TEST: Stereovollverstärker Denon PMA-3000NE - In Shirakawa gebautes Monument hochwertiger Technik

Denon ist nach wie vor nicht zu unterschätzen beim Bau äußerst hochwertiger Stereovollverstärker. Das beweist der für 3.499 EUR erhältliche PMA-3000NE besonders gut. An vier Ohm liefert der PMA-3000NE 160 Watt pro Kanal, bei acht Ohm sind es 80 Watt, die für jeden Lautsprecher im Stereosetup bereitstehen. Denon verspricht, dass der PMA-3000NE auch anspruchsvolle Boxen souverän antreiben kann. Zum Gesamtpaket des in Shirakawa, Japan, gefertigten Zweikanal-Boliden gehören auch eine sehr hochwertige Phono MM/MC-Vorstufe, ein USB-B-Terminals mit asynchronem USB-DAC für den direkten Anschluss eines Notebooks oder PCs sowie das Denon-exklusive Ultra AL32-Processing, das auch dann einen detailreichen Klang erzielen soll, wenn die Auflösung des Quellmaterials dies eigentlich nicht hergibt.
Verarbeitung außen und innen sowie Bedienung am Gerät

Linker Teil der Gerätefront
Wir betrachten den PMA-3000NE im nächsten Schritt genau. Das klassische Design einer hochwertigen HiFi-Komponente spricht uns sehr an. Der große Denon-Vollverstärker wirkt exklusiv und nobel, das beweist zum Beispiel die massive Aluminium-Frontblende. Unserer persönlichen Meinung nach sieht der PMA-3000NE in Premiumsilber mit leichtem goldenen Einschlag besonders vorteilhaft aus. Wer es dezenter mag, kann zu klassischem Schwarz greifen. Im linken Teil der Front, oben zu erkennen, befinden sich der Standby-Knopf sowie weitere Bedienelemente für Bass, Höhen sowie Balance. Unterhalb des Standby-Knopfes ist zudem der vergoldete Kopfhöreranschluss untergebracht (6,25 mm).

Lautstärkedrehregler
Das Bedienelement, das die Gerätefront beherrscht, ist der große, motorgetriebene, sehr sauber laufende Lautstärkedrehregler, der auch haptisch ein tolles Gefühl vermittelt.

Display und Eingangswahlregler

Der Quellwahlregler ist sehr hochwertig gefertigt
Im Gegensatz zu zahlreichen Kontrahenten wagt es Denon, die im klassischen HiFi-Stil gehaltene Optik einmal kurz zu unterbrechen, und dem PMA-3000NE ein relativ kleines, tadellos auflösendes Display zu spendieren. Es leuchtet in Hellblau und zeigt im normalen Betrieb Informationen zum aktuellen Eingang, zum Tonformat und der Samplingfrequenz an. Rechts neben dem Display untergebracht wurde der ebenfalls sehr hochwertig gestaltete Drehregler für die Eingangswahl.
Nun öffnen wir den PMA-3000NE und schauen uns das Innenleben an.

Das Innenleben des PMA-3000NE
Im Inneren herrscht Hochwertigkeit vor. Der PMA-3000NE überzeugt durch seinen komplett symmetrischen Aufbau, die beiden schwarz eloxierten Aluminum-Kühlelemente, die doppelte Transformatorenbestückung und die großen Elektrolyt-Kondensatoren als Kurzzeit-Stromspeicher bei plötzlich auftauchenden Spitzen im Signal.

Blick auf die beiden Transformatoren

Die beiden exklusiv gefertigten Elektrolyt-Kondensatoren

Aluminium-Kühlkörper

Hochwertiges Layout auch im Detail
Das Innenleben punktet durch den hochwertigen Aufbau und weist zur Preisklasse passende Baugruppen auf.
Fernbedienung

Die stabförmige Systemfernbedienung sieht gut aus und hat eine Oberfläche aus Aluminium, während die Rückseite aus Kunststoff gefertigt wurde. Insgesamt wirkt sie massiver, als sie tatsächlich ist, was man am relativ geringen Gewicht merkt. Dadurch aber liegt sie trotz ihrer Länge gut in der Hand. Reichweite und Arbeitswinkel sind prima, und das gilt auch für den Druckpunkt der Tasten.
Da es sich um eine Systemfernbedienung handelt, mit der man ebenso den DCD-3000NE SACD/CD-Player (Preview und Test folgen hier noch) steuern kann, befinden sich auch für diesen Zweck Bedienelemente auf der Vorderseite. Oben zentral untergebracht ist der Standby-Knopf, gleich darunter sind Funktionen für den DCD-3000NE: An-/Ausschalter, die Disc Layer-Taste sowie eine Source-Taste. Es folgt auf dem Weg nach unten eine 10er-Tastatur, und die Knöpfe für die Zahlen 2, 4, 6 und 8 kann man auch als Pfeiltasten für ein Navigationskreuz verwenden. Die 5 im Zentrum ist dann der Enter-Button.
Als nächstes finden wir eine Clear-Taste sowie darunter Random, Repeat und Program vor, also typische Funktionen, die wir noch aus unseren Jugendzeit von CD-Playern her kennen. Dann kommen die Bedienelemente für den elementaren Spielbetrieb, gefolgt von der Umschalttaste für die Ebenen CD oder AMP, "Zweitverwendung" dieses Knopfes ist die Nutzung zum Dimmen des Displays.
Mode und Info sind rechts daneben untergebracht, darunter dann die deutlich größere, sehr praktisch zu handhabende Tastenkombination zur Lautstärkeregelung, links davon die zwei kleinen Knöpfe für den Analog Mode sowie die Mute-Funktion (untereinander). Rechts vom Lautstärke-Bedienelement sind die beiden Tasten für die Eingangswahl. Eine Beleuchtungsfunktion oder selbstleuchtende Tasten besitzt die Fernbedienung nicht.
Anschlüsse

Rückseite in der Gesamtübersicht

Links auf der Rückseite befinden sich die analogen Anschlüsse
Links hinten ist die analoge Verbindungsauswahl zu finden. Hier arbeiten wir uns von oben nach unten vor und stoßen zunächst auf die Ext. Pre-In-Buchse. Es folgen Cinch-Audioeingänge, allesamt vergoldet, für CD, Network/Aux und Recorder. Darunter ein Recorder-Cinch-Ausgang sowie die Phono-Eingänge, an die sich rechts die "Signal GND" Buchse anschließt.

Hochwertige Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse
Die langzeitstabilen Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse im mittleren Teil der Rückseite stehen für zwei Lautsprecherpaare bereit. Darunter zu finden sind die IR-Control IN/OUT-Buchsen sowie die digitale Anschlusssektion: Drei optische Digitaleingänge, ein koaxialer Digitaleingang und ein USB-B-Anschluss sind dort untergebracht. Ganz rechts auf der Rückseite ist der Kaltgeräte-Netzsteckeranschluss untergebracht.
Unser Urteil zur Anschlusssektion fällt geteilt aus. Einerseits finden wir eine gut bestückte digitale Sektion vor, andererseits fehlt unserer Meinung nach einiges. Gut, eine HDMI-Buchse mag man bei einem solchen Modell vielleicht nicht unbedingt als selbstverständlich ansehen, wenngleich immer mehr Hersteller darauf setzen. Aber AES/EBU als digitale Anschlussform und XLR-Eingänge (analog, symmetrisch) kann man in der Preisklasse des PMA-3000NE defintiv ebenso erwarten wie einen Cinch/XLR Zweikanal-Pre-Out, um das edle Gerät als Vorstufe zu nutzen und an die Pre-Outs eine Endstufe anzuschließen. Auch einen Vorverstärkerausgang zum Anschluss eines aktiven Subwoofers suchen wir vergeblich.
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