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XXL-TEST: Teufel Cinebar 11 MK2 "2.1-Set" - schlanke Optik, üppiger Sound

Lautsprecher Teufel schickt die brandneue Cinebar 11 MK2 als "2.1-Set" mit dem ebenfalls neuen Wireless Subwoofer T6 ins Rennen. Die bewährte und schon oft gelobte Dynamore-Technologie von Teufel ist ebenballs an Bord und soll auch diesmal wieder für einen besonders einhüllenden, weitläufigen Klang sorgen.

Die integrierten Class-D Verstärker beliefern die Soundbar mit 65 Watt RMS bzw. 150 Watt Peak und sollten somit einen kräftigen Sound in die Mittelklasse bringen. Weiterhin wurden Decoder für Dolby Digital und DTS in den Soundriegel aus Berlin integriert. Dank der Integration von Bluetooth 5.0 mit aptx Standard ist die Wiedergabe von gespeicherten Titel vom entsprechend kompatiblen Smartdevice in CD-ähnlicher Qualität möglich.

Die neue Cinebar 11 MK2 ist ab sofort in schwarzer oder weißer Ausführung zum Preis von 399,99 Euro im Teufel Webshop und in allen Teufel Stores erhältlich. Wem die 2.1 Ausführung der Soundbar aber nicht ausreichend erscheint, für den halten die Berliner Lautsprecherspezialisten ebenfalls ein Set mit einem Paar kabellosen Rear-Lautsprechern EFFEKT bereit, das Set wird Cinebar 11 "4.1-Set" genannt und ist zum Preis von 699,99 Euro erhältlich. Das entspricht einem Preisvorteil von 100 Euro gegenüber dem Einzelkauf.

SOUNDBAR CB 11

Soundbar Frontansicht

Die Soundbar zeigt sich vom Design her sehr schlank gestaltet und besitzt folgende Abmessungen: Breite von 94,8 cm, 6 cm Höhe und einer Tiefe von 8,3 cm. Dadurch sollte sie sich in nahezu jedes Wohnambiente harmonisch einfügen. An der Front schützt ein gut eingepasstes Abdeckgitter aus Metall die Chassis. Apropos Chassis, die Soundbar besitzt zwei 20 mm messende Hochtöner sowie sechs Mitteltöner mit 45 mm Durchmesser.

Display mit Laufschrift an der Front

Unter der Frontabdeckung verbirgt sich das VFD-Display, dass via Lautschrift über den Betriebszustand der Soundbar informiert. Das Display ist sehr gut ablesbar und wer möchte, kann das Display dimmen. Unter dem Display befindet sich ein Teufel Logo und darüber ist eine LED angebracht - für die Standby Anzeige.

Touch-Bedienelemente auf der Oberseite der Soundbar

Der Soundriegel aus Berlin kann dank der Touchbedienelemente auf der Oberseite auch direkt am Gerät bedient werden. So befinden sich hier Bedienelemente für ein Aus- oder Einschalten der Soundbar sowie eine Eingangswahltaste. Ebenfalls stehen Lautstärkeregler sowie eine Play-/Pause Taste zur Verfügung. Die Touch-Bedienelemente reagieren sehr schnell auf auszuführende Befehle.

Insgesamt stehen der Soundbar acht Lautsprecherchassis zur Verfügung

Sauber eingepasstes Abdeckgitter aus Metall

Rückseite der Soundbar

Wie mittlerweile üblich, zeigt sich die Rückseite der Soundbar recht unspektakulär. Positiv erwähnen möchten wir aber, dass die Cinebar 11 MK2 auf der Rückseite bereits über Befestigungslöcher für eine Wandmontage besitzt. Die dazugehörigen Abstandshalter sind ebenfalls direkt ins Gehäuse integriert.


Anschlußsektion 1 in der Übersicht

Auch auf der Anschlußseite ist die Cinebar 11 MK2 üppig ausgestattet. So befinden sich auf der Rückseite der HDMI In 2.0a Anschluss für externe Zuspieler. Dieser bietet HDR Support und unterstützt  HDCP 2.2/1.4. Darunter befindet sich ein HDMI Anschluss mit ARC, für die problemlose Verbindung mit dem Fernseher. Weiterhin ist auf der Rückseite noch ein analoger AUX-In Eingang vorhanden, um ein analoges Quellgerät wie z.B. einen CD-Player oder ein TV Gerät anzuschließen. Auf der linken Seite der Soundbar ist noch ein optischer Digitalausgang zu finden sowie der Anschluß für das externe Netzteil.

Anschlußsektion 2 in der Übersicht

Integrierter Wandhalter mit Abstandshalter auf der Rückseite der Soundbar

Gummierte Standfüsse auf der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand

Gummierte Standfüsse auf der Unterseite sorgen für den richtigen Stand der Soundbar, gerade bei glatten oder lackierten Möbelstücke.

Wireless-Subwoofer T6

Wireless-Subwoofer T6 in der stehenden Variante

Wie eingangs erwähnt, befindet sich im Lieferumfang ebenfalls der brandneue Wireless Subwoofer T6. Die Neuentwicklung zeigt sich dabei sehr vielfältig, wenn es um die Aufstellung geht. So kann der Tieftöner in stehender Ausführung ausgestellt werden oder, wer nicht so viel Platz hat, der kann den Subwoofer auch unter ein TV Board oder unter die Couch legen. Dank des integrierten Sub Connect Modul kann er so fast frei im Raum aufgestellt werden, ohne das ein Verbindungskabel nötig ist.

Das Gehäuse des Bassmachers besteht aus MDF, das entweder in schwarz oder weiß laminiert ist. Die Abmessungen des Subwoofers sind: Höhe inkl. Standfuss 43,5 cm, Tiefe 42 cm, Breite 12 cm. Das Gewicht beträgt rund 7,7 kg. 

Der neuentwickelte T6 besitzt einen 6,5 Zoll großen Tieftöner, der seitlich integriert wurde. Da der T6 ein aktiver Subwoofer ist, besitzt dieser im Inneren einen Class-D Verstärker, der 60 Watt an das Tieftonchassis abgibt.

T6 Wireless-Subwoofer in liegender Ausführung

Der 6,5 Zoll messende Tieftöner ist seitlich angebracht

Klebe-Standfüsse aus Gummi sorgen für die nötige Standhaftigkeit

Bedienelemente des T6 in der Übersicht

Auf der Rückseite des T6 Subs befinden sich verschiedene Bedienelemente. So finden wir auf der linken Seite des Subwoofers der Taster für das Wireless-Pairing. Setzt man die Soundbar und den Subwoofer in den aktiven Betriebszustand, verbinden sich diese in der Regel automatisch. Sollte dies mal nicht der Fall sein, kann der Tieftöner auch mittels des Tasters manuell verbunden werden. Eine bestehende Verbindung zeigt die LED neben dem Taster mit einem dauerhaften leuchten an.

Auf der rechten Seite des Bassmachers befindet sich noch ein Regler, um die richtige Aufstellungsoption auszuwählen. Hierbei kann ausgewählt werden, ob der Subwoofer frei steht oder in einer Ecke aufgestellt wurde. Weiterhin kann aber auch noch ausgewählt werden, ob der T6 horizontal oder vertikal seine Arbeit verrichten darf. Alle drei Programme rufen unterschiedliche Equalizer-Einstellungen ab, um so den bestmöglichen Klang abzuliefern und negative Störeinflüsse auszumerzen.

Auch ein Drehregler für die Einstellung der Lautstärke des T6 ist auf der Rückseite untergebracht sowie die Eingangsbuchse für das Netzkabel. Im unteren Teil des Tieftöners ist das Bassreflexrohr zu sehen.

Auswahl für die Aufstelloptionen für den Wireless Subwoofer

Taster für die kabellose Verbindung zur Soundbar und Regler für das Subwoofer Level

Bassreflexöffnung im unteren Teil des Subwoofer

Aufstellung und Inbetriebnahme

Die Aufstellung und Inbetriebnahme der Cinebar 11 MK2 gestaltet sich sehr einfach. Nachdem wir den richtigen Platz für die Soundbar gefunden haben, erfolgte der Anschluss mittels HDMI Kabel am TV verbunden und das externe Netzteil an unserem Stromkreis angeschlossen. Auch für den Subwoofer wurde der passende Platz ermittelt. Auf der Rückseite des Subwoofer wählten wir dann die zu unserer Aufstelllung passende Equalizer-Kurve aus. Dann noch schnell mit dem Netzkabel verbunden und der T6 geht automatisch in den Pairing Modus und sucht die Soundbar. An der Soundbar müssen wir nun einstellen, in welcher Menüsprache die Soundbar mit uns kommunizieren soll. Hier stehen die englische oder deutsche Sprachauswahl zur Verfügung. Haben wir dies getan, kann die Wiedergabe starten und es erscheint im Display "Bereit zum Aufdrehen".

Im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung

Im Lieferumfang befindet sich eine Fernbedienung, gefertigt aus schwarzem Kunststoff. Die Taster weisen einen guten Druckpunkt auf. Natürlich möchten wir auf die Funktionen der Fernbedienung auch etwas genauer eingehen. Wir beginnen mit den Bedienelementen oben links. Die Sterntaste ist für die Helligkeitseinstellung des Displays gedacht. Mittig angebracht ist der Taster für das Ein- und Ausschalten der Soundbar. Rechts daneben befindet sich der Taster für das Stummschalten der 2.1 Komponente. Darunter befinden sich die Eingangswahltaster für TV, HDMI, Bluetooth, AUX sowie den optischen Eingang. Mit der Infotaste werden die aktuelle Parameter angezeigt. Die Cinebar 11 MK2 verfügt zudem über unterschiedliche Soundmodis. So stehen dem Nutzer "Normal", "Sprache" und "Nacht" zur Verfügung. Die darunter beiden befindlichen Tasten sind für die Menüsteuerung zuständig, auf die wir im nächsten Abschnitt noch genauer eingehen werden. Eine Etage tiefer sind die Knöpfe für die Wiedergabesteuerung angebracht. So lassen sich mit ihnen die Lautstärke regeln, die Wiedergabe starten oder pausieren. Zusätzlich zu diesen Funktionen sind es Navigationstasten für das Hauptmenü. Mit den Bass- und Treble- Tasten können der Hochton- sowie der Tieftonbereich angepasst werden. Und mit der letzten Taste, die mittig am Ende der Fernbedienung angebracht ist, kann die Dynamore Technologie aktiviert bzw. deaktiviert werden. 

Menüfunktionen

Die Cinebar 11 MK2 verfügt über keine Netzwerkfunktionen. Trotzdem haben die Berliner Lautsprecherspezialisten der Neuauflage ein umfangreiches Einstellungsmenü verpasst, dass mittels Fernbedienung abgeändert werden kann. Betätigt man die Menütaste auf der Fernbedienung erscheint als erster Menüpunkt "Klang". Bestätigt der Nuter mit der OK Taste, können sowie der Bass, die Höhen sowie der Modus eingestellt werden. Beim Punkt "Modus" kann zwischen "Normal", "Sprache" sowie "Nacht" ausgewählt werden. Auch beim Menüpunkt "Klang" ist die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Dynamore Technologie zu finden. Und als letzten Punkt ist "Erweitert" zu finden. Hier kann ausgewählt werden, ob die Soundbar im Upmix Modus oder im DRC-Modus arbeiten soll. Der Upmix Modus wandelt eine Stereo Signal in ein Surround Signal um und durch die Dynamic Range Compression werden leise Teile vom Lautstärkepegel etwas angehoben.

Der nächste Hauptmenüpunkt ist "Lautsprecher". Betätigt man diesen, kann ausgewählt werden, ob ein externer Subwoofer oder Rearlautsprecher mit der Soundbar verbunden werden sollen. Ebenfalls als Unterpunkt zu finden ist die Einstellung für den Abstand zwischen Soundbar und Hörer. Zusätzlich finden wir unter dem Menüunterpunkt "Kalibrierung" die Balance Reglung sowie ein Testton kann abgerufen werden.

Der letzte Punkt im Hauptmenü ist "System". In diesem Abschnitt kann die Helligkeit des Displays verändert werden, der Timer eingestellt werden sowie die Sprache ausgewählt werden. Beim Menüunterpunkt "Erweitert" kann zusätzlich die Lippensynchronisation, die TV Quelle sowie die Auto On und Standby Schaltung verändert werden.

Klang

Wir beginnen unseren Klangtestreihen mit der Filmwiedergabe. Dazu starten wir die Wiedergabe von "Pfad der Rache" mit Antonio Banderas in der Rolle des Frank Valera. Wir aktivieren den Dynamore Modus für eine besonders räumliche Wiedergabe. Zu Beginn des Streifens befindet sich Antonio Banderas in einem Café und beobachtet seine Umgebung. Bewusst haben wir uns hier für ein Kapitel entschieden, in dem es auch kleine, eigentlich eher nebensächliche Effekte gibt. Die gesamten Dialoge wirken klar und strukturiert auf uns. Auch kleinere Effekte wie z.B. das Eingießen des Kaffees oder Abbeißen des Sandwiches überzeugen durch die saubere Einarbeitung. Nach einigen eher ruhigen Minuten wird es ernst, denn Danach begibt sich Valera in die Küche, um den Koch eine ordentliche Abreibung zu verpassen. Die Kampfszenen werden, selbst bei deutlich erhöhtem Lautstärkepegel, mit einer sehr guten Klarheit und ordentlich Nachdruck vom T6 Subwoofer in den Hörraum abgegeben. Nur wirkt der Hochtonbereich etwas prägnant, deswegen regeln wir diesen mit der Fernbedienung um zwei Stufen herunter und jetzt ist das Klangbild für unser Empfinden optimal. Wie man den Hochtonbereich einstellt, hängt zum einen vom persönlichen Empfinden, zum anderen auch von der Charakteristik des Hörraums ab. Ist es ein akustisch eher lebendiger Raum, ist es ratsam, die Höhen zu drosseln, ist es ein eher toter Raum, bringt das Anheben des Hochtonbereichs mehr akustische Frische. 

Als zweiten Filmtitel haben wir uns für "Batman - Thje Dark Knight" entschieden und starten das Actionspektakel. Es geht umgehend vehement los, mit einem kurzen, tiefen. satten Bass-Stoß, der zu einem beträchtlichen Teil vom T6 Subwoofer wiedergegeben wird. Die Schergen des Jokers bereiten einen Überfall auf eine Mafia-Bank vor, der bedrohlich wirkende Music Score verstärkt den Spannungsbogen. Beeindruckend ist, wie weitläufig die doch recht kompakte Cinebar 11 MK2 zusammen mit dem T6 Subwoofer auftritt: Ein nahtloses, gut gestaffeltes Klangbild hätten wir in dieser Ausprägung nicht erwartet. Das ist zu einem beträchtlichen Teil Verdienst von Dynamore, das hier äußerst effektiv arbeitet, ohne für unschöne Präzisionsverluste zu sorgen. Die Auflösung übers gesamte Frequenzspektrum konnte gegenüber dem Vorgänger verbessert werden, gerade im Hochtonbereich detailliert die Cinebar 11 MK2 richtig gut, was man z.B. hört, als die Glasscheibe herausgesprengt wird und sich die Scheiben in rasender Schnelligkeit verbreiten. Die gesamte Dynamik, auch im Verlauf der Schießerei in der großen Empfangshalle der Bank, kommt gelungen und authentisch zum Ausdruck. Sitzt man nicht zu weit entfernt von der Cinebar 11, ist das 2.1 System in der Lage, einen einhüllenden, dichten Klang zu generieren, der den Zuhörer ans Geschehen fesselt. Wir erinnern uns kurz: 400 EUR Kaufpreis! Da ist eine solche Performance schon enorm.

Der letzte Filmtitel in unserer Klangtestreihe ist "Mission Impossible - Rogue Nation" in. Wir beginnen in der Wien-Sequenz, als Benjamin Dunn aus dem U-Banhzug gegenüber der Wiener Staatsoper steigt. Hier kümmert sich das Cinebar 11 MK2 System sorgfältig darum, das rege Treiben in der U-Bahn-Station realistisch abzubilden. Sicherlich, zaubern kann auch Teufel nicht, wenn man hier das Treiben der Dolby Atmos-Tonspur, wiedergegeben von einer Oberklasse-Soundbar, mit der Leistung der Cinebar 11 MK2 vergleicht, fehlt schon etwas. Aber uns ist lieber, für 400 EUR eine klangstarke konventionelle Soundbar einzukaufen als eine, die zwar alles an Features inklusive Atmos und DTS:X hat, dafür aber weder eine gelungene Abstimmung noch genug Leistung. Beides zeichnet die Cinebar 11 MK2 definitiv aus, was man auch an der Szene in der Oper deutlich merkt. Hier beginnt gleich die Aufführung von Puccinis "Turandot", und die Geräusche im Opernhaus - Gemurmel, das Laufen auf den Treppen etc. - werden sauber erfasst. Als kurze Zeit später die Oper beginnt, sind wir beeindruckt, mit welchem Schwung die Cinebar 11 MK2 die musikalische Eröffnungssequenz präsentiert: Nahtloses Zusammenspiel mit dem T6, und eine überraschend gute Präzision sind große Vorzüge. Die Stimmen der Opernsängerinnen und Opernsänger kommen klar und fokussiert heraus. Erstaunlich, denn die Cinebar 11 MK2 ist eine 2.1 und keine 3.1 Soundbar. Die wilde Schlägerei zwischen Ethan Hunt und seinem Widersache hoch oben über der Bühne wirkt dynamisch und kraftvoll.

Wir setzen fort mit dem Kapitel 9 des Films, als Ethan Hunt von der hübschen Agentin Ilsa Faust in der Kanalisation wiederbelebt wird. Auch hier gefällt uns die Stimmwiedergabe sehr gut und das Bassfundament, als der Defibrillator zum Einsatz kommt und Benji damit ausgeschaltet wird, punktet bei der Wiedergabe durch den kompakten T6 Subwoofer: Hier treffen sich Struktur, Nachdruck und ein tadelloser Tiefgang. Die danach folgende Verfolgungsjagd erklingt authentisch und wird sehr kraftvoll wiedergeben. Erstaunlich ist, wie gut das Teufel-System auch bei deutliche gehobenem Pegel noch akustische Ebenen auseinander differenziert - absolut atypisch für ein knapp 400 EUR kostendes Soundbar-/Subwoofer-Ensemble. 

Zwischendurch schauen wir uns Nachrichten und Shows im Fernsehen an, um die Güte des Voice Mode zu beurteilen - und hier zeigt sich klares Verbesserungspotential auf. Man könnte es mit einem Phantasie-Wortgebilde "provozierte Überverständlichkeit" nennen, denn die recht laut im Verhältnos zum akustischen Rest präsentierten Stimmen zischeln hörbar und werden spitz. Anzumerken wäre, dass die Stimmverständlichkeit ohne Voice Mode sehr gut ist, zudem wird die Stimmfarbe überzeugend getroffen - also sollte man den Voice Mode lieber deaktiviert lassen. 

Nun widmen wir uns der Musik-Wiedergabe über Bluetooth und starten die Wiedergabe von "In Loving Memory" von Alter Bridge. Auch bei Musikmaterial sind wir begeistert, welch großes - und zugleich glaubwürdiges - Bühnenbild uns die Cinebar 11 MK2 darbietet. Da die Stimmfarbe von Myles Kennedy nicht gerade unkritisch ist, verwenden wir diese Titel sehr gerne, um zu hören, wie die jeweilige zu testende Komponente mit dieser Hürde umgeht. Der Gesang von Mark wird im Rahmen der systembedingten Grenzen einer recht grazilen Soundbar überragend dargeboten und für diese Preisklasse schon fast Benchmark. Als der Titel etwas schneller wird, zeigt sind der Teufel Soundriegel unbeeindruckt und folgt der gegebenen Dynamik mit enormer Impulstreue. Der Subwoofer unterstützt dabei die Soundbar im Tieftonbereich durch einen praktisch nahtlosen Übergang und ein beachtliches Volumen - das aber mit einer ausgezeichneten Präzision gepaart wird. Die Basswiedergabe erscheint zudem nicht überzogen, wie bei manch anderen Systemen, sondern wird wohldosiert auf den Punkt gebracht. 

Jetzt möchten wir aber wissen, wie schlägt sich die 399 EUR kostende Soundbar bei "Shallow" von Bradley Cooper und Lady Gaga? Aufmerksame Leser wissen, dass dieser Titel von einem Lautsprecher oder einer Soundbar sehr viel fordert. Der Titel startet mit einer Gitarreneinlage von Bradley und ersten Gesangpassagen. Seine Gitarre erklingt überraschend authentisch und auch seinen Gesangseinlage weist deutlich mehr Facettenreichtum auf, als wir eigentlich erwartet hätten.  Als Lady Gaga dann loslegt, schließen wir unsere Augen und lauschen, was die Cinebar 11 von sich gibt und ob uns die Darbietung berührt. Und ja, die Darbietung der Teufel Soundbar setzt durchaus Emotionen frei und auch hier notieren wir  ein großes und dennoch gut strukturiertes Klangbild. Natürlich ist das breite vokale Spektrum von Lady Gagas nicht mit jeder Nuance hörbar, aber in Anbetracht der Preisklasse eine überragende Leistung.

Und weitere Musiktitel werden über Bluetooth zuspielt, dabei verglleichen wir unterschiedliche Genres: Techno (Noise Controllers, Das Boot), 80er Jahre Pop (a-ha, Take on Me), Jazz (Eva Cassidy - Ain't No Sunshine).

Bei allen drei völlig unterschiedlichen Titeln offeriert das 2.1 System ein ausgezeichnetes Volumen. Das kommt zusammen mit einer ausgezeichneten Pegelfestigkeit. Der Dynamikumfang, den das Cinebar 11 MK2 System bereitstellt, ist in dieser Preisklasse praktisch das Beste, was man kaufen kann. Der Einsatz von Dynamore ist sehr empfehlenswert, sehr harmonisch, subtil und dennoch wirkungsvoll wird eine breite, tiefe Bühne herausgearbeitet. Der obere bassbereich flacht beim Dynamore-Einsatz etwas ab (ab ca. 100 Hz), unter 100 Hz gibt es dafür mehr Volumen und Nachdruck als ohne Dynamore.  Besonders gut gefällt uns das System bei „Take On Me“ , der Song wird sehr gut auf den Punkt getroffen. Schlagzeug, Synthesizer überzeugen mit klaren Konturen. Dynamore wirkt sich hier besonders positiv aus.

Konkurrenzvergleich

  • Yamaha YAS-209: Rund 320 EUR Martpreis werden für die Soundbar-/Subwoofer-Lösung aus dem Hause Yamaha fällig. Dafür gibt es eine Steuerung per gut aufgebauter App, DTS Virtual:X für raumfüllenden 3D-Sound (in der Praxis recht überzeugend) und eine tadellose Verarbeitung. Die Teufel Cinebar 11 MK2 löst besser auf, klingt knackiger, ist impulstreuer - dafür agiert die YAS-209 noch verbindlicher, harmonischer. 

  • Sony HT-G700: Gerade, wenn man die aktuellen Marktpreise mit einbezieht, ist die HT-G700 ein äußerst unangenehmer Konkurrent. Rund 350 EUR werden fällig, dafür gibt es eine reichhaltige Ausstattung und solide akustische Eigenschaften. Gerade bei der 3D Audiowiedergabe überzeugt uns die Sony-Kombination durch räumliche Dichte und kräftigen Antritt. Filmtonspuren erklingen überraschend intensiv, dazu trägt die kräftige Effektwiedergabe bei. Der kompakte Subwoofer überzeugt durch ein gutes Fundament. Der Teufel T6 agiert noch präziser, bei Musik hört man, dass die Cinebar 11 MK2 noch besser und glaubwürdiger auflöst. Fazit: Ausstattungsmeister ist die HT-G700, was die pure Klangqualität angeht, liegt die Cinebar 11 MK2 vorn.

  • LG DSN7CY: Marktpreise um 300 EUR werden für die ehemals 499 EUR kostende Soundbar mit DTS:X/Dolby Atmos Decoding, echten nach oben abstrahlenden Top Firing Modulen und Meridian Klangoptimierung aufgerufen. Ein absolut fairer Kurs für eine überzeugende, gut verarbeitete und homogen klingende All-In-One-Soundbar. Die Teufel Cinebar 11 MK2 hat weder DTS:X  noch Dolby Atmos-Decoding, ist aber 100 EUR teurer. Passt das? Absolut, denn der richtig leistungsstarke T6 Wireless Aktivsubwoofer wird bei der Cinebar mitgeliefert, was für Leistungsreserven sorgt, die mindenstens eine ganze Klasse über der DSN7CY liegen. Die LG empfehlen wir eher für einen kleineren Hörraum um die 15 bis 20 Quadratmeter, während die kraftvoll aufspielende und von der Auflösung her noch bessere Cinebar 11 auch im 25 Quadratmeter-Hörraum verwendet werden kann. 

Fazit

Optisch (bis auf den neuen Subwoofer) kaum im Vergleich zum Vorgängersystem verändert, weiß die Teufel Cinebar 11 MK2 im Test zu überzeugen. Die hervorragend integrierte Dynamore-Technologie weitet das Klangbild glaubwürdig, vermeidet zudem Schwächen bei der Präzision, die man bei Technologien, die das Klangbild per DSP weiten, öfters erleben muss. Die sauber verarbeitete Cinebar 11 ist für Musik und Filmton gleichermaßen gut geeignet und beeindruckt im Test durch sehr gutes Auflösungsvermögen und hohe Impulstreue. Der aktive Subwoofer T6 setzt ebenfalls Akzente: Durch ein ausgezeichnetes Volumen und eine tadellose Präzision.

Äußerst klangstarkes, optisch attraktives und ausgezeichnet verarbeitetes Soundbar-/Subwoofer-System

Soundbar-/Subwoofer-Systeme bis 400 EUR, Test 09. März 2021

Test und Bilder: Carsten Rampacher
Datum: 09. März 2021

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