TEST: Kenwood M-925DAB-B - Micro HiFi-System mit CD, USB, DAB+ und Bluetooth Audio-Streaming

Klangtestreihen

Da das Micro-Hifi-System aus dem Hause Kenwood über zahlreiche Wiedergabemöglichkeiten verfügt, starten wir unsere Klangtestreihen mit der Wiedergabe von DAB+. Nach einem recht zügigen Suchlauf der verfügbaren DAB+ Sender wählen wir Radio Bob! aus und starten die Wiedergabe, und es läuft Nickelback "When We Stand Toggether". Als EQ-Kurve haben wir uns nach mehrerer Versuchen für "Klassisch" entschieden, auch wenn das eigentlich nicht zum Quellematerial passt. Der ausgewogene und gut modellierte Klang hat uns aber gut gefallen. Bei mittleren Pegeln agiert die die M-925DAB gekonnt. So spielt diese beim Nickelback-Titel kraftvoll auf und auch die Stimmfarbe wird fast auf den Punkt gebracht. Erst, wenn wir den Pegel deutlich nach oben schrauben, erweist sich die Kenwood-Anlage als etwas kritisch im Hochtonbereich - so schien es. Nach mehreren Versuchen konnten wir feststellen, dass dies an der gewählten DAB+ Radio-Station liegt und nicht an der M-925DAB.

Wir switchen nun um und möchten wissen, wie sich die M-925DAB beim Thema Bluetooth Audio-Streaming schlägt. Dafür starten wir die Wiedergabe von "Times Like These" von Five Finger Death Punch. Wir sind erstaunt, wie natürlich die Stimme von Ivan Moody von der doch sehr preisgünstigen Komplettanlage dargestellt wird. Bei der Bluetooth-Wiedergabe können wir deutlich höhere Pegel fahren als bei der DAB+ Wiedergabe, ohne dass der Hochtonbereich aggressiv und kritisch wird. Auch die dynamischen Basseinlagen meistert das Micro-Hifi-System tadellos. Die verwendeten Musikinstrumente sind klar wahrnehmbar, selbst als der Facettenreichtum innerhalb des Titels zunimmt.

Weiter geht es mit "They Don't Care About Us" von Saliva. Das Michael Jackson- Cover wird sehr kraftvoll präsentiert, bei gleichzeitig untadeliger Präzision - natürlich immer unter dem Vorbehalt, dass die Preisklasse mit ins Kalkül einfließt. Auch hier finden wir die Darbietung der E-Gitarren und der weiteren Instrumente für den niedrigen Kaufpreis erstklassig. Selbst der Schreigesang von Frontmann Bobby Amaru kann die Micro-Anlage nicht in die Knie zwingen. Die Lautsprecher schaffen den Spagat zwischen Mittel- und Hochtonbereich erstaunlich gut und souverän. Auch der Bassbereich wird von den doch sehr kompakten Lautsprecher auf den Punkt gebracht und mit dem nötigen Punch versehen.

Wir wechseln das Genre und spielen der Kenwood-Anlage "I Feel Like Dancing" von Hardwell zu. Jetzt dürfen wir feststellen, mit welcher Musik die M-925DAB abgestimmt wurde und wir sind verblüfft, was uns für 269 EUR Kaufpreis dargeboten wird. Wir haben für diesen Titel die EQ-Kurve "Pop" ausgewählt. Der verwendete Synthesizer macht einen glaubhaften und natürlichen Eindruck auf uns. Was sich aber als "der Hammer" herausstellt, ist der Bassbereich. Uns fliegen gerade die Bässe um die Ohren, beinahe so, als hätten wir Standlautsprecher vor uns stehen, mit einem potenten Stereoverstärker. Gut, das mag übertrieben klingen, aber die Anlage klingt sprichtwörtlich "größer", als Preisklasse und Abmessungen vermuten lassen. Schönes Detail: Der Bassbereich wirkt dabei trocken, sauber strukturiert und zugleich nachdrücklich. Chapeau Kenwood.

Jetzt treiben wir es auf die Spitze und fordern die Kenwood M-925DAB mit dem sehr kickbasslastigen Titel "Altes Kamuffel" von Paul Kalkbrenner heraus, als Compact Disc. Aber auch hier kann die Micoanlage überzeugen, und der Hochtonbereich wird in keinster Weise spitz oder störend dargestellt. Die Kickbässe kommen sauber strukturiert und trocken in unseren Redaktionsraum zur Geltung. Auch, als der Bass richtig tief in die unteren Frequenzen geht, bleiben die 2-Wege Lautsprecher stabil und komprimieren kaum. Natürlich können die ganz tiefen Frequenzen nicht abgebildet werden, aber für den geringen Kaufpreis ist diese Performance nahezu restlos überzeugend. 

Nun schlagen wir wieder langsame Töne an und führen die Testreihen mit der Wiedergabe von "Nur für dich" von Kontra K fort. Am Anfang ertönt ein Klavier, das bezüglich Temperatur und Konturen gut getroffen wird. Mit dem Sprechgesang des Berliner Rappers kommt die M-925DAB sehr gut zurecht. So wirkt die Darbietung der Stimme auf uns realistisch und hat definitiv Wiedererkennungswert. Überragend ist auch die Leistung des Tiefmitteltöners, so werden die langgezogenen Basspassagen für die preisliche Liga der Ablage hervorragend dargestellt - mit einer Souveränität, die man nur von deutlich teureren Lösungen her kennt. 

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Konkurrenzvergleich

  • Denon RCD-N10: Los geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit der Denon RCD-N10. Mit 2 x 65 Watt besitzt die Schaltzentrale aus dem Hause Denon ordentlich Power. Neben einer Netzwerkschnittstelle findet das Heos-Streaming-Modul Verwendung und Apple AirPlay 2 ist ebenfalls an Bord. Tunein steht als Internet-Radio-Plattform bereit, ein CD-Player und Bluetooth fehlen auch nicht in der Ausstattungsliste. Dafür verzichtet die RCD-10 auf einen klassischen FM- sowie DAB+ Tuner. Akustisch erweist sich die Wiedergabe als dynamisch, klar und homogen, zudem arbeitet das kompakte Device sogar mit ausgewachsenen Standlautsprechern zusammen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass die RCD-N10 mit 589 EUR in einer anderen Preisklasse antritt und Lautsprecher ebenfalls nicht zum Lieferumfang gehören.

  • Kenwood M-9000S : Weiter geht es im Konkurrenzvergleich mit einem Kontrahenten aus dem eigene Hause. Mit der Kenwood M-9000S bekommt der Nutzer durch die Integration einer Netzwerksschnittstelle in Form von WLAN, Zugriff auf Spotify Connect, Internetradio & Co.. Weiterhin besitzt diese einen klassischen CD-Player sowie einen DAB+ sowie FM-Tuner. Mit 2 x 50 Watt hat die Schwesteranlage die gleichen Leistungsreserven wie unser aktueller Testkandiat. Akustisch ist unserer Meinung nach die M-925DAB nochmal deutlich feiner abgestimmt.

Fazit 

Das Microsystem M-925DAB aus dem Hause Kenwood verfügt neben einem DAB+/FM-Tuner, noch über einen konventionellen CD-Player und Bluetooth Audiostreaming wird ebenfalls unterstützt. Für einen Kaufpreis von 269 EUR kann der Käufer zwischen einer schwarzen oder silbernen Headunit wählen. Im Lieferumfang befinden sich zudem 2-Wege-Bassreflex Lautsprecher, die allerdings nur in einer schwarzen Variante erhältlich sind. Dei Headunit ist sauber verarbeitet und an der Front hat Kennwod Drehregler aus Aluminium angebracht, die teilweise eine Rasterung besitzen. Die Lautsprecher sind foliert und weisen ebenfalls eine gute Verarbeitungsqualität auf. Mit einer Einlesezeit von knapp 10 Sekunden lässt sich, unserer Meinung nach, der CD-Player zuviel. Überrascht hat uns die klangliche Performance in Anbetracht des doch geringen Kaufpreis. So erklangen Stimmen und Instrumente immer natürlich und authentisch, der Bassbereich konnte mit hartem Punch überzeugen, ohne dabei an Struktur zu verlieren.

Sehr kräftig aufspielende Micro-Anlage mit zahlreichen Wiedergabemöglichkeiten im schicken Gewand 

Mini-/Mikro-Stereosysteme bis 500 EUR
Datum 01. Dezember 2022

 

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Test und Bilder: Sven Wunderlich
Redaktion: Carsten Rampacher
Datum: 01. Dezember 2022

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