XXL-TEST: Teufel Airy TWS Pro - neue TWS In-Ears mit überragender Akustik und exzellenter aktiver Geräuschunterdrückung
ANC

Sehr gute ANC-Funktion
Teufel gelingt beim Airy TWS Pro ein weiterer Schritt nach vorn hinsichtlich der Qualität der aktiven Geräuschunterdrückung. Aktiviert man diese, dämpft das effektiv arbeitende System störende Umgebungsgeräusche wirklich überzeugend, und selbst wenn man nicht mit allzu hohem Pegel Musik hört oder dem Hörbuch lauscht, kann man dies ohne größere Beeinflussung tun. Bei früheren Generationen war die Wirkung weniger gut, hier schließt Teufel zweifelsfrei zu den Besten auf und spielt an der Klassenspitze mit.
Auch die adaptive Geräuschunterdrückung, die sich automatisch dem gerade in der Umgebung herrschenden Geräuschpegel anpasst, agiert schnell und passend, während der Transparenzmodus wichtige akustische Anteile, wie zum Beispiel Ansagen am Flughafen oder am Bahnhof, ein sich nähernder Krankenwagen mit Martinshorn oder Ähnliches, gezielt durchlässt und ebenfalls hervorragend funktioniert.
Pluspunkt der Teufel-Lösung ist auch, dass die aktive Geräuschunterdrückung das gesamte Klangbild kaum beeinflusst. Früher war eine deutlich dumpfere, weniger brillante Auslegung an der Tagesordnung, wenn man die aktive Geräuschunterdrückung verwendete. Diesen Nachteil konnten die Teufel-Techniker beinahe völlig ausbügeln.
Freisprecheinrichtung
Exzellente resultate bei der Bewertung der Freisprecheinrichtung: Kein störender Hall, kein Rauschen und klare Verständlichkeit der Stimme bei beiden Gesprächsteilnehmern. So stellen wir uns eine ausgezeichnet arbeitende Freisprecheinrichtung vor.
Klang

Überzeugen die Airy TWS Pro akustisch?
Wir hören dem Trance-Klassiker „Communication“ von Armin van Buuren im Original Mix zu und starten mit dem EQ-Modus „Techno“, der einen sehr nachdrücklichen Bass bietet und zumindest nach unseren ersten Höreindrücken gut zum Track passt. Wir vergleichen mit dem DSP „Bass-Verstärkung“ und stellen fest, dass dieses etwas dumpfer wirkt, dafür der Bass noch satter zur Geltung kommt und weniger Hall vorhanden ist. Beide DSPs eignen sich sehr gut für die Trance-Hymne und es ist eine Frage des Geschmacks, für welche Betriebsart man sich entscheidet. Nehmen wir noch den Modus „Neutral“ hinzu, der ohne DSP-Beeinflussung arbeitet und den Kopfhörer akustisch „pur“ und so zeigt, wie er abgestimmt wurde: Enorm homogen, in sich schlüssig, klar und es gibt definitiv keine Defizite im Bassbereich. Klar, die Vehemenz der anderen beiden DSP-Betriebsarten ist nicht vorhanden, aber auch hier hat man noch einen nicht zu unterschätzenden Erlebnisfaktor, der uns sehr gut gefällt.
Da sich der Airy TWS Pro sehr gut bei „Communication“ macht, legen wir mit „Morning Comes“ von Mike Candys nach und freuen uns über erstaunlich hohe mögliche Pegel, die auch im bassintensiven Techno-DSP ohne Verzerrungen erreicht werden. Der Bass hat, wie der Rheinländer sagen würde, „Schmackes“, gleichzeitig aber werden keine anderen akustischen Anteile überlagert. Das Raumgefühl ist wirklich gut, und der hohe Tragekomfort der Airy Pro TWS ist ebenfalls hervorzuheben. Hat man die für seinen Gehörgang passenden Ohraufsätze gefunden, stören die Airy TWS Pro auch über einen längeren Tragezeitraum gar nicht, und das Bass- und Effekt-Pushing bei „Turn The Tide“ (Felix Harrer & Jerome) kann daher richtig genossen werden. Mit derartiger Musik, also Techno-, Trance- und Club-Musik, kommt der Airy TWS Pro so gut wie kaum ein anderes Produkt seiner Preisklasse zurecht.
Ein echtes tieffrequentes Erlebnis ist der Titel „Resonance“ von Boris Blank, wenn man auf das DSP „Bass-Verstärkung“ setzt. Wer es gern etwas weniger dominant und wuchtig mag, greift auf die neutrale Einstellung zurück, die ein weiteres Mal durch die enorme Ausgewogenheit passt. Die für einen TWS In-Ear atypisch gute Räumlichkeit, die echt und glaubwürdig erscheint, und die saubere Einarbeitung aller akustischen Anteile, zu denen auch das Klavier zählt, sorgt für eine eindrucksvolle Gesamtvorstellung. Die einzelnen elektronischen Effekte werden treffsicher im virtuellen Raum platziert, und wie kaum ein anderer TWS, ganz gleich, welcher Preisklasse, schafft es das neue Teufel-Produkt, einen wirklich kompletten, umfassenden und somit lückenlosen Klangeindruck anzubieten.
Wir fahren fort mit dem 2023er Remaster des ikonischen Pet Shop Boys Tracks „West End Girls“, und das EQ-Programm „Pop“ passt hier wirklich gut. Der Song wirkt durch die direkte, ungefilterte Wiedergabe sehr intensiv, authentisch und schafft ein umfassendes Hörgefühl. Die Stimme wird sehr gut vom Rest der Akustik getrennt, ohne dass jedoch Disharmonien in Bezug auf eine in sich geschlossene klangliche Vorstellung auftreten. Der Hochtonbereich wirkt lebendig und agil, aber auch bei gehobener Lautstärke nie metallisch oder zu prägnant. Die sich nahtlos anschließenden Frequenzbereiche ermöglichen eine äußerst homogene, aber zugleich facettenreiche Gesamtdarstellung.
Nicht ganz zufrieden sind wir mit dem zu dumpfen „Rock“ DSP, wenn wir der Disturbed-Coverversion von „Land Of Confusion“ lauschen. Hier bauen wir uns lieber ein eigenes Preset, das kräftige Bässe mit klaren Höhen verbindet und auch bei diesem Titel die Stärken des Airy TWS Pro klar herausarbeitet: Der Bass ertönt straff, die Mitten gliedern sich nahtlos ein, und die Höhen spielen verbindlich, aber zugleich frei auf. Das oftmals problematische zu hohe Maß an Aggressivität in den oberen Mitten und Höhen, das bei Konkurrenten gerade bei diesem Song oftmals negativ auffällt, ist hier nicht einmal ansatzweise vorhanden. Eine ohne Abstriche hervorragende Leistung, auch die exzellente Herausarbeitung der E-Gitarre und des Schlagzeugs hat uns begeistert.
Und wie steht es um die Qualitäten der Airy Pro TWS, wenn wir einen effektlastingen Actionfilm laufen lassen?
Wir hören „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1“ ab Laufzeit 1 Stunde 40 Minuten. Hier loben wir die detailgetreue Wiedergabe der zahlreichen, verschieden ausgeprägten Geräusche des Wassers, aber auch die Impulstreue bei den plötzlich auftauchenden Effekten, bei denen der tieffrequente Unterbau herausragend ist. Wir entscheiden uns erneut für ein eigens von uns erstelltes Preset mit klaren Höhen und kräftigen Bässen sowie ausgewogenen Mitten, um eine stets passende Stimmverständlichkeit zu garantieren. Der Music Score kommt feinfühlig heraus und ergänzt den Rest der Akustik absolut überzeugend.
Ab Laufzeit 34:10 hören wir jetzt dem Movie „Jumanji – Willkommen im Dschungel“ zu. Hier erfolgt gerade ein Angriff der Gangster auf Motorrädern, die Bösewichte, schwer bewaffnet, eröffnen gandenlos das Feuer auf das Jumanji-Team, und die Schüsse aus den automatischen Waffen haben ein richtig gutes Fundament, ebenso übertragen die Teufel-TWS die Motorengeräusche der Motorräder sehr detailliert heraus, auch hier beeindruckt uns wieder das Fundament im Bassbereich. Die grundsätzlich klare Darstellung der Stimmen ist ein zusätzlicher Pluspunkt des Teufel Airy TWS Pro. Wie bereits beim ersten Filmbeispiel arbeiten die Berliner TWS den Music Score überzeugend ein.
Im DSP-Modus „Podcast“ testen wir nun die Qualitäten der Airy TWS Pro beim Hörbuch „Zwischen Mord und Ostsee – Blutrotes Grab“ von Thomas Herzberg, gelesen von Thorsten Giese. Der Modus passt optimal, die Stimme des Vorlesenden kommt klar sowie charismatisch heraus, zugleich aber nie zu prägnant. Mit dieser gekonnten, betreffend der Stimmwiedergabe sehr harmonischen Auslegung kann man problemlos über Stunden dem Hörbuch lauschen.
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