PREVIEW: Yamaha AV-Vorstufe Aventage CX-A5100 mit 11.2-Processing – Hochleistungszentrale fürs anspruchsvolle Heimkino?

Yamaha CX-A5100 Front Seitlich1

„Absolute Qualität“ verspricht Yamaha hinsichtlich der 11.2-AV-Vorstufe Aventage CX-A5100. Zum Preis von 2.500 EUR werden neben Dolby Atmos und Vorbereitung für DTS:X auch die Integration des Yamaha Multiroom-Audio-Systems MusicCast, leistungsfähige Videosignalbearbeitung mit Upscaling bis hoch auf 4K, XLR-Anschlüsse und YPAO in höchster Ausbaustufe als Lautsprechereinmess- und Room EQ-System angeboten.

Yamaha CX-A5100 Fernbedienung1

Mitgelieferte, recht hochwertige Systemfernbedienung

Yamaha CX-A5100 Fernbedienung2

Nicht optimal: Öffnet man die Klappe, wird die Fernbedienung unhandlich

Yamaha CX-A5100 Mikro

YPAO-Einmessmikrofon

Yamaha CX-A5100 MX-A5000 Gruppenbild1

Die beiden verfügbaren Farben: Schwarz (Vorstufe), Titan (Endstufe). So ist es natürlich in der Praxis nicht gedacht, aber wir können auf diese Weise zwei der drei Farben zeigen

In schwarzer, titanfarbener Variante oder goldener Variante erhältlich, tritt die Vorstufe im typischen Yamaha Aventage-Design an und präsentiert sich in bester Verarbeitungsqualität. Als passende Endstufe führt Yamaha die von uns bereits getestete MX-A5000 im Programm. Diese 11-Kanal-Endstufe gibt es schon länger, da sie technisch weiterhin aktuell ist. Der Vorgänger der CX-A5100, die CX-A5000, wird nicht mehr produziert, weil die neuen „Immersive Sound“ Tonformate nicht wiedergegeben werden können. Die Vorstufe ist im Vergleich zur Vorgängerin 300 EUR teurer geworden. Wir schauen, was man für den Mehrpreis an Mehrleistung erwarten kann. 

An Bord ist der Yamaha Cinema HD3 Prozessor mit insgesamt 33 DSP-Programmen, die sich in verschiedene Untergruppen, zum Beispiel Musik, Film und Entertainment, auftrennen. Zehn der DSP-Programme kamen bereits im legendären Yamaha Flaggschiff-AV-Receiver DSP-Z11 zum Einsatz. Im einzelnen enthält die Auswahl für die CX-A5100 sechs Presets für Filme. Aktuelle Actionfilme wirken mit „Spectacle“ sehr imposant, Star Wars- und Star Trek-Liebhaber werden bei „Sci-Fi“ auf ihre Kosten kommen, denn hier steht eine sehr weitläufige, räumlich dichte Wiedergabe im Mittelpunkt. „Adventure“ ist sehr gut für Western und auch für so manchen 007-Film. „Drama“ und „Standard“ sowie „Mono Movie“ sind weitere Film-DSPs, die man aber im Alltag eher weniger brauchen dürfte. Weiter finden sich sieben Entertainment-Programme, die sich um Sportsendungen, Musikvideos sowie verschiedene PC/Konsolen-Games (Action Game, Roleplaying Game) kümmern. An Musik-DSPs stehen, für die Wiedergabe von klassischer Musik, acht Konzerthallen auf der ganzen Welt zur Verfügung, ein Austragungsort für Kammermusik sowie drei Kirchen. Bei „Live/Club“ gibt es verschiedene Clubs in unterschiedlichen Größen sowie eine Arena für Live-Konzerte. 

Übrigens: Vom Yamaha YPAO Einmesssystem werden alle Atmos-Lautsprecher „vorschriftsmäßig“ mit eingemessen. Das funktioniert nicht bei jedem Einmesssystem so problemlos. 

Yamahs DSP-Programme basieren auf real vermessenen Räumen und Lokalitäten: Kirchen, Jazzclubs oder erstklassige Kinosäle geben eine datenbasierte, authentische Grundlage für die Erschaffung des passenden DSP-Programms. Je nach DSP-Programm gibt es mehr oder minder ausführliche Nachbearbeitungsmöglichkeiten für den Anwender. So kann dieser beispielsweise Effektintensität, Nachhallzeit oder virtuelle Raumgröße bearbeiten. Die DSP-Programme sind nicht nur mittels der mitgelieferten Fernbedienung und per OSD aufzurufen, sondern auch mittels der Yamaha App für Smartphone und Tablet. Bei der CX-A5100 sind die DSPs sogar in der Lage, mit Dolby Atmos und zukünftig ab 2016 auch mit DTS:X, sobald verfügbar, zusammen zu arbeiten. 

Yamahas leistungsstarke AV-Vorstufe gibt auch DSD 2,8/5,6 MHz sowie FLAC/WAV/AIFF bis 192 kHz/24-Bit wieder. ebenso Apple Lossless. Um viele Quellen zu optimieren, ist der hochauflösende Yamaha Music Enhancer ebenfalls mit an Bord. Apple AirPlay, Spotify Connect sowie vTuner-basiertes Internet Radio gehören auch zum Ausstattungsumfang. In der Praxis überzeugt die Vorstufe mit kurzen Bufferzeiten bei Internet Radio Streams und einem wirkungsvollen Music Enhancer zur Optimierung der Klangqualität. 

Yamaha CX-A5100 Bedienelemente Front2

Eingangswahlregler

Yamaha CX-A5100 Bedienelemente Front1

Lautstärkeregler

Yamaha CX-A5100 Display

Display

Yamaha CX-A5100 Bedienelemente Frontklappe

Anschlüsse unter der Klappe vorn: USB, YPAO Mikrofon, Kopfhörer, FBAS, Cinch-Stereo, HDMI

Die 13,5 kg wiegende Vorstufe bietet in der HDMI-Anschlusssektion die neuste HDMI 2.0a-Spezifikation und unterstützt auch High Dynamic Range (HDR) – Content. 435 mm breit, 192 mm hoch (247 mm mit Antenne für WiFi/BT) und 474 mm tief, hat sie durchaus Respekt einflößende, gleichwohl nicht übertriebene Abmessungen. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, und auch die Materialqualität hinterlässt einen gediegenen Eindruck. Die Front mit den beiden Drehreglern für Quellwahl und Lautstärke sieht aufgeräumt aus, da sich praktisch alle weiteren Bedienelemente unter einer soliden Klappe verbergen. Das Display der AV-Vorstufe löst ordentlich auf, und kann auch aus etwas Distanz problemlos abgelesen werden. Der fünfte, zentral unter dem Gerät untergebrachte Standfuß ist typisch für die Aventage AV-Receiver und soll noch mehr akustische Stabilität durch mehr mechanische Stabilität herbeiführen.  

Yamaha CX-A5100 Innenleben Gesamt

Innenleben mit aufwändig versteiftem Chassis und Ringkerntransformator

Yamaha CX-A5100 Innenleben1

Platinenlayout – auch im Detail gibt es keinen Anlass zur Kritik

Yamaha CX-A5100 Innenleben2

Die Verarbeitung innen erscheint überall solide

Yamaha CX-A5100 Innenleben3

Der Ringkern-Trafo im Fokus

Das Innenleben präsentiert sich hochwertig und aufgeräumt, mit sauberer Verkabelung und entsprechend hochwertigen Baugruppen. Wenig Kritik gibt es auch am rückseitigem Anschlussfeld. Hier sitzen alle Buchsen präzise und fest. 

Yamaha CX-A5100 Rueckseite Seitlich

Rückseite komplett

Yamaha CX-A5100 Antenne

Antenne für Wireless-Betriebsarten

Yamaha CX-A5100 Anschluesse Rueckseite3

Zwei HDMI-Ausgänge und sieben HDMI-Eingänge, vorn gibt es einen weiteren HDMI-Eingang. Netzwerkbuchse, 2 x Trigger Out, IR in/out, RS232C und Komponentenvideo-Terminals

Yamaha CX-A5100 Anschluesse Rueckseite2

Alles da: Analog-Outputs für 2./3. Hörzone, Pre-Out (asymmetrisch, Cinch), und noch genug konventionelle koaxiale/optische Digitaleingänge

Yamaha CX-A5100 Anschluesse Rueckseite1

Kompletter symmetrischer XLR-Pre-Out

 An Anschlüssen wird eine sehr gute Auswahl angeboten. Sieben HDMI-Eingänge hinten, ein HDMI-Eingang vorn sowie zwei HDMI-Ausgänge auf der Rückseite finden sich ebenso wie drei optische und drei koxiale konventionelle Digitaleingänge. Ein kompletter symmetrischer XLR-Pre-Out ist ebenfalls vorhanden. Auch Komponentenvideoeingänge und einen Komponentenvideo-Monitor-Ausgang hat die CX-A5100 Vorstufe anzubieten, ebenso wie zwei Trigger-Anschlüsse, eine Netzwerkbuchse und eine RS232-Schnittstelle. 

Wie lässt sich die Aventage 11.2-Vorstufe in Betrieb nehmen und handhaben? Wenden wir uns verschiedenen Screenshots zum Setup des Lautsprechersystems zu. YPAO kann an bis zu 8 Positionen einmessen und agiert recht exakt. Klanglich werden die verwendeten Lautsprecher nicht unschön „beschnitten“. Der Klang ist lebendig, angenehm und die Balance aller Lautsprecher untereinander ist stimmig. 

Yamaha CX-A5100 Screenshot 3

Zunächst wählt man hier das automatische Setup

Yamaha CX-A5100 Screenshot 4

Vor Beginn wird das Mikrofon angeschlossen

Yamaha CX-A5100 Screenshot 5

Einmessung mit Top Firing-Modulen. Punkt 1: Verkabelung

Yamaha CX-A5100 Screenshot 6

Punkt 2: Größe

Yamaha CX-A5100 Screenshot 7

Punkt 3: Abstand

Yamaha CX-A5100 Screenshot 8

Pegelangleich

Weitere Menü-Screenshots:

Yamaha CX-A5100 Screenshot 10

Menü „Ton“

Yamaha CX-A5100 Screenshot 11

Wer die Quelle nicht einfach 1:1 durchschleifen möchte, wählt „Verarbeitung“

Yamaha CX-A5100 Screenshot 12

HDMI-Menü

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Netzwerk – Wahl der gewünschten Verbindungsmethode

Yamaha CX-A5100 Screenshot 14

Moderne Netzwerk-Integrationsmöglichkeiten

Yamaha CX-A5100 Screenshot 20

Komfortabel bei der Einbindung ins drahtlose Netzwerk

Yamaha CX-A5100 Screenshot 15

Der sicherste Weg – kabelgebundene Netzwerkintegration

Yamaha CX-A5100 Screenshot 18

Yamahas „Scene“ Programme sind Makrofunktionen für besonders oft benötigte Start- und Bedienvorgänge

Yamaha CX-A5100 Screenshot 19

Auch „11 Channel Stereo“ zählt bei Yamaha als DSP

Yamaha CX-A5100 Screenshot 21

Server-Übersicht

Yamaha CX-A5100 Screenshot 22

HiRes-Wiedergabe (FLAC, 96 kHz, Stereo)

Yamaha CX-A5100 Screenshot 23

vTuner Internet Radio
 Yamaha CX-A5100 Screenshot 25

Optionsmenü

Das On Screen-Menü der CX-A5100 präsentiert sich in leicht modernisierter Form, vergleicht man mit dem Vorgängermodell. Yamaha lässt nun die Schriften und Grafiken besser aussehen, bedingt durch eine höhere Auflösung. Die AV-Vorstufe lässt sich nach kurzer Eingewöhnung mittels der mitgelieferten, recht großen Systemfernbedienung sicher bedienen. Für kleine Hände ist die Remote allerdings nichts, dafür erfreut sie mit guter Übersichtlichkeit, trotz der vielen Knöpfe, und mit tadellosem Tastendruckpunkt. Alternativ kann man auch den Yamaha AV-Controller als App (Android sowie iOS) fürs Smartphone oder das Tablet herunterladen. Wir haben auf unser iPad Mini 3 die App installiert und die folgenden Screenshots angefertigt:

 Yamaha_CX_A5100_App_Input

Eingangsübersicht

Yamaha_CX_A5100_App_Optionen1

Optionen, Teil 1

Yamaha_CX_A5100_App_Optionen2

Optionen, Teil 2

Yamaha_CX_A5100_App_Optionen3

Optionen, Teil 3

Yamaha_CX_A5100_App_Adventure

Man kann nicht nur die per grafischem Symbol sehr gut gekennzeichneten DSPs anwählen, sondern sie auch bearbeiten – in den Modi „Basic“ und „Advanced“

Yamaha_CX_A5100_App_Spectacle

Oben hatten wir das „Adventure“-DSP, hier nun das DSP „Spectacle“. Und wir sehen, dass die Basisparameter andere sind. Wer die Parameter verändern möchte, betätigt sich in der Grafik.

Yamaha_CX_A5100_App_Recital

Durch Verschieben mit den Fingern innerhalb der Grafik verändert man die Parameter, die oben aufgelistet sind, einfach und praktisch

Yamaha_CX_A5100_App_Scifi_Advanced

Hier schauen wir uns die „Advanced“ Settings an, diesmal beim Programm „Sci-Fi“

Grafisch gefällt uns die Yamaha-App gerade auf dem größeren Bildschirm eines Tablets sehr gut. Schön ist, dass Yamaha ein komplettes Handling inklusive Nachbearbeitungsmöglichkeiten für die zahlreichen DSP-Programme integriert hat. Dank des umfangreichen Optionsmenüs sind nahezu alle elementaren Funktionen der AV-Vorstufe mit der App steuerbar. Es ist auch möglich, die CX-A5100 mittels Web Interface zu steuern, hier aber stellt sich die Frage, wer dies noch zusätzlich braucht, wenn die CX-A5100 einmal per OSD grundlegend konfiguriert ist. Bei den Aventage AV-Receiver-Modellen, übrigens auch schon für ältere Jahrgänge, gibt es die App „AV Setup“ Guide mit den Unterpunkten Anschluss-Hilfe und Bedienungsanleitung. Für die AV-Vorstufe CX-A5100 ist diese App leider nicht verfügbar. 

Klang

Unsere ersten Klangtestreihen führten uns direkt in die Welt von Dolby Atmos. Wir haben uns mit unserem 5.1.4 Setup der ELAC 400er Serie die Eröffnungssequenz von „The Expandables 3“ angehört, und wir staunten nicht schlecht: Welche Präzision die CX-A5100 noch bei hohem Pegel an den Tag legt, ist imposant. Die MX-A5000 Endstufe hat wenig Mühe, unser Lautsprecher-Ensemble zu versorgen und wird ihrem Ruf, ein Optimum für ihre 2.500 EUR Kaufpreis zu bieten, nach wie vor voll gerecht. Die CX-A5100 Vorstufe bringt bereits die Geräusche der laufenden Rotoren des Helikopters exzellent zur Geltung. Ebenso die Stimmen, die allesamt authentisch klingen und sehr gut eingearbeitet sind. Die Vorzüge einer Atmos-Abmischung kann die Yamaha Aventage-Vorstufe gekonnt verdeutlichen. Nicht nur, dass sich die Klangkulisse nach oben weitet und sich über den Köpfen der Zuhörer noch eine weitere Ebene befindet. Auch deren lebendige Auskleidung und die Zuweisung einzelner Audio-Objekte an einzelne Lautsprecher im Set-Up wird durch erhöhte Präzision bei der Effektwiedergabe anschaulich gemacht.

Die CX-A5100 ist tonal neutral ausgelegt, ohne zu analytisch zu klingen, diese Charakteristik empfinden wir als außerordentlich gelungen. Der Angriff auf den fahrenden Zug mit dem Gefangenen, den die übrigen Expandables befreien möchten, wird eindrucksvoll übertragen. Das massive Gewehr, welches auf dem Zugdach untergebracht ist und den Zug mit aller Macht gegen die Expandables verteidigen soll, kommt bei der Schießerei mit Nachdruck und enormer Wucht heraus. Aber auch die Schüsse der Expandables unter Kommando von Barney Ross werden wirkungsvoll herausgestellt. Bewundernswert ist, wieviel Struktur die CX-A5100 selbst bei enormer Hörlautstärke noch entwickelt. Hier werden alle Geräusche, Stimmen, Effekte im Hintergrund, nach wie vor überzeugend eingearbeitet. Die Räumlichkeit besticht durch authentische Weite wie auch Tiefe. Die CX-A5100 entführt den Zuhörer somit komplett ins Geschehen, welches sich auf der Leinwand abspielt. Kraftvoll unterstützt durch die MX-A5000 Endstufe, ist die atmosphärische Dichte erstklassig. Dies merkt man auch am Ende der Sequenz, als der nun führerlose Zug in den Gebäudetrakt rast.

Auch hörten wir in die „Ambra – Prism Of Life“ Blu-ray hinein und wählten ein weiteres Mal die Atmos-Tonspur. Die Stücke „Caleidoscape 1“, „Caleidoscape 2“ sowie den Titelsong „Prism Of Life“ haben wir herangezogen, um die Qualitäten der Yamaha Aventage AV-Vorstufe näher zu beleuchten. Schnell stellt sich heraus, dass die CX-A5100 mit ihrem Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich für Begeisterung sorgen kann. Somit ist ein tiefes „Eintauchen“ in diese beeindruckende Art der musikalischen, von Effekten durchwirkten Darbietung garantiert. Das Geschehen über den Köpfen der Zuhörer wird erneut durch Vielfältigkeit und Lebendigkeit gekonnt „gewürzt“.

Dieses enorme Maß an Dynamik konnten wir schon im Filmtonbetrieb heraushören,  nun, bei der Wiedergabe der kraftvollen Musik-Atmos-Tonspur, wiederholt die CX-A5100 ihre Ambitionen, bei der Grob-  wie auch bei der Feindynamik im Gedächtnis der Tester als Benchmark für diese Preisliga zurückzubleiben. Enorm klar und brillant, aber nie störend metallisch oder gar aggressiv ist die tonale Charakteristik. Im Verbund mit der MX-A5000 wird ein hohes Maß an akustischer Souveränität offeriert, welches über das Maß, das in dieser Preisklasse sonst üblich ist, ein gutes Stück hinausgeht. Die verschiedenen Effekte und Instrumente weisen eine sehr klar umrissene Struktur auf, die in einem weitläufigen virtuellen Raum präzise zu orten ist. Ganz gleich, ob man „Erlebnishörer“ ist oder aber ein sehr erfahrener, detailverliebter Hörer: Die MX-A5100 macht es aufgrund ihrer exakt ausbalancierten Auslegung beiden unterschiedlichen Gruppen recht. 

Wir haben einen Dolby Atmos Upmix bei „Star Wars Episode III“ in der Eröffnungssequenz durchgeführt und waren ein weiteres Mal beeindruckt von der Dynamik, welche die Yamaha-Kombination realisiert. Der heftige Kampf im All oberhalb von Coruscant gewinnt deutlich an Gestalt, in dem gekonnt die Atmos-Module mit einbezogen werden. Gleichzeitig leidet die Gesamtpräzision nicht. Lebendig, vielschichtig und mit toller Räumlichkeit erleben wir diese Raumschlacht auf akustischem Top-Niveau. Die klare, für hohe Pegel sehr gut taugliche Auslegung der Yamaha-Komponenten wirkt sich auch diesmal wieder sehr positiv aus, souveränes Hören mit entsprechendem Anspruch ist so bestens möglich. 

Videosektion

Der Yamaha bietet insgesamt 6 User-Presets, die für Videoeinstellungen verwendet werden können. Es gibt die folgenden 5 Parameter, die man entsprechend dem eigenen Gusto und dem Quellmaterial entsprechend justiert:  

  • Detailanreicherung
  • Randschärfe
  • Helligkeit
  • Kontrast
  • Sättigung 

Der gerade aktuelle Video-Speicher kann im Übrigen auch innerhalb des Optionsmenüs jederzeit bequem geändert werden.

Beim Upscaling der Eröffnungssequenz von Star Wars Episode III von 576p (de-interlaced vom Panasonic DMP-BDT500, der kein 576i ausgeben kann und somit stets, wie in den meisten heute gängigen Fällen, auch das De-Interlacing zwingend übernimmt) auf 1.080p/24 brilliert die CX-A5100 über alle Maßen. Die gelbe Laufschrift erscheint scharf und klar, zudem holt die Vorstufe erstaunlich viele, recht sauber durchzeichnete Sterne auf die Leinwand. Der kurz darauf durchs Bild donnernde republikanische Sternzerstörer wird so detailreich präsentiert, wir wir es nur selten bislang beim Upscaling von SD-Material auf Full HD sehen durften. Kontrastreich, farblich neutral und mit sattem Schwarz, erfüllt das Bild souverän hohe Ansprüche.

Mittels der Detailanreicherung und der Randschärfe kann man sogar noch eine Idee mehr aus dem Quellmaterial herausholen. Natürlich sollten diese Regler maßvoll eingesetzt werden, aber dann bringen sie einen durchaus positiven Effekt. Die Außenhaut und das Innenleben der Raumjäger von Obi-Wan und Anakin wirkt überraschend detailreich, zudem sauber. Störendes Scalingrauschen konnten wir praktisch nicht ausfindig machen. Die Gesichter von Obi-Wan und Anakin sind farblich akkurat, sogar einzelne Hautporen arbeitet die CX-A5100 präzise heraus. 

Erstes Fazit

Yamaha CX-A5100 Front Seitlich2

Die Yamaha Aventage AV-Vorstufe CX-A5100 beeindruckt durch enorme Audio- und Video-Performance. Akustisch stehen Detailreichtum, Dynamik und dichte Räumlichkeit im Vordergrund, visuell wird ein scharfes, rauscharmes und Einzelheiten ausgezeichnet herausstellendes Upscaling offeriert. Top sind die sechs User-Presets für eigene Videoeinstellungen, allerdings könnte der Video-EQ an sich noch mehr Einstellmöglichkeiten vertragen. Die Ausstattung ist sonst überragend, 33 DSPs aus verschiedenen Untergruppen, die sich – per OSD oder per App – weiter individualisieren lassen, eine breite Vielfalt an HiRes-Audio-Formaten, die verarbeitet werden, und eine exzellent ausstaffierte Anschlusssektion sind weitere Pluspunkte der CX-A5100 Vorstufe, die schon jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Und dass sie etwas teurer geworden ist, kann man durchaus nachvollziehen. Der Mehrwert durch den Dolby Atmos-Decoder, die schöneren Menüs mit ansprechender Auflösung und auch die nochmals gestiegene Feindynamik und Räumlichkeit lassen erahnen, dass der Mehrpreis durchaus gerechtfertigt ist. Und kommt 2016 dann endlich DTS:X, dann ist die CX-A5100 dafür auch bereits vorbereitet. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 05. November 2015




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