TEST: Teufel Cubycon 2 Complete – Bewährtes System mit Flach-Subwoofer T 4000 und CoreStation

Teufel Cubycon 2 Complete Gruppenbild1

Bereits vor etwas über zwei Jahren ging Teufel mit dem Cubycon 2 an den Start, dass sich damals mit exzellenten Testergebnissen, nicht nur in unserer Redaktion, rühmen durfte. Jetzt setzen die Berliner nicht eins sondern direkt zwei obendrauf und bieten das Komplettsystem für 1599 EUR mit einer eigenen Endstufe und einem schicken wie innovativen Subwoofer in extra flacher Ausführung an, der auch kabellos angesteuert werden kann. Begleitet wird der Subwoofer wieder durch fünf Satellitenlautsprecher in schlichter, aber eleganter Würfel-Optik, die mit zwei Mitteltönern und einem Hochtöner ausgestattet sind. Die wichtigste Komponente, neben dem ultraflachen Subwoofer, ist in diesem Komplettsystem die „CoreStation“, ein eigener kompakter AV-Receiver mit 360 Watt-Class-D-Verstärker und Bluetooth-Funktionalität, der von der Leistung her etwa mit Receivern in der Preisklasse um 700 EUR mithalten soll. Für 100 EUR mehr gibt es übrigens das gleiche Paket in der Streaming-Variante, bei der der Raumfeld Connector² mitgeliefert wird, ein Netzwerkplayer mit Streamingfähigkeiten im eigenen Netzwerk und Internetzugang, der die Tore zur Raumfeld-Welt öffnet. Ob das Cubycon 2 System seine ausgezeichneten klanglichen Eigenschaften behalten haben und ob der neue Subwoofer sowie die CoreStation das Klangerlebnis bereichern können, wollen wir im folgenden Test untersuchen.

Teufel Cubycon 2 Speaker Gruppenbild1

Die fünf CUB 2 FCR Satelliten

Teufel Cubycon 2 Speaker Front Seitlich1

Einer der Front- bzw. Surroundlautsprecher

Teufel Cubycon 2 Speaker Center Front Seitlich

Der hier gleich bemessene Center. Das Teufel-Logo ist magnetisch und abnehmbar.

Teufel Cubycon 2 Speaker Verarbeitung

Die Verarbeitung der CUB 2 FCR im Detail

Wir haben hier mehrere Elemente zur Auswahl, aber knöpfen wir uns doch mal einen der CUB 2 FCR Satelliten-Lautsprecher vor. Deren Oberfläche ist aus mattem Aluminium und wirkt bereits auf den ersten Blick recht hochwertig. Vor allem die solide Verarbeitung gefällt uns, weil die Rückseite und die Vorderseite sauber mit dem Mittelstück verbunden und nach vorne und hinten die Kanten großzügig abgerundet sind. Kleine Zwischenräume sind zur Vollendung des Designs integriert. Oben und unten sind die Kanten etwas spitzer, aber immer noch abgerundet. Das schlichte Design der Cubycon-Lautsprecher ist nicht das ausgefallenste unter den Kompaktlautsprechern, gefällt aber durch zeitlos klassische Form. Die Würfel sind zudem in Schwarz und Weiß erhältlich. Auf den ersten Blick erscheint das Material etwas kratzempfindlich – mit einem Wisch mit der Hand „fegt“ man den Kratzer aber schlicht wieder weg und findet das Material wie neu vor.

Teufel Cubycon 2 Speaker Front Seitlich2

Der CUB 2 FCR offen

Teufel Cubycon 2 Speaker Hochtoener

Hochtöner oben

Teufel Cubycon 2 Speaker Tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner unten

Teufel Cubycon 2 Speaker Rueckseite Seitlich

Rückseite mit Wandhaltern und Anschlüssen

Teufel Cubycon 2 Speaker Anschluesse Rueckseite

Lautsprecheranschlüsse, kompatibel mit Bananensteckern

Teufel Cubycon 2 Speaker Center Wandhalter

Wandhalter an der Rückseite, hier beim Center

Vorne sehen wir wie üblich die Lautsprecher-Chassis, in unserem Fall sind diese mit schwarzem Stoff abgedeckt und sind pro Satellit mit einem 20mm Hochtöner und zwei 80mm Mitteltöner bestückt, die einen Frequenzbereich von 200 bis 22000 Hz abdecken sowie eine Dauerbelastbarkeit von 100 Watt aufweisen. Hinten sehen wir ganz klassisch die Anschlüsse des Lautsprechers, die auch für breitere Kabelquerschnitte und Bananenstecker geeignet sind. Außerdem sind an der Rückseite drei Öffnungen zur Befestigung an der Wand. Die Utensilien hierfür sind übrigens direkt im Lieferumfang enthalten. Unten sind vier kleine gummierte Standfüße, damit die Speaker nicht rutschen oder wackeln, was auch sehr gut gelingt. Die Satelliten gefallen uns also wieder sehr gut – keine Überraschung hier. Jetzt wollen wir uns aber den neuen Subwoofer genauer ansehen, der nicht nur durch seine moderne Form sondern auch durch Flexibilität überzeugen will. Zuvor noch die Abmessungen und das Gewicht der Lautsprecher: 9,5×9,5×19 cm und wiegen 1,2 kg.

Teufel T4000 Front Seitlich1

Der T 4000 von vorne

Teufel T4000 Detail Front

Verarbeitung des T 4000, weiß lackiertes Holz

Teufel T4000 Rueckseite Seitlich1

Die Rückseite des T 4000

Teufel T4000 Bassreflexoeffnung

Eine der beiden Bassreflexöffnungen

Teufel T4000 Anschluesse Bedienelemente

Bedienelemente hinten

Teufel T4000 Unterseite

Drei 130 mm Tieftöner unten mit Wandhaltern an der Seite

Teufel T4000 Tieftoener

Ein Tieftöner aus der Nähe

Teufel T4000 Wireless Modul 2

Das Wireless-Modul für den Subwoofer

Teufel T4000 Wireless Modul 3

Stecker des Moduls

Teufel T4000 Wireless Modul

Der noch abgedeckte Slot für das Wireless-Modul an der Rückseite des T 4000

Der Subwoofer mit dem Namen T 4000 fällt natürlich schon aufgrund seiner ungewöhnlichen Form sofort auf. Die extrem flachen und lang gezogenen Abmessungen verleihen dem Subwoofer nicht nur seinen extravaganten Look sondern bieten dem Tieffrequenzemitter auch bezüglich seiner Aufstellungsmöglichkeiten hohe Flexibilität. Er ist bei einem Gewicht von ca. 13 kg und einer Breite von 95 cm nur 12 cm hoch und kann so auch sehr gut an der Wand befestigt werden oder Platz unter dem Sofa finden. Außerdem sieht er mit diesen Abmessungen zugegeben sehr elegant aus. Die Oberfläche ist hier mattschwarz lackiert, an der Seite allerdings finden wir glänzend weiß lackiertes Holz vor, was das Design ausgezeichnet komplettiert. An der Rückseite finden wir sämtliche Bedienelemente des Subwoofers, ganz rechts der Stromanschluss und darüber der Power-Schalter. Auf der linken Seite haben wir den Slot für das Wireless-Modul, von dem wir zunächst die Abdeckung nehmen müssen und das Modul dann problemlos einschieben können. Rechts davon dann der Pairing-Knopf, um den Sub mit der CoreStation zu verbinden und zusätzlich einen konventionellen LFE In Cinch-Anschluss, sollte man ihn doch mit Kabel betreiben wollen.

Darüber finden wir zwei sehr rund laufende Drehregler, einen für die Lautstärke des Subwoofers und einen für den High-Pass von 20 bis 50 Hz. Wiederum rechts daneben können wir über drei Schalter einstellen, ob sich der Sub bei entsprechendem Eingangssignal automatisch einschalten soll, oder ob er schlicht permanent aktiviert sein soll, ob wir ihn wireless oder mit RCA-Kabel benutzen und außerdem haben wir zwei Phaseneinstellungen bei 0 und 180 Grad. An der Unterseite finden wir schließlich drei 130 mm Tieftöner, die die tiefen Frequenzen von 35 bis 200 Hz abdecken.

Teufel CoreStation Front Seitlich1

Die CoreStation von vorne

Teufel CoreStation Detail Oberseite

Oben mit „Teufel“-Schriftzug

Teufel CoreStation Rueckseite Seitlich2

Rückseite der CoreStation

Teufel CoreStation Anschluesse Rueckseite2

Linke Hälfte der Anschlüsse, vier HDMI-Eingänge, Netzteil integriert

Teufel CoreStation Anschluesse Rueckseite1

Lautsprecheranschlüsse rechts mit USB-Slot für Software-Updates

Auch der Reveiver zeigt bei genauerer Betrachtung eine solide Material- und Verarbeitungsqualität. Mit Abmessungen von 24x30x6 cm hat er eine sehr angenehme, kompakte Größe und findet quasi in jeder Umgebung Platz. Gleichzeitig sieht er durch die strukturierte, schwarze Oberfläche – die wie bei den Lautsprechern aus Aluminium besteht – elegant und kraftvoll aus. An der Unterseite laufen die Kanten etwas spitz zu, die Verarbeitung ist aber insgesamt sehr gut gelungen. Und wie sieht es mit den Anschlüssen aus? An der Rückseite finden wir zunächst mehrere Anschlüsse für digitales und analoges Audio. Darunter zwei 3,5mm Klinkeneingänge und einmal Stereo Cinch-Stecker. Daneben dann einen Coaxial-Anschluss und zwei SPDIF-Eingänge, den Subwoofer-Anschlusss und ganz wichtig: Anschlüsse für fünf Lautsprecherkabel, außerdem ein Kopfhörerausgang und ein USB-Port für Software-Updates. Über den Lautsprecheranschlüssen ist der Speaker System Plug, für den im Lieferumfang ein Stecker mit zehn Kabelanschlüssen enthalten ist. Bildtechnisch finden wir einen HDMI Out und vier HDMI In-Stecker. Die CoreStation alleine ist zwar selbst kein Mediacenter, kann aber zumindest FM-UKW-Radio empfangen und spielt außerdem Musik über Bluetooth vom Smartphone oder Tablet ab.

Teufel CoreStation Fernbedienung

Schlichte, aber gut verarbeitete Fernbedienung

Nachdem wir die Lautsprecher an die CoreStation angeschlossen haben, was durch die doch recht kleinen Klemmanschlüsse eher mühselig war, starten wir einmal das System, gehen ins Menü und sehen verschiedene Einstellungspunkte. Die „Tuner“-Einstellung ist nur verfügbar, wenn wir uns im FM-Modus befinden. Dort können wir dann die Frequenzen auswählen, Radiosender speichern und Stereo oder Mono auswählen. Im Punkt „Surround“ darunter können wir zwischen vier Einstellungen auswählen, wie der Receiver Stereo-Quellen ausgeben soll, nämlich 2.1 Stereo, 5.1 Stereo, ProLogicII Movie oder ProLogicII Music. Unter Klangsteuerung finden wir Equalizer-Einstellungen, darunter Dynamic Compression zur Ausmerzung von Lautstärkeschwankungen, oder schlicht die Bass/Treble-Konfiguration. Bei der Pegeljustierung können wir die Lautstärke unserer einzelnen Lautsprecher anpassen.

Interessant ist auch noch die Lautsprecher-Konfiguration, die man hier manuell vornehmen muss, da man sich bei diesem Komplettsystem gegen ein automatisches Einmess-System à la Audyssey entschieden hat. Sofern man also die Lautsprecherabstände angeben möchte, um das Cubycon 2 auf sein Wohnzimmer anzupassen, muss man mit dem Maßband selbst Hand anlegen. Außerdem sehen wir eine Lip Sync-Einstellung und einige Subwoofereinstellungen wie die Trennfrequenz. Der Subwoofer war im Übrigen bereits, wie man im Menüpunkt „Funkstrecken“, wo man auch die Bluetooth-Funktion aktiviert, sehen kann, nach dem Einschalten der CoreStation sofort verbunden, ohne dass wir überhaupt den Pairing-Knopf hinten nochmal betätigen oder die CoreStation suchen lassen mussten. In der System-Konfiguration können wir noch ein paar grundlegende Sachen festlegen wie den Einschaltpegel, die automatische Abschaltfunktion oder die Systemsprache. Insgesamt also zwar kein besonders vielfältiges, aber übersichtliches Menü für ein Komplettsystem, wenn auch sehr audiofokussiert mit nur sporadischen Videoeinstellungen. Wir hätten nur gerne ein Einmesssystem zur Verfügung gehabt und Bananenstecker an der CoreStation wären ebenfalls vorteilhaft gewesen. Auch müssen wir festhalten, dass das Cubycon 2 Complete keine HD-Tonformate, also Dolby TrueHD und DTS-HD Master, abspielen kann.

Die Fernbedienung sieht mit ihrer Aluminium-Oberfläche und auch durch ihr Gewicht ordentlich aus. Sie ist zwar, passend zum Menü, ebenfalls schlicht gehalten, aber sehr ordentlich verarbeitet und die Bedienung geht mit guten Druckpunkten auf den Tasten leicht von der Hand.

Klang

Beginnen wir einmal mehr mit der 2L Nordic Sound Blu-ray und Marianne Thorsens Aufführung von Mozarts Violin Concerto no. 4. Was uns gleich zu Anfang auffällt, ist ein gutes Klangvolumen. Das Orchester wird recht weit präsentiert, sodass sich der Zuhörer gut von der musikalischen Inszenierung umgeben fühlt, was vor allem in den dynamischeren Teilen des Stücks, wo bei lauten Streichern, Kontrabässen und Querflöten aufgespielt wird, deutlich wird. Vor allem die Geigen sind an dieser Stelle recht schwierig, zuverlässig darzustellen, die Satelliten des Cubycon 2 schaffen dies aber auch bei höherer Lautstärke äußerst zufriedenstellend. Alle drei vorderen Lautsprecher klingen lebendig und zeigen keine zu spitze Wiedergabe in den Höhen, zumindest wenn man es nicht zu sehr mit dem Pegel übertreibt. Als gegen Ende auch die Bläser sich wieder zu den Geigen gesellen, bekommen wir wieder ein homogenes Zusammenspiel geliefert, bei dem auch das Detail hintergründig nicht viel zu wünschen übrig lässt. Wir gehen noch eben zu einem Auszug von „Vere Meininga“ auf der gleichen Blu-ray und uns gefällt sofort, wie die Lautsprecher die mystische Harfe regelrecht zeichnen, mit einem sehr angenehmen Klang, der weder aufdringlich noch zurückhaltend ist. Am deutlichsten wird in diesem langsamen Stück aber die ausgezeichnete Räumlichkeit des Systems. Zunächst einmal sind die vorderen Klangebenen, die von den drei Frontlautsprechern ausgehen, gut voneinander gelöst und klingen wie aus einem Guss und als sich im weiteren Verlauf mehrere Geigenstimmen aufspielen, sind wir wirklich von dem sich aufbauenden Volumen beeindruckt. Da kommt bei uns im Heimkino direkt Konzertstimmung auf.

Machen wir weiter mit dem bezeichnenden Intro der „Black Symphony“ Blu-ray von Within Temptation. Der Chor am Anfang klingt zwar nicht so mächtig, zeigt sich aber wieder als sehr harmonisch und als die Bläser und später die Streicher einsteigen, hören wir eine sehr stimmungsvolle, fast anmutende Präsentation, auch was die tiefen Frequenzen angeht. Dies gelingt dem Cubycon wieder absolut problemlos bei hohen Lautstärken, der Chor setzt später umso stärker ein und fügt der ganzen Aufführung noch eine majestätische Note hinzu. Wir sind wirklich beeindruckt, wie pegelfest die kleinen Kompaktsatelliten sind, sogar als Sharon den Adel dann einsteigt, wird ihr Gesang deutlich dargestellt und fügt sich locker ins Geschehen ein, wobei sie den Zuhörer nie „anschreit“. Auch beim äußerst strapaziösen „The Howling“ verschwinden einige Klänge erst dann, wenn die Lautstärke in der Praxis schlichtweg nicht mehr brauchbar ist und das kultiviert-umgebende Klangbild des Cubycon 2 bleibt in den meisten Fällen beständig und behauptet sich auch gegen ein Ensemble wie das Metropole Orchestra bei Within Tempations Konzert. Im Übrigen mögen wir auch die Stimmwiedergabe. Sie erinnert noch ein wenig an die Streicher von der 2L Nordic Sound Blu-ray, die sehr warm und angenehm herübergekommen sind. Gleiches gilt für Sharon den Adels Gesang hier, auch wenn sie sich nicht gegen ein laut aufspielendes Orchester behaupten muss, sie kommt auch in ruhigeren Stücken gut und harmonisch zur Geltung.

Bisher hat uns der Subwoofer recht gut gefallen, wir wollen aber jetzt mit Tiestos „Elements Of Life“-Auftritt in Kopenhagen Ernst machen. „Back in Your Head“ ist ja ohnehin einer unserer Lieblingstracks, was das angeht. Zunächst aber hören wir wieder eine gute Räumlichkeit, bei der die Frontlautsprecher den Synthesizer und Tegan & Saras Gesang gut in Szene setzen, während sich die Surrounds um das Publikum kümmern. Und auch der Subwoofer gestaltet den Auftritt sehr solide mit. Der Kickbass ertönt kräftig mit nicht übermäßig viel Nachdruck. Ein Dröhnen können wir also schon einmal verneinen, für den Fan tiefer Frequenzen kommt er aber trotzdem mit sehr ordentlicher Power daher und untermalt das ganze Geschehen mit sehr zufriedenstellender Tiefenatmosphäre, während er dem Synthesizer seinen Freiraum lässt. Kraftvolle, aber beherrschte Performance des T 4000 also bisher. Bei Sarah McLachlans „Silence“ stellen wir sehr ähnliches fest, hier fällt die Tiefenwiedergabe sogar noch etwas kraftvoller aus, aber immer noch nicht übertrieben. Teufel kennt sich im Bassbereich nun mal aus, so gelingt die Balance zwischen Sarahs Gesang und der Bassline ausgezeichnet. Je weiter „Silence voranschreitet, umso atmosphärischer wirkt es auch wieder, der Synthesizer wird zuverlässig in den Raum projiziert und wir können auch hier eine gute Pegelfestigkeit und tolles Klangvolumen verbuchen.

Wir genehmigen uns noch ein oder zwei Filmtests und beginnen mit Christopher Nolans „The Dark Knight“. Die den Ton angebenden, drückenden Bässe zu Beginn der Kamerafahrt über die Wolkenkratzer werden stark vom T 4000-Subwoofer umgesetzt und als der Gehilfe des Jokers das Fenster zersplittert, wird der Schlag mit Nachdruck geliefert. Auch die Stimmen der Ganoven hinter den Masken, als sie mit dem Auto fahren, sind sehr deutlich zu verstehen. Die konstant den Zuschauer in Unruhe versetzende Hintergrundmusik wird sehr solide und umgebend inszeniert, dabei erklingen die Schüsse, als die Clowns in die Bank einbrechen, nicht zu spitz. Gut gefällt uns auch die dynamische Abmischung der Glassplitter zusammen mit dem Krach, wenn der Bus in die Bank hineinfährt. Und nicht zuletzt die kräftige Bass-Inszenierung, wenn der Joker seine Maske ablegt. Ausgezeichnete Performance des Cubycon 2 also.

Bei „Marvel’s The Avengers“ gefallen uns gleich am Anfang die Helikopter, die lebendig von den vorderen und hinteren Lautsprechern aufgezeigt werden. Als Director Fury sich dann mit Agent Coulson bespricht, sind die Stimmen wieder deutlich verständlich, der Center zieht hier die Aufmerksamkeit mit angemessener Stimmwiedergabe auf sich. Wahnsinnig gut präsentiert sich wieder der Subwoofer, als dann die Druckwellen des Tesseracts einsetzen. Der T 4000 liefert hier tolle Arbeit ab, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Pistolen- und Gewehrschüsse klingen dann wieder sehr lebendig und auch im lauteren Betrieb nicht unangenehm. Was uns bei der Verfolgungsjagd danach beeindruckt, sind die dynamisch inszenierten Soundeffekte, wenn z.B. Autos beschädigt werden. Für solch kleine Lautsprecher sieht man hier also auch im Filmbetrieb eine sehr zufriedenstellende Leistung.

Fazit

Teufel Cubycon 2 Complete Gruppenbild1

So sind wir nun am Ende unseres Tests zum Teufel Cubykon 2 Complete. Und wir haben festgestellt, dass die Lautsprecher immer noch so toll klingen wie bei der Version ohne CoreStation und ohne kabellosen Subwoofer. Sie glänzen durch tolle Räumlichkeit und bieten für diese Größe von Lautsprechern eine super Pegelfestigkeit. Das Highlight ist hier eindeutig der neue und innovative Flach-Subwoofer, der mit Kraft, Volumen und Präzision glänzt und diese mit Eleganz und Flexibilität kombiniert. Wir müssen allerdings Abstriche für den Receiver, die CoreStation, machen. Zugegeben, sie ist sehr kompakt und man kann sie unauffällig im Wohnzimmer platzieren, sogar hinten am Fernseher befestigen, wenn man möchte. Ihr fehlen allerdings auch wichtige Funktionen wie Upscaling von DVDs oder die Unterstützung von HD-Tonformaten und ein automatisiertes Setup mit Einmessmikrofon ist ebenfalls nicht vorhanden. Die Cubycon 2 Speaker alleine sind zudem 600 EUR günstiger zu haben (dann aber nur mit einem kabelgebundenen Subwoofer). Hierbei muss dann der Kunde entscheiden, ob er die Cubycon 2 Lautsprecher alleine mit einem Receiver mit mehr Funktionen kombiniert oder sich doch für das Komplettsystem entscheidet. Insgesamt aber trotzdem noch eine überragende Leistung, weil die Lautsprecher trotz ihrer Größe stark auftrumpfen können.

5.1 Komplettsystem mit solider Verarbeitung und klasse Akustik
ueberragend
5.1 Komplettsysteme
26.01.2015

+ Tolle Räumlichkeit
+ Flacher, kabelloser Subwoofer mit kräftigem Tiefgang
+ Sehr schicker, innovativer Flachsubwoofer
+ Sehr pegelfest
+ Sauber verarbeitet
+ Dynamische Höhen- und Mittenwiedergabe
+ Kompakte CoreStation
+ Angenehmes und zugleich voluminöses Klangbild

– Kein automatisches Einmess-System
– Kein Upscaling
– Keine Unterstützung von HD-Tonformaten

 

Test: Michael Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 26.01.2015




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK