XXL-TEST: Technics OTTAVA f SC-C70MK2 - All-In-One System der Spitzenklasse?

In diesem Test widmen wir uns dem Kompaktsystem OTTAVA f SC-C70MK2 von Technics. Technics' kompakter Alleskönner ist mit einer Vielzahl von Wiedergabemöglichkeiten ausgerüstet, somit stehen dem Nutzer nicht nur Online-Streamingdienste zur Verfügung, so wie bei vielen Mitbewerbern. Technics stattet den All-In-One Lautsprecher noch mit einem CD-Player sowie einem DAB+ Radio aus. Der Preis beläuft sich auf knapp 880 EUR.

Optisch fügt sich das elegante Gerät sehr schön in den Wohnraum ein. Die Oberseite besteht aus gebürsteten Aluminium und auch die vorderen Streben bestehen aus dem gleichen Material. Hinter den Streben sitzen zwar die Abdeckgitter der Chassis, optisch erinnert der Look den HiFi-Fan aber an hochwertige Leistungsverstärker (Kühlrippen-Optik). Auf der Oberseite befindet sich der CD-Player, der über eine magnetische Schachtabdeckung verfügt. Formschön in die Front integriert, sitzt das mehrzeilige Display, das z.B. über die Wiedergabe mit Quelle & Co. per Laufschrift informiert.

Die kompakte Komplettlösung ist 450 mm breit, 143 mm hoch und 280 mm tief. Da im Inneren einiges an Technik steckt, auf die wir später im Test natürlich genauer eingehen werden, bringt das Ottava-Modell stattliche 7,8 kg Lebendgewicht auf der Waage. Zum Vergleich: Der Denon Home 350 kommt auf 6,3 kg.

Das Kompaktsystem SC-C70MK2 trägt laut Hersteller das Entwicklungskonzept der Technics Reference Serie in sich und bietet dadurch eine volldigitale Verstärkerkonfiguration. Gleich drei sogenannte "JENO Engines" (Jitter Elimination and Noise-Shaping Optimization) minimieren den digitalen Jitter. Mittels der Technologie sollen alle Musikinformationen der Quelle hochauflösend, ohne Verluste und absolut realitätsgetreu wiedergegeben werden.

Dank des Bi-Amping-Prinzips werden die Tieftöner- und Hoch-/Mitteltönereinheiten getrennt voneinander angesteuert und besitzen eigene Endstufeneinheiten. Die hochleistungsfähige Signalverarbeitung (DSP) erlaubt eine genaue Kanaltrennung, Zeitanpassung zwischen den Lautsprechereinheiten und Korrektur der Frequenzcharakteristika.

Darüber hinaus verfügt die SC-C70 über die LAPC-Funktion, einer von Technics entwickelten lastadaptiven Verstärkertechnologie zur perfekten Anpassung an die Lautsprecher. Das System misst die Phasen- und Impedanzeigenschaften der integrierten Lautsprecher und optimiert die Klangausgabe anhand der ermittelten Daten.

Frontansicht

Das verbaute Lautsprechersystem besteht aus drei verschiedenen Chassiseinheiten. Die 2 cm großen Hi-Res-Kalottenhochtöner besitzen Seidenmembranen und die 8 cm große Tieftoneinheit wurde für die aktuelle Geräte-Generation verbessert und angepasst. So wurde z.B. gegenüber dem Vorgänger das Gewicht der Schwingspule minimiert, zudem wurde die Membran noch steifer und damit auch belastbarer. Darüber hinaus ist die akustische Linse für die neue Form des Hochtöners optimiert werden. Das verbessert die Ausdehnung des wiedergegebenen Klangs. Viele Worte, deren Wirkung wir natürlich später in der Praxis überprüfen werden.

CD-Player im geöffneten Zustand

Auf der Oberseite des SC-C70MK2 sitzt, wie bereits eingangs erwähnt, der CD-Player. Er ist formschön eingelassen in die gebürstete Aluminiumplatte. Um den Disc-Player und den Nutzer wirksam zu schützen, besitzt der CD-Player eine magnetische Abdeckung. Möchte man eine Disc einlegen oder wechseln, kann der CD-Deckel einfach weggeklappt werden. Um auch in der Dunkelheit gut auszusehen, ist der CD-Spieler mit einer Beleuchtung ausgestattet. Wiedergeben kann der Player alle Audio-CD sowie CD-R/CD-RW in CD-High-Res Re-master Qualität.

Wie schon kurz beschrieben, verfügt die Panasonic Anlage zusätzlich über einen DAB+/DAB Radiotuner. DAB steht für „Digital Audio Broadcasting“, also die digitale Verbreitung von Audiosignalen über Antenne (Terrestrik). DAB+ ist die Weiterentwicklung von DAB in optimierter digitaler Audiokomprimierung. Das „+“ steht somit für die moderne Übertragung in bester Tonqualität, die zudem Platz lässt für vielfältige programmbegleitende Zusatzinformationen ("Slideshow“ auf dem Display). Um eine tadellose Wiedergabequalität zu erreichen, befindet sich im Lieferumfang eine FM/DAB+ Wurfantenne.

Um dem Nutzer die maximale Flexibilität zu bieten, verfügt das "Kompaktsystem deluxe" über eine Vielzahl von Wiedergabemöglichkeiten. Zusätzlich zu CDs und Radio ist ein Google Chromecast-Modul integriert, das über die Google Home App angesteuert wird. Chromecast unterstützt eine breite Palette von Musik-Streaming-Diensten. Einfach ist es zudem, das System in ein Google Home-basiertes Multiroom-Setup einzubinden.

Darüber hinaus ist die Technics-Anlage auch direkt mit Spotify Connect und Deezer kompatibel. Eine Internet Radio-Plattform zählt genauso zu den Ausstattungsmerkmalen. Zusätzlich bringt das Ottava-System Apple AirPlay 2, Bluetooth und natürlich Wi-Fi mit. Musik aus dem Netzwerk und von USB-Speichermedien kann wiedergegeben werden. Am analogen oder am optischen Eingang kann man externe Quellen anschließen. 

CD-Player im geschlossenen Zustand

Sensorbedienelemente auf der Oberseite

Auf der Oberseite des Lautsprechers befinden sich die Bedienelemente mit Sensorsteuerung. Auf der massiven Aluminiumplatte sind im einzelnen Elemente für das Abspeichern bzw. Abrufen von Radiosendern präzise eingelassen. Mittels der FAV Taste kann man die Favoriten aufrufen, und mit der Select Taste ist es möglich, die Eingangsquelle zu wechseln. Die Play/Pause- und die Stop-Taste dürften selbsterklärend sein. Mittels der Pfeiltasten kann man den Titelsprung vor- oder rückwärts vornehmen  Unter diesen Sensorbedienelementen ergänzen noch zwei schmucke Aluminium-Taster für die Lautstärkeregelung das Sortiment. Auf der linken Seite des Kompaktsystems befindet sich der On/Off Taster, mit dem der Lautsprecher zum Leben erweckt oder bei Nichtnutzung ausgeschaltet werden kann.

On/Off Taster aus Aluminium

Sehr hohe Verarbeitungsqualität

Um den Namen Technics auch gerecht zu werden, begeistert das SC-C70 mit einer überragenden Verarbeitungsqualität. Die Oberseite besteht aus einer massiven und gebürsteten Aluminiumplatte. Auf der Vorderseite ist der akustisch optimierte Lamellen-Frontgrill angebracht. Dahinter sitzt das Lautsprecherabdeckgitter, ebenfalls aus Metall gefertigt. 

Display an der Frontseite

An der Front, eingebettet von den akustisch optimierten Lamellen, sitzt das mehrzeilige Display. Dieses informiert den Nutzer, welcher Titel und von welchen Künstler gerade abgespielt wird, natürlich in Laufschrift. Zusätzlich informiert das Display noch über den gewählten Eingang sowie die Lautstärke. Ob eine Verbindung zum Netzwerk besteht, wird ebenfalls angezeigt.

Rückansicht des Ottava f SC-C70MK2

Wenden wir uns nun der Rückseite des kompakten Wiedergabegerätes zu. Links und rechts sind die beiden Bassreflexrohre zu sehen. Auf der Rückseite befinden sich auch die Anschlüsse des Komplettsystems. Links im Bild zu sehen ist das Stromanschluss und daneben befindet sich der analoge Aux-In Anschluß. Das Stromversorgungssystem der SC-C70MK2 hat unabhängig voneinander installierte Schaltnetzteilkreise. Die gegenseitige Beeinflussung wird so verhindert und die Verschlechterung der Klangqualität durch Rauschen oder Stromversorgungsschwankungen verringert.

Weiterhin befinden sich der optische Digitaleingang, der Netzwerkanschluß sowie ein USB-Anschluß auf der Rückseite. Natürlich besitzt das SC-C70MK2 auch ein integrierten WLAN Modul, zum kabellosen einbinden in das heimische Netzwerk. Einen HDMI-Anschluß für den TV vermissen wir allerdings auf der Rückseite und ein separater Subwoofer kann ebenfalls nicht angeschlossen werden. Beides würde die Flexibilität weiter steigern.

Anschlüsse im Detail 

Im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung

Ebenso vielfältig wie die Wiedergabemöglichkeiten gestaltet sich die Bedienung des SC-C70MK2. Das System kann mit der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung gesteuert werden. Die Fernbedienung macht optisch einen soliden und hochwertigen Eindruck, auch wenn sie komplett aus Kunststoff besteht. Aluminium wäre hier die bessere, wenn auch teurere Wahl gewesen. Die Tasten haben einen vernünftigen Druckpunkt und sind nicht zu schwer oder zu wackelig konzipiert.

Dank der Chromecast Kompatibilität stehen dem Nutzer zahlreiche Online-Dienste zur Verfügung. In diesem Punkt möchten wir uns um die Ersteinrichtung kümmern und haben deswegen zahlreiche Screenshots von den Apps gemacht. Wichtig ist hier zu wissen, dass man zwei Apps benötigt. Zum einen die Google Home App sowie die Technics Audio Center App:

Die Startseite der Technics Audio Center App

Hier können wir eine zuvor eingerichteten Lautsprecher auswählen oder einen neuen Lautsprecher einrichten

In diesem Punkt kann der Nutzer auswählen, welches Produkt er einrichten möchte

Nun muss unser SC-C70MK2 mit dem Stromnetz verbunden werden

Hier muss bestätigt werden, ob das Display des All-In-One Speaker blinkt. Dies ist für die Ersteinrichtung wichtig

Sollte das Display nicht blinken, erklärt die App, was zu tun ist

In diesem Schritt erfolgt die Einrichtung weiter über die Google Home App

Unsere Google Home Übersicht

Wir wählen "Neues Gerät einrichten" aus

Hier können verschiedene Gruppe angelegt werden

Für die Ersteinrichtung muss auf dem Smartdevice Bluetooth aktiv sein

Nun startet der Suchlauf nach neuen Geräten

Unser SC-C70MK2 wird sofort gefunden

Es wird ein Testton an die SC-C70MK geschickt, um die Verbindung zu überprüfen

In diesem Anschnitt kann der Raum gewählt werden, in dem das System betrieben werden soll

Das Heimnetzwerk muss jetzt ausgewählt werden

Überprüfung der Einstellungen

Die Ersteinrichtung mit der Google Home App sind jetzt abgeschlossen und wir wechseln wieder zur Technics Audio Center App. Die App in der Übersicht

Quellenauswahl in der App

Die Wiedergabe von einem Musikserver ist ebenfalls möglich

Einstellungsmenü des SC-C70MK2 1.

Die Re-Master Funktion wird verwendet, weil bei der Signalkompression Hochfrequenzsignale im Frequenzband von Bluetooth- und Internet-Radioquellen häufig verloren gehen. Die Signalverarbeitung der JENO-Engine wird von Technics eingesetzt, um dieses Manko zu kompensieren, indem die Reichweite des Frequenzbandes auf CD-Niveau (bis 20 kHz) anzuheben.

Mittels eines Equalizers können eigene Einstellungen an der Akustik vorgenommen werden

Weitere Einstellungsmöglichkeiten 1

Weitere Einstellungsmöglichkeiten 2

Für eine optimale Klangqualität in jeder Hörumgebung verfügt die SC-C70MK2 über die Kalibrierungssoftware "Space Tune". Diese korrigiert Parameter über das eigene Netzwerk und ermöglicht eine individuelle Soundanpassung an die jeweilige Raumsituation. Space Tune bietet einen optimierten Sound für die jeweilige Umgebung mit voreingestellter Klangregelung. Der Anwender kann zwischen drei Aufstellvarianten auswählen: Aufstellung im Raum, Aufstellung wandnah oder Aufstellung im Eck. Wer sich aber mit diesen Presets nicht zufrieden geben möchte, der kann auch den Raum und die Umgebung, individuell einmessen lassen. 

Verschiedene Töne werden jetzt vom Panasonic System wiedergegeben. Ähnlich der Einmessung eines AV-Receivers

Nachdem wir die Umgebung des Lautsprechers eingemessen haben, starten wir jetzt mit der Einmessung unserer Hörposition. Dazu fordert uns die App auf, die Hülle vom iPhone zu entfernen und das Mikrophon des iPhone Richtung SC-C70 zu halten

Einmessung und Berechnung der Hörposition

Hier die Ergebnisse unser Einmessung

Die Ersteinrichtung gelang in unseren Fall wieder problemlos. Durch die integrierte Chromecast Technologie muss der Nutzer aber mit der Google Home App und dem Technics Audio Center arbeiten. Selbsterklärend wird der Nutzer durch die Erstinstallation geführt. Hervorzuheben bei der Technics OTTAVA f SC-C70MK2 ist die "Space Tune" Einmessung.

Klang

Als erstes möchten wir generell auf die akustischen Fähigkeiten des SC-C70Mk2 eingehen. Denn von diesen sind wir absolut begeistert. Besonders bei wandnaher Aufstellung oder der Aufstellung im Eck wird ein voluminöser Bassbereich geboten. Durch die Space Tune-Funktion aber "schaukelt" der Bassbereich nicht unangenehm auf. Vielmehr bleibt das Gehörte erstaunlich präzise, zugleich aber nachdrücklich. Auch, wenn man aufgrund der doch kompakten Abmessungen keine Wunder erwarten kann, ist der Tiefgang hervorragend. Kaum ein anderes vergleichbares Gerät in dieser Preisklasse kann hier mithalten. Die Leistungsdaten zeigen auf, dass durchaus Kraft vorhanden ist: 2 x 30 Watt, also 60 Watt, für die Frontkanäle, plus 40 Watt für den Subwoofer. 100 Watt demnach insgesamt, in der Praxis würde man eher mehr als weniger Leistung vermuten. Denn auch die gebotene Räumlichkeit und die souveräne Art, wie diese dargebracht wird, zeugt von gekonnter Abstimmung und reichlich vorhandener Endstufenleistung. Höhere Pegel gehen nahezu ohne Verzerrungen von der Hand, sodass man sogar mit rund 75 Prozent der maximalen Lautstärke entspannt hören kann. Beeindruckend ist aber auch das Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich. Hier schwächeln viele dieser kompakten Multitalente und Tabletop-Streaminglautsprecher. Das Ottava-System aber macht vor, wie es geht: Selbst Klassik oder Jazz kann man nicht nur bedenkenlos hören, sondern das Hören macht auch Freude. Gut, dass man einen echten Vorteil hört, wenn Hi-Res-Dateien wiedergegeben werden, das wäre zuviel verlangt für so ein System. Sehr wohl aber kann das Technics-System zeigen, ob man eine extrem hochwertige oder eben nur eine gute Aufnahme vor sich hat. Dazu reicht das, was an maxiomaler Transparenz und Brillanz offeriert wird, bestens aus. Die Loslösung des Klangs vom Gerät gelingt ebenfalls erstaunlich gut. Der Bühnenaufbau z.B. bei einem Live-Konzert erscheint in allen Dimensionen realistisch. Auch der Beifall der Zuhörer wird authentisch eingearbeitet. 

Nun möchten wir uns aber einzelnen Beispielen widmen und da die Wiedergabemöglichkeiten so vielfältig sind, starten wir unsere Testreihe mit der Wiedergabe von DAB+. Wir starten dazu Antenne Bayern, auf dem gerade "Just like Fire" von Pink abgespielt. Kraftvoll und klar spielt hier die Technics Anlage auf. Der Bass wird satt und kontrolliert in den Hörraum abgegeben. Die Stimmwiedergabe von Pink ist vorzüglich: Natürlich und authentisch, zudem, wie schon oben erwähnt, löst sich der Klang sehr gut von den Chassis.

Weiter geht es mit der Wiedergabe von Spotify. Wir möchten jetzt die Technics OTTAVA f SC-C70MK2 etwas herausfordern und lassen das gefühlvolle Stück "In loving memory" von Alter Bridge abspielen. Wir sind sofort von der absolut gelungenen Stimmwiedergabe des Ausnahmekünstlers Myles Kennedy gefesselt, die uns das OTTAVA f SC-C70MK2 präsentiert. Das Komplettsystem zeigt hier sofort sein Vorzüge auf: Das ausgezeichnete Auflösungsvermögen, der in allen Situationen souveräne, angenehme Klang und natürlich auch die akkurate Staffelung mittlerer Frequenzen. 

Jetzt legen wir noch "eine Schippe drauf" und spielen der OTTAVA f SC-C70MK2 "Shallow" von Lady Gaga und Bradley Cooper, ebenfalls durch Spotify, zu. Auch hier sind wir begeistert, wie natürlich und authentisch dieser Titel wiedergegeben wird und möchten auch hier Bestnoten vergeben. Der Titel startet mit der Gesangeinlage von Bradley, begleitet von seiner Gitarre. Beides klingt so authentisch, wie wir es von einer solchen Komponente selten erlebt haben. Auch feine Nuancen werden hier abgezeichnet. Als kurze Zeit später Lady Gaga loslegt, ergreift uns der Titel noch mehr. Gerade dieses leicht Rauchige und Schmutzige in ihrer Stimme, bildet die OTTAVA f SC-C70MK2 für ein System dieser Preisliga nahezu perfekt ab. Schließt man die Augen und lauscht dem Titel, könnte man meinen, man sitzt mit beiden auf der Bühne. Selbst das Grundrauschen des Mikrofons von Bradley ist wahrnehmbar. 

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe "Ready or not" von den Fugees. Der schon fast legendäre Titel von Wyclef Jean, Lauryn Hill und Pras Michel gefällt der Technics-Analge offenbar sehr gut. Die nicht ganz unkritische Stimme (gerade im Hochtonbereich) von Lauryn Hill wird tadellos dargeboten. Auch als die anderen Mitglieder mit ihren Raps einsteigen, bleibt die OTTAVA f SC-C70MK2 souverän und liefert eine perfekte Wiedergabe ab. 

Zum Abschluß unserer Klangtestreihen möchten wir aber wissen, wie es um den eingebauten CD-Player bestellt ist. Nach Einlegen der Disc vergehen ca. 6 Sekunden, bis die Compact Disc abspielbar ist. Wir starten die Wiedergabe  von "And I Love Her" von Pat Metheny, das Original stammte von den Beatles. Bei der Version von Pat Metheny geht es um die reine Akustik der Instrumente und kommt deswegen ohne Gesang aus. Auch hier gefällt uns die Technics Komponente sehr gut. Die Akustikgitarre von Pat wird sehr schön abgebildet und klingt absolut natürlich und wird mit allen Facetten wiedergegeben.

Konkurrenzvergleich

Die Technics-Anlage offeriert einen hohen Standard, trifft aber auf starke Konkurrenz.

Denon Home 350: Der mit 699 EUR günstigere, größte Tabletop-Streaming-Lautsprecher von Denon liefert eine eindrucksvolle Leistung ab und bleibt in seier Klasse nach wie vor eine große Kaufempfehlung. Er ist allerdings ein reiner Streaming-Lautsprecher (basierend auf der Heos-Plattform von Denon und Marantz), bringt demnach weder CD-Laufwerk noch DAB-Radiotuner mit. Die enorm leistungsstarken Endstufen sichern einen kraftvollen und zugleich exakten Bass. Was das Auflösungsvermögen anbetrifft, gefällt uns das Ottava-System noch eine Idee besser, auch die überragende Materialqualität liegt über der des Denon. 

Bluesound Pulse 2i: Aktuell ist der größte Bluesound All-In-One-Lautsprecher für 779 EUR zu haben. Mit 150 Watt besitzt er noch mehr Leistung als die Technics-Anlage. Das sichert eine exzellente Pegelfestigkeit, die man einem so kompakten Lautsprecher nicht zugetraut hätte. Auch die komfortabel und zuverlässig agierende App und die MQA-Kompatibilität überzeugen. Verarbeitet ist der Pulse 2i deutlich einfacher als das Ottava-System, aber solide und robust wirkt das Finish allemal. CD-Laufwerk oder DAB-Tuner besitzt der Pulse 2i nicht. 

Fazit

Kommen wir nun zum Ende unseres Test und stellen uns die Frage: Konnte uns die Technics OTTAVA f SC-C70MK2 überzeugen? Dies dürfen wir auf jeden Fall bejahen, und die Technics-Komponente überzeugte nicht nur den Tester selbst, sondern die Mitglieder der gesamten Redaktion. Natürlich sind die knapp 880 Euro Kaufpreis nicht gerade wenig, sieht man sich aber an, welch ein Materialaufwand hier betrieben wurde und was die SC-C70MK2 sonst noch alles ins Wohnzimmer mitbringt, kann man den Preis als absolut gerechtfertigt ansehen. Klanglich begeisterte uns die All-In-One Anlage in allen Belangen: Ausgewogen, lebendig, mit feiner Auflösung und ausgezeichneter Pegelfestigkeit. 

Alleskönner in edlem Gewand: Die Technics Ottava SC-C70MK2 setzte im Test Maßstäbe bei Klang, Ausstattung und Verarbeitung
Gesamtreferenz All-In-One-Systeme Oberklasse
Test 04. Dezember 2020

 

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Redaktion: Carsten Rampacher
Datum: 04. Dezember 2020

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