TEST: Bluesound POWERNODE - Mehr Leistung, mehr Flexibilität, mehr Bedienkomfort

Der Streaming-Verstärker Bluesound POWERNODE 2i, der uns im März letzten Jahres nahezu vollends überzeugen konnte, erhält einen Nachfolger. Das aktuelle Modell, dass nun den schlichten Namen POWERNODE trägt, bleibt seinem grundsätzlichen Konzept treu und agiert als kompakte Kombination aus Streaming-Player und Stereo-Verstärker. Äußerlich weist er viele Gemeinsamkeiten mit dem Vorgänger auf, wenngleich die Oberseite mit den stationären Bedienelementen überarbeitet wurde. Auch die Haptik der Oberfläche fällt etwas anders aus. Klare Unterschiede gibt es zudem im Inneren der Komponente:

Welche Vorteile bietet der neue Powernode?

  • 80 W pro Kanal HybridDigital-Verstärkung (Powernode 2i: 60 W pro Kanal)
  • Neuer Prozessor: ARM Cortex A53 Quad-Core, 1.8 GHz pro Kern (Powernode 2i: ARM Cortex-A9 Single-Core 1 GHz
  • Signalverarbeitung: PCM5242 mit Differential Output DAC implementation (Powernode 2i: PCM5242 mit weniger aufwändiger Single-Ended DAC implementation
  • Signal-Rausch-Verhältnis: -100 dB (Powernode 2i: -90 dB)
  • BluOS Gen 3 (Powernode 2i: BluOS Gen 2i)
  • Große Glasoberfläche mit Lautstärkeregelung und 5 direkt anwählbaren Presets, die Bedienelemente aktivieren sich bei Näherung (Powernode 2i: kleineres Glaspanel mit weniger Bedienelementen, ohne Presets)
  • "Matte Satin Paint" (Powernode 2i: "Soft Feel Paint")

Die genannten Punkte erklären sich nahezu von selbst. Auch von "single-ended" bzw. "differential" implementation muss man sich nicht einschüchtern lassen. Die neue Implementierung ist schlichtweg weniger anfällig gegenüber externen Beeinflussungen des Signals, die häufig durch lediglich kleine Spannungsunterschiede entstehen. Diese geringere Anfälligkeit spiegelt sich auch im optimierten Signal-Rausch-Verhältnis wider. Beim DAC selbst setzt man wieder auf einen Wandler mit 384 kHz/32-Bit. Preislich bleibt er übrigens auf identischem Niveau, die UVP beträgt 899 Euro.

Frontansicht

Seitlich

Ansicht von oben

Gerundete Kanten

Sehr solide Obeflächenqualität und akkurate Passungen

Anzeige

Vorne rechts

Der HybridDigital-Verstärker bringt etwas mehr Leistung mit, die 80 Watt beziehen sich übrigens auf die Kombination mit Lautsprechern mit einer Impedanz von 8 Ohm. Was bleibt sind sehr kompakte Abmessungen und eine sehr schlichte, aber elegante Optik. Die leichte Gummierung und damit der haptisch "softe Touch" der Oberfläche des Powernode 2i gefiel uns etwas besser als das konventionelle Kunststoff-Feeling des neuen Powernode. Insgesamt fühlt sich das Material aber recht wertig an und auch die Verarbeitungsqualität kann sich mit akkurat sitzenden Anschlüssen und absolut sauberen Passungen sehen lassen. Das schlichte Design mit sauber gerundeten Kanten und ohne sichtbares Spaltmaß überzeugt uns auch in 2021.

Der Bluesound Powernode ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Die Abmessungen betragen 220 x 70 x 190 mm (BxHxT), das Gewicht knapp 1,8 kg.

Die Oberseite des Gerätes ist nun mit einem deutlich größeren Glaspaneel versehen. Die aufleuchtenden Bedienelemente, die sich bei Näherung zuverlässig aktivieren, wirken nun deutlich moderner und sind auch im Hinblick ihrer Funktionalität klar flexibler geworden. Sehr praktisch sind die fünf direkt anwählbaren Presets und auch, dass man den Pegel sowohl am linken und rechten Bedienelement à la +/- einstellen, aber auch per "Slide" über die Pegelanzeige die gewünschte Lautstärke justieren kann.

Fernbedienung Bluesound RC1

Oberer Bereich im Detail


Rückseite mit geöffnetem Batterieschacht

Der Bluesound Powernode kann natürlich mit der BluOS App, aber auch mit der Bluesound RC1 Infrarot-Fernbedienung gesteuert werden. Diese wirkt durch die Kombination der mattschwarzen Oberfläche und der Wiedergabetasten in Chrom-Optik ebenso schlicht wie edel. Der Druckpunkt der Tasten ist ausgezeichnet und durch die schlanke Form liegt sie gut in der Hand. Mit der Helligkeitstaste unterhalb des Power-Buttons kann man die Anzeigehelligkeit der Powernode-Bedienelemente und LEDs in zwei Stufen dimmen oder gänzlich abschalten. Nicht ganz so praktisch ist die Verwendung von zwei Knopfzellen, die auf der Rückseite integriert sind. Die geringe Tiefe erlaubt keine Verwendung konventioneller AAA-Batterien. Entsprechende Knopfzellen liegen aber bei und erfahrungsgemäß halten diese auch in einer Remote recht lange.

Rückseite

Anschlüsse im Detail

An der Rückseite hat sich kaum etwas getan: Hier sitzen ein vergoldeter Subwoofer-Output, die HDMI ARC-Schnittstelle (jetzt als eARC-Input ausgeführt) sowie zwei multifunktionale Eingänge, die sowohl optisch digitale, aber auch analoge Signale entgegennehmen. Außerdem ein USB- und ein Ethernet-Slot. Natürlich sind auch sämtliche drahtlose Perks wieder an Bord und der Powernode unterstützt Dualband WiFi, Bluetooth inklusive aptX HD und weist bei den unterstützten Formaten eine absolut praxisgerechte Vielfalt auf, zu der auch MQA gehört.

Unterstützte Dateiformate:

  • MP3, AAC, WMA, WMA-L, OGG, ALAC, OPUS
  • HiRes: FLAC, MQA, WAV, AIFF, MPEG-4 SLS
  • Mehrkanal-Audio: Dolby Digital

Die Bedienelemente erscheinen und aktivieren sich automatisch, wenn man sich ihnen nähert

Unterseite POWERNODE

Zubehör im Lieferumfang

Quick Setup Guide

Bluetooth-Streaming kann im Übrigen nicht nur zum Powernode hin, sondern auch vom Powernode an einen entsprechenden Bluetooth-Kopfhörer erfolgen. Zusätzlich zum Kopfhöreranschluss an der Geräte-Front versorgt der Bluesound Powernode also auch BT-Kopfhörer ohne Kabelverbindung mit Audiosignalen.

Ebenfalls drahtlos gelingt die Versorgung zusätzlicher Bluesound-Lautsprecher. Wer z.B. zum per Kabel angeschlossenen Stereo-Setup einen Subwoofer und/oder ein Paar Rear-Lautsprecher hinzufügen möchte, kann zum PULSE SUB+ oder zu den PULSE FLEX 2i greifen und ein Surround-Setup ohne weitere Kabelverbindungen realisieren. Mit Siri ist der POWERNODE ebenfalls kompatibel, Amazon Alexa soll durch ein zukünftiges Update zur Verfügung stehen.

Installation des POWERNODE

Mit dem WLAN des POWERNODE verbinden

Alternativ: als AirPlay-Lautsprecher konfigurieren und so den POWERNODE sehr einfach ins Heimnetzwerk integrieren

Dem Streaming-Verstärker einen Namen geben

Der Player ist hinzugefügt und fertig konfiguriert

Integrieren wir die Komponente zunächst in unser Setup. Für eine einfache Einrichtung nimmt der weniger versierte Anwender einfach den Quick Setup Guide zur Hand und hält sich an die bebilderten Anweisungen. Zunächst die Lautsprecher anschließen, dann den Powernode an den Strom hängen und die BluOS App öffnen. Nun wird man durch die unproblematische Installation geführt, die in Kombination mit einem iOS-Gerät sehr einfach gelingt. Der Powernode verfügt über AirPlay 2 und kann so auch einfach als AirPlay-Lautsprecher konfiguriert werden. Binnen wenigen Sekunden steht die drahtlose Verbindung zum Heimmnetzwerk.

POWERNODE auswählen

Übersicht

Gewünschte Musikstreaming-Dienste und Internetradio-Angebote hinzufügen

Netzwerkfreigabe zur Wiedergabe von lokal gespeicherten Musikdateien hinzufügen

Einstellungen - inklusive Klangregelung, Subwoofer, etc.

Preset erstellen

Verbindung mit Bluetooth-Kopfhörern herstellen

TIDAL-Auswahl innerhalb der BluOS-App

Spotify Connect

Verwendung als AirPlay-Lautsprecher

Nun folgen finale Schritte in der BluOS-App, z.B. kann der Powernode mit einem prägnanten Namen versehen werden. Außerdem sollte man dann gewünschte Streaming-Dienste zur BluOS-Übersicht hinzufügen und sich dort auch einloggen, ebenso lassen sich Netzwerk-Freigaben mit lokal gespeicherten Musikdateien als Quelle in den Einstellungen festlegen. Spotify wird über Spotify Connect realisiert. Bei TIDAL hat man nun die Wahl: entweder man nutzt die BluOS-App und kann von dort aus alles steuern. TIDAL Connect unterstützt der neue Powernode aber auch und so kann man ihn direkt in der TIDAL-App als Wiedergabegerät festlegen.

Klang

TIDAL-Wiedergabe innerhalb der BluOS-App - MQA

TIDAL Connect ist ebenfalls möglich

Widmen wir uns der Klangperformance des neuen POWERNODE. Nachdem bereits der Powernode 2i mit weniger Leistung im letzten Jahr hervorragend mit sämtlichen passiven Schallwandlern in der Redaktion zusammenarbeitete, muten wir auch dem neuen Modell sowohl anspruchsvolle Regal- als auch Standboxen zu. Wir kombinieren hier die JBL L82 Classic, aber auch die Vento 886.2 DC und 836.2 DC sowie die großen nuLine 334 von Nubert und können und wollen an dieser Stelle bereits vorwegnehmen, dass es der Bluesound-Komponente mit HybridDigital-Verstärkung an Pegelfestigkeit und Souveränität nicht mangelt. Unabhängig des Lautsprecherpaares und des Genres geht der POWERNODE keine Kompromisse ein und liefert stets ein zwar spritzig frisches, aber stets ausgewogenes und sehr authentisches Klangbild. Die kompakten Dimensionen mögen einen anderen Eindruck erwecken, der Praxisbetrieb aber zeigt die kompromisslose Stärke der integrierten Endstufe.

Als erstes Beispiel soll direkt ein Format dienen, dass nicht unbedingt zum Standard-Portfolio gängiger Streaming-Plattformen gehört. Bluesound setzt aber bereits seit langem auf native MQA-Wiedergabe und so gelingt dies auch beim neuen POWERNODE. "Undisclosed Desires" von Muse ertönt, im MQA-Format, und das neue Bluesound-Universaltalent spielt extrem sauber auf. Was die oberen Mitten und Höhen betrifft, vermerken wir noch etwas mehr Auflösung gegenüber der früheren Komponente. Und überraschend satt spielt der POWERNODE auf, neigt aber nicht zu Übertreibungen. Die hohe Präzision zieht sich über das gesamte Frequenzspektrum: klare Effekte, exzellent differenzierte Stimme und ein enorm strukturierter Bassbereich sind hier zu erkennen. Wir lassen beim Pegel freien Lauf und die Kraft des Kompaktgerätes kann nur zu Staunen führen. Kaum fassbar, was hier an Leistung abgerufen wird und welche Luftmassen, zusammen mit den nuLine-Standboxen, hier bewegt werden. Recht direkt spielt er auf und lässt bei zart besaiteten Zuhörern kaum Spielraum. Umso erfreulicher, dass er seiner exakt balancierten Auslegung selbst im Lautstärke-Grenzbereich treu bleibt und nicht überfordernd wirkt.

Wie schlägt er sich bei klassischer Musik? Wir wählen Antonio Vivaldi's "Vier Jahreszeiten" und passend den "Frühling" (HiFi-Qualität). Die angesprochene Feinauflösung obenrum kommt hier voll zum Tragen, enorm profitieren die ganz leicht wärmenden Streicher von der hohen Präzision und dem Detaillierungsvermögen des POWERNODE. Nicht nur, dass er wie ein großer Stereo-Verstärker aufspielt, auch wie weit die Entwicklung der digitalen Endstufentechnologie inzwischen fortgeschritten ist, wird hier deutlich. Zugegebenermaßen kennen wir die HybridDigital-Technik bereits aus anderen Komponenten, dennoch ist es erstaunlich, wie angenehm und musikalisch das Gebotene wirkt, selbst das Vibrato der Geigen wird an einigen Stellen sehr sauber erfasst. Als das Geschehen komplexer wird, bricht der POWERNODE ebenfalls nicht ein. Die Kulisse wird weiterhin sauber und differenziert abgebildet, die Bühnenabbildung gelingt natürlich und einzelne Instrumente nahezu tadellos unterscheidbar.

Unsere Canton Vento gefallen uns mit dem POWERNODE noch etwas besser als die Nubert-Lautsprecher, da sie noch etwas mehr Gefühl transportieren und nicht ganz so direkt antreten wie die Schwaben. Ideal dazu liefert D'Angelo mit Unshaken ein emotionales Feuerwerk, dass durch die exakte und sehr charakteristische Abbildung der Vokalstimme der Bluesound-Komponente sofort Gänsehaut-Feeling vermittelt. Enorm satt spielt der POWERNODE auch hier auf und entlockt den kompakten Vento Regallautsprechern das gesamte Basspotential. Die ganze Kulisse erscheint wieder sehr transparent und durchhörbar. Klar und eindeutig sind die Percussion-Elemente zu orten. Mitreißend, aber ebenso präzise und nicht übertrieben wirkt das Gesamtkonstrukt, dass den Zuhörer mit einer sehr ausgeprägten Räumlichkeit und dichten Atmosphäre einhüllt. Auch Johnny Cashs' "Hurt" begeistert. Die unverkennbare Stimme des US-Amerikaners wird vom POWERNODE in exzellenter Manier ausgearbeitet. Selbiges gilt für die Gitarre: die Stahlsaiten sind mühelos erkennbar, erklingen sauber und klar, wirken aber auch nicht zu scharf. Auch der Anschlag ist erkennbar und gefällig. Als sich das Piano dazugesellt, sind wir von der Klangfarbe sehr angetan. Der Streaming-Verstärker schafft eine tolle Balance zwischen einer sehr authentischen, direkten Wiedergabe und einem musikalischen, emotionalen Sound, der den Hörer sofort mitnimmt.

Wiedergabe via HDMI (e)ARC

Wie schon der Powernode 2i davor ist auch der neue POWERNODE in der Lage via HDMI Audio Return Channel Klangsignale von einem TV-Gerät zu empfangen. Auf der Rückseite prangt nun "eARC", grundsätzlich ist die mögliche Übertragungsbandbreite also nun höher. Vorteile in der Praxis stellen sich uns aber nicht offensichtlich dar, denn es wird weiterhin nur Dolby Digital verarbeitet und unterstützt. Nutzt man den korrekten HDMI-Eingang am Fernseher, muss am POWERNODE lediglich der HDMI eARC-Eingang als Quelle gewählt werden, schon kann die Signalausgabe des TV-Tons erfolgen. Wir spielen per UHD Blu-ray Player die Pure Audio-Scheibe von Herbert Grönemeyer - Mensch an unseren Samsung TV, der das Signal in PCM an den POWERNODE ausgibt. Die bisherigen Erfahrungen treffen auch hier absolut zu und der Streaming-Verstärker begeistert mit einer sehr authentischen, sauberen Wiedergabe mit ausgeprägter Räumlichkeit. Inbesondere die authentische Bühnendarstellung mit eindeutiger Instrumentalstaffelung und tadelloser Differenzierung fällt hier wieder positiv auf.

Wir wechseln auf die UHD Blu-ray von Deadpool. Hier kann der Samsung TV das Audiosignal per Bitstream in Dolby Digital an den POWERNODE senden, der die digitalen Audiodaten dann dekodiert. Kompromisslos wird dies auch umgesetzt und die Bluesound-Komponente kann hier mit einer ausgezeichneten Sprachdarstellung überzeugen. Auch bei komplexer Kulisse inklusive Music-Score gehen Dialoge nicht unter und die Stimmwiedergabe bleibt weiterhin charakteristisch. Bei der Verfolgungsjagd in Kapitel 4+5 zeigt der POWERNODE sein Leistungspotential und bleibt von schnell aufeinanderfolgenden Dynamikspitzen vollkommen unbeeindruckt. Die Motorengeräusche der verschiedenen Fahrzeuge, auch des Motorrads werden authentisch wiedergegeben und sind gut zu unterscheiden. Gleichzeitig werden Punches und Explosionen sehr präzise und mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt, die sehr gute Räumlichkeit und dichte Atmosphäre tragen ebenfalls zum Kino-Feeling bei.

Trotz der Tatsache, dass wir den Vorgänger des neuen POWERNODE bereits kennen, sind wir erneut erstaunt. Dass der Bluesound Streaming-Verstärker in der Lage ist, selbst anspruchsvolle Standlautsprecher mit großem Gehäusevolumen mit ausreichend Leistung zu versorgen, dass selbst ein etwas größeres Wohnzimmer in hoher Qualität beschallt werden kann, ist schon erstaunlich. Ebenso präsentiert er sich flexibel und arbeitet auch mit Regallautsprechern mit höherem Wirkungsgrad exzellent zusammen. Er spielt authentisch, direkt und mit enormer Präzision, liefert aber mit einer dynamischen und musikalischen Darstellung aber auch eine sehr emotionale Kulisse. So vielseitig die Features, so stark und flexibel zeigt er sich auch im akustischen Bereich. 

Konkurrenzvergleich

Bluesound Powernode 2i

Wie schlägt sich der neue POWERNODE gegenüber seinem Vorgänger bzw. wie schlägt sich das frühere Modell gegenüber dem Neuen? Nun, der Powernode 2i ist immer noch ein starkes Produkt, dass ebenfalls mit exzellenten akustischen Eigenschaften, hoher Ausgewogenheit und Flexibilität überzeugen kann. Der neue POWERNODE ist schlichtweg in allen Belangen ein kleines Stückchen besser, wenngleich Besitzer der alten Komponente auch nicht zwingend upgraden müssen. Die akustische Performance ist ähnlich, auch der Vorgänger war bereits sehr leistungsstark und der POWERNODE kitzelt lediglich bei sehr gutem Quellmaterial noch etwas mehr Auflösung und Struktur heraus. Das neue Bedienelement mit großer Glasoberfläche ist praktischer, auch die Presets bieten einen klaren Benefit. Kann der alte etwas besser? Nunja, das softe Feeling des Oberflächen-Finishs des Powernode 2i fanden wir angenehmer. Da der UVP des neuen Modells aber auf identischem Niveau liegt, sehen wir insgesamt keine Notwendigkeit, auf das alte Modell zu setzen.

Arcam Solo Uno

Der Arcam Solo ist weist ebenfalls extrem kompakte Abmessungen auf und setzt auf Digital-Verstärkung. Er kosmmt nicht ganz so leistungsfähig daher wie der POWERNODE, während unserer Alltagsanwendung schlug er sich aber ebenfalls ausgezeichnet mit einer Auswahl verschiedener Lautsprecher. Im Gegensatz zur Bluesound-Komponente, die sowohl am Gerät als auch mit der App und einer Fernbedienung gesteuert werden kann, gibt sich der Arcam Streaming-Verstärker minimalistisch, weist nur wenig stationäre Bedienelemente auf und hat keine Fernbedienung. Der Solo Uno ist mit 699 Euro etwas günstiger, aber nicht ganz so flexibel. Kompatibilität mit der Arcam Music-App, Chromecast und AirPlay 2 stehen bereit und der Brite bringt ein "Roon Ready"-Zertifikat für native RAAT-Signalübertragung mit. Auch mit MQA ist er kompatibel. Mit sehr hochwertigen Lautsprecheranschlüssen entzückt der Rücken des Solo Uno, HDMI (e)ARC ist hier nicht an Bord.

Quad Vena II Play

Der Quad Vena II Play ist, wenn auch nicht ganz so klein dimensioniert wie der POWERNODE, ebenfalls ein kompakter Verstärker, der mit DTS Play-Fi daherkommt. Er kostet mit 999 Euro UVP etwas mehr und legt auch den Fokus ein wenig anders. Hier arbeiten Class AB-Verstärkung, ein massiver Ringkerntrafo und 2x 15.000uF Elkos. Auch eine Phonovorstufe für MM-Systeme mit einer JFET-basierten Schaltung ist an Bord. Mit dem ESS Sabre32 ES9018K2M kommt ebenfalls ein qualitativ sehr hochwertiger Wandler zum Einsatz. Neben konventionellen analogen und digitalen Eingängen bringt er auch einen USB-B Slot für den Direktanschluss eines PCs mit. Auch Bluetooth mit aptX ist integriert, auf HDMI (e)ARC muss man mit dem Quad-Gerät aber verzichten und auch mit MQA kann der Vena II Play nicht umgehen. Kein leichter Konkurrent für den enorm flexiblen und ebenso leistungsfähigen POWERNODE, der allerdings auch eine etwas andere Zielgruppe ins Auge fasst.

Fazit

Bluesound POWERNODE

Der Bluesound POWERNODE ist für seine kompakte Größe ein erstaunlich kraftvoller Stereo-Verstärker, der sich zusätzlich zu seinen praktischen Abmessungen auch als Streaming-Komponente mit hoher Flexibilität und Vielseitigkeit auszeichnet. Neben der grundsätzlich breiten Kompatibilität der Bluesound- bzw. BluOS-Plattform inklusive zahlreicher Musikstreaming- und Internetradio-Dienste plus MQA-Support bringt der POWERNODE auch noch einen HDMI (e)ARC-Eingang mit und harmoniert problemlos und komfortabel mit modernen TV-Geräten. Akustisch zeichnet er sich durch seine hohe Ausgewogenheit und Leistungsfähigkeit aus, kann aber ebenso mit ausgezeichneten Dynamik-Eigenschaften, Detailfreude und Präzision überzeugen.

Klares Universaltalent - trotz der ultrakompakten Abmessungen ist der POWERNODE ein flexibler, leistungsfähiger Streaming-Verstärker mit tadellosen akustischen Eigenschaften

Test: Streaming-Verstärker bis 1.000 Euro
Datum: 11.05.2021

 

Test: Philipp Kind
Datum: 11.05.2021

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