TEST: Teufel Event Sound System ROCKSTER 2 - die gelungene Neuauflage einer Ikone ?

Klangwertung

Nun möchten wir auf die klangliche Auslegung des Teufel ROCKSTER 2 genauer eingehen. Als erstes Klangbeispiel haben wir uns für den Cyril Remix des Teddy Swims-Klassikers "The Door" entschieden. Nach einigen Hörversuchen haben wir beschlossen, den Bassbereich mittels des Drehreglers im Bedienfeld leicht abzusenken, da er für Indoor-Aufgaben etwas zu kräftig ausfällt. Der dynamische und kraftvolle Titel schiebt ab der ersten Sekunden mit einem schnellen Bassfeuerwerk sowie Synthesizer-Klängen an, und voluminösen sowie schnellen Bässe werden äußerst präzise vom Teufel ROCKSTER 2 dargestellt. Selbst bei höherem Lautstärkepegel wird das Bassfundament nie unpräzise oder fehlt es an Durchschlagskraft - der ROCKSTER 2 schiebt einfach an, als gäbe es kein Morgen mehr. Trotz des voluminösen Bassbereichs vernachlässigt der ROCKSTER 2 nie die anderen Bereiche des Frequenzspektrums mit den dortigen musikalischen Elementen. Die spezielle Stimmfarbe von Teddy Swims wird in erstaunlich vielen Facetten und Eigenheiten vom Teufel-Device dargestellt. Die verwendeten Synthesizer werden auch bei höherem Lautstärkepegel nie aggressiv oder schrill und bleiben mit ihrer Dynamik in vollem Umfang enthalten.

Äußerst lebendig wird es auch beim nächsten Klangbeispiel. Wir haben uns "Home" von David Guetta, Kiko und Olivier Giacomotto für unsere Klangtestreihen ausgesucht. Auch bei diesem Titel explodiert ab der ersten Sekunde förmlich die Wiedergabe mit aggressiven Systheziser-Klängen sowie einem raumfüllenden Bassfeuerwerk. Auch hier zeigt der ROCKSTER 2 auf, wie enorm leistungsfähig er ist: Er feuert ein trockenes, zugleich voluminöses Bassfundament ab, und die besonders nachdrücklichen tieffrequenten Elemente kommen direkt in der Magengrube an. Die elektronisch erzeugten Klänge in Form von Synthesizer-Elementen werden sehr authentisch und mit einer ausgezeichneten Tiefenstaffelung präsentiert. Dabei erweist sich die Auslegung des ROCKSTER 2 als kompromisslos gut, denn auch bei beachtichem Pegel wird die Wiedergabe weder  schrill noch metallisch. Sogar bei Maximalpegel, der absolut beachtlich ist, erfolgt die Darstellung noch überraschend verzerrungsarm, und der Bass hat immer noch wei tüberdurchschnittlich viel Kraft. Sehr gut gefällt uns die Wiedergabe der elektronisch verzerrten Damenstimme, die luftig erscheint und sich hervorragend ins Gesamtgeschehen eingebindet. Das Zusammenspiel aus dem harten und schnellen Bassfeuerwerk, den aggressiven Synthesizer-Klänge und dem speziellen Gesang wird nicht nur sehr gut, sondern beeindruckend vom ROCKSTER 2 umgesetzt.

Jetzt möchten wir versuchen, den Teufel ROCKSTER 2 aus der Komfortzone locken. Dafür verwenden wir den sehr fordernden Techno Remix "Vois sur ton chemin" von Bennett. Das zu Beginn des Tracks erklingende Klavier und der mehrstimmige Chorgesang, werden authentisch und mit einer hervorragenden Struktur dargeboten. Als nach wenigen Sekunden der Titel urplötzlich einen enormen Dynamiksprung erlebt  - mit sehr schnellen, harten Kickbässen und dem präsenten Chorgesang - bleibt der ROCKSTER 2 absolut gelassen, und wir können ihn nicht dazu bewegen, bei hoher Lautstärke die "Weiße Fahne" zu hissen. Im Gegenteil: Die harten, extrem schnellen Bässe werden mit eindrucksvollem Nachdruck dargeboten, bleiben dabei aber immer präzise und staubtrocken. Selbst, als wir es am Lautstärkeregler fast etwas übertreiben, um den Maximalpegel zu checken, schiebt der ROCKSTER 2 einfach gnadenlos an und zerlegt fast unsere Redaktionseinrichtung mit den harten Bassexplosionen. Das Zusammenspiel aus den zahlreichen Synthesizereffekten und den massiven und schnellen tieffrequenten Anteilen klappt somit ohne Abstriche erstklassig. 

Weiter geht es mit dem KREAM-Remix von Chris Isaaks Klassiker "Wicked Game". Die zu Beginn des Titels erklingende, elektronisch aufpolierte Damenstimme handhabt der ROCKSTER 2 sehr luftig und mit erstaunlich viel Fingerspitzengefühl. Nach wenigen Momenten gesellen sich harte Kickbässe hinzu. Die vokalen Elemente werden im gesamten Verlauf des Tracks facettenreich präsentiert und lösen sich nachvollziehbar vom Partylautsprecher. Fast schon sprachlos macht uns die Umsetzung der harten und schnellen Kickbässe. Hier liefert der ROCKSTER 2 abermals ein präzises und voluminöses Bassfundament, das enorm trocken und punktgenau umgesetzt wird. Das Zusammenspiel aus der hoch angesiedelten  Damenstimme, den sehr fordernden und schnellen Syntheziser-Effekten und den harten Kickbässen gelingt bei diesem Titel wiederum grandios.

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Bevor wir zum Abschluss unserer Klangwertung kommen, möchten wir die klanglichen Qualitäten bei Rockmusik checken, auch wenn dies nicht unbedingt das Musik-Genre für einen Partylautsprecher ist. Hierfür haben wir uns "Bulletproof" von Godsmack ausgesucht. Der Titel startet mit zurückhaltend gespielten E-Gitarren, und darauf folgen Drums. Beide Facetten meistert der ROCKSTER 2 gekonnt und mit einer ausgezeichneten Detaillierung. Als nach wenigen Momenten Sully Erna, Frontmann der Band, mit seiner markanten Stimme einsteigt, schafft der ROCKSTER 2 eine sehr lebendige und natürliche Präsentation der speziellen Stimmfarbe. Auch bei diesem Titel liefert der ROCKSTER 2 ein üppiges Bassfundament. Im weiteren Verlauf des Titels gelingt eine hervorragende Trennung der instrumentalen Elemente von der markanten Stimme - zugleich wirkt das Gesamtergebnis aber homogen und in sich schlüssig. Freilich gefallen dem ROCKSTER 2 basslastige Electronc- oder Trance-Titel als Partymaschine besser, dennoch liefert der ROCKSTER 2 auch bei Rock eine ausgezeichnete Performance. Bei Bedarf kann auf die klanglichen Eigenschaften am DJ-Mischpult Einfluss genommen werden. 

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit „Ratchets“ von Hedegaard. Auch diesen Titel verwenden wir gerne, wegen der überaus massiven Bässe, die bis tief in die Magengrube vordringen. Der Track startet ab der ersten Sekunde mit harten, tiefen und satten Bässen, und nach wenigen Momenten folgt eine elektronisch erzeugte Stimme. Die Bässe fliegen uns in der Redaktion förmlich um die Ohren, und wenn wir uns kurz zurückerinnern - der ROCKSTER 2 spielt bis auf 36 Hz hinunter im Bassbereich, was wir eindrucksvoll fühlen dürfen. Das Bassfundament ist trocken, präzise und besitzt ein Volumen, was die meisten anderen Partylautsprecher definitiv nicht liefern können. Die Synthesizer-Effekte werden kristallklar und mit bis ins Detaill sauberen Strukturen umgesetzt. Das Zusammenspiel aus dem üppigen Bassfundament und den elektronisch erzeugten Effekte handhabt der ROCKSTER 2 wieder extrem souverän.

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