TEST: Nubert nuFunk S-2 (Sender) und EU-1 in Verbindung mit nuPro A-300 – kabelloser Musikgenuss auf Top-Level?

Nubert nuPro A-300 Gruppenbild1

Nubert nuFunk 2016 Gruppenbild

Kabellos voran geht es bei Nubert dank der Produkte aus der nuFunk-Serie. In Verbindung mit den leistungsstarken Aktiv-Monitoren nuPro A-300 haben wir überprüft, wie eine drahtlose Musikübertragung vonstatten geht und ob diese den gewohnt hohen Qualitätsanspruch des Hauses Nubert genügt. 

Sendermodul S-2 (229 EUR)

Nubert nuFunk S-2 Front Seitlich1

Sendermodul S-2 mit solidem Metallgehäuse

Zunächst in unserem Equipment findet sich das  nuFunk Sendermodul S-2, das nicht nur die Stereo-Signalübertragung, sondern sogar noch die Übertragung eines weiteren Audiokanals ermöglicht. 

Nubert nuFunk S-2 Front Seitlich2

Flexible Verwendungsmöglichkeiten

Das nuFunk Sendermodul stellt eine von zwei Möglichkeiten zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks dar. Alternativ ist noch ein USB-Sender zum Anschluss an den PC im Sortiment. Das größere Sendermodul S-2 ist für den Einsatz mit herkömmlichen HiFi- und Heimkino-Komponenten wie CD- oder Blu-ray-Playern gedacht. Wenn man also derartige Devices, oder aber einen AVR beziehungsweise eine AV-Vorstufe oder ein Stereoverstärker für drahtlose Übertragung vorbereiten möchte, ist das S-2 Sendermodul die korrekte Wahl. Aufgrund der Übertragung von maximal 3 Kanälen lässt sich zusätzlich zu einem Paar Stereoboxen auch noch beispielsweise ein Subwoofer ansteuern.

Das nuFunk Sendermodul wird mit Hilfe der mitgelieferten Stereo-Cinch-Kabel oder einem koaxialen Digitalkabel (nicht im Lieferumfang, optional erhältlich) an ein Wiedergabegerät angeschlossen. Dabei kann es sich sowohl um einen direkten Zuspieler wie einen Netzwerkplayer handeln als auch beispielsweise um einen (Vor-) Verstärker oder Receiver, sofern die Komponente entsprechend geeignete Ausgänge mitbringt. Des Weiteren steht ein Mono-Cincheingang zur Verfügung, der zum Beispiel zur gesonderten Übertragung der Kanäle einer Mehrkanalanlage oder zur Übertragung von Subwoofer-Signalen gedacht ist.

Zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks wird neben diesem Sender mindestens ein Empfängermodul benötigt. Jeder Sender kann gleich bis zu vier Empfängermodule versorgen, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um das kompakte Modell EU-1 oder um das größere Modell E-1 beziehungsweise um eine Mischung beider Empfänger-Typen handelt. Es ist möglich, bis zu vier Sender parallel zu betreiben, wobei jeder Empfänger nur von jeweils einem Sender aus angesteuert werden kann.

Die laut Nubert stabile digitale Funkverbindung zwischen den Geräten, die Klangdaten in hoher Qualität über Entfernungen von bis zu 25 Metern im gleichen Raum (Im Freifeld ist die Reichweite noch deutlich höher. Hindernisse wie (Beton-) Wände oder Decken zwischen Sender und Empfänger können die maximale Betriebsdistanz merklich reduzieren) übertragen soll, kennzeichnet die nuFunk-Produkte.

Ankommende Analogsignale werden von hochwertigen Wandler-Chips der renommierten Firmen Burr Brown und Wolfson konvertiert. Sollte die Verbindung kurzzeitig unterbrochen werden, wie z.B. durch die Trennung einer der Komponenten vom Hausstromnetz, wird sie nach dem erneuten Einschalten automatisch wiederhergestellt. Aufgrund der Tatsache, dass die einzelnen Komponenten geschlossene Verbindungen eingehen, erfolgt die Übertragung mit größtmöglicher Störsicherheit. Die Module ersetzen durch ihre zuverlässige Arbeitsweise auch über weite Distanzen gewöhnliche Signalkabel und produzieren keine störende Aussetzer, wie wir es in Testreihen mit zahlreichen anderen Wireless-Funkübertragungen schon feststellen mussten.

Nubert nuFunk S-2 Anschluesse Rueckseite

Anschlussangebot

Das nuFunk Sendermodul verfügt über einen analogen Stereocincheingang, einen elektrischen sowie optischen Digitaleingang (S/PDIF) und einen analogen Monocincheingang. Die Stromversorgung erfolgt über eine Mini-XLR-Verbindung zum mitgelieferten Steckernetzteil.

Der nuFunk S-2 Sender ist im soliden Metallgehäuse unterbracht und zeigt sich in sehr guter Fertigungsqualität. Mit Stolz trägt das nuFunk Sendermodul das Gütesiegel „Made in Germany“. Auf der Rückseite sind überdies alle Anschlüsse präzise eingepasst. Bezüglich der Optik mit gebürsteter Front-Partie ähnelt das nuFunk-Modul den beliebten ATM-Modulen, die zur Klangoptimierung für verschiedene Nubert-Lautsprecher lieferbar sind. 1 kg wiegt das S-2, es ist 109 mm breit, 50 mm hoch und 110 mm tief. Die Leistungsaufnahme liegt bei 2,2 W im Betrieb und bei 0,3 Watt im Leerlauf. Den Frequenzgang gibt Nubert mit 12 Hz bis 20 kHz (+/- 0,3 dB) an. 

nuFunk-Empfänger EU-1 (69 EUR)

Nubert nuFunk EU-1 3

Sehr kompakt es der EU-1 Empfänger

Der nuFunk Empfänger EU-1 ist das zugehörige Empfangsteil zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks. Es erhält per digitaler Funkübertragung Daten von einem nuFunk USB-Sender oder nuFunk Sendermodul S-2 und reicht diese entweder an Aktivlautsprecher oder an einen entsprechenden Verstärker weiter, der Passivboxen antreibt. Besonders gut eignet sich der Empfänger EU-1 für den Einsatz an den nuPro-Lautsprechern (ab Baujahr 2016), die einen passenden USB-Versorgungsausgang zum Betrieb des Geräts mitbringen. Darum haben wir uns auch entschlossen, mit einer 2016er nuPro 300 zu arbeiten, um die Güte der Funksignalübertragung zu testen. 

Der nuFunk Empfänger EU-1 wird mit den mitgelieferten Stereo-Cinch-Kabeln oder einem elektrisch-digitalen Cinchkabel (S/PDIF) an das jeweilige Ausgabegerät angeschlossen. Aktivlautsprecher wie die Modelle der nuPro-Serie können die ankommenden Klanginformationen direkt ausgeben, Passivlautsprecher wie die zum Beispiel die Nubert- Modellreihen nuBox, nuLine und nuVero benötigen dafür ein vorgeschaltetes Verstärkersystem.

Für die Stromversorgung wird ein vollwertiger USB-Port oder ein USB-Versorgungsausgang (5 Volt) benötigt. (Hinweis: Da die Modelle nuPro A-100, 200, 300 sowie AS-250 im Stand-by-Modus keine Spannung am Versorgungsausgang bereitstellt, muss der EU-1 mit einem separaten USB-Netzteil betrieben werden (5 Volt, ein Ampere), wenn die Auto-On-Funktion genutzt werden soll. Alternativ lassen sich die nuPro und damit der nuFunk-Empfänger auch manuell einschalten.)

Nubert nuFunk EU-1 2

Anschlüsse

Der solide verarbeitete nuFunk Empfänger bringt einen analogen Stereo-Cinch-Ausgang und einen elektrisch-digitalen Stereo-Ausgang (S/PDIF) mit. Die Stromversorgung erfolgt, wie erwähnt, über eine USB-Verbindung. 2 Jahre Garantie gewährt Nubert auf die nuFunk-Komponenten. 

Nubert nuPro A-300 (2016er Modell)

Nubert nuPro A-300 Gruppenbild2

Gewohnte Erscheinung

Nubert nuPro A-300 Rueckseite Seitlich2

Rückseite komplett

525 EUR kostet die wahlweise in schwarzer oder weißer Variante lieferbare Aktivbox nuPro A-300.  Nachdem Ende 2013 die zweite nuPro-Generation Premiere feierte, wurden 2016 nuPro A-100, nuPro A-200 sowie nuPro A-300 leicht überarbeitet.

Zwei Haupt-Neuerungen sind zu verzeichnen, die erste ganz im Zeichen der nuFunk-Kompatibilität: Ein USB-Versorgungsausgang ist nun vorhanden, so dass ein nuFunk-Empfängermodul einfach mit der nuPro-Box zusammenarbeiten kann. Zweiter wichtiger Punkt ist die neue Fernbedienung, auf die wir gleich näher eingehen werden. Zusätzlich hat Nubert der neuen nuPro-Baureihe ein kleines Software-Update spendiert, das nun unter anderem auch ein Deaktivieren der automatischen Eingangspegelung (Auto Gain) erlaubt.

Nubert nuPro A-300 Front Seitlich1

Recht groß, zeitlose Optik

Nubert nuPro A-300 Hochtoener

25 mm Hochtöner mit Seidenkalotte

Nubert nuPro A-300 Tieftoener

180 mm Tief-/Mitteltöner mit Polypropylen-Membran

Mit Dimensionen von 37 cm x 22,5 cm x 27,5 cm (HxBxT) ist die nuPro A-300 schon als durchaus ausgewachsen zu bezeichen. Die Verstärkerleistung beträgt 2 x 100 Watt Nennleistung. Der Hochtöner spielt bis auf 22 kHz hoch und misst 25 mm, der Tief/Mitteltöner bietet 180 mm Membranfläche. Die Materialien der Membranen: Seidengewebe im Hochtöner und Polypropylen beim Tieftöner. Bis auf 30 Hz soll die nuPro A-300 herunter kommen und sagt dabei einigen ausgewachsenen Standlautsprechern den Kampf an. Die Box wiegt 8,6 kg.

Nubert nuPro A-300 Bassreflexrohr

Saubere Verarbeitung auch im Detail

Nubert nuPro A-300 Display Bedienelemente

Display

Nubert nuPro A-300 Fernbedienung

Bekannt aus nuPro A-500 und nuPro A-700: Die hochwertig anmutende Fernbedienung

Die nuPro A-300 ist sehr ansprechend verarbeitet, mit sauberem Oberflächen-Finish und akkurat eingepassten Anschlussfeldern auf der Rückseite. Die Chassis sitzen exakt und fest, das gilt auch für die Bassreflex-Öffnung mit schwarz-hochglänzender Umrandung auf der Rückseite. Mitgeliefert wird eine Fernbedienung im Scheckkartenformat, die im Rahmen der 2016er Überarbeitung der nuPro-Boxen A-100, A-200 und A-300 neu hinzugekommen ist. Wir kennen sie schon von den nuPro-Standlautsprecher-Modellen nuPro A-500 und nuPro A-700, und sie ist ein klarer qualitativer Fortschritt gegenüber dem Vorgänger-Remote-Modell. Haptisch sehr angenehm ist die komplette Gummierung der Fernbedienung, zu loben sind auch die klare Anordnung der Funktionstasten sowie der stimmige Druckpunkt

Die nuPro A-300 bringt ein Segment-Display mit. Dieses weist eine hohe Leuchtkraft auf und ist auch bei Tageslicht absolut problemlos ablesbar. Standardmäßig wird die Lautstärke oder der nuPro-Schriftzug angezeigt, in den Einstellungen kann man aber auch das Abschalten des Displays aktivieren. Das Steuerkreuz und die Menu-Taste rechts neben dem Display sind ebenfalls beleuchtet, gummiert und weisen einen soliden Druckpunkt auf.

Die nuPro A-300 offeriert ein umfangreiches Menü, das gerade den versierten HiFi-Freund ansprechen wird. Zahlreiche Equalizing- und DSP-Funktionen spielen auch bei der aktuellen nuPro-Generation eine wichtige Rolle im Sinne einer optimalen klanglichen Anpassung.

Damit das Setup der gewünschten Einstellung auch komfortabel von der Hand geht, wurde von den Nubert-Ingenieuren ein Display integriert, mit dem Ziel eine richtige Menüstruktur aufbauen zu können. Im Menü findet sich neben der Eingangswahl zunächst eine Klangregelung, sowie eine Balance-Justage-Möglichkeit.

Ebenfalls sehr praktisch, besonders wenn man über einen Subwoofer mit analoger Einstellung verfügt: Der Subwoofer-Ausgang kann bezüglich der Übergangsfrequenz (40-140 Hz) konfiguriert werden. Korrespondierend kann man dann einen Hochpass für die nuPro-Lautsprecher setzen (ebenfalls ab 40 Hz). Im Idealfall dann entsprechend der Übergangsfrequenz, auch ein Entgegenwirken von Raummoden ist aber denkbar, wenn man hier bspw. eine Lücke von 10 Hz lässt. Prinzipiell kann man aber auch die Box einfach Full Range spielen lassen und den Subwoofer als Unterstützung im Tieftonbereich sehen.

Im Punkt „Setup“ des Menüs wird grundsätzlich festgelegt, ob eine Master-Slave-Konfiguration oder völlig individuelle Lautsprecher mit unabhängiger Klangregelung und Lautstärke sowie einem vollwertigen SPDIF-Signal gewünscht sind. Auch eine Verkettung mehrerer Lautsprecher ist möglich, wenn größere Räumlichkeiten beschallt werden sollten. Dabei gibt es dann einen Master-Lautsprecher, der die Einstellungen für mehrere angehängte Slave-Lautsprecher übernimmt.

Die Lautstärkeeinstellung kann je nach Wunsch relativ oder absolut angezeigt werden. Besonderheit bei den nuPro-Boxen ist, dass ein Headroom von 20 dB mit einkalkuliert wurde, damit auch beim Anschluss von Geräten mit geringer Ausgangsspannung (unter 1 Volt) wie iPods oder ähnliches am Analog-Eingang die Box voll ausgesteuert werden kann.

Nubert nuPro A-300 Anschluesse Rueckseite Gesamt

Neu: USB-Versorgungsausgang

Nubert nuPro A-300 Anschluesse Rueckseite

Anschlusssektion

An der Rückseite stehen nun neben dem USB-Slot auch S/PDIF elektrisch und optisch sowie ein analoger Cinchanschluss zur Verfügung. Der Subwoofer-Ausgang ermöglicht die komfortable Erweiterung des Systems, u.a. aber nicht ausschließlich mit dem passenden Nubert-Subwoofer nuPro AW-350.

Der Einsatzbereich der Systemlautsprecher reicht vom Betrieb am PC für multimediale Anwendungen über hochwertige HiFi-Musikreproduktion bis hin zum professionellen Bereich im Tonstudio. Die nuPros bieten vier automatisch gepegelte Eingänge sowie – die eigentliche Sensation – digitale Signalverarbeitung bis in die Endstufe.

Beim Setup als Stereopaar und der Verbindung zweier nuPros mithilfes eines Link-Kabels werden die Boxen im Master-Slave-Modus konfiguriert, allerdings sind mit den nuPro-Lautsprechern auch weitere Konfigurationen wie z.b. Einzelbetrieb oder ein Party-Modus denkbar. Wir haben für die nuFunk-Testreihen die Link-Konfiguration verwendet, alle Einzelheiten, wie man die nuPro/nuFunk-Kette schnell betriebsbereit bekommt, sind weitere unten aufgeführt. 

Nubert nuPro A-300 Innenleben1

Hochleistungselektronik

Nubert nuPro A-300 Innenleben2

Aufbau in mehreren Etagen

Warum sind Nuberts nuPro Aktiv-Lautsprecher enorm leistungsfähig? Hier gibt es eine ganze Reihe von Gründen und Maßnahmen, die dafür verantwortlich sind. Die erste Maßnahme setzt dabei schon direkt hinter dem USB-Eingang des Master-Lautsprechers an.  Bei der nuPro A-300 (und auch bei A-100 und A-200) wird nicht mehr direkt auf analog gewandelt, sondern mithilfe eines Sample Rate Converters, der alle Signale von 32 kHz bis 192 kHz aufnimmt, das digitale Signal komplett durchgezogen. Das digitale Signal nach der Abtastratenkonvertierung ist 96 kHz/24-bit. Auch bei den neu hinzugekommenen SPDIF-Eingängen (optisch & koaxial) verhält es sich auf diese Weise.

Die rechte Slave-Box erhält dabei ausschließlich das digitale Signal – nochmals, es ist gleichgültig, ob es von USB oder SPDIF kommt – des rechten Kanals. Der linke Kanal, der bereits vom Master-Lautsprecher verarbeitet wird, ist komplett abgeschnitten. Bis durch den DSP durch bleibt das Signal also komplett digital und geht erst dann in den D/A-Wandler – oder nicht? Nein, die Wahrheit sieht nochmals anders aus, denn die eigentliche Wandlung erfolgt bei den nuPro Lautsprechern im Co-Prozessor des DSP-Chips, der mathematisch so leistungsfähig ist, dass er diese ihm eigentlich nicht zugedachte Aufgabe übernehmen kann.

Das 24-Bit/96kHz-Signal wird direkt mathematisch umgerechnet in das PCM-Signal der Endstufe. Im Endeffekt bedeutet dies, dass sogar beim Ausgang aus dem Leistungsverstärker das Signal nach wie vor digital ist, bevor es dann in den analogen Tiefpassfilter geht, der aus dem 500 kHz-Switch-Signal das Audiosignal erzeugt und es im Anschluss an das Lautsprecherchassis leitet. Diese Form der D/A-Wandlung kann nach mathematischer Be-/ und Umrechnung lediglich im Nanovolt-Bereich rauschen, was eine enorme Verbesserung (tatsächlich mehrere hundertfache) gegenüber den besten konventionellen D/A-Wandlern bedeutet. 

Natürlich mussten bei dieser 2013 bei der zweiten nuPro-Generation eingeführten Entwicklung auch Hürden genommen werden. So verursachte der DSP damals  in den ersten Hardware-Generationen vereinzelt hörbare Artefakte, die es auszumerzen galt. Nach Gesprächen mit den DSP-Spezialisten und verschiedenen Optimierungsmethoden konnte man diese aber in den Griff bekommen. Hier wollen wir noch erwähnen, dass es sich dabei um Artefakte handelte, die normalerweise überhaupt nicht berücksichtigt werden müssen. Das liegt daran, dass diese Artefakte sich in Bereichen um die 120 dB abspielten, die bei konventionellen D/A-Wandlern also überhaupt nicht im hörbaren Bereich sind. Beim „Signature Noise-Level“ der neuen Konstruktion von etwa 130 dB befinden sich diese dann aber im Hörbereich.

Einrichtung eines Systems aus nuFunk S-2, nuFunk EU-1 und nuPro A-300

Die Einrichtung erfolgt in folgenden Schritten:

  • nuPro A-300, nuFunk S-2 (Sender) brauchen eine Steckdose in der Nähe für Strom
  • Der nuFunk EU-1 Receiver wird per USB in die linke der beiden nuPro A-300 Lautsprecher gesteckt. Die USB-Buchse dient nur der Stromversorgung, aber nicht zur Audiodatenübertragung.
  • Nun wird das nuFunk S-2 Sendemodul mit einem Zuspieler verbunden. In unseren Testreihen war dies der Panasonic DMP-UB900. Diesen haben wir per 2-Kanal-Cinch-analog und per Koax-Digital mit dem S-2 Modul verbunden. 
  • Hinten per kleinen Schalter wird anschließend festgelegt, mit welchem Eingangssignal das nuFunk S2-Modul arbeiten soll. TOSLINK (optisch-digital), digital-koaxial oder aber analog.
  • Der EU-1 Receiver wird mit der Box folgendermaßen verbunden: Analoger Ausgang (Modul)  mit analogem Eingang (linke nuPro-Box) oder aber koaxialer digitaler Ausgang (Receivermodul) an koaxialen Eingang (linke nuPro Box)
  • Jetzt muss die linke nuPro A-300 Box mit der rechten nuPro A-300 Box verbunden werden. Dies geschieht, indem man ein Mono-Cinchkabel vom „Link“ Cinchausgang der linken Box mit dem „SDPIF/KOAX“ Cinch-Port der rechten Box verbindet.
  • Im Setup-Menü der beiden nuPro-Lautsprecher muss der Modus „Pair“ aktiv sein. Da man die nuPro A-300 auch im Single-Betrieb verwenden kann, ist es erforderlich, festzulegen, dass man den Paar-Modus einsetzen möchte.

Nubert nuFunk S-2 Bedienelement Front

Zuerst die „Pair“-Taste am Sender drücken

Nubert nuFunk EU-1 1

Anschließend die „Pair“-Taste am Empfänger drücken

  • Nun wird bei den nuFunk-Modulen, erst am Sender nuFunk S-2, dann am Empfänger nuFunk EU-1, jeweils kurz der „Pair“-Knopf gedrückt, damit Sender und Empfänger zusammenarbeiten können.

Jetzt ist unser System betriebsbereit. 

Klang

Wir beginnen unsere Testreihen mit der Andrea Bocelli-CD „Andrea“ und sind bei „Dell’Amore Non Si Sa“ begeistert – völlig frei von Artefakten, in enormer Klarheit und Detaillierung erfolgt hier die Funksignalübertragung. Der S-2-Sender bekommt per Digital-Koaxial sein Signal zugeliefert. Die nuPro A-300 bringt sich ein weiteres Mal als enorm leistungsstarke Aktivbox ins Spiel, die selbst doppelt so teure Konkurrenten kaum fürchten muss. Sie ist so gut – sorry Nubert – dass man oft überlegen muss, ob man, sollte der Raum nicht wesentlich über 20 Quadratmeter messen, überhaupt eine der großen nuPro Standboxen nuPro A-500 oder nuPro A-700 benötigt. Klare Stimmwiedergabe, saubere Loslösung der vokalen Elemente von den Lautsprecher-Chassis: Bei „L’Attesa“ von Andrea Bocelli liefert die Nubert-Kette einen weiteren Beweis ihrer Leistungsstärke. Der Bass hat Nachdruck, integriert sich gleichzeitig ausgezeichnet und schiebt sich nie unpassend in den Vordergrund. Die Trennung von Stimme und Instrumenten gelingt vorzüglich. Die Feindynamik ist für eine aktive Box mit einem Stückpreis von 525 EUR herausragend, die nuPro A-300 arbeitet auch kleinere Nuancen zuverlässig ein. 

Nun folgt das erste Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzertt in A-dur, KV 622. Und wie wir es uns schon beinahe gedacht haben, agiert unsere Nubert-Kette erneut souverän. Wie gut die drahtlose Übertragung funktioniert,  merkt man daran, dass man nicht eine Sekunde einen Gedanken daran verschwendet, ob es sich überhaupt um eine drahtlose Signalübertragung handeln könnte. So filigran, so impulstreu, lebendig und frei von Störungen ist das Klangbild, dass man festhalten kann: Die nuFunk-Lösung ist zwar preislich kein Schnäppchen, dafür technisch so reif, dass sie ihr Geld schlichtweg Wert ist. Pfusch und „halbgare“ Lösungen gibt es beim schwäbischen Unternehmen nicht, es wird so lange getüftelt, bis alles praktisch perfekt funktioniert. Andere Unternehmen wollen möglichst schnell eine Lösung anbieten, um ebenso zügig Geld damit zu verdienen. Leidtragender ist oft der Kunde, der Produkte empfängt, die noch nicht „reif“ sind. Genau das weiß man bei Nubert zu verhindern. Vielleicht wartet man manchmal länger auf ein neues Produkt, dafür funktioniert es aber dann auch in allen Belangen. Mit kultivierter, lebendiger Spielweise und einer angenehmen, ausgewogenen Tonalität ist die von uns getestete nuFunk-/nuPro-Kette auch für Klassik-Freunde eine tolle Wahl. Wie gut die Klarinette in den Soli herausgearbeitet wird, ist überraschend, ebenso überzeugend gelingt das Management von dynamischen Sprüngen, wenn z.B. das gesamte Orchester eingebunden wird. 

Das Bon Jove-Album „This Left Feels Right“ offeriert altbekannte Titel im akustisch neuen Gewand, so auch der Klassiker „Living On A Prayer“ aus den 80er Jahren. Langsamer, mit mehr akustischen Instrumenten, intensiver – so präsentiert sich der Song. Kraftvoll, mit Nachdruck, dabei stets klar und mit akkuraten Konturen: So arbeiten die Nubert-Komponenten ein tief gehendes akustisches Erlebnis heraus. Nüchterner gesprochen: Die nuPro A-300 sind ausgesprochen pegelfest, „60“ als Lautstärke im Display ist praktisch ohne Verzerrungen möglich. Der Tiefgang des recht großen 180 mm Treibers ist überragend. Die 30 Hz, die Nubert auf der Website als untere Grenzfrequenz angibt, sind auch extrem tief, aber wohl nicht zu hoch gegriffen. Wie solide, wie standfest der Bass auch bei deutlich gehobener Lautstärke ist, das ist beispielhaft. Verschiedene Stereoverstärker, die schon allein 400 bis 500 EUR kosten, können dieses Pegel-Niveau nicht bieten. Hervorragend kommt der Anfang von „It’s My Life“ heraus, mit enormer Fülle, die aber nie übertrieben wird. Jon Bon Jovis Stimme kommt charismatisch heraus, das Klavier ertönt unter Berücksichtigung der Anschlagdynamik – besser geht es kaum. Wie gut es um die räumliche Tiefe und um die räumliche Weite bestellt ist, verdeutlicht der Song ebenfalls. Eine vollwertige, exzellente Klang-Lösung für den anspruchsvollen Hörer, der auf Kabel zwischen Quelle und Wiedergabegerät verzichten möchte – das ist die Kette aus nuFunk und nuPro. 

Jetzt checken wir dem Chart-Erfolg vom Ende der 80er Jahre „Das Omen“ von Mysterious Art. Das Intro der Maxi-Version gibt unsere Nubert-Kette schon mit viel Kontur und Substanz wieder. Der Tiefgang der nuPro A-300 ist schlichtweg erstklassig, das wird auch hier klar. Die Qualität des Quellmaterials ist eher durchschnittlich, das hindert unsere Nubert-Komponenten aber nicht daran, im Rahmen des Möglichen eine akustische Höchstleistung zu präsentieren. Kraftvoll drückt der Bass, die Stimme verteilt sich frei im Raum, und somit ist ein dynamisches, umfassendes Hörerlebnis die unmittelbare Folge. Noch bei hohem Pegel lenkt das 180 mm Tief-/Mitteltonchassis präzise aus, und auch der Hochtöner zeigt sich dank starkem Magnetsystem und steifer Membran unbeeindruckt von den anliegenden Lautstärken. Die eingebauten Hochleistungsverstärker der nuPro A-300 schieben ebenfalls souverän weiter an. Es zeigt sich, dass es absolut sinnvoll ist, in jede Box einen unabhängigen Verstärker einzubauen. Die Leistungsfähigkeit liegt einfach viel  höher als bei Boxen-Paaren, bei denen die Master-Box aktiv ist und die gesamte Elektronik beherbergt, und die Slave-Box als passive Konstruktion einfach per Lautsprecherkabel mit der aktiven Master-Box verbunden wird. 

Fazit

Nubert nuPro A-300 Front Seitlich2

Top: Nubert nuPro A-300

Nubert nuFunk S-2 Front Seitlich1

Betriebssicher und clever: Nubert nuFunk S-2

Es „nuFunkt“ im Schwabenländle: Mit cleverer, störungsfreier Funk-Signalübertragung und der gewohnt hohen akustischen Performance der nuPro A-300 haben wir eine erstklassige Kette vor uns, die die hohe Kompetenz von Nubert beim Bereitstellen hervorragend funktionierender technischer Lösungen rund um den „guten Klang“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die nuFunk-Module sind kein Schnäppchen, aber betriebssicher und leistungsstark. Die nuPro A-300, nun mit USB-Versorgungsport und besserer Fernbedienung, ist für ihre extrem hoch angesiedelte Performance mit 525 EUR/Stück wahrhaftig als preiswert zu bezeichnen.

Es funkt bei Nubert – und wie: Störungssicher, klanglich top. In Verbindung mit der nuPro A-300 setzt nuFunk Maßstäbe
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Wireless-HiFi-System 
Test 13. Oktober 2016

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 13. Oktober 2016




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