TEST: Elac Solano BS 283.2 - kompakter 2-Wege-Regallautsprecher mit klarem und präzisem Klangbild
Klangwertung

HiFi-ROSE RS520 - All-In-One-Streaming-Verstärker
In diesem Abschnitt unseres Reviews, möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften der Elac Solano BS 283.2 genauer eingehen. Für die Zuspielung und Umsetzung unseren digitalen Audiosignale haben wir den HiFi-ROSE RS520 Streaming-Verstärker ausgewählt.
Wir beginnen unsere Klangwertung mit der Wiedergabe von klassischer Musik. Hierfür haben wir uns als Klangbeispiel für "The Prayer" von Josh Groban und Charlotte Church entschieden. Der gefühlvolle und ausdrucksstarke Titel startet mit einem klassischen Orchester mit Streichern, und hier präsentieren uns die ELAC Schallwandler eine sehr feinfühlige und detaillierte Wiedergabe. Als Charlotte Church mit ihrer sehr sensiblen und hoch angesiedelten Stimme in den Titel einsteigt, zeigt uns der Jet-Hochtöner der 6. Generation auf, wo seine Stärken liegen. Die mehrstimmigen Vocals lösen sich grandios von den Lautsprechern und dadurch entsteht ein hervorragendes Stereo-Bühnebild. Selbst als Josh Groban mit seiner klassisch ausgebildeten Bariton-Stimme hinzukommt, gelingt eine hervorragende Gesamtwiedergabe mit einer ausgezeichneten Differenzierung.
Weiter geht es mit "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion. Der Titel startet mit Querflöten, welche sehr natürlich und mit hervorragender Struktur präsentiert werden. Selbst, als sich nach wenigen Momenten Streicher aus dem Orchester hinzugesellen, ermöglichen die Solano eine hervorragende Tiefenstaffelung der verschiedenen akustischen Elemente. Als dann die ersten vokalen Anteile der multinationalen Gesangsgruppe folgen, können uns die kompakten Lautsprecher auf ganzer Linie überzeugen. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl und der nötigen Portion Aussagekraft punkten hier die Solano BS 283.2. Selbst der Wechsel der verschiedenen Stimmfarben klappt erstklassig, was wir so nicht erwartet hätten. Hier stellt der Jet 6-Hochtöner ein weiteres Mal seine Vorzüge unter Beweis. Die dynamischen und tiefen Passagen des Titels werden vom 150 mm messenden Tieftöner mit AS-XR Sandwich-Membran erstaunlich kraftvoll und präzise in Szene gesetzt.
Als nächstes haben wir uns für "In Your Arms" von der rumänisch-amerikanische Sopranistin Laura Bretan entschieden. Der Titel beginnt ebenfalls mit Querflöten aus einem Orchester und kurz darauf, folgen die Klänge eines Klaviers. Beide Facetten meistern die ELAC Lautsprecher auf Referenzlevel in Bezug auf die Preisklasse. Als Laura Bretan mit ihrer außergewöhnlichen Stimmfarbe und ihrer speziellen Gesangstechnik loslegt, sind wir begeistert, mit wieviel Gefühl und Aussagekraft die Vocals präsentiert werden. Selten hat uns eine klassische Stimme bei einem Lautsprecher einer sehr fairen Preisklasse so berührt, wie es bei den Solano BS 283.2 geschieht. Selbst als Laura in die sehr hoch angesiedelten Gesangspassagen wechselt, gelingt eine feine Modellierung der verschiedenen Einzelheiten, und die Stimmfarbe wird nicht zu harsch oder aggressiv - außer, man übertreibt es mit dem Lautstärkepegel.
Weiter geht es mit den Blues-Rockern der Andreas Diehlmann Band und dem Titel "Long Way To Go". Los geht es mit einer Akustikgitarre, die mit klarer und sehr sauberer Struktur von den ELAC Lautsprechern dargestellt wird. Bereits nach wenigen Momenten nimmt der Titel dann an Fahrt auf und zahlreiche Effekte gesellen sich hinzu. Aber auch bei diesem Titel bleibt die Gesamtwiedergabe klar mit ausgezeichneter Tiefenstaffelung. Auch die sehr spezielle und rauchige Stimmfarbe von Frontmann Andreas wird exakt und auf den Punkt getroffen, ohne dabei an Rauigkeit zu verlieren, die Andreas Stimme unverwechselbar macht. Das Zusammenspiel aus Drums, hart gespielten E-Gitarren und den sehr fordernden Gesang, gelingt wieder auf sehr hohem Niveau. Die tieffrequenten Signale werden von unseren Testkandidaten präzise und straff umgesetzt, könnten aber etwas mehr an Volumen haben. Aber aufgrund der kompakten Baugröße und der Auslegung als 2-Wege Lautsprecher ist dies aber nur schwierig zu realisieren.
Wir wechseln das Genre und unsere Klangwertung gewinnt sozusagen deutlich an Dynamik. Gerne verwenden wir für unsere Testreihen "Glitch" von der australischen Metalcore-Band Parkway Drive. Die zu Beginn des Titels eingespielten E-Gitarren, die aus dem Hintergrund agieren und sich dann in den Vordergrund schieben, meistern die Schallwandler aus Deutschlands Norden hervorragend. Als nach wenigen Momenten der Titel die vollen Bandbreite vom Genre "Metalcore" erlebt, in Form von harten Drums und Gitarrenriffs, locken diese Elemente die ELACs nicht aus der Reserve. Die Gitarrenriffs werden mit klarer Struktur und kraftvoll umgesetzt, wenn auch leicht hell. Allerdings sind wir von der Gesamtperformance der Solano BS 283.2 begeistert und schließt man die Augen, könnten man meinen, vor uns spielen große Standlautsprecher auf. Als Winston McCall, Frontmann von Parkway Drive, dann mit seinem ebenfalls sehr fordernden und wechselnden Gesangsperformance einsteigt, wird die Stimmfarbe beinahe genau auf den Punkt getroffen und die unterschiedlichen Gesangsarten werden detailliert und stimmig umgesetzt. Der Tieftöner liefert einen harten Punch, der mit Präzision umgesetzt wird.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit der Wiedergabe von elektronischer Musik. Wir haben uns hierfür, den KREAM-Remix von Chris Isaaks Klassiker "Wicked Game" ausgesucht. Der Titel startet mit einer elektronisch aufpolierten Damenstimme sowie harten Kickbässen. Die Damenstimme wird facettenreich und sehr räumlich von unseren Testsamples umgesetzt. Etwas verblüfft sind wir von den kompakten Regallautsprechern allerdings bei der Umsetzung der harten und schnellen Kickbässe. Die Bassfundament ist staubtrocken, absolut präzise und wird punktgenau getroffen. Die Kooperation zwischen der sehr fordernden Frauenstimme, den Syntheziser-Effekten und dem harten Kickbässen gelingt hervorragend.
Konkurrenzvergleich

- KEF Concerto Meta: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der KEF Concerto Meta. Diese sind in den Farben Satin Black (Schwarz), Satin White (Weiß) und Walnut (Walnuss) für einen Paarpreis von 1198 EUR im Handel erhältlich. Highlight der Concerto Meta und der Q-Serie ist die Tatsache, dass bei dieser eher preisgünstigen Serie KEFs exklusive Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT) zum Einsatz kommt. Das innovative Feature wird bereits in den hochpreisigen Modellen von KEF erfolgreich verwende und sorgt nachweislich für höhere Präzision und Klarheit. Die Performance des Uni-Q-Treibers der 12. Generation wird damit auf ein neues Niveau gehoben, versprechen die Briten daher auch hinsichtlich der Q Meta-Serie. Bei MAT handelt es sich um eine labyrinthartige, sehr komplexe Struktur, in der jeder der aufwändig konstruierten Kanäle eine bestimmte Frequenz mit hoher Effizienz absorbiert. In Kombination wirkt das Ganze dann wie ein "akustisches schwarzes Loch", in dem 99% alles unerwünschten Schalls verschwindet. Das Resultat: ein unverfälschter und natürlicher Klang. Das flexible Decoupling-Chassis, kam erstmals bei den aktuellen Blade- und The Reference-Lautsprechern zum Einsatz und wird beim Uni-Q-Treiber eingesetzt, um Klangverfärbungen, entstanden durch die Übertragung von Schwingungen im Mitteltonbereich auf das Gehäuse, hörbar herabzusetzen. Zugleich hat KEF das Problem des zusätzlichen Schalls, der durch den Treiberkorb entsteht und bei herkömmlichen Entkopplungsmethoden auftritt, aus der Welt geschafft. Der massive Mitteltönermotor wird vom Uni-Q-Chassis entkoppelt, so dass die Schwingungen abgeleitet werden, bevor sie sich aufs Gehäuse übertragen und als unerwünschter Nebengeräuschanteil abgestrahlt werden können. In unserem Test lieferten die Concerto Meta einen authentische, stets klar definierte Räumlichkeit, einen kräftigen, sauber strukturierten Bass, eine facettenreiche Stimmwiedergabe und eine ausgesprochen überzeugende Pegelfestigkeit.

- Buchardt Audio P300: Weiter geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit der Buchardt Audio P300. Diese ist in weiß-seitenmatt und schwarz-seitenmatt für einen Paarpreis von 1.400 EUR bei HiFi-Pilot erhältlich. Was war die Zielsetzung bei der P300? Er sieht der beliebten und akustisch enorm starken S400 (aktuell in der MKII Variante) sehr ähnlich, man tat bei Buchardt Audio aber alles dafür, den Preis zu senken, aber gleichzeitig so wenig wie möglich an der klanglichen Qualität zu sparen. Aufgrund des kontrollierten Abstrahlverhaltens eignet sich der Regallautsprecher zudem auch besonders für Räume, die akustisch nicht absolut ideal sind. Ziehen wir einen Vergleich mit der Buchardt Audio S400MKII, notieren wir Änderungen bei drei Teilen: Tieftöner, Frequenzweiche sowie Anschlussterminal. Andere Dinge wurden hingegen komplett übernommen. Weil Baugruppen wie der clever ausgelegte Waveguide übernommen wurden und man auf die identische Art der Verpackung setzt, war es möglich, die Kosten für Produktion, Werkzeuge und Entwicklungszeit zu reduzieren und den fairen Kaufpreis sicherzustellen. Wenden wir uns der Frequenzweiche zu, die aufgrund des niedrigeren Kaufpreises natürlich weniger aufwändig bestückt ist als die des S400MKII. Aber auch die Qualität der in der P300-Frequenzweiche verwendeten Teile, verspricht der Hersteller, ist auf einem beträchtlichen Level. Buchardt Audio setzt auf Jantzen MOX-Widerstände (folienbasierte Audiowiderstände). Als Spulen werden Jantzens Luftkern-Spulen verwendet und an den Plätzen, an denen es am wichtigsten ist, bringt man Eisenkern-Spulen zum Einsatz. Die Kondensatoren bestehen aus einer Mischung aus metallisiertem Polyesterfolienkondensator für den Hochtöner und Jantzens speziellem "eleCap" für den Tieftöner. Hierbei handelt es sich um einen Aluminium-Elektrolytkondensator mit geringer Toleranz, der von deutlich höherer Qualität ist als ein Standard-Elektrolytkondensator. In unserer Klangwertung punkteten die Buchardt Audio Speaker mit einer kraftvollen und kultivierten Auslegung und boten eine enorme Lebendigkeit.
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