TEST: Wilson Audio Regallautsprecher Tune Tot - Premiumtechnologie und faszinierende Akustik im kompakten Gewand
Klang

Wie schlägt sich der Luxus-Lautsprecher klanglich?
Eva Cassidy, Ain‘t No Sunshine:
Sehr plastisch ertönt die Gitarre, jedes Zupfen der Saiten sitzt und kommt auf den Punkt genau zum Zuhörer. Evas Stimme tritt enorm dynamisch in Erscheinung und steht frei im Raum. Die gesamte Plastizität liegt auf einem extrem hohen Level für eine so kompakte Box. Die Tune Tot kommt problemlos mit Krell dem Vollverstärker und dessen Kraft zurecht. Insgesamt entsteht ein überraschend dichtes räumliches Gefühl, gerade die räumliche Tiefe ist sehr ausgeprägt. Auch das Klavier reiht sich in diese Pluspunkte ein, wir vernehmen es mit passender Temperatur und die Präsentation erscheint sehr virtuos.
Diana Krall, The Look Of Love
Das Klavier tritt erneut feinfühlg auf und wird lebendig eingearbeitet. Dianas Stimme hören wir mit der typischen rauchigen Note, so wird das Gebtene äußerst charismatisch. Die instrumentalen Anteile sind treffend ausbalanciert und gruppieren sich mit passender Gewichtung rund um die Stimme der Sängerin. DerRhythmus wird impulstreu getroffen, und die räumliche Dichte für die kleinen Lautsprecher richtig überzeugend. Zudem zeigen sich die Tune Tot als sehr angenehm von der tonalenAuslegung her, auch bei gehobenem Pegel werden sie nie schrill oder metallisch.
Pet Shop Boys, West End Girls (2023er Remaster-Version)

Sehr plastischer Klang
Das klangtechnisch sehr gut gelungene 2023er Remaster des Klassikers ist gut dafür geeignet, um die akustischen Qualitäten der Tune Tot weiter zu unterfüttern. Das merkt man zum Beispiel am facettenreichen Anfang mit sauberer Detaillierung des Intros. Das akustische Bild wirkt weitläufig, gerade für eine so kleine Box, und die Gesangsstimme steht fokussiert im Raum. Wir haben alle West End Girls Versionen gehört, alt aus den 80ern, 2001 Remaster und 2023 Remaster. Die Wilson Tune Tot stellt eindrucksvoll die Pluspunkte des neuesten Remasters heraus und brilliert mit einem hohen Auflösungsvermögen, da merkt man, dass man für viel Geld auch eine extrem talentierte Box bekommt. Natürlich können alle Nachteile eines relativ kleinen Gehäusevolumens nicht eliminiert werden - zaubern kann man auch bei Wilson Audio nicht. Es fehlt etwas an Tiefgang, wer hier mehr Nachdruck und Ausprägung wünscht, sollte ergänzend einen aktiven Subwoofer verwenden.
Imany, Filatov & Karas Remix, Don‘t be so shy
Das akustische Ergebnis präsentiert sich als rstaunlich dynamisch und der kleine Schallwandler tritt egelfest auf. Der Beat ist überraschen hart, zugleich jedoch weist Imanys Stimme klare Konturen auf und rückt nicht aus dem Fokus. Ein weiteres Mal erfreut uns das Auflösungsvermögen der Tune Tot, die ihre kompromisslose Impulstreue mit ihrer Schnelligkeit bei dynamischen Wechseln dokumentiert.
Fritz Kalkbrenner, Kings & Queens

Überraschend ausgeprägt ist die räumliche Wirkung
Die Stimme (weiblich, sprechend, nicht singend) wirkt zu Beginn sehr einnehmend, sehr umfassend - dann startet der eigentliche Song.Wiederum notieren wir eine tadellose Impulstreue, und die männliche Gesangsstimme kommt akkurat heraus, mit feinen vokalen Konturen. Tonal gibt sich die Tune Tot authentisch und natürlich, sie beeindruckt zudem durch den erstaunlichen Dynamikumfang. Nur untem im Frequenzkeller darf man nicht zu viel erwarten.
Sheena Easton, For Your Eyes Only
Der 007-Titelsong ertönt ebendig und ausdrucksstark direkt ab Beginn und beeindruckt durch die feinfühlige Darstellung von Sheenas Stimme. Die Dynamik des Klaviers wirkt überzeugend, und die Räumlichkeit ist gut, für das alte Quellmaterial sogar erstaunlich. Der Hochtonbereich klingt erfreulicherweise bei weitem nicht so blechern, wie man es öfters hört, sondern präsentiert sich recht frei aufspielend.
Andrea Bocelli, Love in Portofino, Bocelli
Die Stimmwiedergabe ist hier überwältigend, kommt auf den Punkt, und beeindruckt uns mit fabelhafter, höchst präziser Ausbreitung. Die Instrumente werden trotz der Stimmgewalt nicht in den Hintergrund gedrückt, aus räumlicher Perspektive wird ein sehr hohes Maß an echter Weitläufigkeit offeriert. Die Geige kommt überragend heraus, mit superber Detaillierung - bei diesem Titel hat uns die Tune Tot besonders gut gefallen.
UB40, Can‘t help falling in love with you
Und wieder erwartet uns eine grandiose Stimmwiedergabe, zugleich kommt der Rhythmus präzise heraus. Dynamisch erweist sich der Kompaktlautsprecher als sehr beweglich, nur, was wir schon von anderen von uns angehörten Titeln her wissen, fehlt es unten herum etwas. Die Stimme löst sich sehr gut vom Lautsprecher, und zahlreiche musikalische Ebenen werden sauber getrennt.
Fazit

Insgesamt bietet der recht klein bauende Luxus-Lautsprecher eine herausragende akustische Detaillierung und eine exzellente Dynamik, bei gleichzeitig absolut stimmiger tonaler Gesamtauslegung und tadelloser Pegelfestigkeit. Das Finish ist auf höchstem Niveau, und die charakteristische Formensprache steht für einen hohen Wiedererkennungswert. Auch im günstigsten Wilson Audio-Lautsprecher steckt viel exklusive hauseigene Technologie. Insgesamt eine kompakte Box für Genießer, die das Besondere suchen, und dafür bereit sind, auch einen Premium-Kaufpreis zu bezahlen.
Premium-Regallautsprecher mit feiner, dynamischer Akustik, ikonischem Design und Wilson Audio-exklusiven Technologien

Regallautsprecher Luxusklasse
Test 23. Dezember 2024
Test und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 19. Dezember 2024
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