XXL-TEST: Sony Highend-Ultra HD-OLED-TV Bravia A1 – der neue Maßstab bei der Bildqualität?

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© Sony

Zu Preisen von 3.999 EUR (KD-55A1) beziehungsweise 5.499 EUR (KD-65A1) gibt es den Sony Bravia Ultra HD OLED-TV zu kaufen. Auf der diesjährigen CES in Las Vegas erstmals präsentiert, muss sich das Sony-Flaggschiff nun im Test beweisen. Als etwas bedauerlich empfinden wir die Tatsache, dass es den formschönen TV derzeit nicht in Bildschirmdiagonalen oberhalb der 65 Zoll gibt, Allerdings ist ein 77-Zoll-Model geplant, Preis oder genaue Verfügbarkeit sind aber noch nicht bekannt. An HDR-Normen wird HDR10 und Hybrid Log Gamma unterstützt. Ein Update für Dolby Vision ist in Planung, erscheint aber erst später.

Optik und Verarbeitung

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Der Sony OLED-TV ist extrem schick

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Geringe Bautiefe

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Dezent, unaufdringlich, elegant

Kommen wir zu weiteren Merkmalen des Bravia A1 OLED. Optisch sieht er ungemein elegant aus, die Materialqualität erscheint sehr hochwertig. Optisch verfolgt Sony das sogenannte „One Slate Concept“. Nichts soll vom Bild ablenken, weder ein sichtbarer Standfuß noch sichtbare Lautsprecher-Systeme. Die gesamte Rückseite ist „clean“, das heißt, man kann den Bravia A1 mit dem extravaganten Standfuß-Konzept auch mitten im Raum aufstellen. 

Audio-Leistungsmerkmale und Klangwertung

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Toneinstellungen

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Weitere Einstellungsmöglichkeiten

Hinsichtlich des Traums von unsichtbaren Lautsprechern hat sich Sony etwas Besonderes einfallen lassen, was durch die ultraflache OLED-Technik ohne das bei LCDs benötigte Backlight möglich wurde. Der ganze Bildschirm des Bravia A1 OLED fungiert sozusagen als Lautsprecher. Exciter bzw. Aktuatoren sitzen hinter dem Bildschirm und regen diesen unsichtbar an, um Schallwellen zu kreieren. Im einzelnen sind insgesamt vier Aktuatoren, 2 links und 2 rechts hinter dem Bildschirm, dafür verantwortlich. 

Wie funktioniert diese aufwändige Technik? Teile des Panels werden separat angeregt, auf diese Art und Weise ist Stereo-Sound möglich. Für die tiefen Frequenzen findet sich ein eigener Subwoofer im oberen Bereich der Rückseite. 50 Watt werden insgesamt an Leistung bereit gestellt. Aufs gesamte Klangbild bezogen, wird nicht nur ein erstaunlich lebhafter und räumlicher Klang Realität, sondern auch ein besonders breiter Abstrahlwinkel. Selbst Film-Tonspuren, so z.B. vom 2. Teil von „Independence Day“ oder von „San Andreas“ kommen überraschend druckvoll und klar heraus.

Die Räumlichkeit hat uns tatsächlich verblüfft, und auch das Differenzierungsvermögen, zum Beispiel zwischen Stimmen, dem jeweiligen Music Score und Effekten, ist tadellos – gerade wenn man in Betracht zieht, dass es sich um einen ultraflachen OLED handelt.Klar, bei großen Explosionen, wie z.B. beim erbitterten Endkampf im 2. Teil von ID4 oder bei den Erdbeben in „San Andreas“, muss man schon Abstriche machen. Aber für einen TV macht der Bravia A1 seine Sache sehr gut, und zudem sollte man davon ausgehen, dass die stolzen Besitzer dieses Highend-TVs meist noch ein separates Soundsystem verwenden. 

Reines Musikmaterial, wir haben einige YouTube-Videos gecheckt, kommt ebenfalls sauber heraus, so „ärmlich“, wie oft der Klang selbst von hochwertigen TV-Soundsystemen empfunden wird, agiert der Bravia A1 keinesfalls. Auch die 2016er „What Is Love“ Version von Lost Frequencies kommt fundiert und mit guter Auflösung heraus, ebenso der Ed Sheeran Hit „Shape Of You“. Noch eine Anmerkung: Das Lost Frequencies Video von Kontor TV lag sogar in 4 K vor und bewies auch, wie gut der Bravia A1 visuell ist. Extrem feine Differenzierung, kleinste Bilddetails sind praktisch ohne Rauschen sichtbar. Dazu aber später mehr in der Bildwertung, zunächst machen wir weiter mit den akustischen Merkmalen,. 

Obwohl der Subwoofer auf der Rückseite platziert ist, kann der Bravia A1 OLED an der Wand montiert werden. Ein geringer Abstand zur Wand bleibt bestehen und es gibt ein eigenes akustisches EQ-Setting zur Wandmontage, das ist sehr praktisch.

Alle akustischen Merkmale in der Übersicht:

  • 50 Watt Systemleistung
  • Acoustic Surface-Lautsprecher-Technologie plus separater Subwoofer
  • S-Force Front Surround
  • Clear Audio+
  • Unterstützung von dts Digital Surround, Dolby Digital, Dolby Digital+, Dolby Pulse
  • Modi: Standard, Kino, Live-Fußball, Musik

Klares Fazit: Hightech ermöglicht sehr guten Klang. Der Bravia A1 überzeugt klanglich, und auch die verschiedenen Modi sind wirklich gelungen. Räumlichkeit, Klarheit und Volumen sind tadellos. Aktuell liegt es im Trend, den TV-Topmodellen auch einen ansprechenden Klang mitzugeben, das beweisen auch die Mitwettbewerber z.B. von Panasonic (Top-OLED 2017 ist der EZW1004 mit Technics-Soundbar) oder von Philips (OLED-TV 55POS901 mit Dolby-zertifizierter Soundbar) oder LG (Top-OLED sogar mit mitgelieferter Dolby Atmos-Highrech-Soundbar). Sony spielt in diesem „Chor der Klangstarken“ auf jeden Fall eine der ersten Geigen. 

Bild-Leistungsmerkmale

Klar dürfte sein, dass Sony hier auf den besten Bildprozessor des Hauses vertraut. Mit dem X1 Extreme Prozessor hat der OLED-TV einen besonders leistungsstarken Prozessor an Bord, der mit aufwändigen Datenbanken jongliert. Durch das sogenannte „Dual Database Processing“ mit einer Datenbank für Rauschreduktion und einer weiteren für Schärfe- und Auflösung wird das Bild in einem aufwändigen Verfahren optimiert. Das, so viel sei bereits jetzt versprochen, zeigt sich auch in der Praxis. Allerdings ist der Prozessor an sich nicht neu, er wurde erstmals Mitte 2016 im LCD-Flaggschiff ZD9 vorgestellt. 

Eine weitere interessante Technologie, die der X1 Extreme beherrscht, ist „Object Based HDR Re-Master“. Beim zugehörigen Arbeitsprozess werden Objekte im Bild identifiziert und in Abhängigkeit von ihrem Kontrast die Dynamic Range, Farbe und Plastizität verbessert. Auch noch erwähnenswert: „Super Bit Mapping 4K HDR“ offeriert perfekt ausbalancierte Farbnuancen, störende Banden im Bild werden geschickt vermieden. Super Bit Mapping mag dem ein oder anderen zurecht bekannt vorkommen, ohne den „HDR“-Zusatz war dies schon in früheren TV-Modellen und auch Blu-ray Playern enthalten.

So ist festzuhalten: Sonys „Object Based HDR Remaster“ soll aus HDR-Content das Maximum herausholen, kommt aber zusätzlich auch bei SDR-Material zum Einsatz und will mit „Xtended Dynamic Range“, der schon seit den letzten einigen Generationen bekannten „Triluminos Display“-Technologie und „4K X-Reality Pro“ den SDR-Content beinahe auf HDR-Niveau bringen. Die Technologie ist immer aktiv, außer man greift auf den „Cinema Pro“-Modus zurück. Hier erfolgt die Bilddarstellung „pur“ und ohne großen Eingriff in den Signalweg durch Bild-Processing. 

Wer Bild-Processing in Form einer ausgeklügelten Zwischenbildberechnung benötigt: Natürlich bringt der Bravia A1 „Motion Flow XR“, also die derzeit beste Zwischenbildberechnung von Sony mit verschiedenen Programmen und Einstellungsmöglichkeiten, mit.

Natürlich hält der Video-EQ zahlreiche vorgefertigte Bildprogramme bereit:

  • Kräftig, Standard, Benutzerdefiniert, Kino – Professionell, Kino – Heimgebrauch, Sport, Animation, Foto – Kräftig, Foto – Standard, Foto – Benutzerdefiniert, Spiel, Grafik

Als besonders gelungen empfinden wir auch diesmal wieder die beiden Kino-Bildmodi. Mit augenfreundlicher, realistischer Helligkeit, natürlichen Farben und authentischem Gesamt- und Detailkontrast können wir hier nur lobende Worte, gerade bei der Präsentation von Kinofilmen, finden. 

Anschlüsse

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TV-Anschlüsse und Ethernet-Slot

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HDMI-Eingänge, TOSLINK und AV In

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Anschlüsse von unten

Wie sieht es mit der Anschlussbestückung aus? Hier der Überblick:

Beginnen wir mit den drahtlosen Übertragungsformen. Der Bravia A1 Wi-Fi® zertifiziert nach 802.11a/b/g/n/ac und somit auch für moderne Wi-Fi-Netzwerke geeignet. Auch Bluetooth in der Version 4.1 ist vorhanden. Hinsichtlich der Vernetzung mit dem Smartphone werden Bildschirmspiegelung (Miracast) sowie „Photo Sharing Plus“ unterstützt. In den Bravia A1 OLED ist überdies Google Chromecast integriert. Sony gehört zu den Herstellern, die auf Google hinsichtlich der verbauten Technologie am meisten vertrauen. 

An „klassischen“ Anschlussformen finden sich:

  • Ein RJ45 Ethernet-Port
  • 1 HF/2 ZF Eingänge für den DVB-T2/DVB-S2/DVB-C Doppeltuner
  • 4 x HDMI (alle 4 Eingänge unterstützen HDCP 2.2). Natürlich werden auch HDMI-ARC und HDMI-CEC unterstützt 
  • Composite-Video
  • 1 digitaler Audioausgang
  • Audio-Hybridausgang für Kopfhörer und aktiven Subwoofer
  • 3 USB-Slots

Was werden für Formate vom Bravia A1 unterstützt?

  • USB-Formatierungen: FAT16/ FAT32/ exFAT/ NTFS
  • USB-Wiedergabeformate: MPEG1: MPEG1/ MPEG2PS: MPEG2/ MPEG2TS (HDV, AVCHD): MPEG2,AVC/ MP4 (XAVC S): AVC, MPEG4, HEVC/AVI: Xvid, MotionJpeg/ ASF(WMV): VC1/ MOV: AVC, MPEG4, MotionJpeg/MKV: Xvid, AVC, MPEG4, VP8.HEVC/ WEBM: VP8/ 3GPP: MPEG4, AVC/ MP3/ ASF(WMA)/ WAV/ MP4AAC/ FLAC/ JPEG
Bedienung

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Home-Screen

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Apps

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Quick Menü

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Anzeige-Einstellungen

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Bild-Modus wählen

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Erweiterte Bildeinstellungen

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Farbe

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Einstellungen zur Bewegungsschärfe

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Motionflow und Glätte

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Einstellungen zu HDMI und HDR

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Erweiterte Einstellungen zu Apps

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Fernbedienung

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Mit dedizierter Google Play- und Netflix-Taste

Der Bravia A1 läuft unter dem Android-Betriebssystem 6.0 (Marshmellow) und verfügt über 16 GB internen Systemspeicher. Wer bereits ein Google-Konto besitzt, kann in gewohnter Weise auf die verschiedenen Google-Dienste zugreifen. Das von Sony überarbeitete User-Interface ist recht verständlich aufgemacht. Die Zusammenarbeit mit der Fernbedienung funktioniert gut, der A1 reagiert flott auf gegebene Kommandos. Mit an Bord ist der Opera-Browser für den Zugang zum freien Internet. Unmengen an Apps finden sich im integrierten Google Play-Store, das ist schon bekannt, seit es Android-TVs gibt. Der Bravia A1 unterstützt selbstverständlich auch VoD-Dienste wie z.B. Netflix. Diese Anwendung wird nicht nur von Sony besonders nachdrücklich propagiert, sondern auch z.B. von der Konkurrenz von Panasonic. 

Bild

Zunächst legen wir die Ultra HD-Blu-ray „Independence Day – Die Wiederkehr“ in den Player ein und sind gespannt, wie der Bravia A1 die Szenen auf der Mondstation meistert. Hier misslingt beinahe ein Andocken-Manöver mit einer Raumfähre, und der Highend-TV setzt Maßstäbe: Wie ungemein detailliert zum Beispiel das Innenleben der Fähre präsentiert wird, mit den Instrumenten, den Sitzen, den Oberflächen – das ist brillant. Auch die Gesichter der Protagonisten sind in allen Einzelheiten, trotz der teilweise ungünstigen Helligkeits-Bedingiungen, wahrzunehmen.

Das Schwarz des Weltalls mit den Sternen und Planeten gibt der A1 satt und tief wieder – typisch OLED eben. Betrachtet man dunkle Inhalte bei externem Lichteinfall, so reklamiert der Sony-OLED für sich, auch dann völlig praxistauglich zu sein. Zu düster und kontrastarm erscheint das Bild keinesfalls, die maximale Bildhelligkeit ist tadellos. Das Innere der Station auf dem Mond gibt der TV ebenfalls sehr facettenreich wieder. In praktisch jeder betrachteten Sequenz fällt die enorme Plastizität des Bildes auf. Bis in die hinterste Bildebene kann man mit gleichbleibender Gesamtschärfe das Bild genau betrachten. Für den A1 spricht auch das sehr geringe Rauschen. Das war bei manchen OLEDs noch ein kleines Problem.

Wie gut der A1 sich in dunklen Sequenzen schlägt, verdeutlicht er auch, als David mit dem Fahrzeugkonvoi durch die Wüste fährt, um sich über neue Erkenntnisse zu den feindlichen Außerirdischen zu informieren. Die Geländefahrzeuge des Konvois werden in praktisch allen Einzelheiten dargestellt, die Bewegungsabläufe sind stabil und ruhig. Auch in anderen Szenen weiß der A1 zu punkten, so, als das dämmrige Schlafzimmer des Ex-US-Präsidenten zu sehen ist. Das leichte Bildrauschen resultiert hier auch aus dem Quellmaterial. Später, als der Helikopter der amtierenden US-Präsidentin durch die Luft fliegt, arbeitet der Bravia OLED die Farbgebung des Flugobjekts erstklassig heraus, sehr natürlich und authentisch. Hier zeigt sich auch wieder, dass OLEDs nicht nur ein sattes Schwarz, sondern eben auch enorm lebendige, echte Farben wiedergeben können. 

Die Raumschiffe der Aliens präsentiert der Bravia A1 mit akkurater Oberflächenstruktur, die Invasoren selbst mit ihrer wenig eleganten Optik, inklusive der extra großen Königin, werden sehr facettenreich und plastisch auf den Bildschirm gebracht. Der Sony versteht es, und das zeichnet ihn im Besonderen aus, ungemein viel Atmosphäre zu schaffen: Praktisch perfekte Bildübergänge, ungemein augenfreundlich, klar und feinfühlig generiert er ein Bild, das auch dem enorm anspruchsvollen Anwender bestens gefallen dürfte. Sicherlich, viele Leser werden denken: Auch LCD-TVs, die mit 65 Zoll Diagonale rund 2.400 bis 2.500 EUR und somit deutlich weniger kosten, erzielen mittlerweile sehr ansprechende Resultate. Aber diese Natürlichkeit, diese Bildtiefe, dieser lebendige Facettenreichtum  – das schaffen die LCD-TVs der eben angesprochenen Preisklassen nicht. Daher: Wer das Beste möchte, und das ist nicht neu, muss eben auch erheblich mehr investieren. 

Die Ultra HD Blu-ray von „San Andreas“ ist aus visueller Perspektive nicht unbedingt ein Maßstab. Umso beeindruckender ist es daher, was der A1 aus dem Quellmaterial herausholt. In der Anfangssequenz verunglückt eine junge Dame mit ihrem Subaru Forester in den Bergen nach einem heftigen Erdstoß. Die starken Beschädigungen am Fahrzeug und die Verletzungen der Insassin arbeitet der A1 sehr detailreich heraus. Die erdigen Farbtöne des Gerölls und der Felsen gibt er realistisch wieder. Kleine Kontrast-Differenzen arbeitet der TV makellos heraus und beweist hier seine Klasse im Umgang mit HDR10-Material.

Kurze Zeit später wird dann das Innere des Helikopters von Ray Garnes und seinem Team gezeigt. Das Steppmuster der Verkleidungen in der Kabine wird eindrucksvoll scharf, aber ohne störende Überschärfungseffekte herausgestellt. Die Gesichter von Ray, seinen Mitarbeitern und der Reporterin sowie dem Kameramann kommen sehr gelungen zum Ausdruck. Die Wiedergabe von Hauttönen liegt dem A1 offenbar – besonders dann, wenn man einen der Kino-Bildmodi verwendet, wozu wir raten würden. Später, als Ray seine ex-Frau in den Trümmern nach dem Erdbeben aufspürt, malt der Bravia OLED ein beeindruckend vielschichtiges Panorama, er präsentiert auch in dieser Sequenz eine Bildtiefe, die zweifelsohne Maßstäbe setzt. Flammen, Trümmer und Rays Helikopter arbeitet er kompromisslos gut heraus und versetzt so den Zuschauer aus visueller Sicht mitten ins Geschehen. Das bisschen, was an Rauschen zu sehen ist, resultiert aus dem Quellmaterial. 

„Outstanding“ ist auch die Performance, wenn Blu-ray-Material auf die native Panelauflösung hochrechnet wird. Wir verwenden die BD mit dem 007-Movie „Ein Quantum Trost“ und starten ab Filmbeginn. Leichtes Rauschen bei der kurzen Kamerafahrt von der Seemitte zum Ufer hin kommt vom Quellmaterial. Verwendet man die Rauschfilter aus dem guten Video-EQ des Bravia OLED, kann man es recht gut reduzieren. Man sollte aber nie die höchste Einstellung der Rauschfilter verwenden. Das Glitzern der Oberfläche des Gardasees wirkt ungemein echt, dann erfolgt die Einblendung der Verfolgungsjagd.

Hier besticht, wie gelungen der OLED-TV von Sony Einzelheiten der Innenausstattung von Bonds Aston Martin DBS herausarbeitet. Sitze, Alu-Pedale oder Schalthebel, alles stellt der Sony dreidimensional und somit wie greifbar dar. Das Upscaling überzeugt durch hohe Schärfe, sehr gute Detailtreue und soliden Bildstand. Nur ganz selten zittern Objekte leicht im hochfrequenten Bildbereich, das fällt eigentlich nur sehr erfahrenen Anwendern auf. Auch bei SDR-Material wie dieser Blu-rax generiert der A1 einen enormen Kontrast. Sowohl der Gesamt-Kontrast als auch der Detail-Kontrast sind sehr ausgeprägt und weisen darauf hin, was heute mit einem erstklassigen OLED 4K HDR-TV möglich ist. Zugleich wirkt das Bild immer angenehm, so dass man ohne Schwierigkeiten auch mehrere Filme hintereinander mit dem eleganten Sony sehen kann.

So sehr sich die aktuellen LCD-basierten TVs auch bemühen: Das nochmals angenehmere Bild haben praktisch immer die OLED-basierten Fernseher. Alles wirkt besonders homogen, wie aus einem Guss. Als Pluspunkt für die LCD-Fraktion müssen aber das noch geringere Rauschen und die höhere maximale Bildhelligkeit angeführt werden. Was der Bravia A1 kann, demonstriert er, als die wilde Jagd im Steinbruch ihr Ende findet. Der sandige Boden und die Felsen arbeitet der TV exzellent heraus, er differenziert Farbnuancen tadellos auseinander. 

Nur eine Minute später fährt 007 mit seinem ziemlich ramponierten Aston Martin dann in Siena ein. Er rollt durch ein unterirdisches Gewölbe, und auch hier wieder zeigt der Sony praktisch alle Bilddetails. Beim kurze Zeit darauf folgenden Verhör im Gewölbe macht der A1 mit einer wieder überragenden Darstellung der Gesichter der Akteure auf sich aufmerksam, der Schweiß im Gesicht von Bonds Geisel wird gut erkennbar. Ebenfalls ist beeindruckend, wie gut der 4K OLED trotz des Dämmerlichts den Stoff von Bonds Anzug herausarbeitet. Über diesem Szenario unter der Erde findet gerade der Palio, ein historisches Pferderennen, statt. Farbenprächtig, scharf und mit viel Plastizität realisiert der Sony ein Bilderlebnis, das auch erfahrene Tester und Anwender über alle Maßen zufrieden stellt. Wer noch nie erstklassiges, natives 4K Material gesehen hat, könnte beinahe denken, dass der A1 natives 4K Material darstellt, so geschliffen und detailreich erscheint das gesamte Bild. 

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Der eingebaute Tuner des A1 liefert bei DVB-C und DVB-S2 Signalen eine sehr gute Qualität. Sony hat hinsichtlich der Güte der verbauten Tuner aufgeschlossen zur Spitze. Die Öffentlich-Rechtlichen Sender in 720p, ganz gleich ob ARD oder ZDF, werden scharf und mit hoher Klarheit präsentiert. Rauschen findet kaum statt. Natürliche Farben, stabiler Bildstand und ein sehr guter Kontrastumfang sind zu beachten. Sonys Motionflow XR Zwischenbildberechnung macht einen hervorragenden Job, das Bild wirkt sehr natürlich, Bewegungen laufen natürlich sowie stabil und geschmeidig ab. Dasselbe gilt für Kamerafahrten. 

Material von YouTube in Full-HD und in 4K zeigt ebenfalls, was der A1 kann:

  • Hohe Plastizität sogar bei Full-HD-Inhalten
  • Enorme Panoramawirkung bei Landschaftsaufnahmen
  • Feine Herausarbeitung von Gesichtern, die Hautoberläche wird sensibel erfasst
  • Geringe Rauschneigung
  • Stabiler Bildstand
  • Hohe Farbtreue

Dass der Bravia A1 über eine hohe Rechenleistung verfügt, wird bei jeder Anwendung deutlich, hier kann er sich an der Spitze dessen, was moderne Hightech-TVs leisten, behaupten. Insgesamt sind wir schon gespannt, wie sich der 2017er Panasonic OLED-TV EZW1004 im Vergleich schlägt, den wir in wenigen Wochen testen werden.

Konkurrenzvergleich

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  • Philips OLED-TV 55POS901: Für rund 2.900 EUR Marktpreis erhältlich, macht man mit dem Philips-OLED, der leider nur in 55 Zoll erhältlich ist, aus qualitativer Sicht nicht viel falsch. Ein tolles, Dolby-zertifiziertes Soundsystem ist an Bord, die Verarbeitung begeistert, Android präsentiert sich auch in guter Form und lässt sich flott und bequem bedienen. Top ist die Fernbedienung mit kompletter Tastatur auf der zweiten Seite, unserer Meinung nach die beste Remote, nach wie vor. Nein, ohne Zweifel ist der 55POS901 ein großer Wurf, allerdings zieht der Bravia A1 im Detail bei manchen Faktoren vorbei: Er rauscht weniger, stellt noch eine Idee plastischer dar und bietet beim Upscaling von Full HD-Inhalten – welches schon der Philips gut managt – noch mehr Reserven. 

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  • Sony KD-65ZD9: Besonders interessant ist natürlich der Vergleich mit dem Sony LCD-Spitzenmodell mit besonders aufwändiger Backlight-Steuerung („Backlight Masterdrive“) und ebenfalls dem besten Bild-Prozessor. Was den Schwarzwert angeht, kann kaum ein anderer LCD-TV mit dem Sony ZD9 mithalten – erst der Bravia OLED A1 zeigt, dass es im Detail noch etwas tiefer geht. Aber: Die Unterschiede sind keinesfalls gravierend. Was man aber bemerken muss: So gut der ZD9 auch visuell ist, ebenso wie z,B, im Vergleich mit den neuen Samsung QLED-TVs sticht ins Auge, wie harmonisch, wie homogen das Bild des A1 ist. Wie schon früher zu Plasma-Zeiten, wiederholt sich das alte Spiel: Hier der enorm helle, extrem scharfe LCD, im falle des ZD9 einer der besten überhaupt, dort der angenehme, sehr kultivierte OLED mit beispielhaftem Schwarzwert. Beide TVs spielen ihre Rolle überzeugend, der ZD9 begeistert mit enorm  hoher Bildhelligkeit, die beinahe so hoch ausfällt wie beim noch helleren Samsung Q9F. Und wie sieht es beim Thema Kaufpreis aus? Der Bravia A1 OLED ist keinesfalls so viel teurer wie befürchtet, 5.000 EUR werden auch für den ZD9 fällig, während der A1 bei 5.499 EUR liegt. Ein fairer Aufpreis. 

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  • Panasonic OLED-TV TX-65CZW954: Der erste Panasonic OLED, in Curved-Version ausschließlich in 65 Zoll erhältlich, war auch einer der ersten Ultra HD-TV-Geräte überhaupt, die HDR (HDR10) Material wiedergeben konnten. Bis heute hat der 9.999 EUR kostende TV kaum etwas von seiner Faszination eingebüßt. Klar, er ist nicht besonders hell und verlangt nach einem Aufstellungsort beziehungsweise nach Seh-Gewohnheiten, die dem Rechnung tragen. Enormer externer Lichteinfall sollte nicht auftreten. Bei normalen Bedingungen aber ist das Bild nach wie vor überragend. Besonders dann, wenn man die THX- oder ISF-Bildmodi im dunklen Raum einsetzt. Das Bedienkonzept mit Panasonic-eigenem Betriebssystem ist nach wie vor tadellos, die Verarbeitung ist exzellent. Besonders attraktiv – die edle Alcantara-Rückseite. Der Bravia A1 OLED beweist zwar, dass die Zeit nicht zugunsten des CZW954 stehen geblieben ist – der Sony offeriert mehr maximale Bildhelligkeit, mehr Detailschärfe und noch feinere Farbwiedergabe -, Besitzer des Panasonic OLED der ersten Generation können aber trotzdem nach wie vor sehr zufrieden sein und müssen keinesfalls updaten, es sei denn, der Support für HDR-HLG ist enorm wichtig. Hier gibt es bislang keine Aussage von Panasonic, ob es für den CZW954 ein entsprechendes Update, wie für das 2016er LCD-Topmodell DXW904, gibt. 

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  • Sony LCD-TV KD-65XE9305: Während der Bravia A1 OLED bei uns für große Begeisterung sorgt, vermag der KD-65XE9305 diese nicht zu wecken. Die Gründe sind schnell aufgezählt. Für die Leistung schlichtweg zu teuer (65-Zoll für 3.699 EUR UVP) und betrachtet man die gesamte Performance, so sind keine großen Fortschritte gegenüber dem 2016er XD93 auszumachen. Dass der neue Bildprozessor X1 Xtreme im XE93 sitzt, merkt man ab und zu schon, aber hinsichtlich der Display-Qualität sehen wir praktisch einen Stillstand. Wir raten sehr anspruchsvollen Bild-Fans, zum Preis des 65-Zoll LCD-Modelles lieber den 55-Zoll Bravia A1 OLED, einen der besten TVs der Welt, zu kaufen. 

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  • Panasonic LCD-TV TX-65EXW784: Ein erstklassiger LCD-Ultra HD-TV für vergleichsweise kleines Geld. 2.399 EUR sind zu überweisen, und dafür bekommt man einen durchdachten TV, der bei jedem Quellmaterial überzeugen kann. Der Panasonic Quattro-Tuner mit 2 x DVB-C/T2/S2 plus TV>IP ist selbstverständlich an Bord und gefällt mit ausgezeichneter Qualität. Blu-rays werden ohne Schwächen auf die native Panelauflösung hochgerechnet. Ultra HD-Material, ganz gleich, ob vom VoD-Dienst oder von Disc, sieht überzeugend aus. Der Schwarzwert ist für einen LCD dieser Preisklasse beispielhaft gut, die Farbtreue begeistert. Schärfe und Detaillierung sind ebenfalls auf hohem Niveau. Der EXW784 kann noch 3D-Material wiedergeben, erfreut durch das einfach verständliche Bedienkonzept (myHomeScreen 2.0) und bringt mehr als ausreichende Rechenleistung mit. Im Vergleich dann zeigt der Bravia A1 schon seine Klasse – was auch zwingend so sein muss, da er viel mehr Geld kostet: Tieferes, satteres Schwarz, noch mehr Kontrast-Facetten bei HDR-Content (gerade im abgedunkelten Raum), die Farben wirken noch dynamischer und das Upscaling von HD-Inhalten ist mit noch mehr Schärfe und Plastizität versehen. Was die maximale Helligkeit angeht, so zeigt der Bravia OLED auch in diesem Vergleich, dass er hier einiges zu bieten hat. 

Exkurs: Samsung QLED

Erste Vergleiche mit den Samsung QLED-Topmodellen können wir nur „über die Distanz“ und mit äußerster Vorsicht machen. 

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Samsung Q9F

Auf der Samsung Roadshow 2017 haben wir einige Eindrücke sammeln können. Die QLED Modelle, besonders das Topmodell Q9F, brilliert durch enormes Leistungsvermögen. Allerdings kostet er in 65 Zoll auch satte 5.499 EUR – dass OLED-TVs teurer sind, fällt zumindest bei diesem Vergleich als QLED-Vorteil komplett ins Wasser. Also muss der Q9F technisch überzeugen, und das gelingt ihm gut.

Eine Sache fällt besonders auf: Der horizontale Betrachtungswinkel ist sehr groß und sind keinerlei Einschränkungen bei Farbqualität, Kontrast und Helligkeit zu verzeichnen. Samsung begründet das folgendermaßen: De neue Quantum DOT Technik reduziert mit hoher Lichtdurchlässigkeit und der neuen Paneltechnologie das Verblassen von Farben aus seitlicher Perspektive. Das scheint sich demnach zu bewahrheiten, QLED bietet hier extrem viel mehr als frühere LCD-Modelle, die teilweise einen eher bescheidenen Betrachtungswinkel hatten. 

„Q Color Real 4 K True RGB“ ist ein wichtiges Thema für Samsung, und die Ergebnisse sind bei allen 3 neuen QLEDs gut zu erkennen. In allen Helligkeitsbereichen werden Farben in feinsten Nuancen für eine hundertprozentige Farbintensität wiedergegeben, so Samsung weiter. Das 100 % Farbvolumen hat man sich sogar vom VDE zertifizierten und somit bestätigen lassen: Zu 100 Prozent entspricht das gebotene Farbvolumen dem anspruchsvollen Standard DCI-P3. Vergleichen wir hier vorsichtig mit dem Bravia A1, geraten wir etwas in Nöte: Es ist schwer, objektiv zu erklären, aber von der Gefälligkeit des Gesamteindrucks her wirkt der OLED  aus dem Hause Sony etwas gefälliger, angenehmer. Das ist allerdings Geschmacksache, objektiv steht fest, dass nach unseren ersten kurzen Checks die QLED-Modelle, ganz besonders der Q9F, bei der Farbwiedergabe ganz weit oben rangiert, und die hohe farbtreue immer hält, ganz gleich, ob externer Lichteinfall oder fast völlige Dunkelheit herrscht. 

Weitere „Q“ Bild-Themen sind „Q HDR“ und „Q Contrast“. Das Motto „mehr Details in maximaler Helligkeit erleben“ ist federführend bei „Q HDR“. Die Helligkeit liegt enorm hoch, der Q9F schafft satte 2.000 Nits und dürfte derzeit einsam an der Spitze stehen. Braucht man so viel maximale Helligkeit denn überhaupt? Tatsächlich muss der Fairness halber gesagt werden, dass die Spitzenhelligkeit des Bravia A1 für die meisten Fälle, wie bereits gesagt, absolut ausreicht. Genauso ehrlich aber ist zu vermelden, dass der Samsung Q9F sogar bei Sonnenlicht draußen noch HDR-Inhalte praktisch ohne Einschränkungen wiedergeben kann. Das schafft sonst kaum ein Ultra HD HDR-TV in dieser Qualität. Hier muss der Anwender entscheiden, was ihm wichtig ist. Dafür liefert der Bravia A1 OLED im abgedunkelten Heimkinoraum den noch besseren Schwarzwert ab – was schlichtweg technisch bedingt ist, da jede OLED Zelle selbstleuchtend ist. Hinzu kommt aber, dass Sonys Filter- und Bildveredelungstechnologie noch für eine weitere Verbesserung von Schwarzwert und der Wiedergabe von Kontrast- sowie Farbnuancen sorgt. 

Fazit

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Bravia A1 OLED TV von Sony

Der Sony Bravia A1 OLED Ultra HD-TV begeistert über alle Maßen. Sein schnörkelloses, enorm schlichtes, aber sehr edles Design sorgt schon gleich nach dem Auspacken für Zufriedenheit beim stolzen Neubesitzer. Wenn man den TV dann eingerichtet hat – was für Anwender, die bereits ein Google-Konto haben, noch komfortabler ist -, sammelt der Hightech-Flachbildschirm weiter fleißig Punkte: Das bei vielen OLED-TVs kritische Thema „maximale Bildhelligkeit“ ist beim A1 sauber gelöst, auch bei Tageslicht oder bei deutlichem externen Lichteinfall ist das Bild so hell, dass auch der deutlich größere Dynamikumfang von HDR-Material ausgezeichnet herauskommt. Wenn man den A1 dann im komplett abgedunkelten Raum einsetzt, beweist er mit sattem, tiefem Schwarz und authentischen, augenfreundlichen Farben und Kontrasten, dass OLED-TVs gerade für Anwender, die oftmals Kinofilme betrachten, eine hervorragende Wahl sind. Der Sony zeigt aber, dass auch innerhalb der OLED-Generationen Fortschritte gemacht werden: Noch feinere Farbübergänge, noch feinere Kontrast-Differenzierungen und eine enorme visuelle Gesamt-Brillanz setzen Maßstäbe. Schon jetzt sind wir gespannt auf den Test des Panasonic EZW1004, den Top-OLED von Panasonic 2017, der bald bei uns erscheinen wird. Fest steht: Leicht wird es für den Panasonic nicht, denn die Messlatte liegt aufgrund des Bravia A1 ungemein hoch. Auch Blu-rays behandelt der Ausnahme-TV erstklassig: Ein scharfes, rauscharmes Upscaling mit hoher Detaillierung ist festzuhalten. Der Kontrast ist auch bei SDR-Content exzellent, hier zahlen sich Sonys zahlreiche bildverbessernde und bildoptimierende Technologien aus. Sehr gut agiert auch der eingebaute Tuner. Das Hightech-Lautsprechersystem sichert einen kräftigen und lebendigen Klang, die Bedienung des TVs ist insgesamt einfach. Dank schnellem Prozessor werden Streaming-Inhalte, z.B. von Netflix oder YouTube, bei entsprechend performanter Internetverbindung sehr zügig geladen. Insgesamt ist der Bravia A1 ein würdiges Spitzenmodell für Sony und zweifelsohne derzeit einer der besten Ultra HD-Fernseher auf dem deutschen Markt. 

Hightech in allen Belangen gipfelt in beispielhafter Bild- und sogar Tonqualität: Der Bravia A1 legt die Messlatte hoch
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Ultra HD-TVs Luxusklasse
Test Mittwoch, 07. Juni 2017

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 07. Juni 2017




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