XXL-TEST: Nubert Stereo-Vor-Endstufenkombination nuControl/nuPower D – der schwäbische Wahnsinn

Nubert nuPower d NuControl Gruppenbild3

Nubert bietet mit dem Vorverstärker und Klangmanager nuControl für 1.940 EUR und der Class D-Zweikanalendstufe nuPower D für 2.450 EUR zwei brandneue, hochleistungsfähige Stereo-Komponenten an. Für nicht einmal 4.500 EUR Gesamtpreis sollen superbe Leistungen erzielt werden – und wenn Nubert so etwas verspricht, ist meist viel Wahres dran. 

Nubert nuControl Front Seitlich1

Nubert nuControl Stereo-Vorstufe

Beginnen wir mit dem „Magier des Zweikanalklangs“, dem nuControl Vorverstärker. Optisch kommt er, auch das ist typisch Nubert, betont zurückhaltend und zeitlos, aber sehr edel daher. Rechts ein großer, im Wesentlichen sauber laufender und griffgünstiger Lautstärkedrehregler, daneben ein Navigationskreuz, eine „back“ und eine „Menu“ Taste, ein großes, sehr gut auflösendes Display und einen Power-Knopf. Das Gehäuse ist massiv verarbeitet und genügt hohen Ansprüchen. Auch die Rückseite mit den Anschlussterminals erntet keinerlei Kritik. 

Nubert nuControl Innenleben3

Geschirmte Stromversorgung bei der nuControl

Nubert nuControl Innenleben Gesamt

„Wegen Überfüllung geschlossen“ – hier nicht. Es gibt noch viel Luft

Nubert nuControl Innenleben1

Platinenlayout im Detail

Nubert nuControl Innenleben2

 Hochwertige Baugruppen

Das Innenleben der nuControl-Vorstufe hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck. Das Gehäuseinnere zeigt noch viel Raum. in dem weitere Baugruppen/Platinen untergebracht werden könnten. Problemlos ließe sich ein solches Gehäuse auch als AV-Vorstufe noch mit kompletter Videosektion und großem HDMI-Board aufbohren. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Platinen sind fest verschraubt, der Transformator ist gekapselt, um Störungen der empfindlichen elektronischen Baugruppen zu vermeiden.  

Nubert setzt auf sehr gute Bauteile. So ist das Herzstück der A/D-Sektion, also der analog-digitalen Wandlung, ein Texas Instrumentes (Burr Brown) PCM4220, einer der anerkannt besten A/D-Konverter auf dem Markt. In der Digital-/Analog-Sektion setzt Nubert auch auf ein TI/Burr Brown-Bauteil – den PCM1794 kennen wir auch aus anderen hochwertigen Komponenten. Dass Nubert hier einen besonders hochwertigen Wandler einsetzt, liegt auch daran, weil die nuControl-Vorstufe auch die maximale Aussteuerung im Signallevel anheben kann.

Hinter der DSP-Sektion verwendet Nubert ein digitales Lautstärkepotentiometer. Der „Digitale Headroom“ wird auch  bei kleineren Pegeln nicht eingegrenzt und man bekommt als Ergebnis auch dann den maximalen Rauschspannungs-Abstand.  Die Schwaben verwenden einen Cirrus Logic CS3318 für diesen Job. Die Abtastung funktioniert mit Hilfe eines Opto-Kopplers, der eine extrem saubere Impulserkennung aufweist. 

Ungewöhnliche Wege beschritt Nubert bei der Wahl des 32-Bit digitalen Signalprozessors. Er stammt aus dem Hause Freescale. Die Wahl fiel auf diesen in der UE nicht weit verbreiteten Anbieter aufgrund dessen großer Erfahrung im Signalmimik- und Automotive-Bereich. Das DSP ist auch im Vergleich zu den Lösungen anderer Anbieter, die verbreiteter im UE-Bereich sind, schwieriger zu programmieren. Wenn man sich aber die Mühe macht, erhält man deutlich größere Freiheiten innerhalb der Gestaltung von Funktionsprozessen. Es sind komplexere Algorithmen mit höherer Genauigkeit möglich, perfekt für die hohen Filtergüten. 

Nubert unterteilt die Stromversorgung in digitalen und analogen Teil. Der oben abgebildete Ringkerntrafo für zuverlässige, stabile Stromversorgung ist komplett gekapselt. Durch die saubere Filterung und Pufferung wird ein überdurchschnittlich guter Stör-Spannungsabstand erzielt. Die Digitalsektion wird von einem Schaltnetzteil mit Strom versorgt, daher kommen auch die sehr guten Standby-Stromverbrauchswerte von lediglich 0,2 bis 0,3 Watt. 

Nubert nuControl Anschluesse Rueckseite1

nuControl – hervorragend ausgerüstet: 3 analoge Eingänge, XLR-Beschaltung. Die XLR-Terminals stammen von Neutrik

Nubert nuControl Anschluesse Rueckseite2

Pre-Outs für Front zum Anschluss der nuPower D per Cinch, Anschlüsse für zwei aktive Subwoofer, koaxiale+optische Ein- und Ausgänge, USB-B, Trigger-Out

Nubert nuControl Rueckseite Seitlich2

 Rückseite in der Gesamtübersicht

Die Nubert-Vorstufe bringt eine sehr umfangreiche Anschlussbestückung mit. An analogen Eingängen finden sich 1 x symmetrisches XLR, sowie 3 x Stereo-Cinch. An Digitaleingängen gibt es es jeweils zwei optische und koaxiale Eingänge sowie einen USB-B-Eingang. An diesen kann ein PC oder Mac angeschlossen werden, um die Nubert-Vorstufe dann als besonders talentierte externe Soundkarte zu verwenden. Es finden sich an analogen Audioausgängen 1 x XLR, 1 x Stereo-Cinch geregelt, 2 x Stereo-Cinch ungeregelt, und 2 x Cinch-Subwoofer (geregelt). Des weiteren ein optischer und ein koaxialer Digitalausgang und ein 12 Volt Mini-XLR Triggerausgang. Das ist üppig und sehr modern, davon können sich viele andere Vorstufen eine Scheibe abschneiden. 

Die nuControl Vorstufe ist nur 9 cm hoch, 43 cm breit und mit Reglern und Anschlüssen 38 cm tief. Das Gewicht liegt bei 7,5 kg. 

Kennzeichen des nuControl sind die umfangreichen Möglichkeiten zur Klangoptimierung. Alles ist über ein Menü geregelt, welches wir durch Druck auf die „Menu“ Taste auf der etwas billig wirkenden, unbeleuechteten Fernbedienung aufrufen.

Nubert nuControl Fernbedienung

Fernbedienung

Nubert nuControl Display

 Display

Menü und Einstellmöglichkeiten

Erster Eintrag ist „Input“, hier kann man den betreffenden Eingang anwählen, an dem die jeweilige Quelle angeschlossen ist. Unter „Tone“ kann man Bass und Höhen, wie gewohnt, einstellen. Hinzu kommt eine Option zum Umschalten vom Stereo- in den Mono-Betrieb. Es folgen in diesem Sub-Menü noch zwei Loudness-Einstellungen (+ 10 dB, + 20 dB). Letzter Menüpunkt ist „Equalizer“. Hier hat der Anwender verschiedene Speicherplätze zur Verfügung. insgesamt sieben an der Zahl.

Man kann auf einen teilparametrischen EQ mit sieben Bändern zurückgreifen. „Teilparametrisch“ meint, dass die Frequenzbänder absichtlich eingegrenzt wurden. Es ist, so argumentiert Nubert, nicht sinnvoll, dass alle sieben Bänder die gleiche Frequenz verstärken können, weil in diesem Falle die Anhebung aller Frequenzgänge so hoch werden könnte, dass Übersteuerung als unschöne Konsequenz daraus droht. Überdies sieht Nubert in dem EQ ein Hilfsmittel, um Lautsprecher im Bassbereich effektiv zu erweitern. Ähnliches bewerkstelligen schon seit geraumer Zeit Nuberts ATM-Module, die optional für ausgewählte Nubert-Boxen, perfekt auf den jeweiligen Lautsprechertyp abgestimmt, erhältlich sind. 

Unter „eq f“ wird die Mittenfrequenz des jeweiligen Equalizers eingestellt (von 20  bis 50 Hz in 1 Hz-Schritten, von 50 bis 150 Hz in 5 Hz Schritten). Unter „eq q“ wird die Güte (Quality) des Eingriffs festgelegt. Der Regelbereich geht von 0,5 bis 5. Steigt der Wert, der für die Güte eingestellt wird, erfolgt der Eingriff immer schmalbandiger und somit präziser. Senkt man den Wert für die Güte ab, ist der Eingriff breitbandiger. Bei „eq g“ (Gain) wird die Stärke des Eingriffs von – 12,0 dB bis 0,0 (+ 6,0) dB bestimmt.

Das nächste Untermenü ist das Menü „Speaker“. In diesem Menü kann man für verschiedene Nubert-Lautsprecher gezielt Einstellungen aufrufen. In unserer Vorstufe waren die neusten nuVero-Modelle noch nicht drin, daher haben wir uns mit den Voreinstellungen für die nuVero 14 begnügt, obwohl wir an der nuVero 140 getestet haben. Enthalten sind: nuLine 34, nuLine 264, nuLine 284, nuVero 3, nuVero 4, nuVero 5, nuVero 7, nuVero 10, nuVero 11 und nuVero 14. Da man die Vorstufe aber hinsichtlich der Software updaten kann, ist es bestimmt kein Problem, die neusten nuVero-Modelle und noch mehr Nubert-Lautsprechermodelle insgesamt einzuspeisen. Laut Nubert bekommen die nuControl-Devices, die an die Endkunden jetzt ausgeliefert werden, auch schon einen neueren Firmware-Stand mit entsprechend mehr Modellen. 

Delay-Time und Level, jeweils für rechten und linken Lautsprecher, lassen sich im „Speaker“ Menü ebenfalls justieren. Es folgt das Untermenü „Highpass“. Unter „hp“ kann man den Hochpassfilter deaktivieren oder ihn in der Stärke auf 6 oder 12 dB einstellen. Der Punkt „hp f“ legt die Frequenz fest, bis zu der der Hochpassfilter eingreifen soll – die Bandbreite hier: 15 bis 240 Hz. Bei „hp q“ wird die Güte des Filters eingestellt, und zwar in einem Bereich zwischen 0.5 und 1,5. Diese Option ist lediglich für Filter mit 12 dB/Oktave Flankensteilheit verfügbar. Als Basispunkt für eigene Versuche rät Nubert zu einer Güte von 0,71.

Damit enden die Einstellmöglichkeiten nicht, denn ergänzend zum normalen EQ liefert Nubert noch einen extra Bass-EQ mit. Bei „beq f“ wird die Mittenfrequenz (20 bis 50 Hz in 1 Hz-Schritten, von 50 bis 240 Hz in 5 Hz-Steps) eingestellt. Unter „beq q“ wird die Güte des Eingriffs in einem Bereich zwischen 0,5 und 5,0 festgelegt. Wie schon weiter oben beschrieben, gilt auch hier: So höher der Wert der Güte ist, um so schmäler das Band und umso präziser der Eingriff. Je niedriger der eingestellte Wert ausfällt, desto breitbandiger erfolgt der Eingriff. „beq g“ regelt die Stärke des Eingriffs in einem Spektrum zwischen – 12 dB und + 6 dB. 

Wer Subwoofer (ein oder zwei) ins System integrieren möchte, kann diese ebenfalls korrekt einstellen. Da der Vorverstärker über Pre-Outs für ein oder zwei aktive Basslautsprecher verfügt, ist es einfach, handelsübliche „Bass-Aktivisten“ mit der nuControl-Vorstufe zu verbinden. Die Parameter Pegel, Delay und Phase können für die aktiven Subwoofer jeweils eingestellt werden. Zu „sub 1“ und „sub 2“ gibt es jeweils weitere Untermenüs. Im Untermenü „sub 1“ wird der an die untere, rote Cinch-Buchse angeschlossene Subwoofer eingestellt. Im Untermenü „sub 2“ der an die obere, weiße Cinch-Buchse angeschlossene aktive Bass-Lautsprecher.

Bei „level“ kann man die Lautstärke beider Subwoofer getrennt voneinander einstellen. Das Signal kann um maximall 20 dB im Vergleich zu den restlichen Ausgabe-Kanälen des nuControl abgeschwächt werden. Mittels der „delay“-Funktion kann man die Wiedergabe der Subwoofer zeitlich verzögern, und mit „phase“ kann die Phase zwischen 0 und 180 Grad umgeschaltet werden. 

Nun wenden wir uns dem  Untermenü „lowpass 1“ und „lowpass 2“ zu. Hier kann man die obere Grenzfrequenz der beiden Subwoofer-Kanäle einstellen. Beide Filter kann man gleichzeitig betreiben und miteinander kombinieren, damit man einen bestmöglichen Übergang zu den Hauptlautsprechern realisieren kann. Nubert gibt gleich ein Einsatz-Beispiel an: „lowpass 1“ mit recht kleiner Einsatzfrequenz stellt einen sanften, fließenden Übergang zu den Hauptlautsprechern her, während „lowpass 2“ mit höherer Einsatz-Frequenz die Filtersteilheit erhöht und dadurch das Klangbild negativ beeinflussende Oberbassanteile eliminiert.

Alternativ kann man beide Filter auf die selbe Frequenz einstellen, um die Steilheit der Filter zu erhöhen. Bei „lp 1“ beziehungsweise „lp 2“ deaktiviert man die Filter entweder oder legt sie auf 6 oder 12 dB Dezibel je Oktave fest. Der Punkt „lp f“ bestimmt die Frequenz, ab der der Tiefpassfilter eingreift. Die Bandbreite geht von 30 Hz bis 240 Hz. Es folgt „lp q“ – wie schon von den anderen EQ-Beschreibungen her bekannt, wird hier die Güte/Qualität des Filters, diesmal in einem Spektrum von 05, bis 1,5, eingestellt (nur für Filter mit 12 dB/Oktave Flankensteilheit). Als Basis-Wert für eigene Justagen empfiehlt Nubert einen Wert von 0,71 für die Güte. 

Das Untermenü „highpass“ ist für die Einstellung der unteren Grenzfrequenz der beiden Subwoofer-Channels zuständig. Man nennt diese Art Filter auch „Subsonic-Filter“. Unter „hp“ kann man den Hochpassfilter deaktivieren oder die Stärke auf 6, 12 oder 24 dB/Oktave festlegen. Die Regelung „hp f“ bestimmt, bis wann der Hochpassfilter eingreifen soll. Die Bandbreite geht von 15 bis 240 Hz. 

Warum betreibt Nubert hier solchen Aufwand? Ganz einfach – man möchte viel mehr als nur eine Stereovorstufe anbieten. So zum Beispiel eignet sich die nuControl auch vortrefflich für den Einsatz mit 2 hochwertigen Satelliten und einem aktiven Subwoofer. Man kann das Signal der Front-LS verzögern, um eine perfekte Synchronisation mit dem Subwoofer zu erzielen. Mit nuControl kann man für jeden Frontkanal und auch für die Bass-Channels Delays von bis zu 10 Meter (Frontboxen) beziehungsweise 15 Meter (Subwoofer) einstellen. Die 15 Meter für Subwoofer ist dann vor allem von Interesse, wenn man ein Double Bass Array realisieren möchte. Nubert war es sehr wichtig, die Verzögerung nicht wie sonst üblich in Millisekunden (ms) anzugeben, sondern als Meter zwischen Front- und Rückwand des Hörraums. Das ist leichter zu verwenden als die ms-Angaben. 

Nubert nuPower D Class D Digitalendstufe

Nubert nuPower d Front Seitlich2

Kraftmeier von der Ostalb: Nubert nuPower D

Jetzt wird es böse – für die Nachbarn und die Konkurrenz. Die nuPower D stellt nämlich komplett abnormale Leistungsreserven bereit. Eine Dauerleistung – bitte festhalten und nicht umkippen oder besser direkt hinsetzen und „sacken“ lassen -beträgt an 4 Ohm 2 x 920 (!!!) Watt. Die Musikleistungen geben die Schwaben mit 2 x 1.290 Watt an. Wie war das mit den Nubert-Tugenden? Zurückhaltung? Schwäbische Bescheidenheit? Die hatten an dem Tag, an dem die nuPower D abgesegnet wurde, wohl beide Urlaub.

Man mag es gar nicht glauben, wenn man das nur 9 cm hohe, 43 cm breite und 39,5 cm tiefe, schlichte Metallgehäuse sieht, und das Gewicht – nun, 9 kg sind nicht die Welt – hilft auch nicht weiter. Was ist da nur los? Wie bekommt Nubert fast „aus dem Nichts“ solche Leistungsdaten zustande? Die Lösung – eine Class D Digitalendstufe, leicht, erzeugt praktisch keine Verlustwärme. Manch ein Klangliebhaber der alten Schule behauptet aber, dass digitale Endstufen akustisch keine Offenbarung wären. Dazu aber später mehr. Nuberts Privat-Club-Endstufe jedenfalls schießt selbst an 8 Ohm noch 2 x 780 Watt Dauerleistung in Richtung der armen Nachbarschaft, und der schlichte Schwabe lässt später im Testbetrieb keine Zweifel daran aufkommen, dass er so ziemlich jeden Consumer-Lautsprecher in Sekundenbruchteilen an seine Grenzen treiben kann. 

Nubert nuPower d Rueckseite Seitlich2

Von hinten

Nubert nuPower d Anschluesse Rueckseite2

 Hochwertige Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

Die nuPower D verfügt über XLR- und Cinch-Eingänge, beide haben eine separate Eingangsstufe. Das bedeutet demnach, dass auch zwei unterschiedliche Quellen simultan an die Endstufe angeschlossen werden können. Für die Lautsprecherausgänge verwendet Nubert vergoldete Feingewindeschraubklemmen. Bis zu 6 Quadratmillimeter Kabeldurchschnitt sind durch Tests garantiert, mit etwas Mühe gehen auch 8 Quadratmillimeter. Natürlich sind die Buchsen auch geeignet für Bananenstecker. Die nuPower D Endstufe hat einen Triggereingang, so kann sie z.B. zusammen mit der nuControl Vorstufe aktiviert werden.

Nubert nuPower d Innenleben4

Da geht was – Elko-Sektion

Nubert nuPower d Innenleben3

Anschlussboard

Nubert nuPower d Innenleben2

Sorgfältiges Finish im Detail

Nubert nuPower d Innenleben1

Aufwändige Schirmung

Nubert nuPower d Innenleben Gesamt

 Gesamtansicht des Innenlebens

Das Innenleben zeigt aufwändige Technik. Die Verstärker-Module bestehen aus gegengekoppelten Schaltverstärkern, die laststabil bis in den Kurzschlussbereich agieren. Dem Verstärker ist es daher gleichgültig, ob er einen Kurzschluss hat oder einen Lautsprecher mit Lasten zwischen einem und acht Ohm. Die Verstärkermodule haben ihre Überstrombegrenzung und werden immer – bezogen auf 4 Ohm – ihre 920 Watt Dauerleistung bereitstellen. Den Hersteller, der die digitalen Verstärkermodule baut, kennt Nubert schon lange. Die hochwertigen Verstärkermodule sitzen z.B. in Nuberts DSP-gesteuerten Hochleistungssubwoofern. Auf dem freien Markt gibt es diese Module, die extra für nuPower D aufwändig optimiert wurden, nicht.

Besonders vorteilhaft bei diesen Modulen ist das enorme Signal-Rauschverhalten – besser als bei vielen anderen Class D-Konzepten. Nubert spricht sogar davon, dass man, basierend auf 1.000 Watt Leistung, von besseren Werten als bei exzellenten Class A/B-Verstärkern, also hochwertigen analogen Einheiten, ausgehen kann. Durch die von Nuberts Entwicklungspartner patentierte Gegenkopplung werden Klirrfaktor und Eigenrauschen optimiert. Nubert sieht eine perfekte Kombination in der nuPower D Zweikanal-Endstufe: Einen Verstärker mit High End-HiFi-Ambitionen, der aber so belastbar ist und so souverän wie eine PA-Endstufe.

„Aus dem Vollen“ schöpft Nubert beim Netzteil. Das Schaltnetzteil stellt vier Kilowatt (!) Dauerleistung zur Verfügung. Warum diese Überdimensionierung? Die Schwaben wollten sicherstellen, dass auch bei voller Aussteuerung eines Kanals nicht urplötzlich höhere Klirrwerte auftauchen, auch nicht im parallelen Kanal – durch Intermodulation oder parasitäre Ladungseffekte. Nubert setzt hier auf eine bewährte Lösung, die auch in anderen hochwertigen HiFi-Bausteinen verwendet wird.

Die nuPower D ist mikroprozessorgesteuert. Das erlaubt den Einsatz eines stimmigen Power-Managements. Sobald die Endstufe eingeschaltet wird, blinkt die Power-LED, nun wird eine „Rampe“ generiert, ein „Soft-Start“ des Netzteils, und die möglichen 4 kW werden sozusagen sanft ins Netz gelegt. Dies ist nicht mit einem sofort hohen Stromverbrauch gleichzusetzen, aber der Einschaltstrom kann bei beinahe jedem Netzteil kritische Dimensionen annehmen. Vergleichen wir mit einer großen analogen Endstufen, wird diese aktiviert, kann im Hörraum schon mal das Licht beginnen, zu flackern. Dank der sanften Rampe passiert dies bei der nuPower D Endstufe nicht.

Nubert nuPower d Bedienelemente Front1

Speaker-Wahlschalter

Nubert nuPower d Bedienelemente Front2

 Power – Start mit „softer“ Rampe

Auf der High End 2015 in München standen sieben nuPower D, die parallel im Einsatz waren. Es kam zu keinen gegenseitigen Beeinflussungen, und auch die Nachbarstände hatten immer noch Strom. Im Leerlauf verbraucht nuPower D nur 25 bis 30 Watt. In der Praxis liegt die maximal Leistungsaufnahme kaum über 1.500 Watt. Das liegt daran, dass Lautsprecher im Bassbereich wesentlich hochohmiger sind als typische Lastwiderstände. Darüber geht es nicht hinaus, der Rest, der übrig bleibt, ist Reserve. Dieser Headroom sorgt dafür, dass die nuPower D Endstufe selbst bei höchsten Pegeln noch relaxed ihrer Arbeit nachgeht. Wegen den digitalen Endstufen gibt es auch keine störende Abwärme, die dafür sorgt, dass sich das Gehäuse massiv erhitzt. 

Der Drehknopf auf der Front ist als Speaker-Selector gedacht, denn man kann zwei Lautsprecherpaare A und B an die nuPower D Endstufe hängen. Es ist auch kein Probkem, zwei 8- oder 4 Ohm-Lautsprecher parallel zu betreiben. Daher ist auch A + B möglich. Die komplette Digitalsektion der nuPower D verfügt nochmal über ein eigenes Netzteil. Dieses benötigt im Standby-Betrieb nur 02, bis 0,3 Watt. 

Klang

Allgemeine Eindrücke:

  1. Die Pegelfestigkeit der nuPower D Endstufe ist mit das beste, was wir jemals erleben durften. Mühelos geht es bis auf 0 dB (Anzeige) hoch, und ebenso mühelos aktivieren sich die selbstrückstellenden Schutzsicherungen in den nuVero 140 – diese Lautsprecher „klein“ zu bekommen, ist vielen Vollverstärkern und Endstufen nie gelungen. Die nuPower D allerdings hantiert mit derartig massiven Kräften, dass sich selbst, wenn auch bei sehr hohem Pegel, die nuVero 140 beugen muss. 
  2. Die Loudnessschaltung der nuControl Vorstufe in der 10 dB Einstellung ist ganz hervorragend für Hören mit nachdrücklicher Basskraft bei Zimmerlautstärke bzw. auch leicht darüber liegenden Pegeln geeignet. Der Bass büßt keinerlei Präzision ein, er wird nur satter und etwas dominanter. Nubert lässt die Loudness-Korrektur nur auf den Bassbereich wirken – und nicht auf den Hochtonbereich, wo zahlreiche Studien eindeutig belegen, dass dies ohnehin unsinnig ist. 
  3. Die Einstellmöglichkeiten (EQ) und die Voreinstellungen für zahlreiche Nubert-Boxen machen die nuControl beinahe konkurrenzlos. Dass gerade für Nubert-Lautsprecherbesitzer durch die Presets noch das „i-Tüpfelchen“ geboten wird, das ist natürlich klar. Im Fokus bei der Entwicklung standen auch Nubert-Boxenbesitzer, die dann zusammen mit der nuControl Vorstufe und der nuPwer D Endstufe eine kaum zu schlagende Stereo-Kette besitzen. Auch wenn die nuVero 14-Kennung nicht perfekt zur nuVero 140 passt, laut Spezifikationen: In der Praxis arbeitete die Kette mit dieser Einstellung ganz prächtig. Die Chassis der nuVero 140 wurden bis in den Grenzbereich sauber ausgelenkt, alle Parameter waren neutral bis angenehm: Man konnte souverän bis in höchste Pegel-Regionen zuhören, der Klang war nie zu aggressiv oder aufdringlich, gleichzeitig aber machtvoll, mitreißend und homogen. 
  4. Die Präzision, die die Nubert-Stereokette ermöglicht, liegt auf absolutem Spitzen-Niveau. Der Bass wird genau auf den Punkt getroffen, Stimmen haben klare, nachvollziehbare Konturen. Zusammen mit den beiden neu entwickelten Mitteltönern der nuVero 140 kann hier bei der Stimmpräsesentation ein Standard geboten werden, den manche selbst ernannten „High End-Hersteller“ keinesfalls erreichen. Fließende, nahtlose Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen lassen sich im Detail durch die zahlreichen Filter sogar noch verbessern. 
  5. Dadurch, dass es sich um eine sehr effizient arbeitende Class D Digitalendstufe handelt, entwickelt die nuPower D praktisch keine Verlustwärme. Der gefürchtete Nachteil vieler digitaler Endstufen – ein „synthetischer“ Klang, der z.B. der Violine Ausdruckskraft nimmt und Stimme Natürlichkeit, findet sich hier nicht einmal im Ansatz.
  6. Eignung als USB-DAC: Wir haben unser 2015er MacBook mit Apple OS „Yosemite“ und dem Audirvana Softwareplayer mittels USB mit der nuControl Vorstufe verbunden – ohne Treiberinstallation konnte es, nachdem wir in den Einstellungen des Audirvana Players (NICHT in den Tonausgabe-Einstellungen von Mac OS!) den Nubert-USB-DAC angewählt hatten,  mit voller Kraft voraus losgehen. Bedingt durch die Fähigkeit, einen strahlenden, brillanten, detailreichen Hochtonbereich sowie eine sehr charismatische, feinfühlige Wiedergabe zu realisieren, eignet sich die Nubert-Kette eigentlich glänzend für High Resolution Audio-Files. Der Vorteil der hochauflösenden Tonformate, der erweiterte Dynamikumfang und die Darstellung des Oberwellenbereiches, werden aber leider nicht voll umgesetzt, da der USB-D/A-Konverter nur bis 48 kHz/16-Bit geht. Das ist unverständlich, hier sollte bei einem Facelift nachgebessert werden. 

Wir hören nun in 192 kHz/24-Bit FLAC „Silver Eagle“ von Mark Knopfler und sind begeistert, obwohl nur 48 kHz/16-Bit über den D/A-Konverter laufen: So feinfühlig und charismatisch arbeitet die Nubert-Kombination die Stimme Marks ein. Auch das Zupfen der Saiten auf der akustischen Gitarre kommt hervorragend heraus. In Zusammenarbeit mit der nuVero 140 entsteht ein dichter, fein gewobener Klangteppich, der sich auch im großen Hörraum über 30 Quadratmetern souverän ausbreitet. „Silver Eagle“ ist kein Song, der zum Pegel treiben einlädt, aber man hört gern etwas lauter, weil es so viel Vergnügen bereitet.

Das Violinenkonzert Nummer 1 von Johann Wolfgang Sebastian Bach (Joshua Bell) empfängt uns beim ersten Allegro mit viel Verve, die Violine ist sehr plastisch eingearbeitet. Hier sollte man aufpassen und unter Umständen gleich an der nuVero 140 die Hochtonwiedergabe auf „sanft“ einstellen, wenn man einen akustisch leicht lebendigen Raum hat. Sonst kann es passieren, dass die Violine zu scharf bei hohen Lautstärken wirkt. Dank der Nubert-Schaltungen aber kann man diesen Effekt direkt eliminieren und erhält ein ungemein vielschichtiges, lebendiges Klangbild mit einer ungemeinen Räumlichkeit, die den Zuhörer komplett einschließt. 

„Desperado“ (48 kHz/24-Bit im Original) von Diana Krall wird nun zugespielt, der Titel vom Album „Wallflower Deluxe“ besticht durch die feinsinnige Aufbereitung von Dianas Stimme. Sie hat den rauchigen, und hier melancholischen Charme, den Fans schätzen – und nuPower D und nuControl arbeiten das ausgezeichnet heraus. Die Stimme wird auch erstklassig von den Instrumenten getrennt, bei den Instrumenten besticht das Klavier durch die sehr authentische Temperatur und die sehr gut herausgestellte Anschlagdynamik. 

Nun möchten wir etwas wirklich „hochauflösendes“ hören, und speisen über die analogen Eingänge, die problemlos für höchste Frequenzen geeignet sind, DSD-Signale der „James Bond Themes“ SACD werden vom Denon DBT-3313UD gewandelt und ausgegeben. Und hier hören wir, allerdings rein instrumental, die wohl berühmteste Titelmelodie: Die zu „Goldfinger“. Sehr imposant werden die Dynamikunterschiede herausgearbeitet, feinsinnig, klar und mit toll ausgeleuchtetem Hochtonbereich agiert unsere Nubert-Kette. Das Finale, mit einer sehr umfassenden Dynamik-Steigerung, kommt besonders überzeugend heraus.

Der Titelsong zu „You Only Live Twice“ ist sensibel-romantisch von der Auslegung her – auch damit haben die Nubert-Komponenten keinerlei Berührungsängste. Sehr impulstreu kommen kleine Impulse im Hochtonbereich zur Geltung. Beeindruckend ist die Tiefe der gebotenen Räumlichkeit, sehr filigran werden einzelne akustische Ebenen unterschieden. Die Streicher kommen sehr fein eingearbeitet heraus, und die Blasinstrumente werden mit sauberer tonaler Balance verarbeitet. 

„Footlose“ – Kultfilm der 80er Jahre. Und es gibt tatsächlich eine SACD mit der Filmmusik. Da darf natürlich in den Testreihen der Titelsong von Kenny Loggins „Footlose“ nicht fehlen. Die leicht blecherne Klangcharakteristik bleibt erhalten – zaubern kann auch Nubert nicht. Wie straff und kontrolliert aber der Bassbereich auftritt, das haben wir bislang bei diesem Stück noch nicht gehört. Auch die vokale Präsenz ist ausgezeichnet. Dieser vorbildliche Basseinsatz findet sich auch bei Bonnie Tylers Klassiker „Holding Out For An Hero“. Hier gefällt uns auch die Einarbeitung des gesamten Schlagzeuges sehr gut, und der zügige Rhythmus wird impulstreu übertragen. Die charakteristische Stimme Bonnies wird fließend ins tonale Gesamtgefüge eingearbeitet – die Konturen werden erstaunlich gut getroffen, dies kommt noch dazu. 

Der Auftakt zu Ludwig van Beethovens weltberühmter 9. Symphonie „Ode an die Freude“, ein „Allegro Ma Non Troppo, Un Poco Maestoso“, erklingt strahlend, lebendig. Man hört die Spielfreude der Wiener Philharmoniker unter Leitung von Leonard Bernstein geradezu heraus. Ungemein harmonisch, fließend, fügen sich alle orchestralen Elemente zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen. Leise, aber umso diffizilere Passagen meistern nuControl und nuPower D souverän. Kleine Lautstärkeunterschiede und ein komplexer räumlicher Aufbau – keine Schwierigkeiten für die HiFi-Könner von der Ostalb. Wiederum begeistert uns, dass wir praktisch, bildlich gesprochen, ins Orchester „hineinsehen“ können. Wo sitzt jeder Musiker, wie spielt er, wie hängen orchestrale Ketten zusammen? Die präzise Auflösung, gepaart mit exakter räumlicher Ortungsmöglichkeit, beantwortet diese Fragen mit spielerischer Leichtigkeit. 

Wenden wir uns nun verschiedenen Stücken in CD-Qualität zu (44,1 kHz/16-Bit). 

„You Win Again“ von den BeeGees eignet sich durch den kräftigen Bass sehr gut, um mit aktivierter Loudness-Schaltung (+ 10 dB) auch bei moderatem Pegel Hörfreude zu verbreiten. Die Quelldatei, eigentlich von nicht überdurchschnittlicher Qualität, erscheint sehr dynamisch und räumlich bei der Wiedergabe. Die Stimmen wirken etwas distanziert und nicht allzu detailliert, dies liegt aber tatsächlich an der Quelle und keinesfalls an der Nubert-Kette. Und auch die „Lessons in Love“ von Level 42 machen Freude – zwar merkt man auch hier, die Quelle ist längst nicht „State Of The Art“ – aber das, was an Kraft, Kontrolle und Klarheit von der nuControl-Vorstufe und der nuPower D Endstufe herausgeholt wird, verdient unseren vollen Respekt. 

Richtig empfehlenswert ist die kraftvolle nuPower D natürlich auch für basslastige Spezialaufträge – so für Armin Van Buurens „Ping Pong“. In Zusammenarbeit mit der extremen Bass-Performance der nuVero 140 wird hier bei diesem Song die beste Leistung erzielt, die wir je hören konnten. Satt, souverän, völlig mühelos, peitschen die Bass-Salven bei enormem Pegel durch den Hörraum. Wer volle Basskraft bei niedrigeren Pegeln realisieren möchte, wählt zu diesem Zweck einfach die Loudness-Schaltung an. Dann wird jede Menge tieffrequente Energie freigesetzt, ohne dass wegen der hohen Lautstärke gleich die Nachbarn auf den Plan treten. Die „Twisted“ Remix-Version von Twoloud (ursprünglich Svenson&Gielen) wird von unserer Nubert-Kette gleich von Anfang an mit Nachdruck, aber auch mit hervorragender Detaillierung, aufgebaut. Ja, Detailarbeit ist selbst bei einem vergleichsweise eher „schlichten“ Stück wichtig, man mag es glauben oder nicht. Der lebendige Hochtonbereich, der sehr kräftige Bass und der impulstreue Effektaufbau sprechen für sich.

Bei Sean Finns Club-Track „Riders On The Storm“ schieben die nuVero 140 wieder eine gewaltige Basswelle durch den Hörraum. Dank der zahlreichen Abstimmungsmöglichkeiten haben wir auch tatsächlich nur satten Bass und kein Dröhnen oder andere störende Nebeneffekte. Was hier bei hohem Pegel passiert, lässt sich nur schwer in Worte fassen: Es ist schier unglaublich, wie machtvoll die nuPower D Endstufe bis in Bereiche anschiebt, in denen weniger „pegelerprobte“ Zeitgenossen das blanke Entsetzen packt. Immer weiter geht es, lässig und mit immensem Nachdruck. Der Bass verliert nie seine Konturen und büßt keine Dynamik ein. Wir beschließen unsere „DJ-Night“ mit Klaas‘ „Flight To Paris“. Auch hier trumpft die Nubert-Kombination wieder mit Wucht, exakter Einordnung aller akustischen Gebilde und einer enormen Dynamik auf. Steigerungen innerhalb des Tracks sowie spontane Breaks und Rhythmus-Wechsel werden millisekundengenau herausgearbeitet – grandios. So also hört sich der „Club für zuhause“ an. 

Fazit

Nubert nuPower d NuControl Gruppenbild1

Das kann ja etwas geben, dachten wir, als wir vernahmen, Nubert möchte eine Stereo-Vor-Endstufen-Kombination bauen. Schließlich kannten wir nicht nur die exzellenten passiven Boxen der Schwaben nebst den cleveren ATM-Modulen, sondern auch die erstklassigen aktiven Lautsprecher und die hochleistungsfähigen, ebenfalls aktiven Subwoofer mit DSP-Steuerung. Dementsprechend hoch war unsere Erwartungshaltung, als die etwas an die legendären Braun Atelier HiFi-Bausteine aus den 80er Jahren erinnernden Nubert-Komponenten von uns in Betrieb genommen wurden.

Weil wir es nicht abwarten konnten, bis der Versand durchgeführt wurde, sind wir selber nach Schwäbisch-Gmünd gefahren, um gleich ein Duo aus nuControl und nuPower D einzupacken – und die Testreihen bestätigen: Hier geht was, und zwar richtig. Mit sauberem, treffsicherem, impulstreuen Klang, der nie fade-analytisch, sondern immer mitreißend-feurig wirkt, spielt sich diese Kombination auch in unsere Herzen. Mögen uns manche der sehr technisch orientierten Mitglieder des nuForums für diese Zeilen verdammen, aber die Nubert Stereo-Vor-/Endstufenkombination „macht schlichtweg an“: Kraftvoll, grobdynamisch eine Wucht auf der einen Seite, filigran, feindynamisch eine Macht auf der anderen Seite. Würde man noch einen USB-DAC verbauen, der bis 192 kHz/24-Bit nativ umsetzen kann – wir wären wunschlos glücklich. 

Nubert vereint PA-Pegelfestigkeit mit HiFi-Kultiviertheit im akustischen Auftritt. Das Beste zweier Welten wird gewürzt durch beinahe konkurrenzlose Einstell- und Angleichmöglichkeiten. Spezielle Kennfelder für verschiedene Nubert Boxenmodelle sind überdies vorprogrammiert. Verarbeitet sind beide Bausteine hervorragend, nur die billige Fernbedienung der nuControl Vorstufe schmälert den Eindruck etwas. Herausragend ist e sum die Anschlussbestückung der flachen Vorstufe (wie die Endstufe nur 9 cm hoch) bestellt. Es fehlt auch kein USB-DAC, alles, was der moderne Mensch braucht, ist demnach an Bord. Dass Nubert diese herausragenden Komponenten zu einem äußerst interessanten Preis anbietet. macht das Testergebnis perfekt. 

Nubert setzt Bestmarken: Perfekte Einstellmöglichkeiten, herausragende Anschlussmöglichkeiten, alle Erwartungen übertreffender Klang
masterpiecelogo
Stereo-Vor-/Endstufenkombinationen Luxusklasse
Test 28. Juli 2015

+ Pegelfestigkeit der nuPower D legt Messlatte höher
+ Brillante Grob- und Feindynamik
+ Authentische Räumlichkeit
+ Perfekte Anpassungs- und Einstellmöglichkeiten
+ USB-DAC
+ Hochwertige Verarbeitung
+ Fairer Kaufpreis

– Billig wirkende Fernbedienung bei nuControl
– USB-DAC nur bis 48 kHz/16-Bit

www.nubert.de

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 28. Juli 2015




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK