IFA-Special: Die drei neuen Pioneer Oberklasse-Mehrkanal-Receiver der LX-Klasse

Pioneer SC-LX89 Seite links

Pioneer zeigt in Berlin aktuell den SC-LX89, den SC-LX79 und den SC-LX59, die drei Spitzenmodelle des Hauses. Der SC-LX59 kommt als erstes noch diesen Monat auf den Markt und kommt auf einen Preis von 1.699 EUR, im Oktober folgen der SC-LX79 für 2.099 EUR und der SC-LX89 für 2.699 EUR.

SC-LX89-K (dtsX) HERO1

Flaggschiff SC-LX89 mit DTS:X MSTR – Logo

100 EUR kosten die neuen Modelle mehr – dafür gibt es auch deutlich mehr Ausstattung. Wir starten bei unsere Beschreibung gleich mit dem Topmodell, dem SC-LX89. Im Sinne bestmöglicher Qualität belässt es Pioneer bei 9 Kanälen – dafür haben es diese Endstufen in sich: 260 Watt an 4 Ohm pro Kanal sprechen eine eindeutige Sprache, das ist ein Niveau, welches man ansonsten nur von reinen Endstufen kennt.  Wem diese Leistung nicht ausreicht: Nicht nur der SC-LX89, sondern auch die beiden anderen SC-LX-Modelle verfügen über einen 11.2 Pre-Out. Bei simultaner Belastung aller 9 Kanäle liefert der SC-LX89 bis zu 850 (!!!) Watt Ausgangsleistung.

Als Einmesssystem kommt MCACC Pro zum Einsatz: Kernpunkte sind hier Full Band Phase Control und Subwoofer-EQ individuell für jeden der beiden Subwoofer Pre-Outs.  Das zeichnet alle drei SC-LX-Receiver aus, die beiden Subwoofer-Vorverstärkerausgänge sind wirklich individuell zu konfigurieren.

Pioneer SC-LX89 Seite rechts

SC-LX89 Seite rechts

Dolby Atmos, maximal in 7.2.4, ist natürlich Kennzeichen aller drei SC-LX-Multichannel-Receiver. Sie sind ferner vorbereitet für dts:X, bei Verfügbarkeit der neuen dts-Tonnorm gibt es ein kostenloses Fimware-Update. Derzeit ist allerdings kein genauer Termin bekannt, was allerdings nicht die Schuld von Pioneer ist, sondern mit internen Querelen bei dts zu tun hat.  Noch ein Detail zu Dolby Atmos. Bei der Einmessung mit MCACC Pro werden hier die Atmos-Channels vorschriftsmäßig mit eingemessen.

SC-LX89 PreAmp_board

Pre-Amp Board

SC-LX89 Direct_Energy_board

Direct Energy Board des SC-LX89

SC-LX89 insideview

Innenleben des Topmodells

Wenden wir uns weiteren Details zu. Neu ist, dass auf der Hauptplatine zusätzlich leistungsstarke Co-Prozessoren Platz gefunden haben, die der DSP Core-Engine hinzugefügt wurden. Somit steht z.B. für MCACC Pro, Dolby Atmos und vielleicht auch irgendwann mal dts:X genug Rechenleistung zur Verfügung. Das ist nötig, weil Atmos und dts:X mit objektbasierten Audioelementen arbeiten, die Zuteilung dieser Elemente auf die jeweiligen Lautsprecher wird vom AV-Receiver vorgenommen. Für dieses Echtzeit-Rendering wird immense Rechenpower gebraucht.

Pioneer SC-LX79 Air Studios

SC-LX89 und SC-LX79 bieten das Air Studios Sound-Tuning

Zum Thema HiRes Audio kann man sagen, dass ein hochwertiger ESS Sabre 32-Bit Ultra-DAC verbaut ist, der ES9016S. Pioneer verbaut für jeden einzelnen der neun Kanäle einen dieser edlen leistungsstarken Chips – da dürfte es kaum verwundern, dass Pioneer lieber auf 9 Endstufen mit perfektem Surrounding setzt als 11 zu verbauen, aber dann qualitative Abstriche zu machen. Auch verbaut, das ist beim Pioneer-Topmodell schon seit mehreren Generationen Tradition, ist bereits in der dritten Modellgeneration ein leistungsstarker USB-DAC. Neu ist, dass er sogar asynchron bis 192 kHz/32-Bit arbeitet, zuvor betrug die maximale Bittiefe 24 Bit. Neu ist auch, dass der USB-DAC (ausschließlich der USB-DAC, der andere wandelt auf digitaler Ebenen von DSD auf PCM) sogar DSD nativ in 1-Bit-Technik verarbeiten kann, das ist sensationell. Damit empfiehlt sich der SC-LX89 auch für extrem anspruchsvolle Hörumgebungen. Schließe ich einen USB-Stick am Fronteingang an oder ich verwende das Netzwerk via Ethernet, sind wir bei PCM 192/24 oder DSD 5,6 MHz. Der SC-LX89 ist im Übrigen nicht nur für die Stereo-HiRes-Wiedergabe gerüstet, sondern unterstützt auch 5.0 oder 5.1 als WAV bis zu 192/24 oder FLAC bis 96/24. Gapless-Playback ist bei allen Formaten integriert.

In alle drei neuen SC-LX-Receiver ist übrigens Dual Band-WiFi mit 2,4 GHz und 5 GHz integriert. Ebenso verfügen die drei Modelle über Bluetooth.  Videoseitig wird der HDR-Farbraum in Pixeln und Farbtiefe nach Norm BT.2020 unterstützt. 4K Upscaling und HDCP 2.2 für die HDMI 2.0 Sektion sind natürlich Standard.

Pioneer SC-LX79 Front

Pioneer SC-LX79

Pioneer SC-LX79 Frontblende Uebergang

Die Frontblende ist bei allen drei Modellen noch massiver ausgeführt

Pioneer SC-LX79 Seite

Seite des SC-LX79

Pioneer SC-LX59 Silber Front

Der SX-LX59 in Silber

Pioneer SC-LX59 Front Bedienelemente

Bedienelemente vorne

Pioneer SC-LX59 Seite

Seitenansicht

Pioneer SC-LX59 Seite links Power

Auch der SC-LX59 ist natürlich DTS:X ready

Der SC-LX79 verzichtet im Vergleich mit dem SC-LX89 auf den USB-DAC und auf 10 Watt Endstufenleistung. Das ist allerdings für viele verschmerzen, da simultan an allen neun Kanälen immer noch 810 Watt Spitzenleistung anliegen.  Der SC-LX59 hat nicht die besonders aufwändige 3D Space-Frame-Konstruktion zur effektiven Vibrationshemmung, die somit den beiden Flaggschiffen exklusiv bleibt. Ebenso wie de Air Studios Sound-Tuning, das auch nur die zwei größten Modelle aufweisen. Ausgangsleistung des SC-LX59 liegt bei 240 Watt/Kanal, das ist nicht viel weniger, denn der SC-LX79 kommt auf 250 Watt/Kanal, und der SC-LX89 auf 260 W/Kanal. Bei simultaner Aussteuerung aller Kanäle kommt der SC-LX59 auf 760 Watt, sehr beeindruckend auch diese Zahl.

Optisch präsentieren sich alle drei mit noch mehr Hochwertigkeit im Detail, so z.B. ist die Frontklappe noch massiver ausgeführt, optisch wirkt sie durch die leichte Wölbung besonders edel.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 06.09.2015




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