XXL-TEST: Advance Paris Zeneo ZX - extravagante Wireless-Aktivlautsprecher für knapp 1500 EUR

Für rund 1.490 EUR bekommt man die optisch extravagant gestalteten Advance Paris Zeneo ZX Aktivlautsprecher, die auch mit hochwertiger Technik aufwarten sollen. Im Kaufpreis ist zudem ein Streaming-Dongle (WTX Microstream, kompatibel mit der Advance Playstream App) enthalten. Man schließt das kompakte Dongle einfach an Aux 2 an (Stereo-Cinch).

Streaming-Adapter

WTX-Adapter mit Stromkabel

Wir finden die Auslagerung der Streaming-Funktionalität durchaus sinnvoll, denn wenn es neue Streamingdienste etc. gibt, muss nur der kompakte Streamer durch den entsprechenden Nachfolger ausgetauscht werden. Wer kein WTX Microstream-Modul möchte, kann für 1.400 EUR auch die Version der Zeneo nur mit Bluetooth (inklusive aptX HD) Funktionalität kaufen. Drei Farbvarianten sind verfügbar: Nummer eins tritt mit einem in Anthrazit gehaltenen Body mit jeansähnlichem Bezug an, vorn und hinten findet sich eine schwarz lackierte Schallwand/Rückseite. Nummer zwei kommt in hellem Holz am Body, vorn und hinten weiß satinierte Lackierung, und Nummer drei mit Gehäuse in Walnussholz-Optik, vorn und hinten wieder schwarz lackierte Komponenten. Die Gitter sind bei der Jeans- und Walnuss-Version schwarz, bei der weißen Variante mit heller Holzoptik sind die Gitter grau.

Die Fernbedienung kann mit dem hochwertigen Eindruck der beiden aktiven Lautsprecher nicht mithalten

Im Lieferumfang enthalten ist auch eine wenig hochwertig erscheinende Fernbedienung. Sie besteht aus einfachem Hartplastik, wenigstens sind die Bedienelemente gummiert. Möglich ist die Eingangswahl (keine Direktwahltasten), die Steuerung der Lautstärke sowie der Titelsprung nach vorn und hinten. Höhen und Bässe kann man ebenfalls mittels der Remote justieren. 

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2,5 cm Hochton-Kalotte

13 cm Tiefmitteltöner mit speziell behandeltert Papier-Membran

Wenden wir uns nun den Austattungmerkalen zu. Es gibt unabhängige Verstärkerzüge, zwei Pro Box, für die Versorgung des Tief-/Mitteltöners (70W/RMS, 150 Watt Impulsleistung, Class AB Analogendstufen) und des Hochtöners (20W/RMS, 40W/Impulsleistung, Class AB Analogendstufen). Das sorgt für gute, im Vergleich zur Konkurrenz aber nicht für überwältigende Leistungsreserven. Die beiden Schallwandler kommunizieren drahtlos miteinander - die Masterbox mit den ganzen Anschlüssen und die Slavebox, die auch eigene Endstufen hat, sonst aber keine Bedienelemente oder Terminals. Das gesamte Audiosignal des Master-Lautsprechers wird zum Slave-Lautsprecher geht durch einen 32-Bit Tri-Core-Prozessor.

Advance Acoustic verspricht eine perfekte Synchronisierung, sodass beide Boxen im wahrsten Wortsinn im "Gleichtakt" aufspielen. Das bordeigene Digital Signal Processing vergleichen die Franzosen gleich mit dem von "High End Studio Equipment" und meinen damit, dass die meisten Rechenvorgänge in einem 56-Bit "Double Precision Mode" ausgeführt werden. Als D/A-Wandler kommt ein Wolfson-Bauteil zum Einsatz. Allerdings ist bei 192 kHz/24-Bit Schluss. Die WiFi-Version mit Streaming-Adapter besitzt einen zweiten 192 kHz/24-Bit DAC. Frequenzen zwischen 30 Hz und 22 kHz werden wiedergegeben. 

Elektronik im Überblick

Platinenlayout

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Ringkerntransformator

Der Aufbau im Inneren fällt hochwertig aus, inklusive sorgfältigem Platinenlayout und einem Ringkerntransformator mit hoher Stromlieferfähigkeit. Prima ist es auch um die Anschlussvielfalt bestellt, wir vermissen nur ein HDMI-Terminal, welches praktisch wäre, wenn man die schmucken Wireless-Aktivlautsprecher als externes Soundsystem fürs TV-Gerät nutzen möchte. 

Beide Boxen sind mit Verstärkern (jeweils zwei Züge) ausgestattet, hinten befinden sich die Kühlrippen

Kühlkörper in der Nahaufnahme

Anschlüsse an der Masterbox - alles dabei, außer HDMI. 2 x Stereocinch, Sub Out, optischer/koaxialer Digitaleingang, USB-B (USB-DAC)

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Lautstärkeregler, Umschaltmöglichkeit für den einen Cincheingang: Phono oder Aux 1, DC-Out, Pairing-Taste

Die Verarbeitung wirkt hochwertig, nicht nur auf den ersten Blick. 

Sauberer Materialübergang

Die Stoff-Gitter sehen ebenfalls elegant aus

Kunststoff-Rahmen

Magnetische Befestigung an der Schallwand

Die Verarbeitung der Lautsprecher wirkt solide und auch im Detail exakt. Optisch sagt uns gerade die Farbvariante, die wir zum Test zugesandt bekommen haben, richtig zu. Die aktiven Schallwandler heben sich auch von Konkurrenzprodukten vom Design her ab und besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. 

Einrichtung des WTX Stream-Adapters

Da wir, wie anfänglich erwähnt, die Version mit beigefügtem WTX Stream-Adapter zum Test erhalten haben, fehlen natürlich die entsprechenden Screenshots von der Einrichtung und der Verwendung der Streaming-Funktion in der täglichen Praxis nicht. 

Die App möchte neue Geräte suchen und euien Verbindung herstellen

Kompatible Devices werden gesucht

Wireless-Verbindung über 2,4 GHz-Band

Netzwerk-Passwort muss eingegeben werden

WPS-Taste auf dem Lautsprecher wird gedrückt

Kurz muss man warten, bis der Lautsprecher mit dem Netzwerk verbunden ist

Nun steht die Streaming-Funktionalität zur Verfügung

Man kann den Lautsprechern auch einen eigene Namen geben

Überblick in der App

Einstellmöglichkeiten

Das gesamte Playstream-Menü, weitere Services (keiner bis auf Napster relevant, alle  relevanten sind bereits vorhanden) können hinzugefügt werden

Spotify Connect - man wechselt direkt zur Spotify-App

Spotify Connect

Wiedergabe eines Titels

Möchte man TIDAL verwenden, ist es nötig, sich mit seinen Daten innerhalb der Playstream-App anzumelden 

TIDAL - "Meine Musik"

Playlist-Überblick

Wiedergabe

Internet Radio-Plattform TuneIn - Startbildschirm

TuneIn-Menü

Rubrik "Musik"

Untermenü "Electro" mit Auswahl beliebter Sender

Sunshine Live - Trance

Wiedergabe des Streams

Die gesamte Streaming-Funktionalität ist gut zu handhaben, auch die Installation ging recht schnell. Während des Spielbetriebs tauchten keine Probleme auf. 

Klang

Eagles, Hotel California, 2013er Remaster-Version: Hier wachen auch müde Tester auf: Lebendig und auf Wunsch mit beachtlichem Pegel kommt der Klassiker hervorragend zur Geltung. Der straffe Bass ist exzellent - er hat zudem Kraft und das richtige Volumen. Dynamische Differenzen innerhalb des Songs setzen die Zeneo ZX sofort um, die Impulstreue ist ohne Fehl und Tadel. Uns gefällt auch die klangliche Auslegung gut. Einerseits homogen und gefällig, zum anderen aber auch lebhaft und mit einer überragenden Ausstrahlung. Die Detailierung gelingt den französischen aktiven Lautsprechern über den gesamten Frequenzbereich ausgezeichnet, auch parallel stattfindende akustische Ereignisse werden mit korrekter Gewichtung wiedergegeben. 

Wenden wir uns "Shallow" (Lady Gaga & Bradley Cooper) zu. Hier sind wir nicht so zufrieden wie zuvor, denn Bradleys Stimme klingt für uns minimal hohl. Das ist aber Meckern auf hohem Level. Prima ist die Loslösung der vokalen Präsenz von den Chassis der Aktivboxen. Überragend ist die Darstellung der akustischen Gitarre. Als Lady Gaga die Stimme erhebt, ist ein minimaler nasaler Einschlag zu hören. Das Bass-Fundament, das sich hinzugesellt, wird grandios erfasst - mit tollem Volumen und enormem Nachdruck. Auch das Mehr an Dynamik, als Lady Gaga ihre Stimme erhebt, kommt ungefiltert und erstaunlich sauber selbst bei hohem Pegel heraus. 

Es folgt "In The Air Tonight" (Live From The Serious Tour 1990) von Phil Collins mit extralangem Intro. Schon während diesem entfaltet die Zeneo ZX ein subtiles akustisches Volumen und einen umfassenden virtuellen Raum, in dem praktisch jeder Effekt an der richtigen Stelle lokalisiert werden kann. Die mehrschichtige, weit in die Tiefe musikalischer Details gehende Darstellung ist richtig gut. Natürlich, der Konkurrenzkampf bei den aktiven Lautsprechern in allen Preisklassen tobt zurzeit - mit einer solchen Performance muss sich Advance Paris aber garantiert nicht verstecken und überrascht uns auch bei der sehr gut eingearbeiteten Stimme von Phil positiv. Wie intensiv der Live-Charakter des Konzerts herausgestellt wird, sorgt für weitere Punkte auf dme Konto der französischen "Aktivisten". 

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