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TEST: Saxx deepSOUND DS 12 EVO - kompakter, kraftvoller aktiver Subwoofer mit 30 cm-Chassis

Für 499 Euro, aktuell (Stand Mitte März 2021) sogar nur für 431,10 Euro, kann man den überarbeiteten Saxx-Subwoofer DS 12 EVO bestellen. Er tritt die Nachfolge des DS 12 an, der auch bei uns im Test war und einen sehr guten Eindruck hinterließ. Mit optimierter Elektronik und dezenten Änderungen im Design  geht nun die neue Version auf Kundenfang. Bei uns in der Redaktion traft der DS 12 EVO in hochglänzend-weißer Lackierung ein. Optional gibt es bei Saxx noch das Funkübertragungsset DS cordless 2.4 kann man den aktiven Subwoofer wireless bis zu 10m vom Verstärker entfernt aufstellen. Wir sind nun gespannt, wie sich die neue Subwoofer-Evolutionsttufe aus Niedersachsen im Testbetrieb schlägt. 

Verarbeitung und Anschlüsse

DS 12 evo von vorne ohne Gitter

Seitliche Ansicht. Gut erkennbar: kein Unibody-Gehäuse

Komplettansicht von hinten

Saxx-Komponenten sind bei uns in der Redaktion für ihr ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bekannt und der neue Saxx deepSOUND DS12 EVO scheint hier, zumindest im Bereich der Verarbeitungs- und Materialqualität, keine Ausnahme zu machen. Der geschlossene Aktiv-Subwoofer verfügt über ein MDF-Gehäuse mit rund 32 Liter Innenvolumen und ist in unserem Fall weiß hochglänzend lackiert. Die Oberflächen-Beschichtung macht rundum einen sehr hochwertigen und recht tief sitzenden Eindruck.

Für die Preisklasse sehr gute Detailverarbeitung

Ganz perfekt ist das Finish nicht - das kann man bei dem Kaufpreis aber auch nicht erwarten

Saxx-Logo

Für unseren Geschmack zu gut sichtbar sind die Vertiefungen fürs Gitter. Dafür ist das Chassis ohne sichtbare Schrauben eingepasst

Sicke im Detail

Nur wer genau hinsieht, z.B. am Übergang von Gehäuse zur Schallwand, erkennt, wo man im Vergleich zu einem exklusiven Piano-Finish bei deutlich teureren Komponenten Abstriche machen muss. Auffallend ist dies nicht und so ist das optische Erscheinungsbild des DS 12 EVO, in Kombination mit der unsichtbaren Chassis-Montage vorne und dem sehr sauberen Übergang zwischen Gehäuse und Treiber, edel und elegant. Auch die groß dimensionierten, schwarzen Standfüße mit Metall-Umrahmung erwecken einen sehr soliden Eindruck und unterstreichen das schicke Design des Saxx-Woofers.

Das Gitter bedeckt die komplette Front

Robuster Rahmen des Gitters

Saxx-Schriftzug, schwarze Gerätestandfüße


Eine sonst makellose Optik wird nur von den sichtbaren Gehäuseschrauben, die gleichzeitig als magnetische Halterung für das Abdeckgitter dienen, verhindert. Bringt man die Abdeckung an, sind diese natürlich nicht mehr sichtbar und auch die mit Akustikstoff bespannte, robuste Holzkonstruktion kann sich absolut sehen lassen. Ein kleines blaues Saxx-Logo setzt dazu noch einen Akzent. Die Abdeckung ist groß geraten und streckt sich nahezu ganz über die Front des DS 12 EVO, nur wenige Millimeter ist das Weiß der Vorderseite an den Seitenrändern noch sichtbar. Insgesamt wird der neue Vertreter der Saxx deepSOUND Serie also nicht nur dank der recht kompakten Abmessungen, sondern auch aufgrund des schicken optischen Eindrucks und der sehr guten Verarbeitungsqualität, auch im Detail, seiner Rolle als wohnraumfreundlicher Tieffrequenzemitter absolut gerecht.

Anschlüsse und Bedienelemente

Die Rückseite empfiehlt sich ebenfalls und gefällt mit einer sauberen Integration des Anschluss- bzw. Bedienfeldes. Hier sind Regler für die Übergangsfrequenz (40-200 Hz) und den Pegel zu finden, außerdem ein Kippschalter für die Phase sowie ein Stereo-Cinch-Zugang und der LFE Input. Ein separeter Schalter, um den Sub komplett vom Stromnetz zu trennen, fehlt ebenfalls nicht.

Technische Daten

30 cm Chassis

Gehen wir nun auf die technischen Daten ein. Hier stellen wir fest, dass die Dauerleistung von 250 Watt und die Impulsleistung von 400 Watt für die Preisklasse ohne Zweifel tadellos sind. Der angegebene Frequenzbereich geht von 25 Hz bis 270 Hz. Als Tieftöner kommt ein recht großes 30 cm Chassis zum Einsatz. Die verwendete, sehr leichte und dennoch steife Membran, besteht aus beschichtetem Papier. Aufgrund der geschlossenen Gehäuse-Konstruktion liegt der Wirkugnsgrad unterhalb dem von Bassreflex-Varianten. Allerdings spielen geschlossene aktive Subwoofer präziser und zudem kämpft man nicht mit störenden Strömungsgeräuschen. Das Gehäuse-Innenvolumen gibt Saxx mit 32,2 Litern an. Als Material fürs Gehäuse kommt MDF zum Einsatz. Mit Abmessungen von 361 x 375 x 360 mm (+ 20 mm für die Abdeckung) ist der Saxx-Woofer gut im Wohnraum zu integrieren. Das Gewicht liegt bei 15,6 kg. Eine Auto-Standby-Funktion reduziert den Stromverbraucht, der im Standby-Betrieb bei weniger als 0,5 Watt liegt.

Klang

Der vergleichsweise kompakte DS 12 EVO wird nicht verschont! Gleich als erstes muss er sich bei der Bassgewalt des fünften Teiles der Tom Cruise Action-Reihe "Mission Impossible" behaupten. In den ersten einführenden Sekunden von Rogue Nation kann er sich gleich nahtlos in unser Canton Vento Lautsprecher-Ensemble integrieren und setzt bei den Paukenschlägen direkt erste, tiefgründige Akzente. Wir halten uns auch nicht mit dem Pegel zurück, der DS 12 EVO bleibt souverän und lässt und hinterlässt sogar schon die ersten Spuren, was den subsonischen Frequenzbereich betrifft. Allerdings gekonnterweise nur im Ansatz, markerschütternde Explosionen finden hier noch nicht statt, der Saxx-Woofer gibt aber einen ersten Einblick in das Potential seines Tiefgangs. Nachdem endgültig alle Charaktere übereinstimmen, dass das Paket immer noch im Flugzeug liegt und das Geschehen etwas dynamischer und spektakulärer wird, entfaltet der Neuzugang im Saxx-Portfolio langsam sein Leistungspotential. Schnell und gravierend setzt er die Tiefton-Effekte präzise um, ein Nachschwingen können wir hier subjektiv zu keinem Zeitpunkt feststellen. Das Volumen ist solide ausgeprägt, wenn auch hier die Atmosphäre in Kombination mit größeren Komponenten noch etwas dichter und mächtiger erscheint, für seine Größe liefert die geschlossene Konstruktion hier aber eine mehr als beachtliche Performance.

Enorm kraftvoll packt er beim Starten der Flugzeugmotoren zu und baut um den Zuschauer herum eine massive Klangmauer auf. Das große Militärflugzeug wirkt dadurch sehr authentisch und man fiebert beim Start des Airbus-Kolosses regelrecht mit. Die Motorenvibrationen sind eindeutigt spürbar und auch die Bewegung der Luftmassen, als die Piloten versuchen, Ethan Hunt durch irrsinnig wirkende Manöver loszuwerden, kommen akustisch beim Zuhörer an. Sehr authentisch empfinden wir auch die Veränderung des Motoren-Sounds, als sich der Hauptdarsteller im Inneren des Flugzeugs befindet. Der massive Tieftonbereich wirkt etwas gedämpft, aber kaum weniger nachdrücklich und tief, hervorragend. Bei einem Wechsel auf das vierte Kapitel in Wien kann sich der DS 12 EVO nach einer voraussagenden Opern-Einlage etwas erholen. Nur subtil und präzise greift er beim U-Bahngeräusch und dem begleitenden Music-Score ein. In der Oper selbst wird es schnell actionreicher und es gilt, die Orchestermusik mit dem sonst herrschenden Geplänkel zu vereinen. Die einzelnen Tiefton-Ebenen werden exzellent herausgearbeitet, beim ersten Paukenschlag gefällt der Saxx-Woofer mit überdurchschnittlich hoher Präzision und entfaltet einen für uns erstaunlichen Tiefgang, wenn man die Abmessungen der Komponente bedenkt. Gerade die Musikdarstellung gelingt hier außerordentlich gut, ebensowenig können wir aber die Effekte beanstanden, die in den folgenden Minuten zahlreich erscheinen und sich sowohl im subsonischen Bereich als auch im Kickbass abspielen. Rundum ein absolut gelungener Einstieg. Trotz der Kompaktheit und der geschlossenen Konstruktion wird ein eindrucksvoller und mächtiger Tieftonbereich realisiert, die 250 Watt Dauerleistung wirken keinesfalls zu wenig. Präzise und schnell reagierte der DS 12 EVO in diesem Beispiel in jeder Situation.

Marvel Comics zeichnet für das zweite Beispiel verantwortlich. Der englische Dolby Atmos-Soundtrack von Deadpool bietet gleich im dritten Kapitel sowohl einen fantastischen Music-Score als auch ein komplexes Action-Spektakel. Wieder zeigt der DS 12 EVO eine nahtlose Integration und liefert ein sattes Fundament mit schnellem, präzisen Kickbass. Regelrecht erstaunlich ist das gebotene Volumen des geschlossenen Wohnzimmer-Subs, das die gesamte Kulisse ausfüllt und den sehr authentischen Eindruck der räumlichen Kulisse effektiv verstärkt. Schnelle Reaktionen sind für den mit hoher Geschwindigkeit agierenden Saxx-Sub kein Problem. Harte Effekte, im gleichen Moment ein tiefes Grollen des Motorengeräuschs inklusive satt spürbarem Körperschall, der DS 12 EVO setzt alles hochpräzise um und leistet sich keine Schnitzer. Auch Geschosse und Explosionen wirken natürlich, manch kompakter Woofer neigt hier ein wenig zu Übertreibung, der DS 12 EVO bleibt souverän und liefert ein nachdrückliches, aber kein zu spektakuläres Ergebnis ab. Als die X-Men mit ihrem raumschiffähnlichen Jet starten, lässt sich die Kraft, dank der massiven Unterstützung des LFE, der Turbinen erahnen. Auch als sich die Effekte von Geschossen und tiefe Motorengeräusche überschneiden, bleibt der DS 12 EVO balanciert und präzise, einzelne Effekte können in der Gesamtkulisse noch eindeutig differenziert werden. Das Ergebnis bestätigt unsere Eindrücke des ersten Beispiels, auch hier agiert der Saxx deepSOUND DS 12 EVO kraftvoll, schnell und nachdrücklich. Trotz der geschlossenen Konstruktion entpuppt sich die Leistung der integrierten Endstufe als zweifellos ausreichend, die Präzision ist ohnehin auf exzellentem Niveau. Auch an Tiefgang mangelt es kaum, lediglich in den tiefsten Regionen fehlen hier ein paar dB.

Final wird der Saxx DS 12 EVO mit dem LFE-Signal der Herbert Grönemeyer Pure Audio Blu-ray MENSCH - Live auf Schalke versorgt. Hier profitiert der Saxx-Woofer besonders von der hohen Impulstreue und Präzision, die sicherlich zum Teil auch auf sein geschlossenes Prinzip zurückzuführen ist. Punktuell greift er ein, kann dies dann sehr kraftvoll und nachdrücklich tun, und zieht sich ebenso flink zurück. Als ab etwa zwei Minuten sehr tiefgründige Elemente erklingen, liefert er diese auch sehr solide an den Zuhörer und übernimmt sich nicht. Auch bei der Musikwiedergabe setzt er die festgestellten positiven Eigenschaften ausgezeichnet um und empfiehlt sich so auch für die musikalische Unterstützung der Front-Lautsprecher im Wohnzimmer. Bilanzierend haben wir am Saxx deepSOUND DS 12 EVO kaum etwas auszusetzen. Das Quäntchen Tiefgang, dass er liegen lässt, vermögen auch andere kompakte Subwoofer kaum nachdrücklicher erklingen zu lassen, selbst wenn es sich nicht um geschlossene Konstruktionen handelt. Ausreichend laut kann er ebenfalls spielen und büßt dabei auch nicht relevant an Präzision und Geschwindigkeit ein, was sich direkt nochmal am zweiten Track "Neuland" der Grönemeyer-Scheibe nochmal eindrucksvoll zeigt. Selbst als wir hier den Pegel ins Extreme treiben, schlägt sich der Saxx-Sub sehr gut und scheint lieber ein wenig Nachdruck rauszunehmen, als mit den unschönen Auswirkungen einer Überstrapazierung zu kämpfen. Dabei klingt er immer noch kräftig und sauber. Selbst als es schneller wird, ist er hier noch in der Lage, einzelne Effekte im satten Fundament herauszuarbeiten.

Audiophile und ambitionierte HiFi- und Heimkino-Freunde, die nicht auf einen eigenen Hörraum ausweichen können, werden am DS 12 EVO wenig auszusetzen haben. Außer vielleicht, dass die Komponente wiederum nicht so klein ist, dass man ihn komplett verstecken kann. Dem wirkt Saxx aber mit einer eleganten Optik und sehr soliden Verarbeitungsqualität entgegen.

Konkurrenzvergleich

Teufel T10 (420 EUR): Der Teufel T10 lässt sich praktischerweise entweder als Front- oder als Downfire-Subwoofer einsetzen, was die Flexibilität erhöht. Er ist gut verarbeitet und integriert sich harmonisch in viele Setups. Das 25 cm Chassis gerät beim Thema Tiefgang gegenüber dem DS 12 EVO ins Hintertreffen, zudem zieht der Saxx-Bassist bei hohem Pegel und in größeren Hörräumen dank mehr Endstufenleistung davon. 

KEF Kube 8b (550 EUR): Mit der 300W Class D-Endstufe ist der Kube 8b bestens ausgestattet, um auch bei hoher Lautstärke noch ein tadelloses Bassfundament bereit zu stellen. Er ist außergewöhnlich kompakt, setzt aber nur auf ein 20 cm Basschassis. Dieses ist zwar sehr impulstreu, der DS 12 EVO kann seine Endstufen-Power dank des 30 cm Chassis aber effizienter umsetzen und erzielt den besseren Tiefgang. Dafür wirkt der KEF gerade bei klassischer Musik oder Jazz noch eine Idee exakter und kultivierter.

Nubert nuSub XW-700 (495 EUR): Alles richtig gemacht, sagen wir zum XW-700. Mittels der genialen X-Room Calibration kann man den XW-700 in kürzester Zeit akustisch kalibrieren. Fpr iPhone-Besitzer geht alles mit dem Mikrofon im Smartphone, für Android-User führt Nubert für unter 40 EUR ein spezielles Mikrofon für die Einmessung im Programm. Der kleinste nuSub sieht prima aus, ist sehr gut verarbeitet und liefert einen präzisen, kontrollierten und soliden Bass. Ein harter Konkurrent, dem der Saxx-Woofer allerdings sein noch besseres Darstellungen sehr tiefer Bässe dank des größeren Chassis entgegen stellt. Bei hohem Pegel dann zieht der Saxx etwas davon - mehr Effizienz dank größerem Chassis und mehr Endstufenleistung zahlen sich aus. 

Fazit

Der Saxx deepSOUND DS 12 EVO bietet eine hervorragende Kombination aus kompakten Abmessungen, großem 30 cm Chassis und ordentlicher Endstufenleistung. Hinzu kommt noch die geschlossene Konstruktion, die die Präzision bei der Wiedergabe steigert. Mit diesen Merkmalen, die zudem mit einer tadellosen Verarbeitung und einem äußerst fairen Kaufpreis kombiniert werden, schafft es Saxx, sich in einer hart umkämpften Klasse bestens aufzustellen.

Großes Chassis, kompaktes Gehäuse, enorme Präzision und genug Power auch bei hohem Pegel: der SD 12 EVO brilliert im Test

Aktive Subwoofer bis 500 EUR
Test 25. März 2021

 

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 25. März 2021

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