TEST: Elac 5.1.4 Lautsprecher-Set FS 409/FS 407/CC 400/TS 3000/SUB 2070

Elac Surround-Set Gruppenbild2

Frischer Wind aus dem Norden Deutschlands weht in unserem Redaktionsheimkino – hier hat nun ein 5.1.4-Lautsprecherset aus dem renommierten Hause Elac sein neues Zuhause gefunden. Es handelt sich um Komponenten aus der 400er-Lautsprecherserie, den neuen SUB 2070 mit App-Einmessung und um die brandneuen Top Firing-Module TS 3000. Alle Komponenten überzeugen durch Elac-typische herausragende Fertigungsqualität und eine aufwändige Konstruktion. Beste Hochglanz-Oberflächen, formschöne Sockel selbst unter dem Center sowie leichtgängige, große Lautsprecherkabel-Anschlüsse, die allerdings nur Single-Wiring zulassen, sind Kennzeichen der 400er Lautsprecher. Alle Chassis sind exakt eingepasst, und die akkurat bezogenen Lautsprechergitter aus Stoff haften magnetisch an den Schallwänden der Boxen. Auch der SUB 2070 ist hervorragend verarbeitet, auch hier gefällt der Sockel ungemein, der für stabilenn Stand und perfekten Abstand vom Hörraumboden sorgt. 

Die Preise unseres Sets:

  • 2 x FS 409 , pro Stück 3.190 EUR
  • 1 x CC 400, pro Stück 1.850 EUR
  • 2 x FS 407, pro Stück 1.850
  • 1 x SUB 2070, pro Stück 1.490 EUR
  • 2 x TS 3000, pro Stück 299 EUR
  • Gesamtpreis 5.1.4-Set: 14.018 EUR

Elac FS 409 Gruppenbild

FS 409 – elegant und zeitlos

Elac FS 409 Front Seitlich

Zum Verstecken im Heimkino viel zu schade

Elac FS 409 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Elac FS 409 Bestueckung

Bestückung

Elac FS 407 Standfuss

 Sockel

Für Front rechts und Front links haben wir die Standbox FS 409, pro Stück 3.190 EUR kostend, verwendet. Die Kombination aus für diese Serie neu entwickeltem Mitteltöner und dem herausragenden Jet 5 Hochöner ist für außergewöhnliche akustische Talente dieses Lautsprechers verantwortlich. „Serienmäßig“ ist die FS 409 in weißer oder schwarzer Hochglanzausführung (so steht es auf der Website, in der PDF-Broschüre werden noch Tobacco und Walnuss Furnier Hochglanz angegeben) erhältlich.  

Gegen entsprechenden Aufpreis kann man sich die FS 409 in jeder beliebigen RAL-Farbe lackieren lassen. 1.180 mm hoch, 290 mm breit und 380 mm tief, wirkt der formschöne Lautsprecher nahezu perfekt hinsichtlich der Proportionen. 32,5 kg wiegt der 3,5 Wege-Standlautsprecher, der nach dem Bassreflexprinzip arbeitet. Zwei 180 mm Tieftöner mit AS-XR-Konus, ein 150 mm Mitteltöner, ebenfalls mit AS-XR-Konus, und ein JET 5 Bändchen-Hochtöner stellen die Bestückung dar. Die einzelnen Übergangsfrequenzen lauten 140/360/2.700 Hz.

Die FS 409 kann einen Frequenzbereich von 28 Hz bis 50 kHz abdecken. Damit ist klar, dass sich die elitäre Box aus Norddeutschland auch ohne Schwierigkeiten mit HiRes-Audiomaterial aller Art, seien es FLAC-/DSD-Dateien aus dem Netzwerk oder Medien in Discform (BD Audio, Pure Audio BD, SACD, DVD-Audio) – immer wird der Oberwellenbereich perfekt mit einbezogen, um ein komplettes klangliches Erlebnis zu erzielen. Die Empfindlichkeit (2,83 V/1m) liegt bei 89 dB. Die Nennbelastbarkeit beträgt 200, die Musikbelastbarkeit 280 Watt. Die Nominalimpedanz liegt bei 4 Ohm, die Minimalimpedanz bei 3,4 Ohm/105 Hz. Elac gibt 10 Jahre Garantie für registrierte Kunden.

Elac CC 400 Front Seitlich3

Center auf passendem Sockel, sehr elegant

Elac CC 400 Front Seitlich2

Bestückung in der Übersicht

Elac CC 400 Hochtoener

JET 5 Hochtöner

Elac CC 400 Tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner mit spezieller Membranstruktur wie bei den anderen 400er Lautsprechern

Elac CC 400 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Elac CC 400 Detail Standfuss

Sockel im Detail

Elac CC 400 Bassreflexrohr

Bassreflexöffnung

Elac CC 400 Anschluesse Rueckseite

 Lautsprecherkabel-Anschlussterminals

Der Center CC 400 kostet 1.850 EUR und ist in den gleichen Farbvarianten erhältlich. Wie auch bei der FS 409 wird der Stoff-Abdeckrahmen magnetisch gehalten, was man in dieser Preisklasse auch erwarten darf. Wie die FS 409 ist der Center an Verstärkern mit Impedanzen zwischen 4 und 8 Ohm zu verwenden. Der Frequenzbereich des Centerlautsprechers reicht von 32 Hz bis 50 kHz. Die Empfindlichkeit der 2,5 Wege-Bassreflex-Konstruktion wird mit 88,5 dB (2,83V/1m) angegeben. Die Nennbelastbarkeit liegt bei 120, die Musikbelastbarkeit bei 160 Watt. Die Nominalimpedanz gibt Elac mit 4 Ohm, die Minimalimpedanz mit 3,6 Ohm bei 180 Hz an. 14 kg wiegt das hochglänzende Schmuckstück mit JET 5 Hochtöner, der von zwei Tiefmitteltönern mit jeweils 150 mm Durchmesser und AS XR Konus flankiert wird. Die Übergangsfrequenzen liegen bei 450 und 2.400 Hz. 

Elac FS 407 Rueckseite Seitlich

FS 407 von hinten

Elac FS 407 Gruppenbild2

FS 407 – schlank und nobel

Elac FS 407 Bestueckung

Bestückung

Elac FS 407 Anschluesse Rueckseite

Anschlüsse

Elac FS 407 Standfuss

 Sockel

Für den Surroundeinsatz agieren wir ebenfalls mit Standlautsprechern. Hier kommt die im Vergleich zur FS 409 die etwas kompaktere FS 407 zum Einsatz. Der 2,5 Wege-Bassreflexlautsprecher  ist wahlweise in Schwarz oder Weiß Hochglanz sowie in Tobacco und Walnuss Furnier Hochglanz lieferbar. 20,4 kg wiegt der edelst verarbeitete Schallwandler, der 1.038 mm hoch, 260 mm breit und 314 mm tief ist. Natürlich ist der leistungsstarke JET 5 Hochtöner auch in diesem Lautsprecher installiert. Als Tieftöner bzw. Tief-/Mitteltöner kommen zwei 150 mm Chassis mit AS-XR-Konus zum Einsatz. Die Übergangsfrequenzen liegen bei 450 bzw. 2.500 Hz, der darstellbare Frequenzbereich geht von 30 Hz bis 50 kHz.  Die Empfindlichkeit gibt Elac mit 88 dB (2,83 V @ 1 m) an. Als Nennbelastbarkeit werden 130, als Musikbelastbarkeit 170 Watt genannt. Die Nominalimpedanz beträgt 4, die Minimalimpedanz 3,5 Ohm bei 200 Hz. 

Kennzeichen aller Lautsprecher der 400er Serie ist die Membran mit kristallartiger Oberflächenstruktur (AS-XR-Konus).  Es handelt sich um eine Zellstoff-Aluminium-Sandwich-Membran, die exzellente Festigkeit ist eine Folge der Kristall-Oberflächenstruktur. Spezielle Sicken, beiseitig belüftete Zentrierungen und ein Aluminiumkorb sind Kennzeichen des enorm leistungsstarken, in den Boxen dieser Baureihe eingesetzen Tieftöners. Trotz kompakter Abmessungen ist so ein voller, nachdrücklicher und tief nach unten reichender Klang garantiert. 

Damit unser Set auch für neueste Heimkino-Tonformate „fit“ ist, haben wir uns noch für vier TS 3000 Top-Firing-Module entschieden, die auf FS 409 und FS 407 gelegt werden. 

Elac TS 3000 Gruppenbild

Hochwertige Top-Firing-Module, passen optisch sehr gut zur 400er-Lautsprecherserie

Elac TS 3000 Front Seitlich1

Formschön und hochwertig verarbeitet

Elac TS 3000 Bestueckung

Bestückung

Elac TS 3000 Anschluesse Rueckseite

 Anschlussterminals am Top Firing Modul 

Das Modul wird zum Preis von 299 EUR/Stück angeboten. In schwarz-seidenmatt ist das Top Firing Modul derzeit erhältlich, das ein Zwei-Wege-System beherbergt, und zwar sitzt der 20 mm Hochtöner mit Gewebekalotte im 115 x 85 mm Aluminium-Sandwich-Tief-/Mitteltöner. Von 85 Hz bis 35 kHz geht der Übertragungsbereich. Als Nennleistung werden 60 Watt genannt, als Musikleistung 75 Watt. 110 mm hoch, 160 mm breit und 245 mm tief sind die TS 3000 Module. 

Elac Sub 2070 Front Seitlich1

Sub 2070

Letzer, aber sehr bedeutender Part in unserem 5.1.4 System ist der neue Elac Sub 2070. Er kommt auf 1.499 EUR und ist in schwarz und weiß hochglanz derzeit erhältlich. Es handelt sich um einen sehr leistungsstarken aktiven Subwoofer, dem formal größten, den Elac bislang gebaut hat. Besonderes Kennzeichen ist die mögliche Einmessung mittels Smartphone-App. Diese verfügt über automatische Einmessung ebenso wie über manuelle Einmessmöglichkeit Der eingebaute Class AB Analogverstärker liefert 600 Watt Spitzenleistung und im Netzteil ist dann ein Class D Verstärker eingebaut. Elac vertraut hier auf die BASH-Technologie von Indigo Technologies. Die Class AB Endstufe genügt audiophilen Ansprüchen, die Versorgungsspannung dazu wird mittels des Class D Verstärkers geregelt, um keine unnötigen Verlustleistungen zu erzeugen.

Elac Sub 2070 Rueckseite Seitlich

Von hinten

Verbaut sind zwei 25 cm Basschassis mit Membran in Aluminium-Sandwich-Bauweise und Langhub-Sicke, die im Push-Pull-Verfahren zusammen arbeiten. Vorteile sind: Keinerlei Resonanzübertragung auf das Gehäuse und somit auch auf den Untergrund.

Elac Sub 2070 Tieftoener Oben

 Im Detail – Push-Pull-Technik

Elac Sub 2070 Tieftoener Unten

Tieftöner unten

Elac sorgt dafür, dass man den Sub 2070 mittels optionalem Dongle für 159 EUR auch per Funk mit dem AV-Receiver oder der AV-Vorstufe verbinden kann. Kabellose Freiheit (bis auf das obligatorische Stromkabel) muss demnach auch keine Fiktion bleiben. Elac bietet das Funk-Dongle bewusst optional an, denn beileibe nicht Anwender wird dies benötigen. Da sich der klassische Heimkinoanwender nicht am Subwooferkabel stören dürfte, aber sehr wohl großes Interesse am Produkt Sub 2070 haben dürfte, bürdet Elac ihm keine Kosten für ein Modul auf, das er nie benötigen würde.

Elac Sub 270 App4

1. Teil der Einmessung

Elac Sub 270 App5

High-Tech: Einmessen mittels App, hier der zweite Teil

Elac Sub 270 App2

Sub ist nun eingestellt 

 Elac Sub 270 App1

 Man kann sich die Kurven genau anschauen 

 Elac Sub 270 App3

 Wer manuell agieren möchte, findet einen vollparametrischen EQ

Innovativ ist die Bluetooth-basierte Elac-App, die wir eingangs schon kurz als Feature erwähnt haben. Sofort gingen wir in den App-Store, in unserem Testbeispiel in den von Apple, und starteten den Download. Bei LTE-Verbindung war die App in 30 Sekunden auf dem iPhone 6 Plus installiert. Für Android ist die App natürlich ebenfalls erhältlich.

Die automatische Einmessung wird in zwei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt dreht man das Smartphone mit dem Mikrofon direkt in Richtung des Subwoofers und legt es direkt vor dem Sub 2070 ab. Dann startet Phase 1 mit verschiedenen Testtönen.  Ist der erste Teil der Messung abgeschlossen, begibt man sich mit Smartphone zum Hörplatz und hält das Smartphone auf Ohrhöhe mit Mikrofon Richtung Subwoofer. Anschließend startet der zweite Teil der Einmess-Prozedur, wiederum mit unterschiedlichen Testtönen. Ist die Einmessung abgeschlossen, kann man sich die ermittelten Kurven grafisch anschauen, der akustisch versierte Anwender ist so auch in der Lage, sich im wahrsten Wortsinn ein Bild von den akustischen Optimierungen zu machen. Wer der Automatik, warum auch immer, nicht traut, kann sehr umfangreiche manuelle Justagen ebenfalls über die App vornenehmen. Ein vollparametrischer Equalizer mit Bandweite, Q-Punkt und Polarität ist vorhanden, ebenso kann man Phase, Übernahmefrequenz und Delay individuell einstellen. Auch ist es möglich, die An/Abschaltautomatik per App zu aktivieren. Wir halten Elacs App für eine kleine Revolution und für außerordentlich praktisch – Gratulation.

Wir möchten kurz noch einen wichtigen Aspekt beleuchten. Wer denkt, dass das Mikrofon eines Smartphones zu unpräzise für aussagekräftige Messungen ist, sollte folgenden Hintergrund kennen. Wir haben extra, um Missverständnisse auszuschließen, Aussagen eines Fachmanns erhalten: Bei den in Smartphones verwendeten Mikrofonkapseln handelt es sich um Kondensatormikrofone einfacher Bauart. Diese haben einen sehr weiten, ausgedehnten Frequenzgang, weisen jedoch zumeist als Nachteil eine große Serienstreuung auf.

Um dies zu berücksichtigen, basiert die automatische Einmessung auf einer sogenannten Relativmessung. Durch diese wird sichergestellt, dass der Frequenzgang des verwendeten Smartphone-Mikrofons keinen Einfluss auf das ermittelte Ergebnis der automatischen Einmessung nimmt. Der erste Durchlauf der Testtöne mit dem im Nahfeld positionierten Smartphone zeichnet für jeden Testton einen Wert auf. Der zweite Durchlauf am Hörplatz in Ohrhöhe zeichnet wiederum die Werte auf und verrechnet diese ausschließlich. So wird für jeden Testton der Wert des zweiten Durchlaufs vom Wert des ersten Durchlaufs subtrahiert. Was als Ergebnis bleibt, ist die Differenz, ein relativer Wert, der die Eigenschaften des jeweiligen Hörraums exakt wiederspiegelt und frei von den Eigenschaften des Smartphone-Mikrofons ist. 

Klang

Wir starten mit der englischen Dolby Atmos Tonspur von „Transformers – Ära des Untergangs“. Die riesigen Raumschiffe der bösen Decepticons donnern mit Wucht und Nachdruck durchs All, und der SUB 2070 kann eine erste Probe seiner Fähigkeiten abgeben: Tiefgang, Wucht und Impulstreue kennzeichnen den Kieler Bassexperten. Auch die restlichen passiven Komponenten rücken sich gleich ins richtige Licht: Die vier Standlautsprecher und die vier Top Firing-Module schaffen direkt eine dichte, geschlossene Hör-Atmosphäre und ziehen das Auditorium so komplett in den Bann der Ereignisse auf dem Screen. Der Music Score kommt sehr gut heraus und unterstreicht die Spannung. Die Geräuschkulisse durch die Dinosaurier auf der Erde wirkt sehr vielschichtig. Als dann der gigantische Angriff erfolgt, erweist sich das Elac-Ensemble als ungemein pegelfest und pariert auch massive Pegelattacken. Die letzten Sekunden der Dinos werden so zu einem dichten Effekt-Spektakel, das in allen Hör-Dimensionen komplett einhüllt. Das 2. Kapitel spielt dann im ewigen Eis. Hier zeigt uns der CC 400, wie sauber er Stimmen einbinden kann. Das Elac-Set schafft erneut eine fesselnde und dichte Atmosphäre.

Die Gitarrenklänge und der Gesang, als Mark Wahlberg im alten Pickup fährt, wirkt ungemein klar und transparent. Als die Tür des alten Fahrzeugs ins Schloss fällt, hört man genau den leicht scheppernden, blechernen Klang. Einige Kapitel weiter dann geben die Elac-Lautsprecher sehr präzise die Geräusche des Sumpfs in der Nacht wieder, kurz darauf dann die Geräusche des Deceptions. Rund um das alte Schiff geht es kurz darauf richtig rund, und der Zuhörer fühlt sich wie mittendrin im Spektakel. Obwohl die Atmos-Tonspur des Transformers-Film deutlich hinter den Erwartungen zurück blieb, schaffen es die Emac Boxen zusammen mit dem exzellenten Denon AVR-X7200 als Zuspieler, ein den Zuhörer praktisch komplett umschließende Klangerlebnis zu generieren. Die donnernden Rotorblätter der Helikopter, die Explosionen und Schüsse wirken so realistisch, dass man eine nahezu perfekte Illusion bekommt, wie es ist, vor Ort dabei zu sein. Die beiden FS 409 vorn und der CC 400 schaffen zusammen mit den Top Firing-Modulen vorn ein geschlossenes Klangbild mit breiter horizontaler sowie vertikaler Ausprägung.

Die Stimme des Decepticons wirkt bedrohlich und wird vom CC 400 außergewöhnlich präzise in den Hörraum getragen. Bei allen Effekten beweist der SUB 2070 wieder seine Extraklasse. Er kostet knapp 1.500 EUR, und was er für diesen absolut fairen Betrag leistet, ist auf Referenz-Niveau, ohne Abstriche. Präzise trifft er den Kern des tieffrequenten Effektes, lebendig formt er Bass-Ereignisse aus, die parallel stattfinden, und souverän meistert er auch große Membranauslenkungen. Als die Helikopter einige Kapitel weiter durch die Schneelandschaft fliegen und das Meeting mit den Decepticons stattfindet, kommen Spannung und atmosphärisch dichter Gesamtaufbau wieder hervorragend heraus. Der JET 5 Hochtöner ist brillant – betont er doch jedes Detail glasklar, ohne unschöne schneidend oder aggressiv in seiner Charakteristik zu werden. 

Als zweites Dolby Atmos Beispiel haben wir uns den Filmbeginn von „Expendables 3“ angehört. Und sofort ist Action angesagt auf dem Zug mit den Gefangenen an Bord. Der Music Score wird überragend erfasst und gleichmäßig in den Hörraum getragen. Der startende Helikopter fliegt wirklich an der Decke des Hörraums. Kurz darauf dann das heftige Feuergefecht. Das Elac-Ensemble durchzeichnet selbst bei gewaltigem Pegel alle Effekte äußerst vielschichtig. Die aufgeregten Stimmen, kurz darauf die massiven Schusssalven, der Film zieht gleich alle Register.

Die Fluggeräusche des Helikopters beim Ausweichen und das Pfeifen der Turbine kommen erstklassig heraus. Im Zug geht es gleich weiter, auch kleinere Effekte, wie das Wegnehmen des Schlüsselbundes, werden sehr gut eingearbeitet. Immer präsent ist zudem der Music Score.  Die Schlägereien an Bord des Zuges mit den harten Faustschlägen werden glänzend herausgearbeitet. Immer erweisen sich die Elac-Lautsprecher als geschmeidig und reaktionsschnell, ganz gleich, auch wenn man sehr genau hinhört, man stellt immer fest: Elac kann Heimkino, und wie. Rasche dynamische Wechsel werden umgehend erkannt und entsprechend berücksichtigt. Als der Helikopter landet und sich die Maschine herunterfährt, wird auch dies sauber wiedergegeben. Das Set kann beides, kräftig hinlangen, aber gleichzeitig auch Einzelheiten fein einarbeiten.

Als der Hubschrauber kurz darauf explodiert, hat die Explosion ein massives Fundament und gleichzeitig eine überragende Durchzeichnung. Die gesamte Klangkulisse ist auch bei diesem Filmbeispiel absolut geschlossen, alle Übergänge sind nahtlos, fließend, so macht Heimkino großen Spaß. Dialoge werden, wie schon beim ersten Beispiel, vom Center sehr facettenreich wiedergegeben. Alle Arten von Effekten, die in der Sequenz in Mogadischu vorkommen, beweisen, wie genau es das Elac-Set mit der Effektwiedergabe nimmt. Ob das Durchladen von Waffen, der Außenbordmotor eines großen Schlauchbootes oder das Rennen durch Pfützen – immer erlebt der Zuhörer das Geschehen nicht nur aus der ersten Reihe, sondern so, als würde er sich selbst an der Operation beteiligen.

Kurz darauf dann erste Handgreiflichkeiten, die aber schnell wieder vorüber sind. Hart und kraftvoll die paar Schläge, auch kleine Effekte werden wie wir es kennen sorgfältig eingearbeitet. Dann wieder Action, Schüsse. Dyamikwechsel liegen dem System, sofort ist es zur Stelle, wenn es wieder „rund geht“. Die Zusammenarbeit des aktiven Subwoofers mit dem Rest der Lautsprechern ist vortrefflich, es entsteht der Eindruck eines komplett zusammen gehörigen Klangbildes. 

Nun geht es weiter mit Musik – Lichtmond 3 „Days Of Eternit“  liegen im Panasonic DMP-BDT500, in DTS-HD Master Audio 5.1 Grandios werden die Stücke „Nightflight To Chronos 1 und 2“ sowie „Feel The Spirit“ und „Wheel Of Time“ wiedergegeben. Unglaublich die Hochtonauflösung und Hochtonauflösung des Jet-Hochtönern! Zusammen mit dem gnadenlosen Zupacken des SUB 2070 ergibt sich ein faszinierendes Hörerlebnis, das von den sauber herausgearbeiteten, substanzreichen Mitten ergänzt wird.

Das, was das Elac-System hier anbietet, ist mit das Beste, was wir unten im Redaktionsheimkino bislang hören durften. Nachdruck, Ausdruckskraft, exakte Dosierung aller Effekte, Impulstreue par excellence bei Dynamik-Differenzen, Herausarbeitung der Stimme, die durch alle Kanäle wandert – das ist Hören nach Kieler Art. Bestechend ist die Souveränität aller Komponenten. Man kann sich nur aufs Hören konzentrieren, die Lautsprecher machen praktisch alles mit und schrecken auch vor enormen Lautstärken nicht zurück. Wie trocken und gelassen kurze Bassimpulse wiedergegeben werden, verdient höchste Anerkennung. Männliche wie auch weibliche Vocals kommen mit präziser Betonung stimmtypischer Charakteristika heraus. 

„The Sun Always Shine On TV“ haben wir uns auf BD (DTS-HD Master Audio) vom Abschlusskonzert 2010 der norwegischen Pop-Formation a-ha angehört. Und es geht langsam los, die Beifallsbekundungen sind schon auf allen beteiligten Kanälen mit hoher Auflösung zu vernehmen. Jeder Synthesizer-Effekt wird sofort eingearbeitet, der Bass entfaltet schon unterschwellige Macht. So schaukelt sich das Geschehen hoch, bis der eigentliche Song dann beginnt. Die Spannung wird durch die Macht der Akustik stark gesteigert, der SUB 2070 beweist hier einmal mehr seine Ausnahmestellung. Melodiös kommen die Synthesizer-Parts heraus, das Schwingen der Schlagstöcke ebenfalls.

Dann die Stimme des Lead-Sängers, charismatisch, sauber dosiert, mit toller Raumwirkung – so müssen vokale Elemente klingen. Nun geht es richtig ab, und der Rhythmus kommt schwungvoll heraus. Der Bass ist straff und ehrlich, das Raumgefühl hat uns überzeugt. Die E-Gitarre fügt sich hervorragend ein, die Akustik ist so nah am Zuhörer, dass dieser sich völlig vom Song vereinnahmen lässt. Dass wir vier Standlautsprecher verwenden, merken wir an einer einheitlich-kompletten, sehr dynamischen und dichten Gesamtwiedergabe. 

„Canto Della Terra“ singt Andrea Bocelli zusammen mit Sarah Brightman (Vivere, Live in Tuscany, PCM 5.1, BD) – und wie exzellent der CC 400 die Stimme Sarahs im Hörraum abbildet, ist überwältigend. Glasklar, filigran, mit Betonung feiner Details. Als dann Andrea seine Stimme erhebt, ist die Begeisterung perfekt. Genau so stellt man sich eine herausragende Durchhörbarkeit vor.

Beide Vocals sind absolut präsent und lösen sich ausgezeichnet vom Center. Die restliche Akustik rückt keinesfalls in den Hintergrund, sondern präsentiert sich fließend eingearbeitet, das Piano klingt perfekt passend hinsichtlich der Temperatur, und der Bassbereich ist als solides, überragend integriertes, aber nie störendes Fundament vorhanden. So bekommt der Zuhörer einen genauen Eindruck des Live-Konzertes in der Toskana – das Elac-System bietet eine ebenso kultivierte wie enorm lebhafte, exakt gestaffelte Wiedergabe, so dass dem Glücklichen, der zuhören darf, das gesamte Faszinationspotential dieses Stücks nähergebracht werden kann. 

Mit dem Aufpolierer DTS Neo:X Music haben wir uns in CD-Qualität das Trance-Stück „Raptor“ von Digital X angehört – und der SUB 2070 dreht hier auf, als gäbe es kein Morgen mehr. Mit Wucht und Energie schleudert er den Bassbereich bis in die tiefen Weiten des Hörraums. Bis knapp 30 Quadratmeter reicht hier eine Single-Bestückung beim aktiven Subwoofer problemlos aus. Die elektronischen Effekten entfalten grandios ihr Potential, die extrem gute Auflösung des Jet 5 merkt man selbst bei diesem Material. F The Bull$h1t von Ferry Carsten kommt auch mit sattem, kraftvollem Bass direkt ab Beginn heraus. Hier darf der AVR-X7200 satt Leistung anliefern, es geht immer weiter voran.

Wer aber wieder alles in den Schatten stellt, ist der SUB 2070. Trocken, wuchtig, impulstreu, dieses Talent aus Kiel kann einfach alles. Dass es möglich ist, für 1.500 EUR einen so guten aktiven Bass zu bauen, erstaunt uns als erfahrene Tester. Und das auch noch von Elac – hier bekommt man zwar immer Top-Leistung für den Preis, aber dass man für so wenig Geld so viel erwarten kann, das haben wir bislang noch nicht erlebt. Klar und präzise dann der Piano-Part, hier können sich die passiven Komponenten einmal mehr beweisen. Mit harten, zielgenauen Bassschlägen schaltet sich der SUB 2070 aber gleich wieder ins Geschehen ein. 

Nun geht es an die HiRes-Stereowiedergabe, es laufen nur die beiden FS 409. und wir hören in Flac 48 kHz Diana Kralls „California Dreamin‘ „. Feinauflösung, Stimmreproduktion und vor allem auch die Streichinstrumente sind herausragend, doch wenn der Bass startet, dann sucht man verzweifelt den bösen aktiven Subwoofer, der mitläuft, obwohl er nicht angezeigt wird. Doch weit gefehlt, es läuft kein separater Sub mit, es sind die beiden S 409, die diesen präzisen, wuchtigen Bass erzeugen. Das alles gefällt uns so gut, dass wir gleich noch „Desperado“ hören, wieder von Diana Krall.

Top die Temperatur des Klaviers, fein spür- und hörbar ist die Anschlagdynamik der Tasten. Dianas Stimme scheint mitten im Raum zu schweben, so gut lösen sich alle vokalen Anteile von den Lautsprecherchassis. Der Aufbau des wunderschönen Stücks wird so präzise erfasst, dass Hörer, die es genau nehmen, ihre Freude haben. Gleichzeitig aber spielen die beiden FS 409 so emotional, dass auch der musisch veranlage, künstlerische Zuhörer vollauf begeistert sein wird von den Fähigkeiten der Kieler Standlautsprecher.

„Alone For You“ vom Jan Lundgren Trio in Flac 96 kHz zeigt ebenfalls, wie sensibel, aber gleichzeitig kraftvoll die FS 409 in der Lage ist, aufzuspielen. Der Abstrahlwinkel ist gerade aus horizontaler Sicht angenehm breit, räumlich und umfassend ist die Wiedergabe, die sich nicht vor dem Zuhörer aufbaut, sondern, obwohl es nur zweikanalig ist, ihn einhüllt und so auf direktem Wege dieses Stück erlebbar wird. Der Bass hat erneut Tiefgang, Substanz und Nachdruck. „Heart Of Oak“ von Mark Knopfler mit der akustischen Gitarre und der charakteristischen Stimme des Musikers ist ebenfalls ideal, um die Güte der FS 409 (Flac 192 kHz) herauszustellen. Mit fein dosierter Räumlichkeit und toller Loslösung der Stimme von den Chassis werden auch hier höchste Ansprüche souverän zufriedengestellt. 

Fazit

Elac Surround-Set Gruppenbild

Was für eine Leistung! Wir richten heftigen Applaus gen Norden, genauer gesagt in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel. Was dort in der Rendsburger Landstraße in den Hallen des Traditionsherstellers Elac entstand, ist mit das Beste, was man sich für den mehrkanaligen Filmton- und Musikgenuss zu Hause aufstellen kann. Und, so merkwürdig das auch für den Mehrkanalliebhaber mit normalem Anspruch auch klingen mag – die rund 14.000 EUR Kaufpreis für das 5.1.4-Set sind mehr als fair, denn viele Produkte sogenannter „High End-Hersteller“ sind weitaus teurer, aber deutlich schlechter als die „Kieler Allstars“, die in jeder Disziplin richtig aufdrehen: Klanglich begeistert der mit App-Einmessung ausgestattete Hightech-Subwoofer SUB 2070 über alle Maßen, pegelfest, präzise, voluminös, überfordert zeigt sich der Bassexperte praktisch nie. Die beiden FS 409 Standlautsprecher wie auch die FS 407 brillieren mit feinster Auflösung, hervorragendem Hochtonbereich, fein akzentuierten Mitten und straffem Bass mit Power-Potential. Der CC 400 Center ist eine perfekte Ergänzung für den Multichannel-Betrieb, ganz gleich, ob Musik, Effekte oder Stimmen vorn aus der Mitte kommen sollen. Exzellent lösen sich besonders Vocals vom Center und verteilen sich exakt ausbalanciert im Hörraum. Die TS 3000 Top-Firing-Module präsentiert sich zum fairen Preis in hervorragender Elac-Qualität und sorgen gekonnt und präzise für die dritte Dimension beim Hören. Dass Verarbeitung und Anmutung aller restlichen Komponenten ganz genau zum superben Klang passen, sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Klares Fazit – zu diesem Preis geht es insgesamt kaum noch besser!

Elac On Top: Souverän holt sich das 5.1.4-Set aus der 400er Serie, den TS 3000 Top Firing Modulen und dem SUB 2070 die höchste Testauszeichnung
masterpiecelogo
Mehrkanal-Lautsprechersysteme Luxusklasse
Test 27. März 2015

+ Gesamtperformance setzt Maßstäbe über die Preisklasse hinaus
+ Aktiver Subwoofer mit herausragendem Tiefgang und exzellenter Durchstrukturierung
+ Center löst Stimmen erstklassig von den Lautsprecherchassis
+ Gerade FS 409 begeistert im Stereobetrieb über alle Maßen
+ FS 407 für Surround-Klangkultur vom Feinsten
+ Jet 5 Hochtöner für feine Auflösung und brillantes, gleichzeitig angenehmes Klangbild
+ Hervorragend ins Klangbild integrierte Top Firing-Module
+ Aktiver Sub mit App-Einmessung

– Derzeit Top Firing-Module nur in seidenmatt schwarz lieferbar

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: Freitag, 27. März 2015

 




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