SPECIAL: Aktuelle und kommende Smartphones 2020 in der Übersicht

Die Branche trotzt der Corona-Krise und bringt in den kommenden Monaten wieder spannende Smartphone-Modelle in den Handel.

Sony Xperia 1 II

Das neue Topmodell der Japaner mit Android 10 ist auch preislich ein Fingerzeig an die Konkurrenz, denn erstmals wird die 1.000 Euro Marke geknackt.

Das Smartphone mit den für Sony typischen klaren Linien soll vor allem im Kamerabereich ganz vorne mitspielen. Drei Objektive des neuen Kamera-Systems mit Brennweiten von 16 mm Superweitwinkel, 24 mm Weitwinkel und 70 mm Tele mit jeweils 12 Megapixel Auflösung sollen in allen Lagen überragende Fotos und Videos ermöglichen. Intelligente Technik, wie Augenautofokus, ultraschnellem 3D iToF-Tiefensensor und ZEISS-Optik unterstützen dabei den Fotografen. Clever: Der 3D iToF-Tiefensensor (Time-of-Flight) sammelt Tiefeninformationen, um Strukturen, Entfernungen von Gegenständen sowie Bewegungen exakt zu ermitteln.

Ausgestattet mit der neuen Photo Pro App, bietet das Xperia 1 II ambitionierten Fotografen eine ähnliche Benutzeroberfläche wie von den Sony Alpha-Kameras, um Fotos nachträglich zu bearbeiten. Hobby-Regisseure können sich zudem über die Cinema Pro App powered by CineAlta freuen.

Das 6,5 Zoll große (16,5 cm) 4K HDR OLED Display im 21:9-Format ist der perfekte Spielplatz für alle Multimedia-Aufgaben. Aber auch die Soundkulisse soll auf Referenz-Niveau liegen, denn das im Smartphone-Bereich neuartige 360 Reality Audio soll für einen beeindruckenden Rundumklang sorgen. Logisch, dass auch nicht bei der Perfomance gespart wird: der leistungsstarke Qualcomm Snapdragon 865 unterstützt auch die 5G Mobile Plattform mit X55 5G Modem. Rasante Down- und Uplink-Raten sind somit die positive Konsequenz.

Ausreichend Energie spendet der Akkublock mit einer Kapazität von 4.000 mAh, der (endlich) auch ohne Kabel dank integrierter Qi-Ladefunktion bequem aufgeladen werden kann. Das Gehäuse ist trotzdem nach IP65/68 gegen das Eindringen von Wasser und Staub zertifiziert.

Erscheinungstermin: 2. Quartal 2020
Preis: 1.199 Euro

Einschätzung:
Wenn die Kameraqualität tatsächlich überragend sein wird, könnte dieser Japaner ein Bestseller werden.

Sony Xperia 10 II

Sony Xperia 10 II

Neues für die Mittelklasse! Mit dem Sony Xperia 10 II beweist Sony, dass man auch für unter 400 Euro viel Luxus bekommt. Das fängt bereits beim Gehäuse an, das nur 151 Gramm auf die Waage bringt, nach IP65/68 wassergeschützt und von Corning Gorilla Glas 6 umhüllt ist. Der OLED-Touchscreen streckt sich auf 6 Zoll im 21:9-Format und bietet eine Full HD-Auflösung.

Auch die Kamera ist alles andere als Mittelklasse, denn wo vorher noch eine Dual-Kamera verbaut wurde, sorgt jetzt ein System mit drei Linsen für vorzeigbare Ergebnisse. Die Triple-Kamera arbeitet mit 16 mm Superweitwinkel-, 26 mm Weitwinkel- und 52 mm Teleobjektiv. Zudem nimmt das 10 II Videos ebenfalls im 21:9 Format und in 4K auf. Löblich: Auf dem Display werden Full HD+ Inhalte nun mit allen Vorteilen der OLED-Technologie dargestellt.

Beim CPU vertrauen die Macher auf verlässliche Kräfte. Der Qualcomm Snapdragon 665 Mobile Prozessors wird von 4 GB RAM Arbeitsspeicher unterstützt, sodass auch anspruchsvollere Aufgaben kein Problem sind. Der 128 GB große interne Speicher kann via microSD-Karte erweitert werden. Für Fans interessant: Nutzer können ihren Kopfhörer oder externen Lautsprecher via 3,5mm-Klinkenbuchse nutzen. Der Akkublock hat eine beachtliche Kapazität von 3.600 mAh.

Erscheinungstermin: 2. Quartal 2020
Preis: 369 Euro

Einschätzung:
Summiert man alle Eckdaten dürfte dieses Modell die Mittelklasse gehörig aufmischen.

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Sony Xperia L4

Sony Xperia L4

Wieviel Smartphone bekommt man für knapp 200 Euro? Mit dem L4 will man beweisen, dass man nur wenig Abstriche machen muss. Das fängt beim angenehm großen LCD-Display im 21:9-Format an, das eine Größe von 6,2 Zoll hat und eine HD+ Auflösung aufweist.

In der Preisklasse ein klarer Fingerzeig ist die Triple-Kamera mit einem 13MP + 5MP + 2MP-System, durch die auch Videoaufnahme im 21:9 CinemaWide-Format möglich sind. Praktisch: Das Triple-Kamera-System lässt Nutzer bei Aufnahmen die Brennweite verändern und so zum Beispiel mit dem Ultraweitwinkelobjektiv noch mehr vom Geschehen festhalten – in dieser Preisklasse ein echter Luxus!

Der MediaTek 6762 Prozessor manövriert den Nutzer zusammen mit den 3GB RAM Arbeitsspeicher sicher durch alle Alltagsaufgaben und der 3.580 mAh starke Akku sollte für eine ausreichende Rufbereitschaft sorgen. Der interne 64 GB Speicher kann über eine MicroSD-Karte erweitert werden. Gut: Auch diesem Einstiegsmodell findet sich eine 3,5mm-Klinkenbuchse und ein seitlicher Fingerabdrucksensor wieder.

Erscheinungstermin: 2. Quartal 2020
Preis: 199 Euro

Einschätzung:
Triple-Kamera und ein XXL-Touchscreen – die Ausstattungsmerkmale lassen nicht auf einen „Billig-Funker“ schließen.

LG V60 THINQ 5G

LG V60 ThinQ 5G

Die Koreaner scheinen sich auf Dual-Screen-Smartphones zu spezialisieren, denn auch dieses Modell kann optional mit einem ansteckbaren Zweitdisplay aufgerüstet werden.

Wie der Name schon sagt, steckt im V60 THINQ 5G Technik neuester Stand – inklusive dem neuen Funkstandard. Wie es sich in dieser Preisklasse gehört, wurde aber vor allem die Kamera gehörig aufgebohrt. Der Koreaner verfügt auf der Rückseite über zwei Kameraobjektive und Time-of-Flight (ToF)-Sensoren: Eine 64 MP-Hauptkamera und ein 13 MP-Weitwinkelobjektiv sorgt für großflächige Aufnahmen. Erstmalig bei einem LG Gerät wird zudem die 8K-Videoaufzeichnung unterstützt, wobei man über den Nutzwert durchaus streiten kann.

Ansteckbares Display

Richtig innovativ ist aber vor allem der Audio-Bereich. Vier Mikrofone ermöglichen die Aufnahme von Geräuschen aus verschiedenen Richtungen, um unabhängig von der Umgebung realistische Audiosignale zu liefern. Das Gerät verfügt außerdem über neuartige „Stimmen-Bokeh“ mit der die Stimmen der Benutzer von Hintergrundgeräuschen separiert wird, so dass sich die Videofilmer auf das Wesentliche konzentrieren können und gleichzeitig Nebengeräusche reduziert werden.

Um das volle Potenzial von 5G auszuschöpfen ist ein mächtiger 5000 mAh starker Akku verbaut und die Snapdragon 865 Mobile Plattform und das Snapdragon X55 5G Modem sorgen für die nötige Power.  Auch die Touchscreen-Ausstattung ist luxuriös, denn sowohl das Smartphone als auch der Dual Screen bietet 6,8 Zoll FHD+ P-OLED Displays im Verhältnis 20,5:9 top.

Erscheinungstermin: April
Preis: nicht bekannt

Einschätzung:
LG setzt weiterhin auf Doppel- statt auf Knickdisplays und liefert mit diesem hochwertigen Smartphone gute Gründe dafür, an dieser Strategie festzuhalten

LG K61

LG K61

LG bringt ein Mittelklasse-Modell mit einer Prise Luxus auf den Markt. Im Fokus steht dabei eine Vierfachkamera-Kamera mit bis zu 48-Megapixel. Sie ist mit einem Weitwinkel-, einem Superweitwinkel- und einem Makroobjektiv bestückt und verfügt zusätzlich über einen Tiefensensor. Die Frontkamera hat überdies 16 Megapixel und ist sogar in einem Loch im Display verbaut. – viel Ausstattung also für relativ wenig Geld.

Auch der Touchscreen mutet eher nach Oberklasse, denn das Display des K61 hat eine Diagonale von 6,53 Zoll, allerdings nur FullHD-Auflösung. Bemerkenswert ist der Akku, denn er hat eine Kapazität von 4.000 mAh. Über den Achtkern-Chip mit einer maximalen Taktrate von 2,3 GHz sind noch keine näheren Informationen bekannt. Im Zusammenspiel mit allen relevanten Datenschnittstellen haben die Koreaner somit einen solides Mittelklasse-Paket geschnürt.

Erscheinungstermin: April
Preis: nicht bekannt

Einschätzung:
LG zeigt der Konkurrenz, wie hochwertig 2020 die Mittelklasse-Modelle mittlerweile aufgestellt sind.

Motorola Razr (2019)

Es ist das Comeback! In den USA hat der Vorverkauf des neuen Klapphandys endlich begonnen. In Deutschland müssen wir uns hingegen noch etwas gedulden. Erste Bilder und Videos lassen aber auf einen echten Smartphone-Leckerbissen schließen, denn im zusammengefalteten Zustand passt das neue Razr wie das Original bequem in die Hosentasche. Der markante Unterschied gegenüber der Konkurrenz: Während man das Samsung Galaxy Fold vertikal klappt, lässt sich das biegsame Display horizontal öffnen und schließen – dadurch ist es fast so handlich wie das Original. Da der Hersteller aber darauf hingewiesen hat, dass der Klappmechanismus sensibel ist, soll das Smartphone niemals offen in Taschen gesteckt werden oder mit Wasser in Berührung kommen.
Aufgeklappt hat der Nutzer Zugriff auf einen 6,2 Zoll großen OLED-Bildschirm, der mit 2142 x 876 Pixeln auflöst und eine brillante Qualität bieten soll. Angetrieben wird das Gerät durch einen Snapdragon-710-Achtkerner, der von 6 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Die Akkukapazität von gerade einmal 2.510 mAh sind hingegen eher mau. Gut daher, dass eine Schnellladefunktion mit 15 Watt und das entsprechende Netzteil zum Lieferumfang gehören. Der interne Gerätespeicher liegt zwar bei 128 GB, lässt sich aber leider nicht erweitern – wohl aus Platzgründen, denn in dem Klapphandy steckt auch keine physische SIM-Karte, da es, wie bei einer Apple Watch, ausschließlich mit einer eSIM arbeitet.

Die Hauptkamera löst mit 16 Megapixeln auf (Blende f/1.7) und in der aufgeklappten Front steckt eine 5-Megapixel-Linse (Blende f/2.0). Großartige Spielereien, wie eine Weitwinkeloption oder optischen Zoom gibt es aus Platzgründen zwar nicht, dafür aber Extras wie einen Nachtmodus und Videoaufnahmen in Zeitlupe.

Erscheinungstermin: 2. Quartal
Preis: ca. 1399 Euro

Einschätzung:
Das Kulthandy könnte als Smartphone ein glorreiches Comeback feiern. Der hohe Preis und die Beschränkung auf die eSIM schränken den potenziellen Kundenkreis allerdings ein.

Motorola Moto G8

Moto G8

Sehr günstig & exklusiv: Dieses Motorola-Smartphone wird nur bei Amazon bestellbar sein. Zur Ausstattung gehört ein 6,4 Zoll großes HD+ Display, ein leistungsfähiger Akku mit einer Kapazität von 4.000 Milliamperestunden mit Schnellladefunktion sowie 4 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) und 64 GB interner Speicher. Angetrieben von einem Qualcomm Snapdragon-665-Octa-Core-Prozessor.

Ein besonderes Augenmerk haben die Entwickler der Kamera gewidmet. Die Triple-Kamera auf der Rückseite beherrscht ultrabreite Panoramafotos (118-Grad-Ultra-Weitwinkel-Objektiv) sowie Nahaufnahmen (Makro-Vision-Kamera und hat eine AI-Unterstützung, sodass auch bei Schwachlicht noch scharfe Fotos möglich sein sollen.

Erscheinungstermin: 2. Quartal
Preis: ca. 199 Euro

Einschätzung:
Wenn das spannende Ausstattungspaket tatsächlich durch eine hochwertige Kamera veredelt wird, hat Amazon ein exklusives Smartphone-Schnäppchen im Angebot.

Wiko View 4 Lite

Die leicht abgespeckte Version des bereits erhältlichen Wiko View 4 kommt zu einem absoluten Kampfpreis auf den Markt. Einzige Unterschiede: Der Akku schrumpft auf 4.000 mAh und der interne Speicher ist nur halb so groß (32 GB). Die Frontkamera kommt außerdem mit nur 5 Megapixeln Auflösung aus. Der Billig-Funker punktet dafür aber mit dem aktuellen Betriebssystem Android 10 und einer echten Dreifach-Kamera: (13 + 2 + 5 Megapixel). Schön zudem, dass es einen klassischen Kopfhörerausgang (3,5 mm Klinke) gibt und der Speicher sich erweitern lässt. Ein Dual-SIM-Parallelbetrieb ist ebenfalls möglich. Unumgängliche Einsparungen gibt es dafür bei IPS-Display. Das ist zwar mit 6,52 Zoll recht groß geraten, beherrscht aber nur eine Auflösung von 1600 x 720 Pixel.

Erscheinungstermin: April
Preis: ca. 130 Euro

Einschätzung:
Wiko bleibt seiner Linie treu und setzt vor allem auf Niedrigpreise. Für den schmalsten Euro ist das Ausstattungspaket beeindruckend.

Huawei P40/Lite/Pro

Ungeachtet des US-Embargos bringen die Chinesen ihr neuestes Flaggschiff nach Europa und müssen nun Farbe bekennen. Was sicher ist: Käufer müssen ohne dem Google Universum mit all seinen Facetten auskommen. Zwar lässt sich Google Play installieren, doch nur mit Abstrichen.

Stattdessen gibt es Huaweis Open-Source-Betriebssystem Harmony OS als Übergangslösung. Als Anreiz gibt es dafür einige Besonderheiten, wie z.B. eine Keramikrückseite. Vorteile des Materials: Das P40 soll äußerst robust sein, schwerer zerkratzbar und auch leichter als herkömmliche Mobiltelefone. Die Kamera soll zudem State-of-the-Art sein. Die Auflösung der Hauptkamera soll 64 Megapixel betragen, hinzukommen soll eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 20 Megapixeln, eine Periskop-Kamera mit 12 Megapixeln, eine Makro-Kamera und ein „Time of Flight“-Sensor (ToF, „Laufzeitverfahren“-Sensor) – also alle sehr guten Zutaten der P30-Familie.

Der Touchscreen streckt sich bis zu 6,5-Zoll in der Pro Version und soll über eine beeindruckende Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz verfügen – mehr gibt es aktuell nicht. Für die Top-Performance sorgt der neue Kirin 990 5G.

Weiterer Leckerbissen: Es soll ein neuartiger Akku verbaut sein. Es handelt sich dabei um eine superdünne Kohlenstofffläche in Wabenstruktur, die besonders leitfähig ist. Imposante 5.500 Milliamperestunden soll die Kapazität auf engstem Raum betragen und die Vollladung gerade einmal 45 Minuten dauern.

Erscheinungstermin: April
Preis: nicht bekannt

Einschätzung:
Imposante technische Details, es bleibt aber die große Frage, ob Android-Nutzer dieser Kompromisslösung vertrauen.

 

Special: Ulf Schneider
Fotos: PR Material LG/Motorola/Sony
Datum: 13.04.2020

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