XXL-TEST: Denon AVC-X3800H - nicht auf dem falschen Fuß zu erwischender Mehrkanal-Champ für 1.699 EUR

Fernbedienung

Remote in schwarzem Finish

Eine typische Denon-Fernbedienung in bestens bekannter Optik liegt dem AVC-X3800H bei. Ganz oben kann man die Hörzone aussuchen und das Gerät in den Standby-Modus schalten. Es folgen die Tasten für die jeweiligen Eingänge/Quellen, das Heos-Modul und die Internet-Radio-Funktion haben jeweils auch eine eigene Taste. Darunter kommen dann Wipptasten für Channel/Page sowie Lautstärke hoch/runter, die mittlerweile obligatorische Eco-Funktion zum Stromsparen mit limitierter Endstufenleistung und, darunter liegend, die Mute-Taste.

Die Buttons "Info" sowie "Option" sind als nächste an der Reihe, bevor das zentrale Bedien- und Steuerungselement in Form des Navigationskreuzes in den Fokus tritt. Wieder unter dem Navigationskreuz sind die Tasten "Back" und "Setup". Elementare Bedienelemente für den Spielbetrieb, die HDMI Out- und die Sleep-Taste sind eine Reihe tiefer angeordnet.

Darunter wiederum die vier Quick Select-Knöpfe, und ganz unten wird es noch einmal wichtig. Hier nämlich kann man die Sound Modes umschalten - Movie, Music, Game sowie Pure sind jeweils farblich markiert. Insgesamt eine unspektakuläre Fernbedienung, die recht übersichtlich auftritt, ordentlich verarbeitet ist und gut in der Hand liegt. Arbeitswinkel udn Reichweite geben auch keinen Anlass zur Klage. 

Erste Einrichtung

Einrichtungsassistent

Ausführliche Erläuterungen und Hilfetexte

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Was ist alles vorhanden, was gibt es separat?

Hilfe beim Lautsprecheranschluss - in hoher Auflösung optisch attraktiv

 

Die erste Einrichtung des Gerätes beginnt über die Auswahl der Sprache. Danach folgt ein Screen, in dem ein Hilfetext erklärt, wozu der Einrichtungsassistent gut ist. Hilfetexte ziehen sich wie ein roter Faden quer durch den Assistenten für die erste Einrichtung, was wir sehr begrüßen. Es folgt eine Übersicht mit allen Teilen, die für die erste Installation notwendig sind. Diese Übersicht ist unterteilt in inkludiertes Zubehör wie die Fernbedienung oder das Einmiss-Mikrofon und in separates Zubehör und separate Komponenten wie die Lautsprecher oder ein HDMI-Kabel. 

Die Einrichtung beginnt dann mit den Lautsprecher-Einstellungen. Es folgt ein Hinweis darauf, dass die Lautsprecher des Mehrkanal-Systems alle an den korrekten Positionen im Hörraum aufgestellt sein sollten. Die richtige Verkabelung mit dem AVC-X3800H ist der nächste Punkt. Ist dies erledigt, gibt man ein, welche Boxen im Setup enthalten sind. Wiederum im Anschluss überprüft der AV-Verstärker, ob die Lautsprecher korrekt angeschlossen sind. Hierbei wird ein Testton ausgegeben, der die auf einem Bild dargestellten Boxen des Setups durchläuft. Von der Box, die gerade auf der Grafik markiert ist, sollte ein Testton ausgegeben werden. 

Lautsprecheraufstellung

Präzise Hilfestellung

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Wie schließt man die Kabel an?

Hilfestellung bei 3D Audio-Setups

Wie viele Atmos-Speaker?

Audyssey Kalibrierung

An bis zu 8 Hörpositionen möglich

Audyssey Dynamic EQ aktivieren?

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Vorbereitung für die Netzwerkintegration

Funktioniert die Verbindung?

Der AVC-X3800H ist kompatibel mit der Audyssey MultEQ Editor App

Abschluss des Einrichtungsassistenten

Nachdem dies geklärt ist, widmet sich der Assistent nun der Lautsprecher-Kalibrierung mittels Audyssey MultEQ XT32. Man sollte das mitgelieferte Mikrofon ebenso griffbereit haben wie z.B. ein Stativ, auf dem es in Ohrhöhe montiert ist. Hinweise in Bezug auf die Dolby Atmos-Lautsprecher sind ebenfalls in den nächsten Schritten enthalten, es wird extra darauf hingewiesen, dass diese circa 1,8 Meter von der Decke (Top-Firing-Module) entfernt sein sollten. Dann geht es mit den Einmessungen los, zu diesem Zweck sollte das Mikrofon zunächst an der Haupt-Hörposition auf dem Stativ Aufstellung beziehen. Insgesamt wird an bis zu 8 Punkten eingemessen. Natürlich wird mittels Text auch darauf hingewiesen, dass es, wie üblich, ruhig bei den Messungen im Hörraum sein sollte.

Dann folgen die Testtöne für die Analyse und anschließend wird kalibriert. Natürlich hat man nach den automatischen Messungen Zugriff auf die Resultate und kann manuell nachbessern, was gerade in Bezug auf die Pegel der einzelnen Boxen durchaus notwendig sein kann. Mit einbezogen in die Lautsprecher-Kalibrierung wird zudem, ob man Audyssey Dynamic EQ verwenden möchte. Diese Funktion agiert als eine Art dynamische Loudness. Ebenso vorhanden ist noch Audyssey Dynamic Volumen. Diese Funktion gleicht störende Lautstärkeunterschiede der Quelle und beim Quellwechsel aus. Der AVC-X3800H fasst alle getroffenen Einstellungen zum Schluss der Kalibrierung nochmal auf einem Screen zusammen. 

Es folgt nun die Montage der Antennen für WLAN sowie Bluetooth hinten am AV-Verstärker. Und man ahnt es schon, der Einrichtungsprozess wird mit der wahlweise drahtlosen oder kabelbasierten Netzwerkeinbindung fortgesetzt. Fürs WLAN/LAN stehen dabei unterschiedliche Optionen bereit: Verfügbare WLAN-Netzwerke suchen, WLAN-Konfiguration von iOS-Gerät kopieren (nettes Feature für Apple-User), WPS mit meinem WPS-Router benutzen, Manuell  oder LAN via Netzwerk-Kabel verwenden. Es folgt dann die Verbindung mit dem entsprechenden Netzwerk sowie der Check mittels Tonausgabe, ob alles funktioniert. Anschließend kan man einen Namen für den AVC-X3800H im Netzwerk eingeben, die Netzwerksteuerung aktivieren (wichtig, wenn man Apps benutzen möchte), die automatische Update-Funktion (für Firmware-Updates) aktivieren und die Zeitzone auswählen.

Was bleibt innerhalb des Assistenten für die erste Einrichtung, sind das Herstellen einer Verbindung zwischen AV-Verstärker und Fernsehgerät sowie das Anschließen etwaiger Quellgeräte. Zum Schluss folgt ein Hinweis über die vorhandenen mobilen Apps zur Steuerung (Heos sowie AVR Remote). Insgesamt müssen wir Denon auch diesmal wieder loben - die Einrichtung erfolgt verständlich und übersichtlich. Leise Kritik gibt es nur an Audyssey MultEQ XT32, hier muss man gerade in Bezug auf die automatisch ermittelten Pegel der einzelnen Boxen schon nachoptimieren. 

Menüs im täglichen Betrieb

Setup

Setup - Audio

Video-Einstellungen

HDMI-Setup

Audyssey-Einstellungen

Auch für den täglichen Betrieb steht das übersichtliche und sehr gut auflösende GUI natürlich zur Verfügung. Jederzeit kann man auch hinsichtlich der Einrichtung manuell Veränderungen vornehmen. Das Menü für die Einrichtung ist unterteilt in: Audio, Video, Eingänge, Lautsprecher, Netzwerk, Heos-Konto, Allgemein sowie Einrichtungsassistent (sollte man diesen nochmals benötigen, weil man den AVR z.B. neu konfigurieren und in einem anderen Raum aufstellen wollen). 

Im Audio-Menü hat man Zugriff auf die Anpassung des Subwoofer-Pegels, die Surround-Parameter, den Restorer (der stark komprimierte Musikdateien akustisch aufwertet), die Lautstärke, die Audyssey-Einstellungen und auf einen grafischen EQ. 

Im Video-Menü finden sich die HDMI-Konfiguration, die Ausgabe-Einstellungen, Einstellungen zum OSD, zum Bildschirmschoner sowie zum 4K/8K Signalformat, der HDCP-Kompatibilität und zum TV-Format. 

Audyssey Ergebnisse überprüfen - Abstand, für Pegel ebenfalls verfügbar 

Netzwerkeinstellungen

Weitere Optionen unter "Allgemein"

Im Eingangs-Menü kann man die Eingänge entsprechend zuordnen, Quellen umbennnen, Quellen ausblenden und den Eingangspegel regeln. Im Lautsprecher-Menü kann man wählen zwischen den manuellen Einstellungen (z.B. Lautsprechergröße, Abstand vom Hörplatz, Pegel manuell definieren) und der automatischen Audyssey-Einmessung. 

Im Netzwerk-Menü finden sich die Reiter Informationen, Verbindung, Einstellungen, Netzwerk-Steuerung, Netzwerk-Name, Diagnose, AirPlay, Spotify Connect sowie WLAN und Bluetooth. Im Menü Heos-Konto stehen zur Verfügung: Ich besitze ein Heos-Konto, Konto erstellen und Passwort vergessen. 

Es folgt das Menü "Allgemein" mit den folgenden Sub-Menüs: Sprache, Bedienungsanleitung, ECO, Bluetooth-Transmitter, ZONE2 einrichten, Zone umbenennen, Quick Select Name, Front-Display (Einstellung der Helligkeit) sowie Firmware.  Um zur Bedienungsanleitung zu gelangen, wird ein QR-Code mittels Smartphone-Kamera gescannt. 

Heos-App

Denon AVR mit der HEOS App ins Netzwerk integrieren

HEOS ist nicht nur auf Denon-Komponenten verfügbar, daher muss man hier die gewünschte Brand wählen

Um was für eine Komponente handelt es sich?

Der AVC-X3800H wurde gefunden

Übersicht über die verfügbaren Dienste

Internetradio

Auch die Eingänge können mit der HEOS App ausgewählt werden

Hat man bereits ein Heos-Konto und schon mit Heos-Devices gearbeitet, ist die ganze Integration recht zügig erledigt und gibt kaum Rätsel auf. Vor mittlerweile geraumer Zeit wurde die Heos-App optisch überarbeitet und aufgefrischt. Nun sieht sie modern und zugleich schnörkellos aus. Nichts lenkt vom Wesentlichen ab. Nach wie vor ist die HiRes-Audio-Kompatibilität zu Flac, ALAC und WAV (bis 192 kHz/32-Bit und zu DSD (2,8/5,6 MHz) gegeben. Es fehlen MQA und DSD 11,2 MHz. MP3, WMA und AAC stehen bei den komprimierten Dateiformaten zur Verfügung. 

Mittels Heos kann man direkt auf relevante onlinebasierte Musikdienste zugreifen, wie zum Beispiel Spotify Connect (direkter Zugriff auf die Spotify-App auf dem Smart Device), Tidal (kein Tidal Connect, die Tidal App läuft innerhalb der Heos App, daher muss man sich hier einmalig anmelden mit den Accountdaten), Tune In Internetradio, Amazon Music, deezer, naptster und Soundcloud sind ebenfalls in der Heos-App per Button anwählbar. Zudem kann man auf Musik zugreifen, die auf dem jeweiligen Smart Device, auf dem die App läuft, vorhanden ist. Auch natürlich auf Musik aus dem Netzwerk, die von PCs, Macs, Notebooks, Home Servern oder NAS-Systemen kommen kann. Ebenfalls möglich ist es, Musik von USB abzuspielen. 

Zusammenfassung

Der Denon AVC-X3800H präsentiert sich als sauber verarbeiteter, voll ausgestatteter AV-Verstärker im beliebter Neunkanal-Konfiguration. Das umfangreiche Decoder-Sortiment und der hilfreiche Assistent für die erste Einrichtung sind ebenso Pluspunkte wie die moderne HDMI-Sektion. Nun aber gehen wir der Frage nach: Wie klingt der AVC-X3800H?

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