TEST: Eversolo Play - kleiner, edler Streaming-Vollverstärker mit komplettem Ausstattungspaket

Auf der letztjährigen High End gab der Eversolo Play, ein All-in-One-Streaming-Verstärker, sein Debüt. Mit etwas Verzögerung ist der kompakte Alleskönner mit Bluetooth 5.0, WLAN und kabelbasiertem Ethernet-Terminal nun zum Test in unserer Redaktion eingetroffen. Mit einem Preis von 699 EUR für den normalen Play und von 799 EUR für den Play in der CD-Edition (mit seitlichem CD-Laufwerk) fällt die nötige finanzielle Investition moderat aus.
Bis auf den geringen Platzbedarf gibt sich der Eversolo Play allerdings an keiner Stelle sparsam. Ausgestattet ist er mit einem präzise arbeitenden AK4493 DAC-Chip und erreicht einen SNR ≥109dB (A-wt) sowie einen extrem niedrigen Gesamtklirrfaktor von 0,0037%. Der Class-D-Verstärker stellt eine Ausgangsleistung von 60 W an 8 Ohm und 110 W an 4 Ohm bereit, was absolut gesehen als wirklich ordentlich zu bezeichnen ist.
Typisch für Produkte des Hauses eversolo sind die bordeigenen Streaming-Features extrem umfangreich. Der Play bietet Kompatibilität zu zahlreichen Musik-Streaming-Plattformen, einschließlich TIDAL Connect, qobuz Connect, Spotify Connect, TuneIn Radio, Deezer, Amazon Music und Apple Music. Zudem ist auch Roon ready an Bord. Der kleine, feine Streaming-Vollverstärker offeriert sowohl drahtloses Streaming als auch Zugriff auf die Netzwerk-Cloud, einschließlich UPnP und WebDAV an, und überzeugt mit sofortigem Zugriff auf lokale NAS- oder Cloud-Speicher, um eine personalisierte Musikbibliothek zu erstellen.
Darüber hinaus setzt der Eversolo Play auf ein von Eversolo selbst entwickeltes Bibliotheksverwaltungssystem, das eine enorm flexible und plattformübergreifende Verwaltung von Musikdaten garantiert. Mittels globaler Suchfunktionen ermöglicht es eine zügige Suche nach Songs aus Online-Quellen.
Dank Multiroom-Funktionalität kann man auf komfortablem Weg ein individuelles Gerätenetzwerk fürs ganze Haus einrichten. Durch den Einsatz von Eversolo-Playern in verschiedenen Räumen zusammen mit Lautsprechern (hier hat Eversolo mit den SE100 Lautsprechern im quadratischen Format für 500 EUR Paarpreis eine interessante Option) baut sich der Anwender das zum Raumangebot im Haus und zu den individuellen Ansprüchen passende Musiksystem auf – selbstredend mit praktischer Steuerung über Eversolos eigene App.
Wir erwähnten eingangs, dass an nichts gespart wurde – und das belegt auch die vergleichsweise hoch entwickelte Raumkorrektur-Funktion evotune, ebenfalls eine Eigenentwicklung. Sie kann auf das Mikrofon eines Smartphones oder eines externen USB-Mikrofons zugreifen, um die Eigenschaften der Raumakustik zu analysieren und Frequenzbänder automatisch anzupassen, damit akustische Defizite ausgeglichen werden können.
Verarbeitung und Aufbau

Makellose Verarbeitung

Hochwertige Gerätestandfüße

Komplette Unterseite

Ansicht von oben mit Logo
Die Verarbeitung unseres Testgeräts ist exzellent – hier würde man spontan auf einen deutlich höheren Kaufpreis tippen. Der kompakte Play verwendet eine CNC-gefertigte Unibody-Konstruktion aus einer hochfesten Aluminiumlegierung, die eine hohe strukturelle Steifigkeit aufweist, zugleich jedoch gegen externe elektromagnetische Störungen abschirmt, damit eine möglichst verlustarme Audiosignalübertragung gewährleistet wird. Der Sockel ist mit einem die volle Fläche ausnutzenden Kühlkörper versehen, der die Temperaturen der internen Komponenten deutlich herabsetzt und eine Stabilität von PCBs und Chips garantiert. Das große 5,5-Zoll-Display, das einen großen Teil der Gerätefront einnimmt, spricht sehr gut an und weist eine klar gegliederte, grafisch ansprechende Benutzeroberfläche auf. Der Hersteller hat die hauseigene Benutzeroberfläche auf ein besonders einfach bedienbares Niveau gebracht und die Gerätesteuerung in sechs Submenüs zusammengefasst: Musikdienste, Funktionen, Apps, Connect, Cloud und Einstellungen
Anschlüsse

Rückseite, Gesamtansicht
Die Rückseite verfügt über ein solides Anschlusssortiment – wir stellen nun die einzelnen Optionen vor. Zunächst vorhanden ist ein HDMI ARC-Terminal für die komfortable Verbindung zum Smart-TV.

Richtiger Netzschalter, HDMI-ARC, optischer plus koaxialer Digitaleingang
Ein optischer und ein koaxialer klassischer Digitaleingang sind ebenfalls vorhanden. Hinzu kommt der Vorverstärkerausgang zum direkten kabelbasierten Anschluss eines aktiven Subwoofers für eine wirkungsvolle Entlastung der beiden Endstufen im leistungsintensiven Bassbereich – sehr wertvoll, möchte man den Play zum Beispiel in einem größeren Hörraum verwenden. Zugleich ist ein Subwoofer wichtig, wenn man als Hauptlautsprecher relativ kpmpakte Regallautsprecher oder sehr schlanke Standboxen verwendet, denen man im Bassbereich unterstützend zur Seite stehen sollte.

Phono MM/MC, USB 3.0 Anschluss für externe HDDs, USB-Audio-Ausgang, LAN-Anschluss

Hochwertige Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse
Echtes Highlight ist der Phonoeingang, denn, ganz anders, als sonst bei eher günstigen Verstärkern üblich, werden nicht nur MM- sondern auch MC-Tonabnehmer unterstützt. Für die kabelbasierte Einbindung ins Heimnetzwerk ist ein RJ45 Ethernet-Anschluss am Start. Zudem ist noch ein USB 3.0 OTG-Anschluss vorhanden. An diesem finden zum Beispiel externe Festplatten mit großen Musikbibliotheken Platz. Der USB-Audio-Ausgang unterstützt mit DSD512 Native und PCM 768kHz/32-Bit auch extrem hohe Auflösungen. Untergebracht auf der Rückseite ist noch ein Trigger In-Anschluss für eine synchronisierte Systemsteuerung.
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Tags: audiodomain • EverSolo • Netzwerk-Streaming-Player • Stereoverstärker • Streaming-Verstärker • Streaming-Vollverstärker • Streamingverstärker







