XXL-TEST: Cambridge Audio CXN100 - moderner Netzwerk-Streamer im edlen Gewand

Klangtestreihen: Test-Equipment, Nutzung als Streamer und als Pre-Amp/DAC

Canton Vento 90 Nussbaum Dunkel

Buchardt Audio I150 Frontansicht1

Wenden wir uns in diesem Abschnitt unseres Reviews nun den klanglichen Eigenschaften des britischen Netzwerk-Streamer zu. Da uns die Kombination aus der Canton Vento 90 und dem Buchardt Audio I150 aus einem vorherigen Test sehr gut bekannt ist, möchten wir diese Kombo auch in diesem Test verwenden. Natürlich schließen wir den CXN100 analog an, da wir ja wissen möchten, wie gut die DA-Wandler im Cambridge Audio CXN100 sind - denn bei digitalem Anschluss eines ausführliche "Klangwertung" durchzuführen, halten wir für nicht gerechtfertigt, obwohl es ja durchaus HiFi-Freunde gibt, die stundenlang über den "Digitalklang" referieren können. Wir halten es hier lieber praxisgerecht, und der erstklassige ESS-DAC kann uns anhand der folgenden Klangbeispiele zeigen, zu was er in der Lage ist.

Avm Ma30 3 Mk2 Beide Von Schraeg Oben

AVM MA30.3 MK2

Zudem haben wir den Cambridge Audio CXM100 auch als Vorverstärker an AVM M30.3 MK2 Monoblöcken verwendet. Wichtig ist hier, innerhalb der App die Funktion des CXN100 als Vorverstärker zu definieren:

Cambridge Audio Cxn100 Streammagic App Vorverstaerker

Einstellung in der App

Auch beim Einsatz als Vorverstärker hat sich der CXN100 bewährt und mit seinem akustisch sauber abgestimmten, runden, nie zu harschen Klangbild für viel Freude gesorgt. Er agiert im Hochtonbereich frisch und klar, Mitten klingen facettenreich und lebendig, und der Bass ist straff sowie homogen.

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Die einzelnen Testbeispiele

Zum Zeitpunkt unseres Tests ist es gerade ein grauer Donnerstag Morgen und wir beginnen unsere Klangwertung langsam, behutsam und gefühlvoll. Als ersten Titel haben wir uns für "Under Yours Scars" von Godsmack entschieden. Das Stück handelt vom Durchhalten angesichts den Herausforderungen einer Beziehung. Der Titel beginnt mit einem Klavier, welches von Frontmann Sully Erna bedient wird, und kurz darauf folgt der Klang einer Violine. Beides kann der CXN100 akkurat und glaubwürdig abbilden, er manifestiert unsere Eindrücke mit einem sehr breiten Bühnenbild. Als Sully dann mit seiner feinfühligen Stimme in den Titel einsteigt, sorgt der CXN100 für hohe Zufriedenheit beim Tester. Die Stimmfarbe wird präzise auf den Punkt getroffen und selbst in den höher angesiedelten Passagen bleibt sie gefühlvoll und ausdrucksstark. Als der Titel etwas an Geschwindigkeit zunimmt, gelingt eine klare Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente in überragender Qualität. Die Klänge des Klaviers, des Cellos sowie der Violine bleiben in ihrem Facettenspektrum auch in feineren Strukturen erhalten, ohne dass dabei der Gesang oder E-Gitarren in den Hintergrund rücken.

Weiter geht es mit schwedischen Rockern von Takida und dem Titel "The Loneliest Hour". Der Song beginnt mit zahlreichen elektronisch erzeugten Effekten, und darauf folgen sofort harte Drums. Auch hier kann unsere Testkette sofort überzeugen und brilliert mit harten Punch, aber auch mit der Feinfühligkeit, die aus dem Hintergrund agierenden Effekte nicht zu vernachlässigen. Als Frontmann Robert Patterson mit seiner unverwechselbaren Stimme einsetzt, sind wir ebenfalls sehr angetan, wie gut der Cambridge Audio Netzwerkplayer diese umsetzen kann. Selbst als der Titel an Fahrt aufnimmt und wir den Lautsprecherpegel deutlich anheben, bleibt die Stimmfarbe gefühlvoll und sauber und strukturiert. Der Bassbereich wirkt ebenfalls straff und fundiert, ohne dabei aber übertrieben zu wirken oder die Gesamtwiedergabe zu verfälschen. 

Nun spielen wir dem Cambridge Audio CXN100 "Fear of the Dog" von den Hofern Metallern Gorilla Phoenix zu. Die Band kommt direkt aus der Umgebung der Redaktion. Der Titel beginnt mit harten Drums und E-Gitarren - der CXN100 besitzt das Vermögen, beides mit klaren, authentischen Konturen freizusetzen. Auch die Stimmfarbe von Frontmann Thomas "Hohby" Hohberger trifft der Neztwerkplayer tadellos. Die Gesangseinlagen werden mit seiner sehr komplexen Struktur einfach überragend dargeboten. Die klare Differenzierung der einzelnen Instrumente klappt ebenfalls hervorragend.    

Auch wenn es uns schwer fällt, wechseln wir das Genre und spielen dem CXN100 "Prada" von Cassö & Raye feat. D-Block Europe zu. Das Remix unterscheidet sich stark vom Original und hat vor allem an Tempo gewonnen. Der Titel beginnt mit Synthesizerklängen, die der Cambridge Audio Player tadellos umsetzen kann. Selbst den darauf folgenden schnellen Sprechgesang kann man klar & differenziert vernehmen. Im nächsten Moment schießt der Track sozusagen "nach vorne" und explodiert förmlich an Effekten und harten Bassgefügen. Aber auch hier können wir nichts Negatives feststellen. Die elektronischen Effekte sowie die Stimmcharaktere bleiben voll erhalten, selbst bei den harten Kickbässen, von dem es nicht zu wenige gibt, in diesem Titel. Die tieffrequenten Elemente werden straff und auf den Punkt umgesetzt.

Ebenfalls neu in unserer Klangwertung ist der nächste Titel. Wir haben den Track "Run Free" von Tiësto & R3HAB ausgesucht. Wer die beiden DJs kennt, der weiß, was für ein Feuerwerk gleich in unserem Hörraum entfacht wird. Der Track startet allerdings noch gemächlich mit einer paar elektronische Effekten, mit Bässen, gefolgt von einer Sirene - alles bleibt facettenreich und klar erhalten. Bei höheren Lautstärkepegel wirken die "Are You Ready" Rufe leicht aggressiv im Hochtonbereich. Erstaunt sind wir, welche Bassperformance unsere Canton Vento 90 hier abliefern. Der Bass wirkt kraftvoll, voluminös und staubtrocken. Selbst erfahrene HiFi-Hörer schütteln unglaubwürdig ihre Köpfe.

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit Paul Kalkbrenner und "Altes Kamuffel". Die elektronisch erzeugten Klänge zu Beginn des Titels, werden klar und stimmig in unseren Hörraum abgegeben. Als der Titel an Fahrt und vor allem tieffrequenten Signale zunimmt, finden wir auch hier keinerlei Kritikpunkte. Der Bassbereich wird mit einer enormen Vehemenz und trotzdem einer klaren Struktur präsentiert, und das selbst bei höheren Pegeln. Weder aufdringlich noch schrill wirken die verwendeten Synthesizer. 

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Konkurrenzvergleich

Cambridge Audio Mxn10 Front Seitlich

  • Cambridge Audio MXN10: Der kleine, kompakte und zudem preisgünstige MXN10 verwöhnt bereits mit hervorragenden Streaming-Optionen inklusive einer enormen Flexibilität. Er präsentiert sich gut verarbeitet, erreicht aber natürlich hier nicht das Niveau des doppelt so teuren CNX100, der darüber hinaus mit einem großen Display und mit einem besonders hochwertigen DAC aufwarten kann.

Arcam St5 Frontansicht

  • ARCAM RADIA ST5 Hi-Res-Streamer: Der modern gestaltete und hochwertig ausgeführte Streamer der kürzlich eingeführten RADIA-Baureihe von ARCAM weist ein weniger überzeugendes Display im Vergleich zum CXN100 auf. Ansonsten aber ist der ST5 massiv verarbeitet, und zwar bis ins Detail. Die Streaming-Eigenschaften sind modern und flexibel. Optisch passt er perfekt zu den RADIA-Vollverstärkern. 

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