XXL-SPECIAL: Besuch beim KEF-Händler HiFi im Hinterhof Offenbach - das KEF Portfolio plus Preview KEF R11 an Hegel H190 Vollverstärker

Bei einigen HiFi-Händlern begann die Historie der Unternehmung im Hinterhof - daher möchten wir gleich darauf aufmerksam machen, dass HiFi im Hinterhof in Offenbach nichts mit HiFi im Hinterhof in Berlin zu tun hat. Beide Händler visitieren wir im Rahmen unserer Tour für KEF - hier, in diesem Artikel, ist HiFi im Hinterhof Offenbach das Thema. Mitten in der hessischen Stadt gelegen, kann man den Händler kaum verfehlen. Bereits seit 1978 ist das Geschäft in Offenbach. Die Kunden kommen gern aus dem Taunus im Norden oder auch aus angrenzenden Regionen im Süden, um sich dort ihre perfekte HiFi- oder Mehrkanal-Lösung auszusuchen.

Ein Ladengeschäft plus noch ein großer Showroom, viele bekannte Marken im Portfolio: Für jeden HiFi- aber auch jeden Mehrkanal-Freud lohnt ein Besuch. Bei unserer Visite stand uns Marc Volz, schon seit über 15 Jahren im Unternehmen, Rede und Antwort. "Ich bin schon über 15 Jahre in Firma, und seit ich hier arbeite, gehören KEF-Lautsprecher zum festen Bestandteil unseres Portfolios", führt der sympathische Verkäufer aus. Wir merken aber schnell: Er ist nicht nur sympathisch, sondern auch fast schon ein wandelndes HiFi-Lexikon. Keine Frage, mit der man ihn auf dem falschen Fuss erwischt, meist kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: "Besonders beliebt bei unseren Kunden ist KEFs Q-Serie, gern auch als Mehrkanal-Set". Die Lautsprecher der Q-Serie bieten besonders viel fürs Geld: Solide Verarbeitung, zeitlose Formensprache und natürlich das für KEF-Lautsprecher typische Uni-Q-Chassis. Oben im einführenden Bild ist die Q750 zu sehen. Der 2,5 Wege Standlautsprecher kann sehr gut für eine Stereo-Lösung, aber auch das solide Basis für ein Mehrkanal-Set verwendet werden. 

natürlich hat auch die Q750 das KEF-typische Uni-Q-Chassis. Der Hochtöner sitzt hier im Zentrum des Mitteltöners

Wahlweise in Satin White oder Satin Black erhältlich, dokumentiert die Q-Serie, dass matte Oberflächen wieder stark im Trend liegen. Zudem hat gerade eine matte schwarze Variante viele Vorzüge im dedizierten Heimkinoraum: Es kommt zu keinen störenden Reflexionen, wie sie hochglänzende Oberflächen erzeugen. 

Auch die kleine Q150 mit Stückpreis 229 EUR ist im Sortiment. HiFi im Hinterhof Offenbach kombiniert den Zweiwege-Regallautsprecher mit der Marantz M-CR612 Micro HiFi-Anlage, eine Kombination, die beliebt beim Kunden ist und durch runden, harmonischen sowie lebendigen Sound positiv auffällt. 

KEF Q150 mit Marantz M-CR612

KEF KUBE Subwoofer-Serie

Viel hält er auch von den KEF KUBE-Subwoofern (KUBE12b, KUBE10b, KUBE8b): "Hervorragende aktive Subwoofer fürs Geld". Das beginnt schon mit dem KUBE 8b mit 20 cm Basschassis und einem kraftvollen  300W Class D-Verstärker. Gerade dann, wenn man wenig Platz zur Verfügung hat, springt der hochwertig verarbeitete KUBE 8b in die Bresche und sorgt für ein sattes Fundament im Bassbereich. 549 EUR kostet der Bassist laut UVP. 

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Sicht von oben

Auch der KUBE 10b für eine UVP von 649 EUR tritt mit 300W-Class E-Endstufe an, allerdings hat er einen 10- anstatt einen 8-Zoll-Treiber. Dadurch wird ein verbessertes Volumen und noch mehr Tiefgang erzielt. Die Spitze im KUBE-Sortiment markiert der KUBE 12b. Ein großer 30,5 Basstreiber sorgt für eine hohe Effizienz und einen tollen Tiefgang. Die Class D-Endstufe leistet auch hier 300 Watt. Trotzdem hätte er noch einen Wunsch: "Würde KEF die KUBE-Subwoofer auch in Weiß anbieten, wäre das ein cleverer Schachzug".

LS50 Meta mit zahlreichen technischen Neuerungen

Einiges erwartet sich Volz auch von der neuen KEF LS50 Meta. "Das Erfolgsmodell nun in Neuauflage, wir sind gespannt", so der Verkäufer. Mit zahlreichen Verbesserungen - das Highlight ist das neue Meta-Absorptionsmaterial - geht die LS50 Meta an den Start. Natürlich auch mit optimiertem Uni-Q-Koaxial-Chassis. 

KEF LSX in Grün

UNi-Q-Koaxial-Chassis


LSX in schwarzer Variante

Die kleine Wireless-/Streaming-Lösung KEF LSX steht natürlich auch im Ladengeschäft, und zwar gleich in unterschiedlichen Farben. Für 1.199 EUR hält Volz die LSX für eine akustisch absolut überzeugende Lösung in einer interessanten Preisklasse.

KEF R11 in Hochglanz-Schwarz mit Hegel H190

Absolutes Highlight unseres Besuchs in Offenbach war aber das ausführliche Probehören der KEF R11 am Hegel-Stereovollverstärker H190. Hegel ist ebenfalls im Vertrieb von GP Acoustics in Deutschland, wie auch KEF und Arcam. "Die KEF R11, allerdings in Walnuss, ist mein klarer Favorit", so Marc Volz. Bei HiFi im Hinterhof ist in Walnuss aktuell die R7 im Showroom.

KEF R7, Uni-Q-Chassis, Version in schickem Walnuss

KEF R7

Detailverarbeitung

R11 in hochglänzendem Schwarz

Die R11 ist auch optisch ein Statement: Hoch, aber schlank, mit Uni-Q Chassis und vier Basschassis mit Flachmembranen

Wenden wir uns dem Hegel H190 Vollverstärker zu. Er tritt im typischen, minimaoistischen Hegel-Design auf und besitzt ein OLED-Display auf der Front. Nicht nur in schwarzer Variante wie von uns begutachtet, auch in weißer Version ist der H190 zu haben. Im Zentrum der Endverstärker-Sektion steht die SoundEngine2-Technologie. Was verbirgt sich dahinter? Die patentierte Schaltung bringt die Vorteile einer reinen Class A-Verstärkung und die Vorteile des Class AB-Prinzips in Einklang. Somit erhält man einen außergewöhnlich klaren und reinen Klang, aber gleichzeitig ein enormes Leistungsvermögen, wie man es von Modellen mit Class AB-Verstärkung kennt.

Hegel H190

Minimalistische Optik

Exzellente Verarbeitung

Fernbedienung, natürlich aus Metall

Aufgabe der SoundEngine 2 Technologie ist es, selbst extrem geringe Verzerrungen zu unterdrücken, was mit einem Hegel-spezifischen Aufbau der klassischen Gegenkopplung umgesetzt wird. Bei einer Verstärker-Stufe wird ein Teil des schon verstärkten Signals erneut auf den Rückweg zum Eingang manövriert. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass der Operationsverstärker entweder eine minimale oder eine maximale Leistung generieren muss. Die Folge ist, dass der Verstärker somit stets im optimalen Bereich arbeiten kann.  

Der H190 bietet mit 2 x 150 Watt (8 Ohm) tadellose Reserven. Noch mehr Power liefert der H390, der bei HiFi im Hinterhof auch schon an den KEF R11 (Paarpreis rund 5.000 EUR) spielte. 2 x 250 Watt (an 8 Ohm) stehen hier für enorme Kraft in "jeder Lebenslage".

Schon der H190 kann mit einer guten Anschlussbestückung punkten. Ein analoger XLR-Eingang sowie analoge Cinch-Eingänge (plus 2 Cinch-Ausgänge), hinzu kommen verschiedene digitale Eingänge: Koaxial, gleich 3 x optisch, und USB-B. Eine RJ45 Ethernet-Schnittstelle schmückt ebenfalls die Rückseite.  Der Hegel H190 ist kompatibel zu UPnP-Streaming, Apple AirPlay, Spotify Connect und ist Control4-ready (wichtig für die Integration ins Smart Home).

Hier nun unsere Eindrücke im Zusammenspiel mit der R11:

Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nummer 20, Friedrich Gulda/Münchner Philharmoniker: Der feine, nie aufgeregte Hochtonbereich fällt als erstes auf. Hegel und R11 zusammen ermöglichen zudem eine subtile, sauber ausbalancierte Räumlichkeit bei hohen Frequenzen. Insgesamt herauszuhören ist das sehr frische Spiel. Das ist auch das große Verdienst des Hegel H190, der ein Optimum aus den KEF R11 holt. Insgesamt ist das Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich hervorragend - für rund 5.000 EUR Paarpreis bieten die R11 eine grandiose Leistung. Dynamische Unterschiede kommen prima heraus und werden mit untadeliger Impulstreue übertragen. Die Klavier-Soli zeigen auch die Anschlagdynamik in einem überraschend präzisen Ausmaß. Die enorme Räumlichkeit in alle Dimensionen erzeugt zudem auch den Eindruck einer kultivierten Souveränität, die den Klang zudem sehr plastisch wirken lässt. Die verschiedenen akustischen Ebenen werden eindeutig gekennzeichnet und sauber voneinander getrennt. Die Streicher wirken brillant und zugleich rund - eine erstklassige Leistung. Dank des Uni-Q-Chassis der R11 kommen die Tonanteile des Hoch- und Mitteltonbereichs auch absolut zeitgleich beim Zuhörer an. Der Bassbereich hat Kraft und Substanz, das merkt man selbst bei diesem Stück, das andere Akzente setzt.

Diana Krall, Cover-Version von Desperado: Die klare, akkurate Darstellung der Stimme mit der reinen Stimmfarbe begeistert. Zudem löst sich die Stimme ausgezeichnet von den Chassis der R11 und verteilt sich akkurat ausbalanciert im Raum. Das Piano kann auch hier absolut überzeugen - die treffende Klangfarbe und die exzellenten Konturen sprechen für sich.

Phil Collins, i wish it would rain down, Remaster-Version von 2015: Es überzeugen uns die klaren Höhen trotz schwieriger Quelle. Mit "schwieriger Quelle" ist gemeint, dass eine recht dominante Überhöhung im Bereich der oberen Mitten/beginnenden Höhen oft für Disharmonie sorgt. Ganz wegzudiskutieren ist dieser Makel auch hier nicht, aber trotzdem erscheint der Klang vergleichsweise kultiviert und angenehm. Die Stimme von Phil löst sich sehr gut von den Boxen, und der Bass punktet mit sattem Fundament, das aber nie übertrieben erscheint. Die vier Flachmembranen der R11 sind schnell und souverän, ganz gleich, ob es um kurze, knackige Bassimpulse oder um längere Einlagen geht. Auch bei diesem Klangbeispiel ist das Timing perfekt. Die Wiedergabe erweist sich als räumlich weit, zugleich dicht, und kommt immer genau auf den Punkt.

Adan Hüjens, Middle of Nowhere: Nun ein bassstarker Club-Track als deutliches Kontrastprogramm - werden auch hier Akzente gesetzt? Auf jeden Fall, denn herauszuhören sind ein extrem satter, zugleich aber untadelig präziser Bass. Allerdings: es geht bei diesem Song noch tiefer nach unten, als es die Kombination darstellt. Dafür aber ist der Bassbereich so kontrolliert, dass man kaum störendes Dröhnen vernimmt, nur bei sehr hohem Pegel. Souverän und kraftvoll, erweist sich Hegel H190 erneut als Meister seines Fachs. Hohe Pegel sind auch problemlos im Hörraum über 30 Quadratmeter möglich. Die elektronische Effekte wirken sehr facettenreich und sind räumlich sauber zu orten. Dynamische Differenzen werden impulstreu erfasst.Insgesamt erstaunt uns, wie gut sich die KEF R11 an diesem edlen Vollverstärker für rund 3.600 EUR schlägt. 

Blade Two

Uni-Q-Chassis

Seitliche 165 mm Basstreiber mit Flachmembranen

Da wir gerade beim Thema "Highlights" sind: Natürlich führt HiFi im Hinterhof auch die KEF Blade Two. 22.000 EUR kostet der extravagante Schallwandler in weißem oder schwarzem Hochglanz. 25.000 EUR werden für zahlreiche Sonderfarben veranschlagt. Beim Offenbacher Händler steht der Ausnahme-Schallwandler in Hochglanz-Schwarz. 

Fazit

Bei HiFi im Hinterhof in Offenbach findet der Kunde attraktive Highlights aus dem KEF-Programm plus eine fachkundige Beratung. Ganz gleich, ob die kleine KEF Q150 oder eine große KEF R11: Jede dieser Lösungen is verfügbar. "Das ist genau der Bereich, in dem unsere Kunden meist kaufen", weiß Volz. Wer mehr möchte, ist natürlich auch richtig: Denn die elegante KEF Blade Two ist auch in Offenbach zu finden.

Bericht: Carsten Rampacher
Datum: 28. November 2020

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