XXL-SPECIAL: Vom DVD-Player bis zum Ultra HD Blu-ray-Player: Unsere Meilensteine der Player-Technik

In diesem Special möchten wir Ihnen neun Meilensteine - drei DVD-Player, drei Blu-ray-Player und drei Ultra HD Blu-ray-Player - präsentieren und einen Zeitraum von 2001 bis 2018 Revue passieren lassen. Bitte beachten Sie: Unsere Auswahl ist rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Onkyo DV-S939

Im Jahre 2001, der Preis wurde damals noch in DM bekannt gegeben, testeten wir den Onkyo DV-S939. Der DVD-Player kam auf 5.999 DM und verfügte über ein THX Ultra-Zertifikat. Heute würden wir das Design klassisch nennen, für damalige Verhältnisse wirkte der Player modern. Elegant und schön anzusehen ist er noch heute.

Getrennte Trafos für analoge und digitale Sektionen

Überall dominierte Hochwertigkeit

Im Inneren gab es getrennte Trafos für die digitalen sowie die analogen Sektionen, und das Chassis ist äußerst dick und solide geraten. Ein hochwertig gekapseltes Laufwerk, eine beinahe lautlos herausgleitende Disc-Lade und sehr leise Betriebsgeräusche zeichneten den Über-Player damals aus.

Technics DVD-A10

DVD-A10

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Rückseite

Ebenfalls aus dem Jahre 2001 stammt unser Bericht über den Technics DVD-A10. Der Technics DVD-A10 war der erste DVD-Player des highfidelen Labels von Matsushita. Wie aufgrund der Auslegung der Marke Technics zu erwarten, ist das champagnerfarbene, 2498 DM teure Gerät ein DVD Audio/Video-Player. Im Vergleich zum DVD Video-/Audio-Schwesgermodell DVD-A7 von Panasonic war der DVD-A10 aufwändiger gehalten. Ein besonders hochwertiger Transformator, speziell für die Audioschaltkreise, sollte den audiophilen Anspruch und die konstruktive Liebe zum Detail herausstellen. Auf diesen Ringkerntrafo musste der preiswertere DVD-A7 verzichten. Bei ihm befand sich die gesamte Elektronik des Geräts am selben Transformator (der sich beim DVD-A10 lediglich um die Videosektion kümmert), damit ist die saubere Trennung von Audio- und Videoelektronik nicht im identischen Umfang gegeben wie beim Technics. Dazu verfügte der DVD-A10 noch über ein spezielles Feature: Die Remaster-Anzeige auf der Gerätefront leuchtete, wenn die interne Remaster-Schaltung zur Verbesserung des Klangs herkömmlicher 16 Bit-Audiosignale aktiv war.

Denon DVD-A1

DVD-A1 für 4.199 EUR

So etwas gibt es heute nicht mehr: DVD-A1 innen

Rückseite

Ein klarer Meilenstein, was den ultimativen DVD-Player angeht, war und ist der Denon DVD-A1 aus dem Jahr 2002. Damals wurde ein Preis von 4.199 EUR für den sage und schreibe 18,5 kg (!) wiegenden Player mit THX-Lizenz (als DVD-Video- und DVD-Audio-Spieler) aufgerufen. Damals wurde extrem viel Wert auf ein sauberes De-Interlacing von 480/576i Videosignalen gelegt, die den Player auf analogem Wege verließen. Ein extrem hochwertiger Progressive-Chip und ein Highend-Video-DAC waren daher Pflicht. HDMI gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ferner sollte der DVD-A1 natürlich auch audioseitig Maßstäbe setzen. Gerade für die DVD-Audio-Wiedergabe bei anschließender analoger Signalausgabe durften es schon Referenz-D/A-Wandler sein. Wer den Klang digital ausgeben wollte: Denon Link (damals mittels RJ45 Stecker) konnte zu einem entsprechend kompatiblen Denon AV-Verstärker/Receiver schon damals 192 kHz/24-Bit 2-Kanal und 96 kHz724-Bit 6-Kanal übertragen.

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Pioneer BDP-LX91

BDP-LX91

Aufwändiger Aufbau

Zweiter Gehäusedeckel

Ringkern-Trafo

Wir schreiben das Jahr 2008, und der Blu-ray-Player Pioneer BDP-LX91 verkörperte damals so etwas wie das ultimative Gerät. Von den Air Studios getunt, mit extrasolidem Chassis und speziellen Seitenteilen, zweitem Gehäusedeckel für maximale Steifigkeit und einem extrem aufwändigen Präzisionslaufwerk kam er auf 2.399 EUR Kaufpreis.  13,8 kg wog der BDP-LX91 mit zwei HDMI-Ausgängen. Alternativ für das Herausführen von Videosignalen gab es unter anderem einen analogen BNC-Komponenten-Video-Ausgang. Das war damals Hightech: Wer Videosignale im BDP-LX91 wandeln ließ und sie analog ausführte, konnte sich über eine 297 MHz/14-Bit D/A-Konversation für HD Material und eine 216 MHz/14-Bit D/A-Wandlung für SD-Material freuen. Auch audioseitig wurde auf hohem Niveau D/A-gewandelt. Acht Wolfson WM8749 Konverter sorgen für höchstmögliche Präzision. Decoder für alle relevanten Formate sind gleich an Bord – so konnte der Bitstream intern in PCM gewandelt und anschließend hochwertig D/A-gewandelt werden, bevor die Signalausgabe über den 7.1 Ausgang erfolgte. Zum Ausstattungsumfang gehörte überdies ein umfangreicher Video-EQ.

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Sony BDP-S5000ES

BDP-S5000ES aus der "Esprit Serie"

Innenleben

Videoeinstellungen

Setup für den internen Decoder

Im März 2009 kam der Sony Blu-ray-Player BDP-S5000ES für 1.799 EUR in unsere Redaktion, um zu beweisen, dass auch Sony im Segment der Luxus-Player eine überzeugende Alternative zu bieten hat. Er kam auf 1.799 EUR und verband eine üppige Ausstattung mit einer zeitlos-noblen, zurückhaltenden Optik. Dank der Precision Cinema HD Upscale-Technologie wurden SD-Signale qualitativ überzeugend in 1.080p HD-Signale umgewandelt. Der HD Reality Enhancer als Bestandteil der Videoeinstellmöglichkeiten offerierte Einstellmöglichkeiten für beste HD-Bildqualität. Weitere Bestandteile der Sony-Package waren die Unterstützung des BD-Profils 2.0 mit BD Live und einem 1 GB Wechselspeicher zum Speichern heruntergeladener BD Live-Inhalte sowie ein interner Decoder für Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Der Sony brachte einen umfangreichen Video-EQ mit, der eine präzise und stimmige Justage des Bildes sicherstellte. Im Test waren wir sehr beeindruckt: Von den exzellenten akustischen Eigenschaften, dem Top-Bild vor allem als DVD-Spieler und vom vergleichsweise günstigen Kaufpreis.

Denon DVD-A1UD

Denon DVD-A1UD

Rückseite

Aufbau innen

Aufwändiger Video-EQ mit Gamma-Kurve

Im August des Jahres 2009 dann der nächste Über-Player: Der Denon DVD-A1UD für 4.999 EUR. Kaum ein Gerät hatte jemals so viel Technik an Bord - der Überblick: Denon Link 4th war vorhanden. Neu bei der 4. Auflage von Denon Link war damals, dass beim Anschluss des Players mittels HDMI zusätzlich zum HDMI-Audiosignal über Denon Link ein Masterclock-Signal übertragen wurde, das dafür sorgte, dass Zeitlauffehler im Audiosignal (Jitter), sehr problematisch bei HDMI-Übertragungen, eliminiert wurden. Nur der D/A-Wandler in der AV-Vorstufe oder dem AV-Vollverstärker bestimmte nun den Takt. Neu war ferner das Advanced AL32 Processing Multi Channel, erstmalig bei diesem Device eingesetzte neueste Generation des Denon Alpha Prozessors mit Biterweiterung auf bis zu 32 Bit. Passend dazu verfügte der DVD-A1UD über 192 kHz/32 Bit D/A-Wandler für alle Kanäle, damit das auf 32 Bit aufpolierte Audiosignal entsprechend digital-analog gewandelt werden kann. Es fanden sich zwei getrennte HDMI-Ausgänge, einer für Video- und einer für Audiodaten für eine optimale Signalreinheit, sowie symmetrische XLR-Ausgänge. Fürs beste Bild sorgte der Silicon Optix HQV REALTA Videoprozessor. Weitefes Feature: Die vertikale Streckung des Bildes für das Zusammenspiel mit Beamern, die über einen Anamorphoten verfügen - somit wurde ein perfektes Cinemascope-Bild ohne störende schwarze Balken oben und unten erzielt. Beeindruckend war die vollständig vibrationshemmende Konstruktion für mechanische und elektrische Störungsresistenz. Innen gab es eine 7-Block-Struktur, um gegenseitige Signalbeeinflussungen der unterschiedlichen Audio-/Video-/Netzteil-Sektionen zu vermeiden. 18,9 kg Gewicht dokumentierten diese immense Hochwertigkeit.

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