TEST: Metz blue MOD9001 - Klangstarker 42" OLED-Fernseher mit Google TV

Bild

Ultra HD Bluray, Mord im Orient-Express

Wir spielen dem Metz blue MOD9001 ganz konventionell via Ultra HD Blu-ray Player zu und wählen zunächst ein passendes Bildfeld aus. Hier fällt zunächst auf, dass der TV direkt erkennt, dass ein HDR-Signal zugespielt wird. Die natürlichste Darstellung mit passender Farbtemperatur bietet der Modus "Film". Hier laufen noch ein paar dynamische Bildverbesserer auf niedriger Stufe. Den Filmemacher-Modus, der alle diese Optimierer komplett deaktiviert, lassen wir zunächst bewusst aus. Der Metz Fernseher bietet, wie erwähnt, ein farblich stimmiges, angenehmes Bild. Hervorragend schneidet der TV hier bezüglich der Kanten- und Detailschärfe ab. Klare, saubere Linien und auch Feinheiten an der Kleidung oder den Gesichtszügen der Protagonisten werden tadellos abgebildet. Insbesondere Nahaufnahmen gelingen sehr gut, aber auch weitere Einstellungen, als z.B. ein Schiff vor Istanbul, über die Wellen gleitend, dargestellt wird, gelingen mit feiner Detaillierung und guter Struktur. Die einzelnen Bildebenen können ebenso ausgezeichnet voneinander differenziert werden. OLED-typisch wird hier eine sehr gute Plastizität und dreidimensional plastische Darstellung geboten. Nicht völlig rauschfrei ist das Panel, auch bei der hohen 4K-Auflösung kann man, wenn man nahe genug an den Fernseher herangeht, leichtes Bildrauschen erkennen. Im Praxisbetrieb und insbesondere aus einiger Entfernung fällt dies aber kaum ins Gewicht.

Exzellent und erwartungsgemäß schlägt sich das Gerät auch bei Schwarzwert und Kontrast. Da die selbstleuchtenden OLED-Pixel bei der Abbildung von Schwarz schlichtweg einzeln angesteuert und deaktiviert werden können, blickt man hier praktisch in den tiefschwarzen Abgrund. Aber auch Feinheiten in dunkleren Umgebungen lassen sich klar erkennen. Im oberen Helligkeitsbereich zeigt der Metz ebenfalls eine gute Darstellung mit klarer Struktur. Hochwertige Mini-LED-Geräte warten hier mit höheren Nit-Zahlen auf, Highlights gelingen aber klar und ausdrucksstark.

Mit den Standardeinstellungen im Bildmodus "Film" bietet der Metz Fernseher auch eine absolut solide Bewegungswiedergabe. Gut, die erste Einstellung im gesamten Film, als die Kamera von der Sunne nach unten zur Klagemauer von Jerusalem mit zahlreichen Besuchern und Pilgern schwenkt, ist für jedes Gerät schwierig. So kann man, wenn man genau aufpasst, leichte Nachzieheffekte an den Objektkanten der Personen erkennen. Insgesamt ist das aber völlig im Rahmen und der Gesamteindruck des Bildes ist stabil und angenehm. Versierten Anwendern werden auch in den folgenden Szenen immer mal wieder leichte Ghosting-Artefakte entdecken, der Metz Fernseher ordnet sich hier aber absolut im Durchschnitt ein und zeigt keine besondere Neigung zu Störelementen. Will man der Bewegungsschärfe noch etwas auf die Sprünge helfen, kann man auch den Präzisions-Glättungsvorgang aktivieren. Man wird zwar ein paar mehr Artefakte erkennen, selbst auf höchster Stufe agiert der Algorithmus aber nicht zu aggressiv. Das Bild wirkt noch etwas geschmeidiger, ohne dabei am klassischen Film-Look extrem einzubüßen. Völlig von unterstützenden Bildoptimierern abzusehen, tut dem blue MOD9001 aber nicht ganz so gut. Bei aktiviertem Filmemacher-Modus wird Potential liegengelassen. Die Darstellung ist immer noch sehr gut und an Detailgrad, Schärfe und Farbauthentizität gibt es nichts zu bemängeln. Die native 24p-Wiedergabe zeigt aber leichtes Ruckeln bei schnellen Bewegungen und Kamerafahrten. Die Gesamtbildruhe bleibt auf sehr gutem Level, einzelne Objektkanten zeigen aber stellenweise leichtes Ruckeln. Hier lohnt es sich, den ein oder anderen Bildoptimierer zuzuschalten oder auf den Filmemacher-Modus zu verzichten. Fans der nativen 24p-Darstellung können durchaus weiterhin dabei bleiben, grundsätzlich ist die Darbietung des MOD9001 immer noch sehr solide und nur bei den typischen Fällen, schnellen Bewegungen, Schwenks und Kamerafahrten, tritt das leichte Ruckeln auf.

Blu-ray Disc 1080p, James Bond 007 - Skyfall

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Wir spielen dem Metz blue MOD9001 TV auch eine konventionelle Blu-ray Disc mit einer Auflösung von 1080p zu. Damit der Fernseher auch die entsprechenden Scaling-Aufgaben selbst vornimmt und dies nicht dem Player überlässt, gibt dieser auch die native 1080p-Auflösung aus. Der OLED-Fernseher überzeugt erneut mit einem sehr farbauthentischen Bild. Die Bildschärfe, sowohl was die Details als auch die Kanten angeht, ist wirklich auf exzellentem Niveu, hier muss man nichts kritisieren. Die Poren in Bonds Gesicht bei Nahaufnahmen, die Struktur und Nähte an der Kleidung des Agenten und seiner Mitstreiterin in den ersten beiden Kapiteln, hier wird alles sehr gut erfasst und abgebildet. 

OLED-typisch gelingt auch wieder ein ausgezeichneter Schwarzwert, der gleich in den ersten Sekunden, als Bond in dem schlecht beleuchteten Gang in das Appartement geht, deutlich wird. Auch der Kontrast ist auf tadellosem Niveau. Während wir uns bei HDR in den hohen Helligkeitsbereichen vielleicht das ein oder andere Nit mehr gewünscht haben, gibt es hier kaum etwas zu beanstanden. Die Farbtemperatur im sowohl künstlich als auch vom Tageslicht beleuchteten Zimmer gelingt ebenfalls sehr gut. Der ausgezeichnete Kontrastwert verhilft dem Bild auch zu einem ausgeprägten plastischen Eindruck. Die verschiedenen Bildebenen kommen sehr gut heraus und sind gut durchzeichnet.

Im Gegensatz zur HDR-Wiedergabe sieht es allerdings bei 1080p gänzlich anders aus, was die Nutzung Filmmaker-Mode und zusätzliche Optimierungsalgorithmen betrifft. Der Filmemacher-Modus, auch hier werden sämtliche dynamischen Bildverbesserer gänzlich abgeschaltet und die Darstellung erfolgt mit der nativen Bildwiederholrate der Blu-ray von 24p, liefert hier ganz klar die bessere Performance. Bewegungen erfolgen flüssig und natürlich, Nachzieheffekte sieht man nur in sehr geringem Maße. Kenner entdecken bei Kameraschwenks und schnellen Kamerafahrten schon noch das ein oder andere leichte Zittern, insgesamt ist die Darstellung aber sehr gut. Das gilt auch für Objektkanten. Selbst, als Bond den Schurken auf dem Motorrad über den Dächern Istanbuls verfolgt, sind praktisch kaum zitternde Kanten und Ghosting zu sehen. Der Metz MOD9001 bietet einen filmechten, sauberen Look.

Wählt man hier den Bildmodus "Film" mit aktivierter Zwischenbildberechnung wirkt das Bild insgesamt zwar schon nochmals gleichmäßiger klarer, allerdings kann man dann die typischen Probleme der Frame Interpolation nachvollziehen. Kameraschwenks gelingen sehr gut und ruckelfrei, bei den Objektkanten aber stellen sich vermehrt Kantenzittern und leichte Nachzieher ein. Die Darstellung ist immer noch weitgehend sauber und weist auch noch, wenn auch in leicht reduziertem Maße, einen authentischen Film-Look auf. Hier würden wir, außer man mag schlichtweg nicht die 24p-Darstellung, auf die native Wiedergabe setzen.

Zum Schluß wollen wir nochmal positiv erwähnen, wie gut der Metz Fernseher auch bei Tageslicht agiert. Details werden sehr gut herausgearbeitet und auch bei etwas dunkleren Szenen geht kaum etwas verloren. OLEDs empfehlen sich natürlich immer, besonders bei der Filmwiedergabe, in dunkler Umgebung. Der blue MOD9001 präsentiert sich aber auch hier als absolut alltagstaugliches Gerät auch in helleren Umgebungen. Selbst bei seitlichem Lichteinfall halten sich Spiegelungen in Grenzen und werden gekonnt gestreut. 

Metz Blue 42mod9001 Menue Epg

EPG

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Tuner

Der Metz OLED-TV präsentiert im entsprechenden Bildmodus (Film) auch bei der Wiedergabe von Live-TV ein farblich angenehmes und authentisches Bild. Mit guter, aber nicht übertriebener Sättigung präsentieren sich auch Grüntöne und die natürliche Darstellung von Hauttönen können wir gesondert loben. Die Bewegungswiedergabe ist auf solidem Niveau, allerdings helfen im Live-TV-Betrieb die Rauschunterdrückungsalgorithmen durchaus und können im Modus "Niedrig" zu einem ruhigen und stabiler wirkenden Bildeindruck führen. Der Filmemacher-Modus kann hier also deaktiviert werden, da er sonst werksseitig sämtliche dynamischen Bildoptimierer deaktiviert. Auch der Präzisions-Glättungsvorgang kann nach Belieben verwendet werden und sorgt, zumindest bei nicht allzu actionlastigen Inhalten, selbst auf höchster Stufe nicht für die Ausbildung störender Artefakte.

Im Alltagsbetrieb bei Tageslicht erfreut es uns auch, dass der Metz OLED-Fernseher mit einer sehr guten Helligkeit aufwarten kann, so dass auch bei externem Lichteinfall ein kontraststarkes und ausreichend helles Bild realisiert wird. In unserem Extrembeispiel haben wir den MOD9001 direkt neben ein Südfenster mit Sonneneinstrahlung gestellt. Natürlich ist das OLED-Panel vor Spiegelungen nicht vollständig gefeit, dennoch treten diese leicht diffus auf, so dass sie den TV-Genuss nicht allzu eklatant negativ beeinflussen. Natürlich sollte man, wie bei allen OLED-Geräten, dennoch darauf achten, dass der Lichteinfall nicht zu direkt ausfällt. Der Betrachtungswinkel ist, ebenfalls OLED-typisch, sehr breit und auch am äußeren Ende des Sofas kann man ein plastisches, farbechtes Bild betrachten. Je nach Qualität der Produktion ist am Bildschirm ein leichtes Rauschen zu erkennen, DNR verrichtet insgesamt aber eine gute Arbeit und das Scaling an sich kann sich hier absolut sehen lassen. Das Bild ist stabil und es treten und Treppenstufen fallen, wenngleich an Logos oder Schriften im Bild sichtbar, nicht außerordentlich stark auf. Die Bildschärfe ist ebenfalls auf exzellentem Niveau und der Umschaltvorgang mit ca. einer Sekunde sogar etwas flotter, als wir es von Konkurrenzgeräten kennen.

Der Zugriff auf Mediatheken erfolgt zuverlässig und auch praktische Features, wie z.B. bei Verfügbarkeit mit der blauen Taste die aktuelle Sendung von vorne zu beginnen (abhängig vom Angebot des Senders), stehen zur Verfügung. Das EPG lässt sich kurz Zeit, bis alle laufenden Inhalte korrekt dargestellt werden. Manchmal hilft auch nur ein Umschalten auf den Sender, bis alles angezeigt wird, ist aber insgesamt übersichtlich. SD-Inhalte präsentiert der Metz TV ebenfalls in guter Qualität. Die typischen Abstriche bei Programminhalten in der sehr geringen Auflösung muss man natürlich hinnehmen.

Weiter geht es mit den Klangeindrücken, dem Konkurrenzvergleich und unserem Fazit auf Seite 4!

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