TEST: DALI SONIK 5 - schlanke, akustisch starke und preislich faire Standbox aus Dänemark

Klang

Onkyo Icon A 50 Frontansicht1

Streaming-Stereovollverstärker Onkyo ICON A-50 

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klangliche Auslegung der DALI SONIK 5 genauer eingehen. Für die Zuspielung unserer Klangbeispiele haben wir den Onkyo ICON A-50 Streaming-Vollverstärker ausgewählt. 

Als erstes Klangbeispiel haben wir uns für "Please Don`t Hate Me" von Aaron Rowe entschieden. Der Künstler ist in Monkstown Farm aufgewachsen, einem Arbeiterviertel im Süden Dublins. Der gefühlvolle Titel startet mit einer Akustikgitarre, und kurz darauf integriert sich Aaron mit seiner Stimme. Beide Klangelemente präsentieren die SONIK 5 mit einer für ihre Preisklasse feinen, schon fast filigranen Detaillierung und mit ausgeprägter Natürlichkeit. Die etwas nasal wirkenden Stimme des Künstlers wird demnach hervorragend getroffen, feindynamische vokale Details nimmt die dänische Box zuverlässig mit. Als im der Titel im weiteren Verlauf etwas an Dynamik gewinnt und sich ein Klavier sowie weitere klassische Musikinstrumente hinzugesellen, gelingt in Anbetracht der Preisklasse eine absolut klare Präsentation der einzelnen Bestandteile - und zugleich entsteht eine homogene Gesamtdarstellung. Die bereits angesprochene Akustikgitarre, die Aaron den ganzen Track begleitet, bleibt in ihrer Ausprägung immer voll erhalten, auch dann, als  transparent zum Ausdruck kommende Violinen mit in den Titel einsteigen. Die beiden Tiefmitteltöner liefern ein voluminöses und zugleich präzises Bassfundament, erstaunlich in Anbetracht der kompakten Abmessungen der SONIK 5.

Weiter geht es in unserer Klangwertung mit dem Ausnahmekünstler Teddy Swims und seinem Hit "Lose Control". Das Keyboard und die Drums, die zu Beginn des Titels zu vernehmen gibt, werden mit ausgezeichneter Staffelung, hervorragender Struktur und überragendem Timing von den SONIK 5 dargestellt. Als dann kurze Zeit später Teddy mit seiner kraftvollen und "soullastigen" Stimme loslegt, überzeugen uns die DALI Schallwandler mit einer facettenreichen, lebendigen und mit überraschend viel Fingerspitzengefühl umgesetzten Darstellung. Die Präsentation der unterschiedlichen Instrumente und musikalischen Ebenen erledigen die Lautsprecher ebenfalls wieder auf einem sehr hohen Niveau.

Noch einmal gefühlvoll und ausdrucksstark wird es beim nächsten Titel. Hierfür haben wir uns für "Run" von Leona Lewis, Steve Robson, Paul Beard, Jon Garrison, Karl Brazil und Luke Potashnick entschieden. Der Song beginnt mit einem klassischen Klavier. Dieses erfassen die SONIK 5natürlich, mit fein dosierter Wärme und mit genau definierten Konturen. Als nach wenigen Momenten Leona Lewis mit ihrem gefühlvollen Gesang loslegt, sind wir begeistert, wie detailliert und authentisch die vokale Präsenz von den SONIK 5 hervorgehoben wird. Praktisch punktgenau wird die Stimmfarbe von Leona getroffen, und auch, als Leona dann Kopfstimme übergeht, bleibt unsere Begeisterung für die kompakten dänischen Schallwandler in vollem Umfang erhalten. Selbst kleinere musikalische Feinheiten bilden die Lautsprecher ab. Als der Titel dann etwas an Geschwindigkeit, Dynamik und Facetten zunimmt, ermöglichen die SONIK 5 nach wie vor eine hervorragende Differenzierung. Allerdings leidet bei höheren Lautstärkepegel die Differenzierung etwas, und die Gesamtwiedergabe wird leicht dominant. Das kann man aber in Anbetracht des Kaufpreises der Box absolut verzeihen.

Weiter geht es mit dem brandneuen Titel "Somebody Like You" von Within Temptation und Smash Into Pieces. Das bewusst leicht verzerrte Klavier zu Beginn des Titels und die ersten vokalen Elemente von Chris Adam Hedman Sörbye, Frontmann von Smash Into Pieces, werden ausdrucksstark und homogen sowie mit einer ausgezeichneten Tiefenstaffelung in unseren Hörraum getragen. Als im weiteren Verlauf weitere Effekte hinzukommen, realisieren unsere Testkandidaten eine grandiose, weil in sich schlüssige und impulstreu aufgebaute Gesamtwiedergabe. Als Sharon den Adel dann mit ihrer unverwechselbaren und gefühlvollen Stimme einsteigt, geben die SONIK 5 auch diese Vocals mit Lebendigkeit und Präzision wieder. Neben den beiden Bands wird dieser Track  von einem klassischen Orchester ergänzt, auf das wir natürlich auch genauer eingehen möchten. Die Kombination aus Gitarren, klassischen Geigen/Violinen und Cello gelingt auf einem hohen Niveau, das definitiv für die Preisklasse von knapp 1.000 EUR nicht selbstverständlich ist. Auch, als im weiteren Verlauf der zu den Zuhörern getragene Dynamikbereich etwas zunimmt, steht weiterhin eine hervorragende Trennung der einzelnen akustischen Ebenen zur Verfügung. Allerdings sollte man es mit dem Lautstärkeregler nicht übertreiben, da sonst das Auflösungsvermögen der kompakten Standlautsprecher etwas in Mitleidenschaft gezogen wird, zudem merkt man doch das bescheidene Gehäusevolumen - die Basskraft gerät dann an ihre Grenzen. Wer häufiger auch im größeren Hörraum hohe Pegel fahren möchte, kann sich mit den beiden größeren Standlautsprechern der Baureihe beschäftigen, die hier vermutlich entschlossener und belastbarer auftreten. Für ihre Baugrößé schafft die SONIK 5 aber auf jeden Fall erstaunliche Ergebnisse.

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Thorens TT 403 DD Plattenspieler

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Nachdem wir uns von der Klangqualität der DALI-Lautsprecher bei modernem Streaming überzeugt haben, möchten wir uns im letzten Abschnitt unserer Klangwertung die Wiedergabegüte bei der Zuspielung von Schallplatten widmen. Hierfür haben wir uns für "Come As You Are" von Nirvana entschieden und die Übermittlung der Signale übernimmt unser Thorens TD 403 DD mit MM-Tonabnehmer (Ortofon 2M Blue). Die zu Beginn des Titels erklingenden E-Gitarren werden absolut glaubwürdig und homogen von unseren Test-Lautsprechern präsentiert. Auch dder nötige Nachdruck fehlt nicht Als sich im weiteren Verlauf dann Drums in den Titel einfügen, realisieren die dänischen Boxen ein präzises Bassfundament, das darüber hinaus ein sehr gutes Volumen besitzt und nie überzogen umgesetzt wird. Natürlich fehlt es bauartbedingt etwas an Grobdynamik, für kleinere Räume ist die Performance aber definitiv mehr als ausreichend. Als Kurt Cobain mit seiner unverwechselbaren Stimme einsteigt, notieren wir eine ausgeprochen authentische Präsentation der doch nicht einfachen Stimmfarbe. Die Stimme wird dank der leicht warmen, extrem angenehme Auslegung der Schallwandler auch zu keinster Zeit zu harsch oder aggressiv. 

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit dem dänischen Songwriter Jacob Dinesen und "Ordinary Guy", natürlich von klassischem Vinyl in der DALI Edition. Der Titel beginnt mit einer klassischen Akustikgitarre, und kurz darauf startet Jacob Dinesens mit seinem außergewöhnlichen Gesang. Zudem gesellen sich kräftige Drums dazu. Die Gitarre wird realistisch und lebendig umgesetzt, die Drums werden mit einem ordentlichen Volumen zum Ausdruck gebracht. Schon fast tosenden Applaus löst bei uns die Darstellung der teils kratzigen und markanten Stimme von Jason aus: Sie wird ausgezeichnet von den SONIK 5 getroffen und mit vielen verschiedenen Feinheiten und Eigenheiten umgesetzt. Auch als der Titel dann im weiteren Verlauf etwas an Dynamik zulegt, ermöglichen die SONIK 5 weiterhin eine souveräne Differenzierung, kombiniert mit einem kräftigen und präzisen Bassfundament.

Konkurrenzvergleich

Wharfedale Evo 5.2 Frontansicht

Wharfedale EVO 5.2: Für 949 EUR Paarpreis, also exakt 50 EUR weniger als für die SONIK 5 veranschlagt wird, kann man sich anstatt eines kleinen Standlautsprechers auch einen großen 3-Wege-Regallautsprecher in den Hörraum stellen. Die gesamte Auslegung der EVO ist ehrlich und realistisch, sehr zu loben ist die feine Hochtonauflösung des AMT-Hochtöners. Für einen Regallautsprecher ist der Bassbereich in jeder Hinsicht enorm gut. Die Verarbeitung des Unibody-Gehäuses ist für die Preisklasse mustergültig. Auch die Pegelfestigkeit kann definitiv überzeugen. Insgesamt ein wichtiger Konkurrent für die SONIK 5, die mit ihrer schlanken Optik und als Standbox aber andere ästhetische Anforderungen erfüllt. Klanglich erfreut die SONIK 5 mit noch mehr Homogenität, man kann dem dänischen Lautsprecher stundenlang zuhören, ohne dass man sich je auch nur im geringsten genervt fühlt.

Nubert Nuboxx B 60 Front Seitlich1

Nubert nuBoxx B-60: Zum Paarpreis von 976 EUR steht der Standlautsprecher nuBoxx B-60 bereit, der sich in unserem Test besonders durch seinen enorm dynamischen Gesamtauftritt und die exzellente Pegelfestigkeit profilieren konnte. Die Nubert klingt nüchterner als unsere Testkandidaten, sie entwickelt eine enorme Dynamik und schiebt auch bei hohem Pegel noch mit Nachdruck an. Die SONIK 5 ist sanfter, harmonischer und feinfühliger, offeriert aber nicht diesen unmittelbaren, ungefilterten Antritt der B-60.

Elac Debut Df53 Front

ELAC Debut F5.3: Hier kommt ein wahrer Preis-/Leistungschampion, denn mit 798 EUR Paarpreis ist der gut verarbeitete und akustisch erstaunlich starke, schlank bauende ELAC-Standlautsprecher eine echte Okkasion. Für nicht einmal 800 EUR Paarpreis macht die Debut F5.3 alles richtig: Sie spielt trotz ihrer schlanken Bauform fundiert und aussagekräftig auf. Der Bassbereich ist tadellos, ebenso das Auflösungsvermögen. Das Paar SONIK 5 kostet 200 EUR mehr, dafür klingt der dänische Lautsprecher noch homogener, differenzierter und liegt beim Thema Feindynamik vorn.

Fazit

Dali Sonik 5 Frontansicht

Die DALI SONIK 5 ist schon optisch ein Volltreffer: Formschön und gerade in der von uns getesteten Farbkombination äußerst attraktiv, präsentiert sich der kleine, schlanke Standlautsprecher als sehr ansprechend verarbeitet. Bei der gesamten Konstruktion hat DALI für diese Preisklasse viel Aufwand betrieben, das gilt für Gehäuse, Treiber und Details wie den Standfuß oder die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Klanglich beeindruckt uns der kleine dänische Schallwandler ebenfalls. Natürlich muss man immer die kompakten Abmessungen im Hinterkopf haben - für größere Hörräume gibt es den SONIK 7 (Paarpreis 1.498 EUR) und den besonders leistungsstarken SONIK 9 (Paarpreis 2.398 EUR). Aber für kleinere bis mittelgroße Hörräume eignet sich der SONIK 5 exzellent. Er spielt sehr angenehm und stimmig auf, bietet trotzdem eine solide Dynamik, detailliert ausgezeichnet und stellt selbst im Bassbereich einen tadellosen Nachdruck bereit. 

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DALIs SONIK 5 beeindruckt als schlüssiges Gesamtkonzept: Optisch attraktiv, akustisch stark und preislich fair
Preisklassen Referenz 2024
Standlautsprecher bis 1.000 EUR Paarpreis
Test 03. Februar 2026

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 03. Februar 2026

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