XXL-SPECIAL: Viele Bilder der neuen Reference-Serie direkt bei Canton und Höreindrücke zur Reference 1

Höreindrücke Canton Reference 1

Schon auf der High End 2023 konnten wir die Canton Reference GS hören. Nun, während unseres Besuchs bei Canton, ergänzen wir unsere Eindrücke um die Reference 1, der wir uns jetzt zuerst zuwenden.

Canton Reference 1 Paar 1

Setup mit Reference 1

Canton Reference Setup 2

Gesamtes Setup

Cambridge Audio Edge 1

Zuspieler: Cambridge Audio Edge NQ Vorstufe/DAC/Streamer und 2 x Edge M Mono-Block

Cambridge Audio Edge NQ

Edge NQ mit großem Farbdisplay

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Diana Kralls „The Look Of Love” liegt den Reference 1. Sie spielen schon beim instrumentalen Intro räumlich dicht und zugleich mit mustergültiger Klarheit auf. Als dann Dianas Stimme die Akustik ergänzt, sind wir sehr angetan, wie präzise die vokalen Konturen auf den Punkt gebracht werden. Klar, das ist noch nicht die Serienversion der Reference 1 – aber schon dieses frühe Modell spielt kultiviert und zugleich mit hervorragend dosierter Dynamik auf, sodass das Zuhören eine enorme Freude bereitet. Die Pegel spielen kaum eine Rolle, so souverän agiert die große Canton-Box. Auch, wenn man ordentlich aufdreht, bleibt alles „im Lot“, der Klang auf eine angenehme Art gelassen, in einem passenden räumlichen Gewand.

„You Only Love Me“ von Rita Ora bietet schlichtweg alles, was auch enorm anspruchsvolle Musikliebhaber schätzen, wenn die Reference 1 die Wiedergabe übernimmt: Einen sensationellen Bass, druckvoll, räumlich nahezu perfekt, mit einer überragenden Präzision.  Die Stimme Ritas wird zudem exzellent einarbeitet, und hebt sich stets vom akustischen Rest ab. Immer ist die Räumlichkeit exzellent, die Reference 1 füllt auch große Hörräume nahtlos mit einem emotionalen, plastischen Klangbild.

Canton Reference 1 Front 2

Die Reference 1 spielt mit enormer Räumlichkeit auf

Der 007-Titelsong „No Time To Die” von Billie Eilish stellt durchaus einige Herausforderungen an die Elektronik-Kette und an den Lautsprecher. Billies teilweise zerbrechlich wirkende Stimme mit vielen subtilen Nuancen lebt regelrecht, kleine dynamische Differenzen in der vokalen Präsenz erfassen die Reference 1 umgehend. Das Piano mit der Anschlagdynamik und der sich parallel aufbauende akustische Rest werden von den Canton-Boxen sehr differenziert präsentiert. Jedes Klang-Element ist am richtigen Ort, was bilanzierend zu einem sehr tiefgehenden und eindrucksvollen Gesamterlebnis führt. Die Loslösung von Billies Stimme von den Lautsprechern und die freie, aber sehr genaue Verteilung im Hörraum ist überwältigend – die Reference 1 spielt absolut frei auf. Wir sind sehr gespannt, wie sich dann erst das im Herbst kommende finale Serienmodell anhört.

Wir bleiben bei den 007-Titelsongs, gehen allerdings einige Jahrzehnte zurück. Shirley Bassey bringt uns den Titelsong aus dem bei Fans umstrittenen Bond-Film „Moonraker“ näher. Auch hier trumpfen die Canton Refefence 1 wieder mit einer tollen Einarbeitung der charakteristischen Stimme von Shirley auf. Sehr klar, mit einer impulstreuen Herausarbeitung kleiner dynamischer Unterschiede, kann man hier gerne sehr genau hinhören – und wird  nichts finden, auch nicht im Detail, was höchstem Klanggenuss schädlich sein könnte. Hier passt schlichtweg jede Nuance, was zu einem sehr kultivierten, ganzheitlichen akustischen Resultat führt.

„Caruso“ (Lucio Dalla), gesungen von Jonas Kaufmann beweist uns ein weiteres Mal, wie gut die Reference 1 mit Stimmen zurechtkommt. Das jeweils Außergewöhnliche, das Spezielle und Typische einer Stimme, präsentiert sie praktisch ohne jede Einschränkung. Wer die Augen schließt, wähnt sich tatsächlich inmitten eines Live-Auftritts. Die Reference 1 minimiert die Distanz zwischen Titel und Zuhörer, maximiert eine intensive Einbindung ins musikalische Geschehen und gibt sehr exakt ausbalanciert auch die orchestralen Elemente in diesem Stück wieder.

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Auch solche Musik sollte auf einem edlen Lautsprecher Spaß machen: „Storm“ von Storm beweist, dass auch Trance-/Techno-Musik, die aus wenigen Elementen besteht, überraschend fundiert und klar ertönen kann. Hier lassen die Reference 1 ungeachtet ihres aktuellen Prototypen-Stadiums nichts anbrennen und entwickeln, angetrieben von den beiden Cambridge Audio Edge-Monoblöcken, eine enorme Performance über den gesamten Frequenzbereich. Haargenau wird der harte Bass getroffen, die akustischen Synthesizer-Elemente fliegen exakt platziert durch den Hörraum. Wie es auch zu erwarten war, löst sich der Klang exzellent von den Chassis.

„Land Of Confusion“  in der Cover-Version von Disturbed klingt so souverän, so kraftvoll, ohne zu harsch oder zu schrill zu werden – auch bei sehr beachtlichem Pegel. In dieser Güte haben wir den Track bislang noch nicht gehört. Trotzdem geht die gewollte Aggressivität nicht unter, sondern ist allzeit vorhanden und sorgt für eine intensive, zugleich räumlich weitläufige Darbietung. Der Rhythmus wird impulstreu präsentiert, die gesamten dynamischen Elemente werden ausdrucksstark dargestellt.

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