PREVIEW: Samsung Hightech-Soundbar-System HW-Q935D - werden hier auch die Ansprüche echter Mehrkanal-Fans erfüllt?
Klang
Kommen wir nun zum Klang.

Die Soundbar überzeugt mit lebendiger Akustik
"The Journey 1" und "The Journey 2" sowie "Flowing Like A River" und "Nothing But Change" von Lichtmond in Dolby Atmos - eine durchaus große Herausforderung, die unser Samsung HW-Q935D aber mit enormer Gelassenheit annimmt. Für knapp 900 EUR wird eine Soundqualität geboten, die nicht nur etwas über dem üblichen Durchschnitt liegt, sondern deren Performance so überzeugend ausfällt, dass man gut und gerne auch denken könnte, dass dieses System locker mehr als 1.300 EUR kostet. Vor allem der aktive Subwoofer, mit nominell 160 Watt auf dem Papier nicht einmal so kräftig, legt sich mächtig ins Zeug und punktet mit Tiefgang, Entschlossenheit und einer überraschend guten Präzision. Klar und sauber agiert aber auch die Soundbar selbst, die ein enorm breites Klangspektrum anbietet. Die zwei Top Firing-Module vorne öffnen auch die dritte Hörebene überzeugend. Die zwei kabellosen aktiven Rear-Lautsprecher setzen ebenfalls Akzente. So zum Beispiel durch eine schnelle, räumlich dichte Verarbeitung sämtlicher Effekte und durch eine hervorragende Weite bei der akustischen Darbietung. Das Zusammenspiel sämtlicher einzelnen Komponenten des Samsung-Systems hat uns komplett überzeugt, und dank der insgesamt vier Top Firing-Einheiten, zwei vorne, zwei hinten, ist auch das Hören in der Überkopf-Ebene ein Ereignis. Aufgrund des eigenen, für den Centerkanal vorgesehenen Lautsprecherchassis sind vokale Elemente exakt vor dem Auditorium platziert und lösen sich tadellos von der Soundbar.

Die Wireless Rears offerieren ein weitläufiges Klangpanorama
Als nächstes Dolby Atmos-Beispiel setzen wir auf den Beginn von "The Expendables - A Man's Job" und hören uns den Anfang an, als Barney Ross und sein Team eine Befreiungsaktion startet. Hier sind wir äußerst angetan von der enormen Pegelfestigkeit unseres Test-Systems - auch der Music Score wird kraftvoll präsentiert, ohne dass kleinere Effekte im Hintergrund untergehen. Ob Stahlseile, die befestigt werden, oder die Rotorblätter eines Helikopters - das südkoreanische Soundbar-Ensemble gibt alle Effekte mit sehr guter Auflösung wieder. Den heftigen Schusswechseln aus den automatischen Waffen fehlt es nicht an Nachdruck, aber auch die Präzision ist zu loben für ein solches Komplettsystem. Beeindruckend ist auch hier wieder die Leistungsfähigkeit des relativ kompakten aktiven Subwoofers, der auch, was den Tiefgang angeht, keinesfalls versagt, sondern erstaunlich tief nach unten kommt. Es ist ein richtiges Erlebnis-Hören, auch dank der lebhaften Surround-Klangkulisse, die keine Lücken aufweist und im Punkt immersives Hören richtig gut abschneidet. Kleine akustische Effekte übergehen die Samsung-Komponenten nicht einfach, sondern fügen sie exakt ins gesamte Klangbild ein. Wechsel innerhalb der dynamischen Ausprägung werden umgehend erfasst, und Stimmen sind zu jedem Zeitpunkt sehr gut verständlich, aber zugleich auch fließend eingearbeitet. Effekte, bei denen sämtliche Lautsprecher des Systemes angesprochen werden, fliegen förmlich durch die Soundbar und die beiden hinteren Boxen, es finden sich nie störende Verzögerungen.
Jetzt hören wir ab dem vierten Kapitel in "Mission Impossible - Rogue Nation" (Dolby Atmos) hinein. Die Geräusche in der U-Bahn-Station gegenüber der Wiener Staatsoper kommen gut heraus, wenngleich hier hochwertige Surroundsysteme durch noch mehr Auflösung und Feingefühl klar ihre Vorteile dokumentieren können. Der Gesprächswechsel zwischen Ethan und Benjamin über Distanz wird überzeugend wiedergegebenn, ebenso der Music Score und das Blitzlichtgewitter der Pressefotografen vor der Staatsoper, als der Bundeskanzler im Dienst-Maybach zusammen mit seiner Gemahlin eintrifft. Im Inneren der Oper dann werden die Geräusche bei der iSicherheitskontrolle tadellos wiedergegeben, und als kurze Zeit später die Oper "Turandot§ vpn Puccini startet, gibt das Samsung-System die Stimmen der Opernsängerinnen und Opernsänger erstaunlich schwungvoll wieder, sodass nie der Eindruck akustischer Ärmlichkeit entsteht. Die Stimmen des Personals im technischen Kontrollraum werden verständlich sowie charismatisch präsentiert. Auch, als sich Benjamin ins System einhackt, werden die kleineren Effekte sauber erfasst. Räumlich dicht sowie plastisch wird der Beifall des Publikums dargestellt. Die wilde Schlägerei zwischen Ethan und seinem Widersacher hoch oben über der Bühne ist ebenfalls ein Paradebeispiel dafür, wie gut moderne Set-Ups mit einer Soundbar im Mittelpunkt cineastische Herausforderungen meistern. Denn während unten ergriffen gesungen wird, prügelt man sich weiter oben mit harten, krachenden Faustschlägen. All diese unterschiedlichen klanglichen Elemente fügt das Samsung-Ensemble schnell zu einem stimmigen, dynamischen, aber akustisch nie zu harschen Klangbild zusammen.
Wichtig noch: So gut wie 2024 war der adaptive Klangmodus noch nie. Wir haben sonst immer einen statischen, konventionellen DSP-Modi gewählt, weil der adaptive Klangmodus immer zu aggressiv und zu harsch abgestimmt war. Das hat sich nun geändert, es ist deutlich mehr Ausgewogenheit in dieses Programm gekommen, und man kann es beinahe bedenkenlos anwenden.
Erstes Fazit

Das Samsung Soundbar-System HW-Q935D erfreut zum mehr als fairen Kaufpreis mit einer zeitgemäßen Ausstattung und mit einer soliden Verarbeitung. Ganz besonders überraschend ist aber die hervorragende akustische Leistungsfähigkeit. Räumlich dicht, pegelfest, lebendig und mit einem erstaunlichen Auflösungsvermögen, erweist sich das gebotene Niveau als erstaunlich hoch. Daher wagen wir bereits nach dem Preview die Prognose: Dieses Soundbar-System der Südkoreaner hat es in sich und wird auch im finalen Test punkten können.
Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 02. August 2024
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Tags: Lautsprecher • Samsung • Soundbar






