmaterial passende DSP-Programm.

Mit Auro-3D
Wie gleich eingangs angeführt: Als weltweit erste Soundbar besitzt die Yamaha True X Surround 90 A neben Decodern für Dolby Atmos und DTS:X auch einen Decoder für Auro-3D. Selbstverständlich sind auch die dazugehörigen Audio-Upscaler vorhanden. Und das ist definitiv erwähnenswert, denn das geniale Auro-Matic, der Aufpolierer von Auro-3D, befindet sich somit ebenfalls im Sortiment.
Das True X Surround 90A Soundbar-System ist jedoch nicht ausschließlich für klangliche Spitzenleistungen verantwortlich, sondern beweist auch Streaming-Flexibilität mittels des MusicCast-Moduls. MusicCast zeichnet sich durch sein einfaches Handling sowie die zahlreichen Streaming- und Multiroom-Optionen aus. Wir schätzen die Yamaha MusicCast-Plattform bereits seit ihrer Premiere 2015 (auf der damaligen IFA) und verwenden sie häufig.

Neu entwickelter aktiver drahtloser Subwoofer von vorne

Detail unten am aktiven Subwoofer

Saubere Verarbeitung ist auch beim Subwoofer Trumpf
Kommen wir nochmals zu den weiteren Bestandteilen des Systems. Im Paket enthalten ist ein neu entwickelter kabelloser True X-Subwoofer mit dem patentierten Symmetrical Flare Port-Design. Auch im Karton finden sich zwei kabellose True X Surround-Lautsprecher für den Bereich hinten, und zwar inklusive den passenden CC-T1A Ladeschalen. So kann kein leerer Akku für Frust bei der abendlichen Filmsession sorgen.

Edles Finish bei der Soundbar

Großformatige, silberfarbene Standfüße
Zudem ist es möglich, die beiden Wireless Rears auch als Bluetooth-Lautsprecher einzusetzen. Und das ist noch nicht alles, was im Lieferumfang der sauber verarbeiteten und eleganten, schlanken Soundbar mit 1,6 Millimeter dicken Metallgehäuse vorhanden ist. Auch eine Wandhalterung kommt noch ergänzend hinzu.
Nun kommen wir zu unseren Impressionen.

Menü allgemein
Wichtig zu erwähnen sind hier die spezifischen Einstellungen. Im Menü kann man den Winkel der Abstrahlung der Lautsprecher einstellen, die nach oben abstrahlen. Natürlich lässt sich auch die Lautstärke der nach oben abstrahlenden Lautsprecher sowie der Rear-Lautsprecher justieren.

Parameter für die Beam-Lautsprechergruppen

Einstellung des Winkels
Yamaha gibt an, dass die Standardeinstellungen für Up-firing- und Rear-Lautsprecher ein breites Spektrum „typischer Wohnzimmer“ abdeckt, für ungewöhnlichere Räume muss man auf die manuelle Einstellung zurückgreifen. Dass kein automatisches Einmesssystem integriert ist, hat uns etwas erstaunt, hat man doch mit YPAO - welches sowohl in Mehrkanal- als auch Stereokomponenten von Yamaha zum Einsatz kommt - ein leistungsfähiges System zur Hand und könnte so eventuelle Fehleinstellungen durch weniger versierte Endkunden entgehen.
Weitere Einstellungsmöglichkeiten zu den Surround-Lautsprechern, die sich im übrigen per einzelnem Knopfdruck auch einfach als Bluetooth-Lautsprecher verwenden lassen, wie z.B. die Distanz zum Hörplatz lässt sich hingegen nicht festlegen.

WS-X3A - beide Wireless Rear-Lautsprecher im Rear-Bereich

Seitliche Perspektive

Rückseite

Kontakte für die Ladeschalen

Bedienelemente oben
Man kann die Surround-Lautsprecher einfach beliebig im Raum aufstellen. Wer sie aber, wie durchaus vorgesehen, als feste Surround-Speaker nutzen möchte, sollte sie direkt auf das Lade-Cradle platzieren. Dann schalten sie sich auch gemeinsam mit der Soundbar ein und wieder aus, was sich als sehr praktisch erweist.
Sämtliche Einstellungen werden, wie schon angesprochen, manuell erledigt, eine automatische Einmessung hat Yamaha hier nicht integriert. Die Lautstärkeeinstellung kann direkt während der Wiedergabe von Musik oder Filmton oder per Testtonausgabe erfolgen.

Erste Soundbar mit Auro-3D

Auro-Einstellungen
Kurz zu Auro-3D und zu Auro-Matic: Die Auro-Matic-Schaltung lässt sich hier natürlich auf Stereo- und konventionelles Surround-Material, aber auch z.B. auf native Dolby Atmos-Tonspuren applizieren. Ähnlich der Möglichkeiten in einem AV-Receiver kann man auch beim Yamaha Soundbar-System weiterführende Einstellungen zur Auro-Matic vornehmen. Im Menü ist es möglich, die Presets Small, Large, Speech und Movie auszuwählen, ferner kann man die Intensität von 0-20 festlegen.
Klangeindrücke

Wir konnten zahlreiche Klangeindrücke sammeln
Wir hatten die Möglichkeit, die Yamaha True X Surround 90 A mit unterschiedlichen Quellen in verschiedenen Formaten zu hören.
Musik in Stereo
Yamaha legt hier zwar mehr Wert auf Heimkino und Filme, aber auch großer Fokus auf Stereo und Musikwiedergabe, damit verdeutlicht wird, dass es sich beim Soundbar-System um eine leistungsstarke Komplettlösung auch für gehobene Ansprüche handelt.
Jorja Smith, Falling Or Flying (Qobuz): Das Yamaha-System agiert sehr präzise und trocken im Tieftonbereich. Zudem freuen wir uns über die saubere, emotionale Stimmwiedergabe, das Hauchen kommt klar heraus. Eine exzellente bühnenstruktur und eine klare Differenzierung der Bühne hat zur Folge, dass die gesamte Kulisse als sehr klar und transparent wahrgenommen wird. Bei höherem Pegel bietet die Yamaha True X Surround 90 A und die restlichen Komponenten eine ausgezeichnete Pegelfestigkeit und ein hohes Maß an Souveränität.
Fat Freddys Drop, Boondigga: Auch hier erweist sich die Yamaha True X Surround 90 A als differenziert und ausdrucksstark im unteren Mitten- und Tieftonbereich. Hinzu kommt die exzellente Darstellung der Blasinstrumente. Da wir in diesen Titel nur sehr kurz hineinhörten, gibt es keine weitergehenden Ausführungen dazu.
Michael Jackson, Bad: Hervorragend wird die Stimme von Michael Jackson abgebildet, erstaunlich ist aber die Breite und klare Differenzierung der Bühne. Sehr klare Mitten und auch Höhen, trotzdem wird das Klangbild auch bei hohem Pegel nicht unangenehm. Insgesamt sind wir ein weiteres Mal erstaunt, welche Leistungen die Soundbar bei dieser Wiedergabeform realisieren kann.
Tori Amos, Little Earthquakes: Eine rundherum tolle weibliche Stimmwiedergabe, aber auch das Piano wird mit erstaunlicher Authentizität wiedergegeben und gefällt mit gut herausgearbeiteter Anschlagdynamik, das ist tatsächlich erstaunlich für eine Soundbar. Zusätzlich zur Klarheit und Transparenz begeistert das Yamaha True X Surround 90 A-System auch mit einer hervorragenden Dynamik. Sehr fein und wohldosiert wird hier vorgegangen und begeistert den feingeistigen Hörer.
Unsere erste Bilanz: Eine wirklich außergewöhnlich gute Stereo-Musikwiedergabe mit hoher Klarheit und Präzision. Für eine Soundbar bietet die Yamaha True X Surround 90 A eine erstaunliche Finesse und eine richtig gute Feindynamik. Emotional, mitnehmend, aber nie über Gebühr spektakulär, was dann leicht billig und überzogen wirkt. Von solcher Art der Wiedergabe distanziert sich die hochklassige Yamaha True X Surround 90 A deutlich und tritt eher mit der Sauberkeit und der Entschlossenheit eines guten Verstärkers mit angeschoossenen Boxen auf - beeindruckend.
Dolby Atmos: Musik
John Williams und Berliner Philharmoniker - The Berlin Concert - Dolby Atmos: Die gesamte Präsentation gerät sehr authentisch, tritt sehr klar mit hoher Präzision auf, wird aber nie unangenehm, auch nicht bei gehobenem Pegel bei den bBlechbläsern. Als sehr passend empfinden wir die angenehm warmen Streicher, und das Soundbar-System schafft es, viel Emotion zu vermitteln, zugleich aber originalgetreu und nicht zu aufdringlich zu agieren. Zu viel Spektakel leistet sich die Yamaha True X Surround 90 A erfreulicherweise nicht. Extra-Notiz nochmals zum Schluss: Für eine Soundbar wird eine wirklich hervorragende instrumentaldifferenzierung offeriert.
Dolby Atmos: Film

Exzellent: Auro-3D mit Auro-Matic, auch bei Dolby-Content
John Wick - Kapitel mit der Schießerei im Club, erst Dolby Digital 5.1, dann DD5.1 + Auro-3D obendrauf: Auf hohem Niveau befindet sich der kraftvolle, trockene und präzise Bass, der tadellos auf den Punkt kommt. Die elektronische Musik wird ebenfalls mit hoher Klarheit und mit guter Effektplatzierung dargestellt. Kräftige, klare Schüsse, die mit erstaunlich echtem Nachdruck in Erscheinung treten. Hier schafft es die Yamaha True X Surround 90 A auch, insbesondere zusammen mit Auro 3D, einen räumlich geschlossenen, dichten Eindruck mit echter Klangsphäre zu präsentieren.
Man fühlt sich tatsächlich mitten im Club. Hier spielt auch der wirklich exzellente Eindruck, den wir vom kraftvollen Subwoofer haben, eine große Rolle, denn der Bassist greift sehr gekonnt und mit tadellosem, echtem Volumen sowie einem richtig guten Tiefgang ein. Mit Auro-Matic öffnet sich der Raum enorm, und gerade in dieser Räumlichkeit ist es eine große Herausforderung für das Produkt, eine solche Klangkuppel zu realisieren. Effekte werden sauber im Raum platziert und sind auch überraschend gut direktional nachvollziehbar. Auch bei den Kung Fu-Einlagen von Keanu Reeves und den Schurken liefert die True X90A ein mitreißendes, aber stets glaubwürdiges und realistisches Abbild.
Für eine immersive Kulisse ist Auro-Matic hier ganz klar die richtige Wahl. Nach Deaktivierung erkennt man, wie sich der gesamte Raum auf die Frontkulisse fokussiert und, hart gesagt, leicht in sich zusammenfällt. Yamaha ist mit der Integration dieser Technologie einen richtigen Schritt gegangen und bietet hier ein klares Alleinstellungsmerkmal, dass sich auch in der Praxis positiv auswirkt.
Unser Fazit

Ein voll ausgestattetes Hightech-Produkt ist die Yamaha True X Surround 90 A auf jeden Fall. Als erste Soundbar verfügt sie zudem über Auro-3D und den exzellenten Audio-Upscaler Auro-Matic. Die ersten Klangeindrücke haben uns rundherum überzeugt, und Yamaha hat es der True X Surround 90 A nicht einfach gemacht: Die Vorführung fand in einem großen, offenen Raum mit hohen Wänden statt. Hier war nichts akustisch optimiert und es gab im Raum einiges an Nachhall. Der Mut, den Yamaha bewiesen hat, hier vorzuführen, wurde definitiv belohnt. Aufgrund der Schwierigkeit des Raumes sind wir noch beeindruckter von der Gesamtperformance der Audiokomponente, auch was den Subwoofer betrifft. Trotz des schwierigen Raums wurde ein glaubwürdiges, weitläufiges Klangbild realisiert und man fühlt sich als Zuhörer in einer immersiven, dichten Klangkuppel. Das gilt, wie man sicher bereits herauslesen konnte, ganz besonders in Kombination mit der Auro-Matic, die nicht zuviel Effekthascherei betreibt, die Kulisse aber weit öffnet, aber weiterhin eine authentische Darbietung ermöglicht.
Special: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 15. September 2025
Tags: Lautsprecher • Soundbar • True X Surround 90A • Yamaha






