XXL-TEST: HiFi-ROSE RS520 - der All-In-One-Streaming-Verstärker der Meisterklasse

Klang

Rose Ra520 Front Schraeg

Erzeugt der RS520 akustische Begeisterung?

Wir haben in neutraler EQ-Stellung gehört. 

"Ain't No Sunshine" (Eva Cassidy" wird mit überragender Ausdruckskraft in den Hörraum transportiert, und zwar schon, bevor Eva ihre charismatische Stimme erhebt. Jedes akustische Element sitzt exakt an der richtigen Stelle, und der enorm ausladende, zugleich bestechend präzise Bass setzt hier klar Maßstäbe. Sicherlich, der RS520 kostet schon eine Stange Geld. Aber wie er sich mit den sehr leistungsstarken Endstufen hier in Szene setzt, das überrascht dann doch. Alles, wirklich alles wirkt wie aus eiem Guss, zugleich enorm fein auflösend. Das Klavier beeindruckt uns durch die hörbare Anschlagdynamik, und sämtlichen Instrumenten wird genau der passende Entfaltungsfreiraum gegeben. Klar fokussiert bleibt bei den vokalen Passagen stets Evas Stimme. 

Wir freuen uns schon wieder auf den Frühling, Grund genug, diesen zumindest innerhalb von Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" auch jetzt im Winter schon einmal für einige Minuten beim ersten Allegro einkehren zu lassen (Solisti Di Zagreb unter Alexander Perovsky). Und mit einer überwältigen Spielfreude, aber auch mit kompromissloser Präzision lauschen wir dem beeindruckenden Musikstück aus dem weltberühmten Werk. Mit transparenter Durchhörbarkeit und einer unnachahmlichen Finesse macht sich das südkoreanische Talent daran, uns größtmögliche musikalische Freude zu bereiten. Ganz gleich, ob Streicher oder Cembalo, hier passt schlichtweg alles, und die gebotene Auflösung ist zu jedem Zeitpunkt für die gehobene Preisklasse optimal.

Klassisches klingt so gut, dass wir gleich die Ouvertüre aus W.A.Mozarts "Figaros Hochzeit" nachlegen - hier läuft der RS520 ein weiteres Mal zu elitärer Form auf und belebt jedes Instrument des Orchesters bis ins Detail. Neben dieser unglaublich präzisen Arbeit beeindruckt jedoch zugleich die für die Preisklasse schon Maßstäbe setzende Homogenität, mit der hier gearbeitet wird. Immer ist man geneigt, noch lauter, noch intensiver zu hören, weil es schlichtweg so viel Vergnügen bereitet. Und auch bei wirklich imposanten Pegeln ist der RS520 noch in der Lage, Einzelheiten selbst im musikalischen Hintergrund fließend einzuarbeiten. Die lieblichen Klänge der Ouvertüre kommen mit viel Feinsinn und mit sensiblen Konturen ebenfalls überragend heraus. 

Nun geht es richtig "zur Sache". Der Imperial March (John Williams), nicht nur für Str Wars-Fans Legende, gespielt von den Wiener Philharmonikern, steht auf dem Programm. Hier geht der HiFi-ROSE RS520 eine Idealverbindung mit den Rubikore 8 ein. Unglaublich, mit wieviel präziser Substanz agiert wird, ganz gleich, was man aktuell sonst tut, hier wird man, salopp gesprochen, "zum Zuhören gezwungen". Man kann sich der von atmosphärischer Dichte geprägten Faszination nicht entziehen, mit soviel Schwung und Präzision kommt jede Instrumentengattung innerhalb des großen Orchesters heraus. Und immer behält der RS520 die passende Balance. Klar wird es gerade im Hochton- oder auch im Bassbereich schon einmal prägnant, aber mit unglaublicher Sicherheit artet diese Prägnanz nie in zu schrille oder metallische Töne aus. 

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Bei der Jungle Cruise-Version des Metallica-Klassikers "Nothing Else Matters" kann sich der RS520 in den folgenden Minuten austoben. Die Klarheit und die Feinfühligkeit, mit der dieser Titel direkt von Beginn an präsentiert wird, erzeugt bei uns eine Gänsehaut. Wir hören nicht nur, wir fühlen diesen Track, und die Perfektion bei der Wiedergabe nährt die Hoffnung, dass diese auch bei den teils sehr deutlichen dynamischen Sprüngen ihre Fortsetzung findet. Und der RS520 enttäuscht uns nicht, sondern entfaltet ein äußerst kraftvolles Klangpanorama, und das in Pegelregionen, die viele auch teurere Verstärker kaum mitgehen können. Wuchtig, aber immer mit exakter Kontur, lässt der Streaming-Verstärker sämtliche Anteile durch den Hörraum donnern, und das mit einer unbestechnlich guten Räumlichkeit. 

"Till Tomorrow"(Till Brönner & Yello) entfaltet einen unglaublich umfassenden, akustischen Reiz, wenn unsere Kette mit der Wiedergabe beauftragt wird. Sehr kraftvoll, aber trotzdem zu jedem Zeitpunkt in der Lage, Filigranitäten von Tills Trompete blitzschnell zu berücksichtigen, ist der RS520 zur Stelle. Die enorme räumliche Tiefe und Weite kennen wir bereits von anderen Titeln, die wir zuvor hören konnte. Der Bass kommt genau auf den Punkt, und hat einen herausragenden Nachdruck. Ändern sich die dynamischen Verhältnisse im Song, so ist der HiFi-ROSE Streamingverstärker sofort in der Lage, dies umzusetzen. Kleine klangliche Details werden über den gesamten Wiedergabebereich exzellent präsentiert. 

Wir machen weiter mit "Resonance" von Boris Blank. Als Lautsprecher setzen wir auf unsere "kampferprobten" Dali Rubikore 8, die durch ihre enorme Homogenität und Klarheit schon oft ihre Klasse bewiesen haben. Auch diesmal gehen sie ihrem Job wieder hervorragend nach, und der HiFi-ROSE RS520 liefert satte, klare Kraft. Er ist vielen anderen Stereo-Streamingverstärkern durch seinen wuchtigen, zugleich extrem präzisen Antritt überlegen. Er schiebt an wie eine riesige unsichtbare Hand, entfaltet dabei ein grandioses Maß an Weitläufigkeit, die allzeit präzise gestaffelt im Hörraum zur Geltung gebracht wird. Alternierende Effekte kommen mit exakten Konturen heraus, und dynamische Differenzen arbeitet das Device mit unglaublicher Geschwindigkeit und allzeit passender Wirkung ein. 

Natürlich haben wir für den finalen Test noch weitere Klangtestreihen durchgeführt.

"Moonraker", gesungen von Shirley Bassey, ist der Titelsong des gleichnamigen 007-Films. Und wir sind überrascht, wie detailreich und sauber ausbalanciert der Song erklingt, wenn der HiFi-ROSE RS520 die Wiedergabe übernimmt. Man mag gar nicht ans Alter des Titels denken, so gut, so komplett und lebendig wirkt jede akustische Facette. Nur, dass bei gehobenem Pegel die Stimme leicht schrill und unausgewogen wird, deutet darauf hin, dass die damalige Aufnahme heutigen Maßstäben nicht mehr genügt. Die impulstreue, souveräne Darstellung weist ansonsten keinerlei Schwächen auf und belegt eindrucksvoll, warum der RS520 zu den besten uns bekannten Streamingverstärkern gehört. 

"Vivo Per Lei" (Andrea Bocelli) begeistert sofort - das Klavier und Andreas charismatische Stimme werden überragend erfasst, und auch, als Georgia mit ihrer Stimme mit eingreift, schafft der RS520 eine einwandfreie Differenzierung der vokalen und der instrumentalen Elemente. Die räumliche Ausbreitung des Klangs ist exzellent, und wie wir es von anderen Titeln, die wir bereits angehört haben, kennen, ist ein sehr stabiles tieffrequentes Fundament vorhanden, auf dem das restliche akustische Geschehen fußt. Trotzdem überlagert der kräftige Bassbereich nie andere akustische Elemente, sodass sich die Stimmen vollkommen frei entfalten können. 

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Die 2018er Remaster-Version von "Live And Let Die" (Paul McCartney & Wings) steht jetzt an. Die Talente des RS520 werden auch hier wieder von der ersten Sekunde der Wiedergabe an deutlich. Mit ordentlich Nachdruck, exakt serviert, geht der Streaming-Vollverstärker seinen Job an, dabei vergisst er es aber auch nicht, in den langsameren Passagen viele Details zu zeigen. Der straffe, zugleich voluminöse Bass liefert stets den passenden Unterbau, und die teils heftigen Dynamiksprünge im Titel werden mit vorbildlicher Impulstreue serviert. 

Das 2023er Remaster des Klassikers "West End Girls" von den Pet Shop Boys ist akustisch sehr gut gelungen. Deutlich mehr Nachdruck, bessere Durchhörbarkeit, eine hörbar klarere Stimmwiedergabe und ein lebendiger Bassbereich zeichnen diese Variante aus. Der RS520 stellt diese ganzen Vorzüge mit kompromissloser Überzeugungsarbeit dar, und schon direkt, nachdem der Track angefangen hat, fühlt man sich inmitten einer musikalischen Ikone aus der eigenen Kindheit. Der Rhythmus hat in jeder Sekunde die richtige Balance, und er wird mit untadeliger Impulstreue präsentiert. 

Bei "It's a Shame" (DJ Klaas Cover) kann der RS520 einmal mehr mit seinen enormen Leistungsreserven punkten. Er schiebt mächtig an und stellt damit klar unter Beweis, dass er auch im großen Hörraum um die 40 Quadratmeter verwendet werden kann. Ohne jeden Anflug von Verzerrungen werden hohe Pegelregionen erreicht, und die ausgewogene Grundcharakteristik des Klangs ändert sich praktisch nicht. Der Bass weist die richtige Härte auf, und die Räumlochkeit ist hinsichtlich Weite und Tiefe absolut überzeugend. 

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