XXL-SPECIAL: Dolby Atmos-Musiktitel von Apple Music, Amazon Music und TIDAL - gehört auf den Apple AirPods Pro 2

Dolby Atmos x Apple Music

Dolby Atmos Music Apple Music Logo

Apple Music hat viele Titel, die in Dolby Atmos abgemischt sind

Wir setzen für die ersten Klangbeispiele auf die bei Apple Music verfügbare Liste "Dolby Atmos - Best Of Deutsche Grammophon".

Wir starten durch mit der Ouvertüre aus Peter Tschaikowskis legendärem "Nussknacker" (Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel) und sind sehr angetan von der räumlich realistischen, dreidimensionalen Darstellung - so lässt es sich gut umschreiben, Im Gegensatz zur normalen Wiedergabe wähnt man sich hier tatsächlich in einem Konzertgebäude, in einem großen Saal.

Apple Music in Dolby Atmos

Dolby Atmos über die AirPods Pro 2

Trotzdem aber mangelt es nicht an Präzision, und die Differenzierung zwischen den einzelnen Instrumenten gelingt ausgezeichnet. Gerade auch die Streicher gefallen uns durch Brillanz und Transparenz, aber gleichzeitig ist die Darstellung angenehm. Wie gut Dolby Atmos ein plastisches Klangerlebnis umzusetzen weiß, merkt man gut bei der Darstellung feiner instrumentaler Nuancen, die plötzlich frei im Raum stehen und trotzdem sicher sowie kontrolliert präsentiert werden.

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Wir setzen mit dem ikonischen "Imperial March" (Star Wars, John Williams, Wiener Philharmoniker) fort. Hier erwartet uns wiederum eine dichte Räumlichkeit, die in der Weite und in der Tiefe überzeugen kann. Die Dynamik ist sehr gut, und zusammen mit dem Eindruck, sozusagen "in den TWS" befände sich ein ausladender Konzertsaal, fesselt die Wiedergabe ungemein. Der Klang ist offener, luftiger, zugleich aber intensiver. Was widersprüchlich klingen mag, ist genau das, was Dolby Atmos bezweckt. Mitreißend, räumlich dicht zu hören, zugleich aber stets angenehm, homogen, ohne Überanstrengung von zu vielen akustischen Eindrücken. Genau das gelingt hier absolut überzeugend. 

Aus Mozarts "Figaros Hochzeit" lauschen wir nun der Arie "Deh Vieni, Non Tardar" (Wiener Symphoniker untreer Bertrand De Billy, es singt Hera Hyesang Park). Selbst hier wirkt das Ergebnis umfassender, dichter, dreidimensionaler. Der gewünschte Effekt, als Zuhörer im Opernhaus diese beeindruckende Vorstellung mit beträchtlichem Live-Effekt wahrzunehmen, kommt sehr gut heraus. Und das Schönste: Durch die weiteren räumlichen Informationen werden Glaubwürdigkeit und Präzision nicht herabgesetzt.

Auch bei der legendären Titelmelodie von "Indiana Jones" ist dies der Fall (John Williams in Vienna, Wiener Symphoniker). Die Ordnung innerhalb des Orchesters bleibt präzise erkennbar, durch die weiteren räumlichen Informationen ist es sogar einfacher, praktisch jede Instrumentengruppe exakt im virtuellen Raum ausfindig zu machen. Die Weitläufigkeit eines imposanten Konzertsaals wird hier mit einem enormen Facettenreichtum gebündelt, sodass selbst die unter 300 EUR liegenden AirPods 2 eine faszinierende klangliche Präsentation abliefern können.

Sehr gute Wiedergabeliste, möchte man die Vorzüge von Dolby Atmos erkunden

Dieses Werk ist zwar keine "schöne Musik", eignet sich aber sehr gut für Dolby Atmos-Effekte

Um einmal eine Ahnung zu bekommen, was in Bezug auf eine räumlich eindrucksvolle und zugleich differenzierte Darstellung mittels Dolby Atmos Music über Kopfhörer möglich ist, wechseln wir nun in die Apple Music Wiedergabeliste "Ambient in Dolby Atmos/Spatial Audio Ambient Music" und lauschen hier dem Track "Silence" (Brian Eno). Ob das aus klanglicher Sicht "schön" zu nennen ist, bezweifeln wir, aber beeindruckend aus technischer Sicht ist es auf jeden Fall. Denn dieses Stück verdeutlicht, wie filigran, immersiv und üppig räumliche Effektvielfalt über die AirPods 2 genossen werden kann. Wie weit ein virtueller Raum sein kann, und wie exakt innerhalb dieses 3D-Raums einzelne Audio-Botschaften platziert werden können, das kann man hier sehr gut nachvollziehen. 

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"Heart-Power Of A Soft Heart" (Alanis Morissette) wird via Dolby Atmos Music in einer immersiven, umfassenden Form präsentiert. Auch hier sind wir wieder beeindruckt, auch wenn beim vorangegangen Titel, bedingt durch die noch zahlreicher vorhandenen Effekte, alles noch eine Idee beeindruckender wirkte. Hier geht es etwas "beschaulicher" zu, der Track eignet sich aber sehr gut, um subtile Kleinigkeiten, die sich im virtuellen Raum befinden, wahrzunehmen, und um das pure Gefühl räumlicher Weite zu genießen.

"Endless" (Christopher Willits) ist schon von Beginn an bestens dazu geeignet, den technisch und akustisch versierten Zuhörer zu "catchen". Dank kraftvollem Fundament, lebendiger Effekt-Einarbeitung und einem hohen Maß an plastischer Räumlochkeit punktet diese Darbietung besonders. Gerade, dass sich auch im Bassbereich einiges tut, was die Intensität der gesamten Vorstellung weiter steigert, macht sich positiv bemerkbar, genauso wie "natürliche Elemente" (strömender Regen z.B.).

"Beaming Light" (Korrnelius) in der Dolby Atmos-Version ist wieder deutlich näher an einem "konventionellen Musikstück" und liefert durch die exzellente räumliche Präsentation auch feiner, kleiner Elemente und Impulse wiederum ein sehr gutes Beispiel, wie Dolby Atmos Music das Hören, in diesem Falle über TWS, verändern kann. Eine ganzheitliche Wahrnehmung ist die Folge, sehr vielschichtig, nahtlos, und zugleich aber ohne jeden Druck, den man manchmal gerade vom Hören mit In-Ears sehr gut kennt. Alles wirkt komprimiert, zu massiv - da ist es geradezu wohltuend, dichte, lebendige Räumlichkeit umfassend und zugleich angenehm hören zu können.

Dolby Atmos x Amazon Music

Auch bei Amazon Music gibt es viele Dolby Atmos Titel

Bei Amazon Music wird das Thema "Dolby Atmos" ebenfalls groß geschrieben. Hier haben wir uns die Wiedergabeliste "Best Of Dolby Atmos" angeschaut und Titel daraus angehört. 

"Time" (2023 Remaster) von Pink Floyd besticht durch einen Beginn mit einer Vielzahl an Effekten, die dank Dolby Atmos in einem breiten Soundpanorama zur Geltung kommen, das die Zuhörerin oder den Zuhörer sofort in seinen Bann zieht. Vielschichtig, klar, mit einer überraschend präzisen Herausarbeitung - da fühlt man sich sofort inmitten des Songs. Die Differenzierung aller akustischen Anteile klappt hervorragend.

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Amazon Michael 4K

In dieser Wiedergabeliste finden sich interessante Titel 

Es folgt "SOS" von Glasperlenspiel. Hier haben wir eine gelungene, wenn auch subtile Umsetzung verschiedener Elemente, die den Reiz von Dolby Atmos ausmachen. Sehr facettenreich, sehr fundiert, zugleich lohnt es sich immer, auch auf Kleinigkeiten, die eigentlich im Hintergrund zu achten: Dann merkt man, wie tief sämtliche akustischen Ebenen eingebunden sind. Die weibliche Stimme kommt klar und strukturiert zur Geltung. 

"Believer" von den Imagine Dragons - hier hätten wir mehr erwartet. Der Song hat schon in der normalen Version Kraft und Substanz, auch eine nachdrücklich-umfassende Wirkung. Hier hören wir nicht viel mehr, wenn wir die Atmos-Variante verwenden, was nur beweist: Nichts ist perfekt. 

"Blinding Lights" - der Klassiker von The Weeknd bringt mehr Atmos-typische Raumstruktur als der Titel zuvor. Zwar durchaus subtil, wer aber gut hinhört, entdeckt, dass man den Track nun umfassender, intensiver entdecken und demnach auch wahrnehmen kann. Die Wechsel im dynamischen Gefüge kommen sauber heraus, was auch beweist, dass die AirPods Pro 2 deutlich besser sind, als man vielleicht erwartet hätte. In Bezug auf die gebotene Dynamik und das Auflösungsvermögen sind Apples TWS In-Ears durchaus leistungsfähig.

"No Time To Die" - der 007-Titelsong von Billie Eilish bietet, so unsere Erwartungen, nicht allzu viel Spielraum für die Ausbreitung von ATMOSphäre. Doch hier haben wir uns getäuscht. Es sind die feinen, differenzierten akustischen Objekte im Hintergrund, die hier den Unterschied zur normalen Version ausmachen. Plötzlich eröffnet sich ein dichtes Feld authentischer Räumlichkeit, diese Tür ist beim klassisch abgemischten Track schlichtweg zu. 

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"Back To Black" der famosen Amy Winehouse bietet keinen wirklich fassbaren Unterschied zwischen klassischer Variante und Atmos-Version. Vielleicht liegt es daran, dass der Track an sich schon älter ist, aber verglichen mit "No Time To Die" sehen wir hier weniger räumliche Effekte. Ab und zu tut sich schon was, dann genießt man Klang, der omnidirektional auf den Gehörgang trifft und dadurch ein echtes Mit-Erleben möglich macht.

Rihannas "Lift Me Up" (aus "Wakanda Forever") bringt von Beginn an eine fein dosierte, umfassende räumliche Präsentation mit. Obwohl der Beginn ruhiger ist und hauptsächlich nicht von Effekten, sondern von Rihannas Stimme lebt, bekommen wir hier eine tolle vokale Darstellung, die allein und für sich schon beeindruckt: Durch Immersivität und enorme Dichte, die für eine komplette Wahrnehmung aller vorhandenen klanglichen Elemente sorgt.

Wir beenden unsere Amazon Music Testreihen mit "I Like You" von Post Malone featuring Doja Cat. Hier bietet die Dolby Atmos Version eine sehr gute Differenzierung zwischen verschiedenen Ebenen, die dafür sorgt, dass man ins akustische Geschehen eintauchen kann. Die vokale Ebene und die Ebene, in der sich die Beats impulstreu aufbauen, haben ein enorm plastisches Verhältnis zueinander.  

Dolby Atmos x TIDAL

Wiedergabe eines Dolby Atmos-Tracks bei TIDAL

Nun lauschen wir Dolby Atmos Music-Titeln von TIDAL und wählen als erstes die TIDAL Wiedergabeliste "Top 50 - Dolby Atmos" aus. Hier greifen wir zu "Addicted" von Zero, The Chainsmokers & INK. Hier fallen die Effekte, die Immersivität und eine weite Räumlichkeit generieren, erwartungsgemäß weniger nachdrücklich aus als bei sehr effektlastigen Titeln mit großen akustischen Erscheinungen. Trotzdem spürt man akustisch einen Zugewinn an Raum, an Intensität und an Effektvielfalt.

"The Look" von Metronom ist ab Beginn gut geeignet, um die Vorzüge von Dolby Atmos Music zu demonstrieren. Zwar geschieht dies, nach dem Intro, das sehr gut die Pluspunkte dokumentiert, auch wieder eher subtil, aber die gelassene, zugleich umfassende Darstellung sorgt erneut für einen einerseits angenehm relaxten, andererseits reichhaltigen Höreindruck. 

Wir hören in "Chihiro" von Billie Eilish hinein. Hier gefällt uns der satte, auf den Punkt treffsichere Bass. Anhand kleiner Effekte rund um Billies vokale Präsenz, merkt man hier den Einfluss von Dolby Atmos Music. Allerdings nicht so ausgeprägt wie bei anderen Songs, die wir zuvor anhörten. Die "Echos", die Billies Stimme folgen, eignen sich aber sehr gut, um die erhöhte Immersivität herauszustellen, sodass letzten Endes schon ein hörbarer Unterschied zur normalen Version vorhanden ist.

"The Last Goodbye" (ODESZA featuring Bettye LaVette) mit speziellen Effekten bei der vokalen Präsentation und bewusst hinzugefügtem, Vinyl-artigen Kratzen im Background und zahlreichen elektronischen Effekten entfaltet eine enorme Wucht und Aussagekraft bei der Wiedergabe. Sehr tiefgehend, trotzdem stets impulstreu, intensiv, aber nicht überzogen: Hier hören wir frei und zugleich nachdrücklich, lebendig und zugleich homogen. Die vokalen Elemente lösen sich sehr gut vom akustischen Rest und werden gekonnt fokussiert.

Top 50: Dolby Atmos bei TIDAL

Jetzt verwenden wir Beispiele aus der TIDAL-Liste "Dance/Electronic: Dolby Atmos".

Hier beginnen wir unsere Hörsession mit "By Now" (Armin van Buuren, D.O.D, Laura Welsh) und stellen fest, dass sich hier die Wirkung in einer erweiterten Weitläufigkeit präsentiert, die sich in allen Richtungen gezielt ausdehnt. Es lohnt sich, auch mal in den Background des Tracks hineinzuhören, da sich subtile räumliche Einarbeitungen genau dort aufhalten und für ein Mehr an Tiefe und Immersivität sorgen.

"Lovers in a past Life" (Calvin Harris, Rag'n'Bone Man) weist räumlich klare Strukturen auf, die allerdings auch von einer "normalen", recht hochwertig ausgeführten Aufnahme kommen könnten. Nuancen merkt man hier sicherlich auch, aber der "Dolby Atmos Music-Effekt" ist hier nur dann wahrnehmbar, wenn man weiß, man hört eine Dolby Atmos-Abmischung an, und man begibt sich gezielt auf die Suche nach immersiven Elementen. Da war der Effekt beim Track zuvor deutlich besser wahrnehmbar. 

Und wie sieht es bei "All my Life" von Tiesto & Fast Boy aus? Hier haben wir mehr akustische Elemente, die eine gefällige Weitläufigkeit erzeugen, ausmachen können. Der ganze Klang wirkt plastisch und nimmt den Zuhörer für sich ein, ohne  jemals störend zu werden. Die Wechsel im dynamischen Gefüge des Titels werden sauber gemanagt, und der nahtlose, fließende, einhüllende klangliche Gesamteindruck ist praktisch in jeder Sekunde zu bemerken. Der Bass hat Kraft, und die hinzukommenden akustischen Elemente bringen eine üppige räumliche Information zum Zuhörenden. 

Wir schließen die Klangwertung ab mit "One by One" (Robin Schulz, Topic, Oaks) und hier merkt man an den vokalen Elementen sehr gut, dass ein hohes Maß an Räumlichkeit vorhanden ist. Klar eignet sich der Titel generell sehr gut für eine räumlich ausdrucksstarke Aufbereitung, gerade hinsichtlich der speziellen Integration vokaler Bestandteile. Insgesamt hat man hier wieder den Eindruck, mitten im Song zu sein, anstatt nur zuzhören. Verluste bei Konturenschärfe und Präzision sind zudem praktisch nicht auszumachen.

Unser Fazit

Dolby Atmos Music, gehört mittels den Apple AirPods Pro 2, gestaltet unserer Empfindung nach ein wirklich intensives Hörerlebnis mit realistisch erscheinenden immersiven Elementen aus. Natürlich, dies müssen wir gleich vorausschicken, es gibt Titel, bei denen sich Enttäuschung breit machen könnte, weil die hörbaren Unterschiede zu den konventionellen Versionen äußerst gering ausfallen. Gerade bei bei Orchestermusik oder Tracks mit einer Vielzahl an Effekten ist die Wirkung der Dolby Atmos Music-Version jedoch oftmals verblüffend: Mehr Immersivität, Plastizität, Tiefe - man hat, wie auch der Begriff "Immersiv" es schon umschreibt, das Gefühl, in die Musik "eintauchen" zu können. Man hört nicht nur, sondern man nimmt Teil an einem ganzheitlichen Erlebnis - das man aber auf homogene, angenehme Art erlebt.

Special: Carsten Rampacher
Fotos & Screenshots: Dolby, Carsten Rampacher
Datum: 09. Oktober 2024

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