TEST: Raumfeld by Teufel Speaker L Mk2 – fesselnder Sound trifft auf große Freiheit

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Gruppenbild1

Teufel selbst behauptet auf der Website: „Der Speaker L ist absolut konkurrenzlos…“. Trotzdem haben sich die Entwickler ins Zeug geworfen und nun den Raumfeld by Teufel Speaker L Mk2 mit praktisch unveränderter Optik, aber weiter entwickelter Technik auf den Markt gebracht: „Ein wahrer, neuer Gigant“ – das sagt der Einführungstext auf der Teufel-Website aus. Große Worte – viel dahinter? Die erste Auflage des Streaming-Lautsprecher-Riesen hat damals bei uns bereits für Furore gesorgt, und im Test 2011 gab es ein erstklassiges Resultat. Nun haben wir uns die Neuauflage vorgenommen, um die Fortschritte begutachten zu können. Der Preis für das ausschließlich in Weiß lieferbare Boxen-Paar: 1.499,99 EUR. 

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Rueckseite Seitlich Slave1

Slave-Box von hinten

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Rueckseite Seitlich Master1

Master-Box von hinten

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Standfuss2

Sockel unter der Box

Beide Speaker L-Lautsprecher, Master und Slave, sind 3-Wege-Bassreflex-Konstruktionen, die Bassreflexöffnung befindet sich unterhalb der Box. Die Schallwandler sind auch magnetisch geschirmt, was im Zeitalter der Flatscreens aber nicht mehr so wichtig erscheint. Die sorgfältig in weiß-matt lackierten, im zeitlosen Bauhaus-Stil gehaltenen Speaker L haben einen in der Kontrastfarbe Schwarz gehaltenen Sockel sowie ebenfalls schwarze, sauber mit Stoff bezogene Schutzgitter vor den Chassis. Die Schutzgitter haften erfreulicherweise magnetisch und daher fehlen unschöne Löcher, in die ansonsten die Stifte für die Befestigung des Schutzgitters Platz finden. Die Schallwand, in die die Chassis ohne sichtbare Schrauben präzise eingepasst sind, ist ebenfalls in Schwarz ausgeführt.

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Tieftoener

Schallwand in Schwarz

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Tieftoener Detail

Zwei 170 mm Tieftöner mit Carbon-Membran

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Mitteltoener

Mitteltöner

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Hochtoener1

Hochtöner

Sie steht aus seitlicher Sicht mit gleichmäßigem Spaltmaß, also gewollt als Styling-Merkmal, etwas vor dem restlichen Gehäuse. Unterhalb der schwarzen Schallwand ist dann ein silberner Alustreifen zu sehen. Inmitten von diesem ist beim Master-Speaker der haptisch sympathische Lautstärkedrehregler untergebracht. An Chassis finden sich ein 28 mm Gewebehochtöner, ein 130 mm Mitteltöner aus beschichteter Zellulose sowie gleich zwei 170 mm messende Tieftöner mit Carbonmembran. Das sehr steife und solide MDF-Gehäuse verhält sich auch bei hoher Beanspruchung vorbildlich ruhig, Gehäusegeräusche leistet sich der Speaker L nicht. Alle Ecken sind akkurat gerundet, das sorgt für haptische Gefälligkeit und minimiert die Verletzungsgefahr.

Für massiven Druck in allen Situationen sorgt der eingebaute Class D-Digital-Verstärker, der für jeden der beiden Kanäle 200 Watt Maximal- und 165 Watt Sinusleistung mitbringt. Die gesamte Elektronik ist im Speaker L-Master-Lautsprecher untergebracht. Dadurch, dass der Verstärker digital arbeitet, tritt kaum Verlustwärme beim Signalverstärkungsprozess auf. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 420 Watt, im Standby-Betrieb werden lediglich 0,4 Watt verbraucht. Natürlich gibt es hinten am Speaker L Master aber auch einen richtigen Netzschalter für das komplette Trennen des Lautsprechers vom Stromnetz.

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Anschluesse Rueckseite Master2

Anschlüsse an der Master-Box

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Anschluesse Rueckseite Master1

Nutzung als passiver Lautsprecher möglich

Die Anschlüsse an der Master-Box: Cinch-Stereo, High Level Lautsprechereingang (für die Nutzung als passive Box), High Level Lautsprecherausgänge (zur Verbindung mit der Speaker L Slave-Box), USB 2.0, LAN sowie ein eingebautes 802.11 b/g/n WLAN-Modul. Für die Erstinstallation ist es allerdings notwendig, dass der Master Speaker L per Kabel mit dem Netzwerk verbunden ist. Später dann im WLAN werden die Verschlüsselungsstandards WPA und WPA2  unterstützt.

Die Speaker L geben ASF, MP3, WMA, WMV, WAC, AAC, FLAC, Ogg Vorbis sowie Apple Lossless an Formaten (maximal bis 192 kHz) wieder, Gapless-Wiedergabe wird ebenfalls unterstützt. Da fehlt nur Direct Stream Digital (DSD), das Format, in dem die Musik auf der bilanzierend recht erfolglosen SACD abgelegt war. Viele DSD-Soundtracks gibt es nun als hochauflösenden Download im Internet, daher wäre unser Wunsch, dass Teufel in einer weiteren Evolutionsstufe auch dieses Format noch integriert. In Verbindung mit einer Raumfeld Base (braucht man, wenn man mehr als 1 Paar Raumfeld-Lautsprecher verwendet) ist die maximale Anzahl an Musiktiteln unbegrenzt, ohne Base liegt die maximale Titelanzahl bei 150.000.

Speaker L Master wiegt 27,5 kg und ist 114,5 cm hoch, 22 cm breit und 32 cm tief. Speaker L Slave hat die gleichen Abmessungen, wiegt aber 24,2 kg.

Wenden wir uns nun der App (wir haben für die Bilder die iOS-App verwendet) und der Installation zu.

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App2

Im Setup muss angegeben werden, ob eine Raumfeld Base verwendet wird oder nicht

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App3

Auswahl des einzurichtenden Raumfeld-Devices

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App4

Verbindung mit dem Netzwerk während des Einrichtungsprozesses per LAN-Kabel

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App5

Das Hochfahren der Speaker dauert mit 2 Minuten zu lange. Wenn die LED links leuchtet und die rechte leuchtet oder blinkt, kann man fortfahren

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App6

Setup-Taste hinten an der Master-Box drücken

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App7

Eingabe des WLAN-Passworts

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App8

Verbindungstest

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App9

Hauptmenü. An onlinebasierten Musikdiensten gibt es TuneIn, Napster, simfy, MTV Music und Last.fm – Spotify fehlt leider

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App11

Unter „Musikressourcen“ könne nicht nur Smartphones, die sich im selben Netzwerk befinden, nach Musikfreigabe hinzugefügt werden, sondern auch PCs und Server

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App12

Musikübersicht

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App14

Musikwiedergabe

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App15

Virtueller Lautstärkedrehregler

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App16

Übersicht der zuletzt gespielten Musikdateien und Internet Music Sources

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 App17

TuneIn – Genre-Übersicht

Insgesamt zeigt sich die App gegenüber früheren Versionen als deutlich verbessert. Noch zu lange dauert die Ersteinrichtung, das ist aber bei anderen netzwerkbasierten Lautsprechern anderer Hersteller genauso. Wir denken, dass dies ein Grund ist, warum sich Bluetooth-Lautsprecher stetig wachsender Beliebtheit erfreuen. Nur wenige Sekunden der Einrichtung, dann funktioniert alles – und immer mehr Zeitgenossen haben ihr Musikarchiv auf dem Smartphone und nicht mehr auf PC oder Server (höchstens als Kopie zur Datensicherung). Wer allerdings hochauflösende Musik genießen möchte, was mit edlen Lautsprechern wie den Speakern L durchaus viel Freude machen dürfte,  muss in vielen Fällen WLAN/LAN-Lautsprecher einsetzen, da die höheren Bandbreiten ab 48 kHz derzeit von eher wenigen Bluetooth-Devices abgedeckt werden – wobei z.B. der Advance Acoustic BT-Adapter WTX-500 laut Hersteller bereits 96 kHz Audio per Bluetooth-Übertragung streamt, ebenso wie ein Bluetooth Audio Empfänger von Goldkabel. Weiterer Grund für netzwerkbasierte Streaminglautsprecher – man kann ein ganzes Haus damit bestücken und dann entweder auf jedem Lautsprecher andere Titel oder auch auf allen das Gleiche wiedergeben. Dabei kann der Zugriff stets komfortabel über eine zentrale Musikbibliothek erfolgen.

Die App könnte manchmal noch schneller reagieren, grafisch gefällt sie uns hingegen schon jetzt sehr gut. Schmerzlich vermisst wird der beliebte Internet-Musikdienst Spotify, es bleibt uns ein triftiger Grund verschlossen, warum Teufel Spotify nicht endlich integriert. Last.fm. TuneIn, simfy sowie Napster sind schon mit an Bord.  Was noch fehlt, ist Apple AirPlay – auch das eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Wenden wir uns nun den klanglichen Eindrücken zu. Hier waren wir schon von der ersten Generation der Raumfeld Speaker L sehr beeindruckt. Daher fassen wir zunächst zusammen, was die Mk2-Generation noch besser kann. Wir drehen immer weiter auf – kommen in Pegelregionen, in denen selbst gute Stereoverstärker der oberen Mittelklasse Probleme bekommen – und glauben es kaum: Der Speaker L Mk2 bleibt absolut Herr der Lage. Keine Dynamik-Kompression, keine Gehäusegeräusche,  keine Artefakte, kein Anschlagen der Bassmembranen – die Pegelfestigkeit ist erstklassig und nochmals merklich verbessert. Zweites Erkennungsmerkmal der Mk2-Variante – sie klingt weniger metallisch als die Generation 1, und somit deutlich verbindlicher. Ist ein Musikstück mit deutlicher Betonung auf oberen Mittelton- und/oder Hochtonbereich abgemischt, macht dies zwar auch der Speaker L Mk2 deutlich – aber bei normal abgemischten Tracks zeigt sich die Mk2-Version als sehr harmonisch und treffsicher ausgelegt. Dritte Differenz – die Feindynamik. Kleine musikalische Einzelheiten holt die zweite Generation des großen Streaming-Lautsprechers deutlich besser hervor und integriert sie flüssig in ein sehr kräftiges, aber gleichzeitig kultiviertes Klangbild. Die akustische Reife der Raumfeld Speaker L Mk2-Generation ist verblüffend und begeisternd zugleich. Noch ein Vorteil der 2. Generation ist der erweiterte Tiefgang im Bassbereich – schon die erste Generation war sehr gut, die zweite ist noch besser und macht deutlich, dass man hier wirklich keinen aktiven Subwoofer mehr zusätzlich braucht. Dieser müsste, um noch mehr Tiefgang zu offerieren, auch enorm ausladend hinsichtlich der Abmessungen sein.

Kurz die Vorteile Mk2 zu Mk1 in der Übersicht:

  • Mehr Pegelfestigkeit
  • Mehr akustische Gesamthomogenität
  • Mehr Feindynamik
  • Besserer Tiefgang

War die Speaker L der ersten Generation ein sehr guter Streaming-Lautsprecher, ist die 2. Generation ein vorbildlicher Streaming-Lautsprecher. Kommen wir zu den einzelnen Klangeindrücken.

Aktuelle nachdrückliche House/Trance/Dance-Musik liegt den Speaker L Mk2 ungemein. Beim 2014er ItaloBrothers Mix des 90er Jahre-Klassikers Up’n’Away von Mr.President legen sich die Schallwandler gleich von Beginn an mächtig ins Zeug und beeindrucken mit der sauberen Kickbasswiedergabe. Die sehr räumliche Gesamtpräsentation wird getragen von einer enormen Dynamik, die auch bei sehr hohem Pegel erhalten bleibt. Bei „Sunny“ von traum:a kommt der entspannte, relaxte Rhythmus ausgezeichnet heraus, der Bassbereich beeindruckt durch straffe, präzise Darstellung. Die Mitten schließen sich fließend an, und der Hochtonbereich erscheint transparent und frei, ohne spitz zu sein. Beim 90er Jahre Trance-Klassiker „Australia“ von Koala haben wir schon gedacht, dass dieses Material sehr gut geeignet ist für die vehement antretenden Speaker L Mk2 – und wir wurden nicht enttäuscht. Fülle und Nachdruck sind im Bassbereich exzellent, und auch wenn man schon mit hoher Lautstärke agiert, geht immer noch mehr – hier merkt man einen der Vorzüge der neuen Speaker L-Generation deutlich. Daft Punk aus Frankreich ist sehr angesagt – und Fans der Musiker sollten sich z.B. „Fragments Of Time“ mal auf denn Speaker L Mk2 anhören: satt ertönt der Bass, akkurat durchzeichnet bis tief in den Frequenzkeller, nachdrücklich schiebt sich der Song durch den Hörraum, energiegeladen – ohne zu aufdringlich daher zu kommen. Genau diese ausgeklügelte Balance ist es, was den größten Raumfeld-Lautsprecher ausmacht: Immer im Mittelpunkt, doch nie störend im Vordergrund.

Natürlich kommen die Streaming-Lautsprecher auch mit anderen Musikrichtungen ausgezeichnet zurecht, so mit dem Klassiker „Fly Away“ von Lenny Kravitz. Man kann die Aussagekraft dieses Stücks förmlich spüren, sich direkt hineinversetzen, gerade in dem Moment zu Beginn, als die E-Gitarre voll einsetzt. Aus Juanes‘ neuem Album „Loco de Amor“ haben wir den namensgebenden Titel angehört – auch hier Lob für die Speaker L Mk2: Tolle Ausformung der Stimmwiedergabe, lebendige Gesamtakustik, dichte Räumlichkeit – top, ohne Einschränkung. „The World Is Not Enough“ erklärte 007 im gleichnamigen Film seiner Widersacherin Elektra King. Der immer noch begeisternde Titelsong von Garbage zeigt, wenn die Speaker L am Werk sind, nachdrückliche Dynamik, erstklassige Raumwirkung und auch eine prima Darstellung von kleinen musikalischen Details. Dass es keinerlei Berührungsängste mit stark vokal geprägtem Material gibt, stellen wir bei „L’Attesa“ von Andrea Bocelli fest. Die Stimme wird nuancenreich und emotional erfasst, so dass die Zuhörerschaft automatisch gefesselt wird. Selbst wenn man nicht Fan des italienischen Tenors  ist, fällt auf, wie dicht die Atmosphäre ist, die von den Speaker L Mk2 verbreitet wird.

Viele werden sich nun fragen: Wir sprechen über Lautsprecher, deren Paarpreis knapp 1.500 EUR beträgt – wie kann man dann solche Aussagen treffen, wo es doch enorm zahlreich teurere Boxen gibt, auch wenn die natürlich nicht als aktive Streaming-Speaker konzipiert sind? Ein Teil der Antwort findet sich schon in der Frage, denn genau das ist es: Die Speaker L sind Streaming-Speaker, vollaktiv und über App zu steuern. Man braucht nichts, außer diesen beiden großen Standlautsprechern, und genießt zum absolut fairen Preis eine Klanggüte, die manche doppelt so teure Stereoanlage konventionellen Zuschnitts – also mit Verstärker, CD-Player und Boxen – nicht erreichen kann. Und die enorme Flexibilität, die die Speaker L Mk2 offerieren, bietet eine normale Stereo-Anlage ebenfalls nicht. Die Speaker L Mk2 sind ein Paradebeispiel für die Art, in der man modern Musik hört – durch die Verbindung von Flexibilität und hochwertiger Klang-Qualität. Nur für „Styler“ sind diese Schallwandler daher keinesfalls, vielmehr zeigen sie klar einen neuen Trend: Es reicht nicht mehr, durch tolle Optik und modische Ausstattungsmerkmale sowie durch unverwechselbares Design „in“ und „hip“ zu sein, sondern es muss auch die elementare Kerneigenschaft exzellent sein, und das ist bei einem Lautsprecher die Klangqualität. Sicherlich gibt es Boxen, die viel besser klingen, noch detailreicher, noch satter, noch räumlicher – aber zu welchem Preis? Da kann selbst der anspruchsvolle Musikliebhaber schnell schwach werden, denn das gesparte Geld lässt sich anderswo auch bestens investieren. Und echte Abstriche muss man bei den Speaker L Mk2 nirgendwo machen somit ist die Anwendergruppe, die sich potentiell für dieses Produkt interessieren dürfte, enorm groß.

Genug der salbungsvollen Worte, schreiten wir zu weiteren, diesmal hochauflösenden, Taten. Flac-Dateien in 96 kHz führen wir den Speaker L Mk2 nun zu, und zwar von Diana Krall das wunderschöne Stück „Garden In The Rain“ – und genau hier kann man die verbesserte Detailauflösung, die die zweite Generation der Speaker Large offeriert, prima wahrnehmen: Plötzlich kommen feine Konturen hinzu, vokales Charisma – hier sind die Leistungen deutlich verbessert worden. Wie gut sich die beiden großen Standboxen auch für anspruchsvolle Musik eignen, merken wir auch an Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert Nr. 4 und hier im Speziellen beim 1. Allegro: Viel wohldosierter, gleichzeitig aber impulstreu, erfolgt der Einsatz des Orchesters, deutlich feiner ausgeprägt sind instrumentale Soli. Der Däne Carl Nielsen (1865 bis 1931) war keiner der bekanntesten Komponisten weltweit (anders natürlich in seiner Heimat Dänemark), durch die enorme Anerkennung, die er durch Alan Gilbert, seit 2009 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, erfahren hat, änderte sich dies jedoch. In exzellenter HiRes-Aufnahmequalität haben wir aus Nielsons Symphonien 2&3 das „Allegretto Un Poco“ gehört – wie fein, wie kultiviert die beiden Speaker L Mk2 hier agieren, ist für diese Preisregion vorbildlich.  Wichtig ist – man sollte allerdings schon einige Meter (ab 5) Abstand von den Speaker L haben, denn sie sind nicht auf das akustische Nahfeld ausgerichtet und somit keine „Abhörmonitore“ – was wir sehr befürworten, vielmehr entfalten die Speaker L durch den breiten Abstrahlwinkel auch im größeren Hörraum ein gleichmäßiges, sehr gefälliges Klangbild.

Fazit

Teufel Raumfeld Speaker L Mk2 Front Seitlich2

Raumfeld by Teufel Speaker L Mk2 – sperriger Name, aber man sollte ihn sich merken. Klanglich sind die Streaming-Standlautsprecher so gut, dass doppelt so teure Stereolösungen, bestehend aus Boxen, Verstärker und CD-Player sich in Acht nehmen müssen. Tiefgang, Pegelfestigkeit, Grob- und Feindynamik – in allen Dsiziplinen erweisen sich die Berliner Boxen als weit überdurchschnittlich gut – sie setzen akustisch Maßstäbe deutlich über die Preisklasse hinaus und sind durch ihre Eigenschaft als aktive Streaming-Lautsprecher auch hoch flexibel. Also ein echtes Vorzeigeprodukt, doch auch ein solches muss sich Kritik gefallen  lassen: Spotify und AirPlay sollte nicht fehlen. Trotz dieses Mankos sind die Speaker L Mk2 derzeit konkurrenzlos – und nehmen somit unter allen Streaming-Lautsprecher eine Ausnahmestellung ein.

Hochleistungs-Raumfeld: Die Speaker L Mk2 bieten eine derzeit konkurrenzlose Mischung aus Klangstärke, Flexibilität und Preis-/Leistungsverhältnis
masterpiecelogo
Streaming-Lautsprecher Oberklasse
Test 25. April 2014

+ Überragende Grob- und Feindynamik
+ Extrem leistungsstarke Class D-Endstufen
+ Exzellenter Tiefgang
+ Tolle Räumlichkeit
+ Hohe Flexibilität
+ Für große Räume bis über 40 Quadratmeter geeignet
+ Hochwertige Verarbeitung
+ Zeitlose Optik
+ Günstiger Kaufpreis

– Nur in weiß lieferbar
– Ken AirPlay und kein Spotify

Test: Carsten Rampacher und Vincent Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 25. April 2014

 




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