TEST: Nubert nuFunk S-2 (Sender) und EU-1 in Verbindung mit nuPro A-300 - kabelloser Musikgenuss auf Top-Level?

Nubert nuPro A-300 Gruppenbild1

Nubert nuFunk 2016 Gruppenbild

Kabellos voran geht es bei Nubert dank der Produkte aus der nuFunk-Serie. In Verbindung mit den leistungsstarken Aktiv-Monitoren nuPro A-300 haben wir überprüft, wie eine drahtlose Musikübertragung vonstatten geht und ob diese den gewohnt hohen Qualitätsanspruch des Hauses Nubert genügt. 

Sendermodul S-2 (229 EUR)

Nubert nuFunk S-2 Front Seitlich1

Sendermodul S-2 mit solidem Metallgehäuse

Zunächst in unserem Equipment findet sich das  nuFunk Sendermodul S-2, das nicht nur die Stereo-Signalübertragung, sondern sogar noch die Übertragung eines weiteren Audiokanals ermöglicht. 

Nubert nuFunk S-2 Front Seitlich2

Flexible Verwendungsmöglichkeiten

Das nuFunk Sendermodul stellt eine von zwei Möglichkeiten zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks dar. Alternativ ist noch ein USB-Sender zum Anschluss an den PC im Sortiment. Das größere Sendermodul S-2 ist für den Einsatz mit herkömmlichen HiFi- und Heimkino-Komponenten wie CD- oder Blu-ray-Playern gedacht. Wenn man also derartige Devices, oder aber einen AVR beziehungsweise eine AV-Vorstufe oder ein Stereoverstärker für drahtlose Übertragung vorbereiten möchte, ist das S-2 Sendermodul die korrekte Wahl. Aufgrund der Übertragung von maximal 3 Kanälen lässt sich zusätzlich zu einem Paar Stereoboxen auch noch beispielsweise ein Subwoofer ansteuern.

Das nuFunk Sendermodul wird mit Hilfe der mitgelieferten Stereo-Cinch-Kabel oder einem koaxialen Digitalkabel (nicht im Lieferumfang, optional erhältlich) an ein Wiedergabegerät angeschlossen. Dabei kann es sich sowohl um einen direkten Zuspieler wie einen Netzwerkplayer handeln als auch beispielsweise um einen (Vor-) Verstärker oder Receiver, sofern die Komponente entsprechend geeignete Ausgänge mitbringt. Des Weiteren steht ein Mono-Cincheingang zur Verfügung, der zum Beispiel zur gesonderten Übertragung der Kanäle einer Mehrkanalanlage oder zur Übertragung von Subwoofer-Signalen gedacht ist.

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Zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks wird neben diesem Sender mindestens ein Empfängermodul benötigt. Jeder Sender kann gleich bis zu vier Empfängermodule versorgen, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um das kompakte Modell EU-1 oder um das größere Modell E-1 beziehungsweise um eine Mischung beider Empfänger-Typen handelt. Es ist möglich, bis zu vier Sender parallel zu betreiben, wobei jeder Empfänger nur von jeweils einem Sender aus angesteuert werden kann.

Die laut Nubert stabile digitale Funkverbindung zwischen den Geräten, die Klangdaten in hoher Qualität über Entfernungen von bis zu 25 Metern im gleichen Raum (Im Freifeld ist die Reichweite noch deutlich höher. Hindernisse wie (Beton-) Wände oder Decken zwischen Sender und Empfänger können die maximale Betriebsdistanz merklich reduzieren) übertragen soll, kennzeichnet die nuFunk-Produkte.

Ankommende Analogsignale werden von hochwertigen Wandler-Chips der renommierten Firmen Burr Brown und Wolfson konvertiert. Sollte die Verbindung kurzzeitig unterbrochen werden, wie z.B. durch die Trennung einer der Komponenten vom Hausstromnetz, wird sie nach dem erneuten Einschalten automatisch wiederhergestellt. Aufgrund der Tatsache, dass die einzelnen Komponenten geschlossene Verbindungen eingehen, erfolgt die Übertragung mit größtmöglicher Störsicherheit. Die Module ersetzen durch ihre zuverlässige Arbeitsweise auch über weite Distanzen gewöhnliche Signalkabel und produzieren keine störende Aussetzer, wie wir es in Testreihen mit zahlreichen anderen Wireless-Funkübertragungen schon feststellen mussten.

Nubert nuFunk S-2 Anschluesse Rueckseite

Anschlussangebot

Das nuFunk Sendermodul verfügt über einen analogen Stereocincheingang, einen elektrischen sowie optischen Digitaleingang (S/PDIF) und einen analogen Monocincheingang. Die Stromversorgung erfolgt über eine Mini-XLR-Verbindung zum mitgelieferten Steckernetzteil.

Der nuFunk S-2 Sender ist im soliden Metallgehäuse unterbracht und zeigt sich in sehr guter Fertigungsqualität. Mit Stolz trägt das nuFunk Sendermodul das Gütesiegel „Made in Germany“. Auf der Rückseite sind überdies alle Anschlüsse präzise eingepasst. Bezüglich der Optik mit gebürsteter Front-Partie ähnelt das nuFunk-Modul den beliebten ATM-Modulen, die zur Klangoptimierung für verschiedene Nubert-Lautsprecher lieferbar sind. 1 kg wiegt das S-2, es ist 109 mm breit, 50 mm hoch und 110 mm tief. Die Leistungsaufnahme liegt bei 2,2 W im Betrieb und bei 0,3 Watt im Leerlauf. Den Frequenzgang gibt Nubert mit 12 Hz bis 20 kHz (+/- 0,3 dB) an. 

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nuFunk-Empfänger EU-1 (69 EUR)

Nubert nuFunk EU-1 3

Sehr kompakt es der EU-1 Empfänger

Der nuFunk Empfänger EU-1 ist das zugehörige Empfangsteil zum Aufbau eines nuFunk-Netzwerks. Es erhält per digitaler Funkübertragung Daten von einem nuFunk USB-Sender oder nuFunk Sendermodul S-2 und reicht diese entweder an Aktivlautsprecher oder an einen entsprechenden Verstärker weiter, der Passivboxen antreibt. Besonders gut eignet sich der Empfänger EU-1 für den Einsatz an den nuPro-Lautsprechern (ab Baujahr 2016), die einen passenden USB-Versorgungsausgang zum Betrieb des Geräts mitbringen. Darum haben wir uns auch entschlossen, mit einer 2016er nuPro 300 zu arbeiten, um die Güte der Funksignalübertragung zu testen. 

Der nuFunk Empfänger EU-1 wird mit den mitgelieferten Stereo-Cinch-Kabeln oder einem elektrisch-digitalen Cinchkabel (S/PDIF) an das jeweilige Ausgabegerät angeschlossen. Aktivlautsprecher wie die Modelle der nuPro-Serie können die ankommenden Klanginformationen direkt ausgeben, Passivlautsprecher wie die zum Beispiel die Nubert- Modellreihen nuBox, nuLine und nuVero benötigen dafür ein vorgeschaltetes Verstärkersystem.

Für die Stromversorgung wird ein vollwertiger USB-Port oder ein USB-Versorgungsausgang (5 Volt) benötigt. (Hinweis: Da die Modelle nuPro A-100, 200, 300 sowie AS-250 im Stand-by-Modus keine Spannung am Versorgungsausgang bereitstellt, muss der EU-1 mit einem separaten USB-Netzteil betrieben werden (5 Volt, ein Ampere), wenn die Auto-On-Funktion genutzt werden soll. Alternativ lassen sich die nuPro und damit der nuFunk-Empfänger auch manuell einschalten.)

Nubert nuFunk EU-1 2

Anschlüsse

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Der solide verarbeitete nuFunk Empfänger bringt einen analogen Stereo-Cinch-Ausgang und einen elektrisch-digitalen Stereo-Ausgang (S/PDIF) mit. Die Stromversorgung erfolgt, wie erwähnt, über eine USB-Verbindung. 2 Jahre Garantie gewährt Nubert auf die nuFunk-Komponenten. 

Nubert nuPro A-300 (2016er Modell)

Nubert nuPro A-300 Gruppenbild2

Gewohnte Erscheinung

Nubert nuPro A-300 Rueckseite Seitlich2

Rückseite komplett

525 EUR kostet die wahlweise in schwarzer oder weißer Variante lieferbare Aktivbox nuPro A-300.  Nachdem Ende 2013 die zweite nuPro-Generation Premiere feierte, wurden 2016 nuPro A-100, nuPro A-200 sowie nuPro A-300 leicht überarbeitet.

Zwei Haupt-Neuerungen sind zu verzeichnen, die erste ganz im Zeichen der nuFunk-Kompatibilität: Ein USB-Versorgungsausgang ist nun vorhanden, so dass ein nuFunk-Empfängermodul einfach mit der nuPro-Box zusammenarbeiten kann. Zweiter wichtiger Punkt ist die neue Fernbedienung, auf die wir gleich näher eingehen werden. Zusätzlich hat Nubert der neuen nuPro-Baureihe ein kleines Software-Update spendiert, das nun unter anderem auch ein Deaktivieren der automatischen Eingangspegelung (Auto Gain) erlaubt.

Nubert nuPro A-300 Front Seitlich1

Recht groß, zeitlose Optik

Nubert nuPro A-300 Hochtoener

25 mm Hochtöner mit Seidenkalotte

Nubert nuPro A-300 Tieftoener

180 mm Tief-/Mitteltöner mit Polypropylen-Membran

Mit Dimensionen von 37 cm x 22,5 cm x 27,5 cm (HxBxT) ist die nuPro A-300 schon als durchaus ausgewachsen zu bezeichen. Die Verstärkerleistung beträgt 2 x 100 Watt Nennleistung. Der Hochtöner spielt bis auf 22 kHz hoch und misst 25 mm, der Tief/Mitteltöner bietet 180 mm Membranfläche. Die Materialien der Membranen: Seidengewebe im Hochtöner und Polypropylen beim Tieftöner. Bis auf 30 Hz soll die nuPro A-300 herunter kommen und sagt dabei einigen ausgewachsenen Standlautsprechern den Kampf an. Die Box wiegt 8,6 kg.

Nubert nuPro A-300 Bassreflexrohr

Saubere Verarbeitung auch im Detail

Nubert nuPro A-300 Display Bedienelemente

Display

Nubert nuPro A-300 Fernbedienung

Bekannt aus nuPro A-500 und nuPro A-700: Die hochwertig anmutende Fernbedienung

Die nuPro A-300 ist sehr ansprechend verarbeitet, mit sauberem Oberflächen-Finish und akkurat eingepassten Anschlussfeldern auf der Rückseite. Die Chassis sitzen exakt und fest, das gilt auch für die Bassreflex-Öffnung mit schwarz-hochglänzender Umrandung auf der Rückseite. Mitgeliefert wird eine Fernbedienung im Scheckkartenformat, die im Rahmen der 2016er Überarbeitung der nuPro-Boxen A-100, A-200 und A-300 neu hinzugekommen ist. Wir kennen sie schon von den nuPro-Standlautsprecher-Modellen nuPro A-500 und nuPro A-700, und sie ist ein klarer qualitativer Fortschritt gegenüber dem Vorgänger-Remote-Modell. Haptisch sehr angenehm ist die komplette Gummierung der Fernbedienung, zu loben sind auch die klare Anordnung der Funktionstasten sowie der stimmige Druckpunkt

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