XXL-TEST: Blu-ray-Player Pioneer BDP-LX91 

16.02.2009 (lm/cr)

Einführung

Nachdem sich Blu-ray-Player mittlerweile eine deutlich bessere Stellung am Markt erarbeitet haben, wächst das Angebot an Abspielgeräten kontinuierlich. Die meisten Neukunden haben sich aufgrund des ständig sinkenden Preisniveaus von Hard- und Software für den Kauf eines BD-Woedergabegerätes entschieden, denn gerade im Einstiegssegment sind die Preise enorm gefallen. Gleichzeitig aber etablieren sich außergewöhnlich hochwertige Blu-ray-Player für Audio-/Video-Enthusiasten, die sich bezüglich Aufbau, Ausstattung und Kaufpreis deutlich vom Angebot des Massenmarktes abheben. Ganz besonders gilt dies für den 2399 EUR kostenden Pioneer BDP-LX91. Mit feinstem technischen Aufbau und höchster Materialqualität möchte er die Krone im Blu-ray-Player-Business erobern. Ob dieses Vorhaben gelingt, klärt unser Testbericht. 

Aufteilung:

Verarbeitung

Zweiter Gehäusedeckel

Enorm hochwertiger Aufbau

Gerätedisplay mit ansprechender Auflösung

Sauber eingepasste Lade

Sehr hochwertig verarbeitetes Anschlussfeld, die Cinch-Buchsen stechen besonders hervor

Hochwertige Gerätestandfüße (2 vorn, einer hinten)

Der BDP-LX91 von unten

Edle Alu-Paneele, exzellent eingepasste Frontblende

Hochwertige Kantenverarbeitung hinten

Hervorragend gedämmte BD/DVD-Lade

Bezüglich der Gehäuseverarbeitung setzt der BDP-LX91 neue Maßstäbe, was schon das Gewicht eindrucksvoll dokumentiert – der Player ist mit satten 13,8 kg so schwer wie mancher AV-Receiver. Durch die Abmessungen von (B x H x T) 420 x 143 x 365 mm erscheint er auch optisch stets präsent. Edel wirkt sich auch die reichliche Verwendung von Aluminium an den Seiten am Deckel aus – hier bietet Pioneer einen enormen Materialaufwand, der auf absolutem Luxusniveau liegt. Ein ungewöhnliches Detail: Der BDP-LX91 verfügt über drei Standfüße (keine 4).Die Bauhöhe ist immens, auffällig sind die hochwertigen Verschraubungen (Inbus). Damit der BDP-LX91 zu den anderen Pioneer BD-Playern und zu den anderen Kuro Komponenten (AV-Receiver, Plasmas) optisch passt, besteht die Front aus hochglanzlackiertem Aluminium. Die elegante optische Erscheinung ist ein Vorteil, die Nachteile sind die Bildung von Lichtreflexionen (Spiegelung) und die Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Die Kantenverarbeitung und die Passgenauigkeit sind hervorragend – besser geht es kaum noch. Insgesamt eine Klasse für sich, wobei die Frontgestaltung besser sein könnte (größere Buttons mit Beleuchtung etc.) Das Display ist zwar nur einzeilig, aber hoch auflösend, groß und gut ablesbar.

Etwas Kritik muss bei aller Freude über die noble Verarbeitung aber doch angebracht werden. Nicht sonderlich gut sind die zu klein dimensionierten Bedienelemente am Gerät, die zudem nicht aus Metall, sondern auch Kunststoff bestehen. Außerdem gibt es keinen klaren Druckpunkt bei den Tasten. Gut: Das Display lässt sich bezüglich der Helligkeit in 3 Stufen einstellen und sogar abschalten. Auch die blauen große LED überhalb des Laufwerks sowie roten Statusanzeigen für HDMI etc. erlöschen, wenn man die De-Aktivierung des Displays anwählt. Dies ist für den Betrieb im abgedunkelten Heimkinoraum sehr willkommen. Die Rückseite des BDP-LX91 ist fein verarbeitet, mit fest sitzenden Buchsen und einer aufwändigen Verschraubung. Die Fernbedienung gefällt durch die gute Materialanmutung (Aluminiuminlay auf der Oberseite), der IR-Controller ist aber sehr leicht. Weiter gefällt uns, dass das Laufwerk sehr schnell auf das Drücken der „Open“-Taste reagiert. Es besitzt einen leisen Antrieb und hinterlässt einen wertigen Eindruck, auch die Mechanik ist sehr solide aufgebaut – die Lade klappert kein bisschen und besitzt selbst im ausgefahrenen Zustand kein Spiel. Positiv zu bewerten ist auch die komplett gedämmte  Aufnahme der Laufwerkslade, die wahrscheinlich auch zu den kaum wahrnehmbaren Betriebsgeräuschen (Einlesen etc.) beiträgt.

Der technische Aufbau ist sehr aufwändig, Das enorme Gewicht kommt von einer extremen Bestückungsintensität, doppelstöckige Platinen finden sich fast an jedem Punkt im Gehäuse, sogar das Netzteil ist in 2 Stockwerken untergebracht. Neben den ungeheuren Mengen an Kondensatoren beeindruckt der große Ringkerntrafo. Der LX91 besitzt auch eine extrem aufwändiger Chassiskonstruktion. Der zweite Gehäusedeckel ist U-förmig und an den Seitenteilen mit dem unteren Chassis verschraubt – hierfür muss man aber vorher jeweils die beiden Aluminiumseitenverkleidungen abnehmen, da diese ebenfalls direkt mit dem Chassis verschraubt werden. Auch der Boden ist mehrschichtig aufgebaut. Die Signalverarbeitung erfolgt im oberen Stockwerk für die analoge Audio- und Videoausgabe, das untere Board übernimmt die digitalen Schnittstellen. Direkt auf dem Laufwerk sitzt der Decoder, der mit extrem kurzen Kabelverbindungen an die nachfolgenden Sektionen angedockt wird (silberne Flachbandkabel). Für 2.500 Euro schlichtweg gigantisch, was Pioneer für eine Materialschlacht zelebriert. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Hervorragend – perfekt. 

Enorm hochwertiges Innenleben

Elkos

Hochwertiger Aufbau im Detail

Zum Elite-Anspruch passende Verkabelung

Enormer Aufwand bei den Audioplatinen

Selektierte Bauteile und aufwändige Versteifungen am Chassis

Anschlüsse

Praxisgerechte Anschlussmöglichkeiten

2 HDMI-Ausgänge

7.1 Ausgang

BNC-Komponentenausgang

Der Pioneer BDP-LX91 verfügt über eine sehr gute Anschlussbestückung. Es sind zwei separat konfigurierbare HDMI-Ausgänge vorhanden, die simultan genutzt werden können. Des Weiteren findet sich ein BNC Komponentenausgang. Einen zusätzlichen Cinch-Komponentenausgang sparte sich Pioneer. Ein S-Video-Hosidenausgang und eine FBAS-Buchse markieren die unterste Qualitätsstufe bei der Bildsignalausgabe. An konventionellen Digitalausgängen für die Audiosignalübertragung finden sich die optische und die koaxiale Variante. Hinzu kommen eine Ethernet- und eine RS232 Schnittstelle. Die Cinchbuchsen des 7.1 Ausgangs sind erstklassig verarbeitet. Die beiden Front-Buchsen halten auch als normale Stereoausgangsbuchsen her. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Laufwerk/Ladezeiten/Betriebsgeräusche

Der beleuchtete Standby-/On-Knopf

Nachdem der BDP-LX91 angeschaltet wurde, vergehen 26 Sekunden, bis die Lade herauskommt

Der Lüfter arbeitet sehr leise

• Einschalten zur Betriebsbereitschaft (Laufwerk offen zum Bestücken): 26 Sekunden 
• Ab Einfahren Laufwerkslade :
• „Walk the line“ 1 Minute 39 Sekunden bis Intro 20th Cent. Fox 
• Bis 20th Century Fox Intro „Juno“ 1 Minute 11 Sekunden 

Zum Betriebsgeräusch: Der noble Player läuft extrem leise. Man hört das Gerät im Prinzip nur noch in direkter Nähe und bei völliger Stille – der rückseitig untergebrachte Ventilator läuft sehr ruhig, leise und gleichmäßig. Gesamtnote: Gut. 

Vor auf Seite 2/Vor auf Seite 3

  ZURÜCK
Copyright © AREA DVD