TEST: AVM Evolution AS 3.3 - Streaming-Vollverstärker mit überwältigendem Klang und hochklassiger Ausstattung
Konkurrenzvergleich

Soulnote A-2 für 6.990 EUR: Was ist denn da los? Der Soulnote A-2 sagt zunächst zu fast allem entschieden "NEIN". Zum Thema Streaming und Multiroom, zum Thema Bluetooth, zu den Themen Phonovorstufe und Kopfhörerverstärker. Mag er nicht, will er nicht. Was er will und herausragend beherrscht: Eine grandios klare, sehr sauber gestaffelte Akustik anzubieten. An 8 Ohm bieten die Endstufen pro Kanal 100 Watt Leistung, an 4 Ohm 200 Watt pro Kanal. Streng genommen ist der puritische A-2 mit ultrakurzen Signalwegen und besten Baugruppen eine geregelte Endstufe, die zusätzlich zu ihren verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten jeweils drei Cinch und drei XLR Terminals bietet. Mit der eigenständigen Optik und der firmeneigenen Philosophie der "Reduce To The Max" Technik für reinsten Klang ist der A-2 ein absolut reizvolles Angebot.

Hegel H400 für 6.995 EUR: Mit nordisch-minimalistischem Design und feinem HiFi-Klang macht der H400 auf sich aufmerksam. Zu steuern mittels der Hegel-App, bietet er eine gute Auswahl an Streamingfunktionen - allerdings bietet der H400 kein WLAN-Modul, sondern muss per Kabel ins Heimnetzwerk integriert werden. Im Gegensatz zum Evolution AS 3.3 offeriert der H400 zudem kein HDMI-Termnal, dadurch kann man ihn nicht so einfach mit einem Smart-TV verbinden. Wie auch der AVM Streaming-Vollverstärker, besitzt der H400 einen sehr aufwändigen und präzise arbeitenden DAC. Zudem spricht das symmetrische Dual Mono-Design für den Hegel, der absolut unerschütterlich solide wirkt und damit Maßstäbe setzt. Klanglich tritt der AVM etwas fülliger und mit mehr "Dampf" auf, während der H400 mit seiner unerschütterlichen Neutralität glänzt und damit den Fan klassischer HiFi-Klangcharakteristik anspricht. Die Fernbedienung vom H400, ebenfalls sehr solide gefertigt, ist kompakter als die RC-5 des Evolution AS 3.3.

McIntosh MSA5500AC für 9.995 EUR: Teuer, aber gut - diese Maxime gilt für den MSA5500AC im typischen McIntosh Layout. Die von Bose übernommene US-Edelmarke setzt auch beim modernen Streaming-Verstärker auf zwei blau leuchtende VU-Meter und einen grün beleuchterten McIntosh-Schriftzug sowie die beiden schon klassischen, kleinen Bicolor-Drehregler. Der gesamte Aufbau des MSA5500AC wirkt wie für die Ewigkeit gemacht - da steckt zum zugebegenermaßen nochmals deutlich höheren Preis noch mehr Solidität als beim schon hervorragenden H400 von Hegel drin. Dafür floppt der MSA5500AC mit seiner eher günstig wirkenden Kunststoff-Fernbedienung, die man eher einem Verstärker der 2.000 EUR-Liga zuordnen würde. Streaming-technisch ist der McIntosh sehr umfassend bestückt, hier fehlt es an nichts. Ein MM-Phonoeingang sowie HDMI-ARC gehören mit zur Anschlussbestückung. Der Verstärker unterstützt sogar Dolby Digital und DTS. Leistungstechnisch bietet er an 8 Ohm 100 Watt pro Kanal und an 4 Ohm 160 Watt pro Kanal. Ohne Zweifel erreicht der MSA5500AC diese Werte auch - allerdings muss man zugeben, dass der Evolution AS 3.3 und der Hegel H400 im Grenzbereich hoher Pegel noch nachdrücklicher und kompromissloser anschieben. Ein Quad Balanced 8-Kanal-32-Bit-DAC dokumentiert, dass eine Premium-D/A-Konversation zu den Stärken des McIntosh gehört. Unterstützt wird DSD512 und DXD bis 384 kHz. Akustisch bietet der MSA5500AC einen fundierten, homogenen und in sich schlüssigen Sound mit sauber dosierter räumlicher Wirkung.
Fazit

Der AVM Evolution AS 3.3 ist eine Lichtgestalt, die zwar teuer bezahlt werden möchte, aber auch einen überragenden Gegenwert bietet. Der Streaming-Vollverstärker kann extrem viel, und das auch noch extrem gut. Die zeitlos-minimalistische optische Erscheinung weist ihn als typisches AVM-Familienmitglied aus, und die hochwertige Verarbeitung ebenfalls.
Das sehr umfangreiche Anschlussangebot, unter anderem mit HDMI-ARC und XLR-Terminals, spricht ebenfalls für den HiFi-Boliden aus dem badischen Malsch. Die hervorragend arbeitende Streaming- und Multiroom-Plattform X-Stream Engine, die über die umfangreich RC X App gesteuert wird, sorgt für sehr flexible Einsatzmöglichkeiten. Man braucht keinen weiteren Zuspieler, der AS 3.3 alleine reicht schon, um ein musikalisches Universum zu erkunden. Aber schade wäre es schon - denn die hochwertige Phonovorstufe, geeignet für MM und MC Tonabnehmersysteme und über die App einstellbar, wartet nur auf den Vinylfreud und seinen Plattendreher.
Übrigens ist auch der eingebaute Kopfhörerverstärker von wirklich guter Qualität, sodass der Evolution AS 3.3 wirklich mit einer Vielzahl an Vorzügen aufwarten kann. Klanglich hat uns der AVM Vollverstärker sofort, ohne jede zeitliche Verzögerung, begeistert. Dynamisch, kraftvoll, fundiert, kultiviert und detailverliebt, setzt er sich mit jeder Quelle auf höchstem Niveau auseinander. Bilanzierend heißt das fürs Testergebnis, dass der AVM Evolution AS 3.3 der erste Streaming-Vollverstärker ist, der unser "Best Of Best"-Prädikat abräumt - wenn das mal kein Grund zu feiern ist.
Siegertyp von AVM: Der Evolution AS 3.3 räumt mit Top-Klang und Vollausstattung alles weg, was sich ihm in den Weg stellt

"Best Of Best" Kategorie Streaming-Vollverstärker
Test 28. August 2025
Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 28. August 2025
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Tags: AVM • AVM Audio • Streaming-Vollverstärker • Streamingverstärker • Verstärker






