XXL-EXKLUSIV-TEST: Velodyne Acoustics Subwoofer-Endstufe SC-1500 - das Kraftwerk für höchste Ansprüche
Klang

Mit der SC-1500 bewegt sich was im Bassbereich
Bei "Middle Of Nowhere" beeindruckt uns die Endstufe mit einem auch bei sehr hohem Pegel noch absolut kontrollierten Bass, der auch die tiefsten Anteile perfekt hervorholt. Zu Testzwecken haben wir eine Velodyne Acoustics Subwoofer-Prototypen (im Gehäuse) mit einem riesigen 18 Zoll Treiber verwendet, um die Endstufe richtig zu fordern, dies nur als Anmerkung. Der Bass wird auf den Punkt getroffen, und die verschiedenen tieffrequenten Ebenen optimal differenziert präsentiert.
Nun lauschen wir der Jungle Cruise-Version von "Nothing Else Matters". Auch hier, bei diesem teils sehr nachdrücklichen Stück, sind enorme Bass-Qualitäten gefragt, denn nach einem durchaus harmlosen Anfang baut sich das Stück zu einem wahren akustischen Feuerwerk auf, gerade auch hinsichtlich der Darstellung tiefer Frequenzen. Kein Problem für die neue Velodyne-Endstufe, die aber alle Herausforderungen mit unerschütterlicher Souveränität meistert.
Bei "Tom Sawyer" (Rush) lässt es die bärenstarke Endstufe richtig krachen, und bietet einen Punch, der die Zuhörenden gezielt in der Magengrube trifft. Der Effekt ist umso deutlicher, weil die Bassenergie absolut sauber und rein ist, und nicht ein Mischmasch aus Verzerrungen und Kompressionsartefakten, was man leider bei enorm hohem Pegel häufiger zu hören bekommt. Hier ist der SC-1500 nicht die kleinste Anstrengung anzumerken - das heißt für uns: Es ist Zeit, auf das nächsthöhere Level zu gehen.
Wir greifen zu "Sheep" (LAY, Alan Walker Relift), das schon einige auch hochwertige Komponenten mit der Bass-Urgewalt zur Verzweiflung trieb. Der Velodyne Acoustics-Endverstärker lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Der Class D-Amplifier managt sämtliche Hürden locker und setzt eine enorm strukturierte und machtvolle Basskraft frei. So macht das Hören Spaß - ohne jede störende Einschränkung.
Und mit Macht ertönt der nächste Track: "Ratchets" von Hedegaard. Hier muss selbst unsere SC-1500 sämtliche Kräfte mobilisieren, um den Anforderungen dieses sehr speziellen Titels gerecht zu werden. Denn diese abnormale Bass-Härte überfordert selbst äußerst potente Lautsprecher und Endverstärker gerne. Denn wer hier aufdreht, riskiert nicht selten die Gesundheit seiner Komponenten. Hier hingegen sind derartige Pegel und Bass-Ausbrüche möglich, stets nicht nur in Form von Krach, sondern mit exakter Struktur, dass wir den Track gleich zweimal hintereinander hören.
Nun geht es, dank einer großen Kirchenorgel, bis tief in den Frequenzkeller herunter. Es gibt kein anderes Musikinstrument, das in der Lage ist, so tiefe Frequenzen wiederzugeben, wie die Orgel. Und um dies überzeugend darzustellen, haben wir zu Johann Sebastian Bachs weltberühmter Toccata und Fuge in D Minor, Bachwerkeverzeichnis 565, gegriffen. Was hier abgeht, ist schlichtweg unfassbar: Ein Spektakel an Tiefgang, präzisen Strukturen und schierer Wucht, das man in dieser Intensität wohl sonst kaum zu hören bekommt. Die neue Velodyne Acoustics Endstufe liefert, das steht nun zweifelsfrei fest, eine absolut irre Performance, die dafür sorgt, dass man das Kraftwerk mti Hamburger Ursprung auch problemlos für extrem anspruchsvolle, komplexe Anwendungen verwenden kann.
Trailer Samurai (Dolby Atmos 7.1.2): Und ein weiteres Mal fordern wir die SC-1500 richtig böse, mit diesem akustischen Gemenge aus japanisch-filigranen Klängen und purer tieffrequenter Gewalt, Und wir sind kaum überrascht, dass auch hier wieder Power vom Feinsten im Angebot ist. Sauber, unnachgiebig, ohne jede Gnade für Zuhörerinnen und Zuhörer mit sensiblerem Gemüt. Hier wird richtig zugelangt, aber nicht nur Wucht und Tiefgang, sondern auch Präzision sind grandios.
Wir enden mit "Time" von Hans Zimmer. Hier ertönen sphärische Klänge, die aber nicht minder anspruchsvoll sind, auch und gerade bei tiefen Frequenzen. Unser Endverstärker aber ist gerade jetzt richtig warmgelaufen und meistert auch Hans Zimmers musikalisches Spektakel akkurat und mit äußerstem Nachdruck. Hier muss man wirklich aufpassen - oder "aufbassen", denn die Endstufe schiebt so massiv voran, dass leicht andere akustische Anteile überdeckt werden. Demnach ist es dringend notwendig, dass man auch für den Rest der Darbietung äußerst leistungsfähige Verstärker verwendet.
Fazit

Der Subwoofer-Endverstärker Velodyne Acoustics SC-1500 beeindruckt uns mit brachialer Leistungsfähigkeit und mit enorm flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Das sehr robuste sowie belastbare Gerät passt perfekt zu verschiedenen Velodyne Acoucstics Einbausubwoofern, je nach Modell können dank der 2 Ohm-Stabilität der Endstufe bis zu vier passive InWall-Subwoofer parallel betrieben werden. Und was die SC-1500 an Performance bietet, beeindruckt: Einen extrem sattenm, präzisen und reinen Bass, der auch bei enormen Lautstärken nahezu verzerrungsfrei übertragen wird. Die App offeriert äußerst nützliche und professionell anmutende Einstellmöglichkeiten, unter andem ist nicht nur eine automatische Einmessung vorhanden, sondern auch ein parametrischer Equalizer mit sechs Presets, die vom Anwender belegt werden können. Für diese Performance und diese moderne, hochwertige Ausstattung ist der Preis von 2.199 EUR als äußerst fair zu bezeichnen.
Extrem leistungsfähig, flexibel und mit umfangreicher App-Steuerung, ist die SC-1500 für ihre Qualität sehr fair kalkuliert

Endstufen Oberklasse bis 3.000 EUR
Test 19. Oktober 2024
Test und Fotos: Carsten Rampacher
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 19.10.2024
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Tags: Audio Reference • Endstufe • Subwoofer-Endstufe • Velodyne Acoustics






