XXL-TEST: Canton Reference 2 - faszinierender Standlautsprecher mit ungemein mitreißender Akustik

Hochtöner

Mitteltöner

Einer der beiden identischen Basstreiber
Basisinformationen technischer Art umfassen die Tatsache, dass es sich bei der Reference 2 um eine 3-Wege-Bassreflexbox mit Black Keramik Wolfram-Membrantechnologie handelt, die auf satte 630 Watt Musikbelastbarkeit kommt und mit einer Breite von 35, einer Höhe von 116 und einer Tiefe von 53 cm durchaus imposant wirkt, den Raum aber trotzdem nicht mit ihrer Präsenz erdrückt. Das Gewicht von 63 kg pro Box dokumentiert eindrucksvoll, dass man nicht mit edler Technik gegeizt hat.

Doppelbass-Bestückung
Verbaut in der Reference 2 sind vier Treibereinheiten, angeordnet und untergebracht in einem Drei-Kammern-System, welches für jede Abteilung der 3-Wege-Konstruktion optimal ausgelegte Volumina offeriert. Im Bassbereich liegt eine Doppelbestückung mit zwei jeweils 219 mm messenden Chassis vor. In Verbindung mit dem optimierten Abstrahlverhältnis des Bass-Guides aktueller Machart sind Präzision, Effizienz und Tiefgang begeisternd, versprechen die Hessen. Hinzu kommt, so Canton, dass die Reference 2 im Hörraum flexibel aufgestellt werden kann. Der Mitteltöner ist ein 17 cm Chassis und wurde bewusst als oberster Treiber auf der Schallwand integriert. Die exzellente Präsentation vokaler Elemente stand bei seiner Entwicklung im Fokus. Der BC-Hochtöner missst 25 mm, die Membran besteht aus schwarzem Aluminiumoxyd-Keramikmaterial.

Chassis ohne sichtbare Schrauben eingelassen
Optisch sind die Chassis aus seitlicher Sicht komplett bündig in die Schallwand eingesetzt. Die Schallwand selbst ist leicht gerundet. Bei dieser konstruktiven Maßnahme stehen die dreidimensionalen ASW-Abdeckringe (Asymmetrie Waveguide Ring) aus Polyoxymethylen (POM) hilfreich zur Seite, denn diese Ringe sind für eine ptimierung der Abstrahlcharakteristik im Hoch- und Mitteltonbereich verantwortlich. Die gesamte Gestaltung des Reference 2-Geäuses sorgt nicht nur für eine exklusive Optik, sondern ist vor allem nach den Gesichtspunkten einer idealen akustischen Wirkung konstruiert worden. Starkes Mehrschichtlaminat wird als Material verwendet, sodass später im Betrieb mit einem hochfesten, resonanz- und vibrationsarmen Gehäuse gerechnet werden darf. Um ein Maximum an Steifigkeit und Stabilität zu erzielen, gibt es im Inneren genau definierte Verstrebungen und eine clevere Dämpfung.
Neu sind auch die Frequenzweichen mit Epoxidharz-Glasgewebe-Verbundwerkstoff. Sie weisen eine großzügige Kuperauflage auf, was wiederum üppig dimensionierte Leiterbahn-Querschnitte möglich macht. Die Anordnung der Bauteile auf der Frequenzweiche wurde mit größtmöglicher Sorgfalt ausgewählt, um störende Magnetfeld-Interferenzen auf ein Minimum herabzusetzen. Ausschließlich mit Bedacht ausgewählte Bauteile mit hoher Langzeitstabilität und audiophiler akustischer Auslegung fanden ihren Weg auf die Frequenzweiche.

Modellbezeichnung hinten

Terminals nochmals im Detail
Die bereits mehrfach erwähnten WBT-nextgen-Anschlussterminals verdienen ebenfalls besondere Beachtung. Es kommen noch hochwertige vergoldete Kupferbrücken hinzu, wenn man kein Bi-Amping oder Bi-Wiring verwendet. Aufgrund der im Vergleich zu klassischen Alternativen deutlich geringeren Masse der WBT-Terminals können den Klang negativ beeinflussende Wirbelströme deutlich reduziert werden. Die Anschlussplatte des Lautsprecherterminals der Reference 2 wurde um eine wählbare Pegelanpassung (Room Kompensation) ergänzt. Der Schalldruckpegel der Mittel- und Hochtöner kann präzise in 1,5 dB-Schritten angehoben oder abgesenkt werden. Dadurch lassen sich die Reference 2 bestens an den Hörraum und an die jeweilige Hörposition anpassen.
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