XXL-TEST: Yamaha MusicCast 200 TSX-N237D - talentierte All-In-One-Lösung mit wachem, homogenem Klang

Klangtestreihen

Wir beginnen mit der Tidal Connect Wiedergabe über Apple AirPlay 2 und haben uns als ersten Track für die Jungle Cruise-Version des Klassikers "Nothing Else Matters" entschieden. Wie auch bei der Darstellung der anderen Titel verlassen wir uns auf den "Bass Boost"-Modus, da dieser für das passende Fundament und für ein stimmiges Volumen sorgt. Die verschiedenen Instrumente und Effekte stellt das MusicCast 200 Komplettsystem gekonnt dar, sehr angenehm, auch dann, wenn der Pegel höher wird. Erstaunlich ist, wie tief das kompakte Device bei aktiviertem Bass Boost in den Frequenzkeller herunterkommt. Aber auch das gesamte Differenzierungsvermögen ist prima, wenngleich das MusicCast 200 System nicht ein Übermaß an Transparenz im Hochtonbereich bietet. 

"Land Of Confusion" in der Disturbed-Coverversion ist ein nicht ganz unkritischer Titel, denn er ist bewusst aggressiv im Auftritt, was bei manchen Komponenten dann zu einer deu harschen, metallischen Darstellung gerade bei gehobenem Pegel führt. Nicht so das Yamaha MusicCast-System - es entfacht eine durchaus respektable Dynamik, stellt den gewollt aggressiven Touch sauber dar, übertreibt aber nicht. Die Vocals sind sauber eingebunden und werden tadellos von den instrumentalen Anteilen getrennt. Sehr positiv vermerken wir, dass die Räumlichkeit sowohl in der Weite als auch in der Tiefe erstaunlich ausgeprägt ist.

Yamaha Musiccast 200 Tsx N237d Frontansicht1

Als sehr nützlich erweist sich der Bass Boost-Modus

Als dritten Titel wählen wir bei Tidal "Ain*t No Sunshine" (Eva Cassidy) aus. Mit einer guten Detaltreue bei der instrumentalen Darstellung zu Beginn des Songs sorgt das MusicCast 200-System für eine erfolgversprechende Ausgangsposition. Und als Evas Stimme einsetzt, agiert die Unversallösung ebenfalls gekonnt, die Stimme wirkt filigran und zugleich lebendig - dass das Yamaha-System diese Kombination so überzeugend beherrscht, hätten wir nicht gedacht. Auch das Klavier wird ansprechend präsentiert, sehr angenehm von der Tonalität her. Dass man hier keine Anschlagdynamik heraushört, darf in Anbetracht der Gerätekategorie nicht verwundern. 

Wir setzen mit der Zuspielung (AirPlay 2) von Titeln via Spotify Connect fort. Hier geht sprichwörtlich "die Post ab" mit "Perfect (Exceeder)" von David Guetta, Mason und Princess Superstar. Und hier liefert der Yamaha im erneut sehr empfehlenswerten "Bass Boost" Modus sofort ab: Mit tadelloser Pegelfestigkeit und einem überraschend fundierten Bass. Er ist kein Meister enormer Brillanz im Hochtonbereich bei diesem Titel, aber er spielt homogen und gefällig - ideal, um dem MusicCast 200 den ganzen Tag zuzuhören, er stört nie, selbst dann nicht, wenn längere Zeit lauter hört. Immer punktet die tadellose Räumlichkeit, die für einen kompletten Höreindruck sorgt. 

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Nun folgt "Self Control" von Laura Branigan. Der Top-Hit aus den 80er Jahren ist von seiner akustischen Qualität eigentlich nicht mehr voll auf der Höhe. Gut, wenn man dann einen so rund und gefällig aufspielenden Experten wie Yamahas Komplettlösung an seiner Seite weiß. Er holt eine überzeugende Performance aus der antiquitierten Tonspur heraus. Allerdings raten wir hier wieder zur Aktivierung des Bass Boost-Modus, in der normalen Betriebsart fehlt schlichtweg der Pfeffer unten herum. Die vokalen Anteile sowie die dynamischen Differenzen gibt Yamahas flexibler Alleskönner prima wieder. 

Wir enden mit "Big In Japan" von Alphaville. Auch hier schlägt sich der Yamaha schon mit Beginn des Intros hervorragend - vorausgesetzt, man aktivierte den Bass Boost-Modus, der wirklich gut programmiert ist und zwar einen standfesten Bassbereich offeriert, zugleich aber keine akustischen Anteile in anderen Frequenzbereichen überdeckt und somit für Disharmonie sorgt. Immer klar, immer mit einer breit angelegten Räumlichkeit und einer tadellos getroffenen Stimme, erfüllt die MusicCast 200 Einheit ihren Job, den ganzen Tag musikalische Unterhaltung zu bieten, sehr gut. 

Jetzt schalten wir in den CD-Betrieb um und legen die CD "Andrea" von Andrea Bocelli ein. Mit nur leisem Surren und in wenigen Sekunden ist die Disc eingelesen, sehr gut. Obwohl sich durchaus eine Kratzer auf der CD befindet, startet die Wiedergabe von "L'Attesa" ohne Aussetzer oder andere Störungen. Die Yamaha MusicCast 200-Komplettlösung liefert auch im CD-Betrieb einen sehr klaren, fundierten und gefälligen Klang ab, sogar noch besser als beim Streaming. Die gesamten Konturen und die Detaillierung treten erwachsener auf, und Andreas Stimme wird für eine solche Komponente richtig überzeugend getroffen.

Als zweiten Titel wählen wir "Was Soll Das" von Herbert Grönemeyer. Hier liest das Laufwerk die mehr als 15 Jahre alte CD erneut sauber und zügig ein. Bei der Wiedergabe finden wir ebenfalls nur lobende Worte: Erneut harmonisch, zugleich aber mit für ein solches Gerät überraschend exakt gezeichneten Konturen. Herberts Stimme hat durchaus Charisma, mit dem, was ein kompakter BT-Speaker bei diesem Titel auf die Beine stelle, hat das erwachsene Hörerlebnis mit der MusicCast 200-Einheit wenig zu tun.

Von der Doppel-CD Compilation "Dream Dance 40" hören wir von der zweiten Disc "Catch" von Blank & Jones. Sehr klar, zugleich dynamisch und mit straffem Bass und nahtlos eingearbeiteten Vocals, managt das Yamaha-Device die Wiedergabe. Die maximal erzielbaren Pegell sind ausreichend hoch, und erfreulicherweise gibt es auch bei gehobener Lautstärke kaum störende Verzerrungen. Impulstreu und mit tadelloser räumlicher Weite sowie Tiefe, macht die Darstellung durchs Yamaha-System richtig Freude.  

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