TEST: Sharp HT-SBW55121 - elegantes 5.1.2 Dolby Atmos-Soundbar/Subwoofer-System
Klangwertung
In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir nun genauer auf die klangliche Auslegung der Sharp HT-SBW55121 eingehen. Da Soundbar-Systeme mittlerweile vielseitig eingesetzt werden, starten wir unseren Klangcheck zunächst bei der Wiedergabe von Musik. Hierfür haben wir uns die Akustikversion von "Running Blind" von der Band Godsmack ausgesucht. Der Titel startet mit einer Akustikgitarre, die für eine Soundbar akkurat und glaubwürdig präsentiert wird. Als sich eine weitere Gitarre sowie ein Schellenring hinzugesellen, gelingt weiterhin eine differenzierte Darstellung. Als nach wenigen Momenten dann Erny Sully, Sänger der Band, mit seiner charismatischen Stimme in den Titel einsteigt, wird der Stimmcharakter gut getroffen und besitzt daher einen tadellosen Wiedererkennungswert. Im weiteren Verlauf erklingen dann ein mehrstimmiger Gesang und der Titel gewinnt etwas an Dynamik, aber auch hier gelingt weiterhin eine klare Abzeichnung der musikalischen Elemente. Der Subwoofer untermauert die Gesamtperformance mit einem sehr guten Bassfundament, ohne dabei übertrieben zu agieren. Beim Verwenden der EQ-Kurve "Music" wird das Signal zu den Surround-Lautsprecher nicht gekappt, sondern diese bleiben aktiv. Was uns noch auffällt: An den vorgefertigten EQ-Kurven können keine manuellen Veränderungen vorgenommen werden.
Etwas mehr Grobdynamik gibt es beim nächsten Klangbeispiel. Hierfür haben wir uns "Prey" von der australischen Metalcore Band Parkway Drive ausgesucht. Bereits nach wenigen Momenten explodiert der Titel mit schnellen E-Gitarren sowie harten Drums. Beide Facetten meistert unser Sharp-System sehr gut und detailreich. Die Vocals von Winston McCall, Frontmann der Band, lösen sich prima von den eingesetzten Komponenten und werden ebenfalls ohne Zweifel sehr gut getroffen. Der eingesetzte Subwoofer liefert ein gutes Bassfundament, es fehlt ihm aber etwas an Durchschlagskraft, gerade bei diesem sehr rauen und aggressiven Titel. Etwas Abhilfe kann hier der Eingriff in die EQ-Klangkurven schaffen, nachdem wir den Bassbereich angehoben und den Hochtonbereich etwas abgesenkt haben, wird die Performance des Bassmachers etwas besser.
Weiter geht unser Klangcheck mit der Wiedergabe von Filmton, natürlich in Dolby Atmos. Wir haben uns für "The Expandables 3:A Man's Job" entschieden. Hier verwenden wir das 10. Kapitel des Films. Das Expandables-Team befindet sich in einem Hochhaus und steht unter massiven Beschuss von zahlreichen Maschinengewehren und Panzern. Das Team um Barney alias Sylvester Stallone muss sich den Weg erbittert freikämpfen beziehungsweise freischießen. Die Dialoge der Protagonisten sowie die Kampfszenen werden klar und mit sehr guter Struktur präsentiert. Bei der Explosion einer Handgranate und dem Abfeuern einer Schrotflinte, liefert der Subwoofer ein ordentliches Bassfundament. Als die Panzer dann zum Einsatz kommen und das Expandables-Team unter Beschuss nehmen, ermöglicht der Wireless-Subwoofer eine solide tieffrequente Performance. Die Soundbar stellt dabei eine erstaunlich gute Differenzierung beim Zerbersten der Glasscheiben sicher. Die Dolby Atmos-Effekte in Form der Überkopf-fliegenden Hubschrauber werden ebenfalls mit überraschender Intensität realisiert.
Sehr gerne und sehr oft verwenden wir zum Testen "Kingsman: The Golden Circle". Für unsere akustische Einschätzung setzen wir auf die Anfangssequenz, als sich Eggsy und Charlie nach langer Zeit wiedersehen und sich im Kingsman "Taxi" einen harten Kampf liefern. Die sehr energiegeladene und facettenreiche Szene wird von unserem Sharp-Set recht detailreich dargeboten, und auch der kompakte Subwoofer liefert ein stimmiges Bassfundament. Die Dolby Atmos-Effekte werden auch hier sehr gut ins Gesamtgeschehen eingebunden. Selbst das Schleifen der Metallhand von Charlie auf dem Asphalt der Straße wird sehr facettenreich dargestellt. Die Schüsse aus den automatischen Waffen der Gangster, die Eggsy und Charlie folgen, kommen homogen und mit der nötigen Portion Punch zur Geltung. Die vokalen Elemente der Protagonisten wirken allerdings etwas hell und nicht so akkurat strukturiert, gerade bei gehobenem Pegel.
Als nächstes haben wir uns "Black Panther: Wakanda Forever" ausgesucht. Bei diesem Blockbuster verwenden wir sehr gerne Kapitel Nummer 21, als Shuri, das letzte lebende Mitglied ihrer Familie, es schafft, das herzförmige Kraut, das einem Menschen die Kraft des Black Panthers verleiht und ursprünglich von Killmonger verbrannt wurde, zu synthetisieren, und sie nun der neue Black Panther wird. Die verwenden Synthesizer werden lebendig und frisch von den Sharp-Komponenten umgesetzt. Die Dialoge der Protagonisten werden facettenreich dargestellt, und als Shuri aus ihrem Fluggefährt in die Höhle springt, liefert der Wireless-Subwoofer eine voluminöse Untermalung dieser Szene. Weiter geht es mit der Filmsequenz, als die Schlacht entbrennt, bei der Shuri Namor, den König von Talokan, ans Festland locken möchte. Die Gesänge der Kriegerinnen werden detailliert und kristallklar herausgearbeitet und das Auftauchen aus dem Meer von Namor und seinen Kriegern wird mit einer prima Tiefenstaffelung präsentiert. Die Überkopf-Effekte in Form der Fluggefährte kommen, dank der Upfiring Treiber in der Soundbar und den Rear-Lautsprecher, mit einer lebendigen Wirkung heraus.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Lichtmond - The Journey", ebenfalls in Dolby Atmos. Hierfür verwenden wir den ersten Track ("The Journey - Part 1") der Blu-ray Disc. Die zahlreichen elektronisch erzeugten Effekte werden von unserem Testaufbau mit guter Natürlichkeit sowie homogen dargestellt, ohne dabei zu harsch oder zurückhaltend zu agieren. Der kabellose Subwoofer liefert ein angenehmes und stimmiges Bassfundament, ohne überfordert zu wirken. Sehr gut zur Geltung kommen ebenfalls die Dolby Atmos Effekte.
Konkurrenzvergleich

- Hisense AX5125H: Wir beginnen unseren Vergleich mit dem Konkurrenzumfeld, mit der Hisense AX5125H. Für knapp über 500 EUR gibt es nicht nur eine Soundbar mit Decoding für Dolby Atmos und DTS:X, sondern auch einen Wireless-Aktivsubwoofer und zwei Wireless Rear-Lautsprecher. In Anbetracht dieser Opulenz mag man es dem System verzeihen, dass bis aufs obligatorische Bluetooth keine weiteren Streaming-Optionen an Bord sind - kein Netzwerkstreaming, aber auch keine App-Steuerung, was ja auch mittels einer Bluetooth-App erfolgen könnte. Die Anschlussauswahl ist in dem Umfang gehalten, der heute bei solchen Soundbar-Systemen üblich ist. Zum Ausstattungsumfang gehören zudem mehrere DSP-Modi und eine Fernbedienung mit einfacher Handhabung. Verarbeitet sind alle Komponenten routiniert, daher gibt es bei dem günstigen Kaufpreis keinen Anlass zur Kritik. Klanglich wird viel geboten - der aktive Subwoofer agiert druckvoll und kräftig, die Soundbar selbst gibt, selbst bei Musikmaterial, Stimmen klar und sauber wieder und überzeugt mit solider Dynamik. Bedingt durch die beiden Top Firing-Module der Soundbar erfolgt die Wiedergabe von effektbasierten Audio-Tonformaten recht glaubwürdig. Mittels der beiden Rear-Lautsprecher entsteht zudem eine lebhafte Surround-Klangkulisse.

- Teufel Cinebar 11: Die Teufel Cinebar 11 Modelljahr 2025 ist als bewährtes "2.1-Set" mit dem Wireless Subwoofer T6 für 449,99 EUR direkt im Onlineshop von Teufel, oder in einem der zahlreichen Flagshipstores erhältlich. Neben einer schwarzen Farbvariante ist das Set auch in weiß verfügbar. Möchte man echten Surround-Sound genießen, gibt es ebenfalls ein Set mit Wireless-Rears, hierfür werden 749,99 EUR fällig. Das Design der Soundbar ist sehr schlank sowie zeitlos gestaltet und lässt sich nahezu an jedes Wohnambiente harmonisch anpassen. An der Front schützt ein gut eingepasstes Abdeckgitter aus Metall in grauem Finish die Lautsprecherchassis vor Fremdeinwirkung. Apropos Chassis, die Soundbar besitzt zwei 20 mm messende Hochtöner sowie sechs Mitteltöner mit 45 mm Durchmesser. Der integrierte Class-D Verstärker befeuert die Lautsprecherchassis der Soundbar mit 65 Watt RMS bzw. 150 Watt Peak tatkräftig und eignet sich dadurch auch für mittelgroße Räume. Sehr erfreulich ist die Tatsache, das die 2025er Generation der Cinebar 11 die Wiedergabe von Dolby Atmos unterstützt. Dies geschieht allerdings nicht über dedizierte Topfiring Module, sondern über einem virtuellen Dolby Atmos Decoder. In Anbetracht der Preisklasse geht dies völlig in Ordnung. Ebenfalls integriert in den Soundriegel aus Berlin wurde ein Decoder für DTS Surround. Die Cinebar 11 2025 verfügt über keine Netzwerkschnittstelle. Dank der Integration von Bluetooth in der Version 5.3 ist die Wiedergabe von Musik vom entsprechend kompatiblen Smartdevice sowie eine Nutzung vom Musikstreamingdiensten problemlos möglich. Die Cinebar verfügt zudem über unterschiedliche Soundmodis. So stehen dem Nutzer "Normal", "Sprache" und "Nacht" zur Verfügung. Anschlusstechnisch stehen ein HDMI Eingang 2.1, der für externe Zuspieler genutzt werden kann, zur Verfügung. Dieser bietet HDR Support und unterstützt HDCP 2.2/1.4. Zudem ist ein HDMI Terminal mit eARC an Board, für die problemlose Verbindung zu einem modernen Smart-TV. Weiterhin ist noch ein analoger AUX-In Eingang vorhanden, sowie ein optischer Digitalausgang zu verzeichnen. Der Wireless Subwoofer T6 aus unserem Set zeigt sich sehr flexibel, wenn es um die Aufstellung geht. So kann der Tieftöner in stehender Ausführung ausgestellt werden oder, wer nicht so viel Platz hat, der kann den Subwoofer auch unter ein TV Board oder unter die Couch legen. Dank des integrierten Sub Connect Modul kann er so fast frei im Raum aufgestellt werden, ohne das ein Verbindungskabel nötig ist. In unserer Klangwertung überzeugte die Teufel Cinebar 11 mit einer Performance, die wir so nicht erwartet hätten. Die Soundbar selbst löst überraschend fein auf und dementsprechend entsteht eine facettenreiche und glaubwürdige Darstellung bei Film- und sogar auch bei Musik-Material. Der Subwoofer, der bei einem Kaufpreis von 449,99 EUR im Set enthalten ist, liefert ein kräftiges und voluminöses Bassfundament, gepaart mit untadeliger Präzision. Selbst sehr tiefe Basspassagen meisterte der Sub mit Bravour.
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