XXL-SPECIAL: Die neue PIEGA PREMIUM Gen2-LS-Serie mit den Modellen PREMIUM 701 und PREMIUM 301

In Schwarz (kleine Anmerkung: Der Lautsprecher ist rechts im Bild :-) )
Der PREMIUM 701 Gen2 ist ein Dreiwege-Bassreflexlautsprecher, der für Verstärkerleistungen von 20 bis 200 Watt pro Kanal ausgelegt ist. Er erzielt einen Wirkungsgrad von 90 dB/W/m und weist einen Frequenzgang von 34 Hz bis hoch auf 50 kHz auf - exzellent eignen sich beide neuen PREMIUM Gen2 Lautsprecher daher für die Darstellung von Hi-Res-Audio-Material. Die 50 kHz obere Grenzfrequenz gelten auch für den Regallautsprecher 301 Gen2, und auch er eignet sich für Verstärker mti 20 bis 200W Kanalleistung. Die untere Grenzfrequenz liegt hier bei 39 Hz, ein starker Wert für einen so kompakten Lautsprecher. Erwartungsgemäß sinkt der Wirkungsgrad etwas, präzise gesagt auf 88 dB/W/m.
Natürlich konnten wir auf jedem der beiden neuen PREMIUM Gen2 Lautsprecher auch schon drei komplette Musikstücke hören. Wir starten mit der PREMIUM 301 Gen2.

HiFi rose Kette

Unser Setup
Jetzt hören wir uns an, wie sich die beiden neu entwickelten Lautsprecher bei den jeweiligen Titeln schlagen.
PIEGA PREMIUM 301 Gen
Wir starten mit Allan Taylor und dem Titel "The Traveller". Hier erstaunt uns gleich in den ersten Sekunden, welches Volumen der kompakte Lautsprecher zustande bringt., Gut, der angeschlossene HiFi rose RA280 ist ein äußerst kräftiger, talentierter Verstärker, und auch der Rest der Kette mit dem HiFi rose RD160 DAC und dem RS130 Streamer ist von enormer Qualität. Trotzdem gehört auch ein leistungsfähiger Schallwandler dazu, und diesen Job übernimmt der PREMIUM 301 Gen2 mit einer Lässigkeit, die verblüffend ist. Auch das Auflösungsvermögen des neuen Bändchens ist überragend, aber der Mittel-/Tieftöner leistet sich hier auch keinerlei Schwächen. Die vokale Präsentation gelingt mit viel Charisma, und die Trennugn vokaler Anteile von instrumentalen Anteilen gelingt auch bei beachtlicher Lautstärke exzellent. Wie fein instrumentale Details herausmodelliert werden, verdient hier höchsten Respekt.
Weiter geht es mit "Temptation" von Chantal Chamberland. Hier beweisen die PREMIUM 301 gleich zu Beginn ihr Feingefühl, und als dann die Stimme einsetzt, brilliert erneut das nahtlose Zusammenspiel zwischen den Mitteltonbereich und dem Hochtonbereich. Die enorm gute Präsentation auch kleiner Einzelheiten, die mit einer untadeligen Impulstreue umgesetzt werden, führt schon beim kleinen Modell zu einem kompletten, strukturierten Gesamteindruck, dem nichts Wesentliches fehlt, auch unten herum ist durchaus Volumen da. Das erstaunt, denn die PREMIUM 301 Gen2 ist nun wirklich ein recht kleiner Lautsprecher, der nahezu überalal Platz finden dürfte. Tonal angenehm, mit hoher Homogenität, hört man der Schweizer Neukonstruktion einfach gerne zu.
Nun folgt "Days Pass" von Adrián Berenguer. Hier modellieren die PIEGA 301 die komplexen Instrumentemit Hingabe heraua und bietet eine in jeder Sekunde des Titels glaubwürdige Bühne, die in Weite sowie Tiefe höchst beachtlich ist. Das neue Hochtonbändchen manifestiert den hohen konstruktiven Aufwand in einer brillanten, transparenten, gefühlvollen Darbietung, die man von der Preisklasse der PREMIUM Serie sonst kaum kennen dürfte. Feinheiten, die selbst deutlich teurere Lautsprecher verschweigen, kommen hier mit einer Selbstverständlichkeit heraus, die uns doch kurz staunen lässt.
PIEGA PREMIUM 701 Gen2
Bei "Shape Of My Heart" von Sting beweisen sich die beiden schlanken Standsäulen PIEGA PREMIUM 701 Gen2 als erstes. Hier schaffen sie eine beeindruckend dichte Hör-Atmosphäre, der es an nichts fehlt. Ein solider, tieffrequenter Unterbau ist ebenso vorhanden wie eine als sehr echt empfundene Räumlichkeit. Die charakteristische Stimme Stings gefällt durch die hervorragende Struktur und die impulstreue Herausarbeitung vokaler Details. Dass das enorme Auflösungsvermögen ein großer Pluspunkt der neuen Lautsprecherserie ist, verdeutlicht auch dieser Titel wieder in jeder Sekunde.
Weiter geht es mit dem Oscar Pedersen Trio und "You Look Good To Me". Wie fein hier differenziert wird und wie sauber das Klavier herauskommt, ist schon sehr beeindruckend für einen Lautsprecher dieser Preisliga. Hier werden Konturen so klar und nachvollziehbar abgebildet, dass man das Stück vollumfänglich genießen kann. Es sind gerade die kleinen Feinheiten, die man genießt, weil sie sonst schlichtweg oft gar nicht vorhanden sind. Die PREMIUM 701 arbeitet Details allerdings nie mit übertriebener, zu scharfer Kontur ein, sondern erledigt alles mit einer nahtlosen Selbstverständlichkeit, die das Ganze leicht, aber zugleich stimmig und präzise wirken lässt.
Als dritter Song lief die Imany-Coverversion von "Total Eclipse Of My Heart" - und hier bietet die Schweizer Box ein enormes, kräftiges Fundament und eine sehr intensive Stimmwiedergabe - die Gänsehaut, die hier bei einer hochwertigen Wiedergabe unweigerlich kommen sollte, ist jedenfalls schon nach kurzer Zeit vorhanden. Die gesamte Räumlichkeit ist exzellent, und dazu kommt das schon häufig erwähnte Auflösungsvermögen. Diese beiden Eigenschaften zusammen kennzeichnen die PREMIUM Gen2 Serie im Speziellen, und sorgen für eine gewisse Ausnahmestellung der Schallwandler aus Horgen, die auch bei schwierig zu handhabenden Elementen wie den Streichern in diesem Song niemals die "weiße Fahne" hissen, sondern dynamisch und impulstreu bleiben.
Unser erstes Fazit

Die neue PIEGA PREMIUM Gen2 Serie besteht aus zwei äußerst edlen, leistungsstarken und modern konstruierten Lautsprechern, die auch für sehr anspruchsvolle Anwender, die sich in den Preisklassen, in denen 701 Gen2 und 301 Gen2 beheimatet sind, eigentlich sonst gar nicht aufhalten, geeignet sind. Mit einer überragenden Auflösung im Hochtonbereich, aber auch bei der Wiedergabe von Mitten und Bässen sowie mit einer enormen klanglichen Souveränität bereits bei der PREMIUM 301 Gen2 sind die beiden Neuentwicklungen für sämtliche Use-Cases in der Praxis gerüstet.
Special und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 16. Oktober 2024
Tags: Lautsprecher • Piega • PREMIUM Gen2












