SPECIAL: Der Reiz des Ungewöhnlichen - Unser Masterpiece Nubert nuLine 334 trifft auf den vorzüglichen Streaming-Verstärker Bluesound POWERNODE

Nachdem wir den neuen POWERNODE aus dem Hause Bluesound vor kurzem im Test hatten und dort sehr begeistert von seinen Fähigkeiten waren, haben wir ihn nun vor eine neue, besonders schwierige Aufgabe gestellt. Die pro Stück 1.375 Euro kostende nuLine 334, unser „Masterpiece“ in der betreffenden Preiskategorie (hier geht es zum Testbericht!), wurde mit dem ultrakompakten Streaming-Verstärker verbunden. Warum haben wir uns für diesen Schritt entschieden? Nun, unserer Ansicht nach hat die nuLine 334 durchaus einen brauchbaren Wirkungsgrad und benötigt nicht unbedingt einen Vollverstärker mit mehreren hundert Watt pro Kanal. Zum zweiten trauen wir dem kleinen POWERNODE der neuesten Generation, der höchstens so groß wie zwei Taschenbücher ist, einiges zu. Also waren wir durchaus guten Mutes, als wir dieses etwas ungewöhnliche Projekt beschlossen haben.

Nubert nuLine 334

In Kombination mit dem aktuellen POWERNODE

Erste Klangtestreihen belegen, dass wir durchaus richtig liegen und wir begannen mit einem Material, das einen gewissen Anspruch in sich birgt. Nämlich dem „Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Hier sind wir begeistert, wie klar und detailreich alle Instrumente auf den Punkt gebracht werden. Natürlich darf man hier nicht erwarten, dass auch in hinteren musikalischen Ebenen noch alle Details erfasst werden. Aber die vorderen Ebenen werden wunderbar differenziert abgebildet und das Klangbild ist erstaunlich homogen.

Ansicht des Bluesound POWERNODE von oben

Rückseite mit Lautsprecher-Terminals, Sub Out und HDMI eARC

Die nuLine 334 beweisen wieder ihre enorme Flexibilität. Souverän arbeiten sie auch mit dem kompakten POWERNODE (Generation 2021) zusammen. Ihre Tugenden, ein kräftiger Bass, eine ausgezeichnete Räumlichkeit und eine tadellose Neutralität können sie auch hier voll ausspielen. Sicherlich ist dies nicht die Kombination, die in der Praxis sehr häufig zum Einsatz kommen wird. Gerade wer sich so eine große Box wie die nuLine 334 ins Wohnzimmer oder auch ins Musikzimmer stellt, möchte vielleicht auch einen stattlichen Verstärker dazu haben. Uns ging es eher darum, was heute machbar ist, was für extreme Kombinationen denkbar sind und natürlich wie sich die akustische Performance der einzelnen Geräte in diesen Kombinationen entfalten kann.

Ein echtes Universaltalent - Nubert nuLine 334

Tadelloses Finish

Sehr saubere Integration der Treiber

Hochwertige Anschluss-Terminals

Massive Traversen-Standfüße

Und hier macht sich diese Kombi auch sehr gut, als wir die Diana Krall-Version von „Desperado“ wiedergeben. Dianas Stimme hatte Fundament und Charisma, das ist auch ein großes Lob an den kompakten POWERNODE-Verstärker. Dass die nuLine 334 viel besser spielen als man bei einer Box für unter 1.400 Euro Stückpreis erwartet, dass zeigt sich selbst in dieser Kombination. Die Stimme löst sich sehr plastisch von den Chassis und verteilt sich mitten im Raum. Das hätten wir nicht erwartet. Hinzufügen möchten wir aber, dass die nuLine 334 natürlich in einem viel größeren Hörraum eingesetzt werden kann, als in der Kombination ausgerechnet mit dem kleinen POWERNODE. Hier halten wir 20 bis knapp 30 Quadratmeter für sinnvoll, während die nuLine 334 mit einem sehr kraftvollen Stereo-Verstärker durchaus auch im 40 bis 45 Quadratmeter großen Hörraum mit Nachdruck aufspielen kann.

Nun, jetzt wollen wir unser Duett mal wieder stärker fordern und suchen uns weitere Titel. Und hier gehen wir zur „Infinity“-Version, ursprünglich von Guru Josh, wir nutzen hier aber die Variante von DJ Klaas. Schon etwas älter, aber immer noch mit mächtigem Bass und einer ordentlichen Vielzahl elektronischer und anderer Effekte versehen. Hier sind wir begeistert, wie entschlossen der POWERNODE voranschiebt und wie sauber die Bass-Chassis der nuLine 334 die Impulse umsetzen. Es macht richtig Spaß zu hören und man kann dies sogar mit recht hohem Pegel tun. Selbstverständlich, eine Pegelmeister-Kombination ist dieses Team so nicht, aber erst bei den Regionen wird eingebremst, die selbst anspruchsvolle Hörer in der täglichen Praxis eher selten aufsuchen dürften. Klasse, können wir hier nur sagen, wie gut diese außergewöhnliche und ungewöhnliche Zusammenarbeit tatsächlich funktioniert.


Eine der flexibelsten Streaming-Plattformen überhaupt - Bluesound BluOS, hier die iOS-App

MQA-Wiedergabe mit dem POWERNODE

Auch Klangeinstellungen sind mit der BluOS-App möglich

Bei „Living on a Prayer“ von Bon Jovi und auch bei „Land of Confusion“, der Version von Disturbed, wollen wir auch sehen, wie „fetzig“ das Team agieren kann. „Living on a Prayer“, vom Quellmaterial eher durchschnittlich, klingt minimal blechern und nicht sonderlich differenziert, was allerdings nicht den Komponenten zuzuschreiben ist. Ordentlich wird dennoch die Stimme von Jon Bon Jovi dargestellt. Auch die Räumlichkeit ist prima und in Ansätzen kommt der Schwung der E-Gitarre durchaus gut zum Ausdruck. „Land of Confusion“ in der sehr nachdrücklichen Variante von Disturbed liegt in deutlich besserer Audio-Qualität vor. Das merkt man auch sofort. Hier schiebt die Kombination ordentlich nach vorne. Gerade im mittleren Pegel-Bereich kann man eigentlich kaum noch mehr erwarten für eine solch ungewöhnliche Kombination. Die gewollte Aggressivität in der E-Gitarre und auch in der Stimme des Sängers wird prima zum Ausdruck gebracht. Hier zeigt sich wieder einer der riesigen Vorteile der nuLine 334 Lautsprecher. Durch ihre neutrale Auslegung ist sie in der Lage spezielle Nuancen, die in der Tonspur enthalten sind, ausgezeichnet herauszuarbeiten und mit einer enormen räumlichen Dichte im Hörraum zu präsentieren.

Bluesound POWERNODE (2021)

Nubert nuLine 334

Wir schalten wieder einen Gang herunter und hören uns noch „Africa“ von Toto an. Die Melodie, die Millionen kennen und lieben kommt auch hier sehr sehr schön heraus. Die charismatische Stimme, der Rhythmus, der impulstreu wiedergegeben wird. All dies macht einen runden und homogenen Eindruck.
 
Das belegt: nicht nur eine spezielle Art von Musik kann man mit der Kombination aus Nubert nuLine 334 und Bluesound POWERNODE hören, sondern durchaus viele verschiedene Musikstile. Das heißt, der Reiz des Ungewöhnlichen – hier schlägt er voll zu. Wir können diese Kombination tatsächlich empfehlen, auch wenn man auf den ersten Blick gar nicht für möglich halten sollte, dass es funktioniert.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 18.05.2021

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